Pflanzenkohle, Biochar oder Aktivkohle
ist ein natürlicher Bodenverbesserer mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit, Wasser zu speichern und die Pflanzenernährung zu unterstützen.
Was ist Pflanzenkohle (Biokohle) und wie entsteht sie

Biochar, auch bekannt als Pflanzenkohle oder Aktivkohle, ist ein Naturprodukt, das auf natürliche Weise bei Waldbränden entsteht. Dr. Uhli ist der führende Hersteller dieser Kohle in Tschechien. Durch unser Produktionsverfahren, konkret in einem aktiven Pyrolysekraftwerk, gewinnen wir Biochar von höchster Qualität. Dieses Verfahren garantiert zugleich, dass das Endprodukt ökologisch rein ist und keinerlei Zusatzstoffe enthält.
Biokohle, bekannt als Biochar, ist das Ergebnis der Karbonisierung von Biomasse mit dem Ziel, sie in den Boden einzuarbeiten. Sie ist nicht als Brennstoff gedacht. Im Gegensatz zur Verbrennung von geschlagenem Holz entsteht unsere Biokohle aus recycelten Holzabfällen.
Pyrolyse ist eine Verbrennung unter Luftabschluss: Aus der Holzmasse verdampfen Wasser und Gase, zurück bleibt fast reiner Kohlenstoff, durchzogen von Millionen winziger Hohlräume. Genau sie machen daraus das, was man im Boden einen Schwamm für Wasser und Nährstoffe nennt – ein Gramm Biokohle hat eine innere Oberfläche in der Größenordnung von Hunderten Quadratmetern.
Hervorragende Eigenschaften und einfache Anwendung im Boden
- Verbessert die Bodenstruktur – mehr Luftigkeit
- Speichert Wasser im Boden – saugt Feuchtigkeit auf
- Fördert das Bodenleben – Porosität
- Nimmt Schadstoffe auf – bindet Giftstoffe an sich
- Hundertprozentig sichere Lösung – ein Naturprodukt.
Biochar Dr. Uhlí können Sie im Garten mit eigenem Kompost oder eigener Erde mischen – im Verhältnis 1:9 – und so die Bodenqualität sofort auf ein neues Niveau heben.
Kohle baut sich im Boden nicht ab, sie wird also einmal eingearbeitet und wirkt jahrelang weiter. Nährstoffe liefert sie nicht von selbst – sie hält sie fest. Deshalb arbeitet man sie zusammen mit Kompost oder mit einem organischen Dünger ein, dessen Nährstoffe dann nicht der erste kräftige Regen ausschwemmt.
Pflanzenkohle in den Boden: Dosierung für Beet und Pflanzung
Das Verhältnis 1:9 gilt als universelle Richtschnur – ungefähr ein Zehntel des Erd- oder Substratvolumens. In der Praxis heißt das:
- Beet: Biochar auf der Oberfläche ausstreuen und mit Spaten oder Grubber etwa 10 cm tief einarbeiten, idealerweise gleichzeitig mit Kompost.
- Pflanzung von Baum oder Strauch: ein bis zwei Handvoll unter die Erde mischen, mit der Sie das Pflanzloch verfüllen, nicht auf den Grund des Lochs.
- Balkonkasten und Blumentopf: ein Zehntel des Substratvolumens reicht reichlich, bei Sukkulenten und Orchideen sogar weniger.
- Rasen: am besten bei der Neuanlage, in die obere Erdschicht vor der Aussaat.
Sandboden hält die Feuchtigkeit nach dem Einarbeiten besser, schwerer Lehmboden wird umgekehrt durchlüftet. Am Ergebnis sieht man vor allem eines: Zwischen den Wassergaben bleibt der Boden länger feucht.
Einweichen oder nicht?
Sie können die Kohle trocken in den Boden einarbeiten, empfohlen wird aber, sie 48 Stunden in Wasser stehen zu lassen, damit sie sich vollsaugt und einen perfekten Start für die Ansiedlung von Mikroorganismen und für das Halten der Feuchtigkeit im Boden bietet. So aktivieren Sie den Biochar.
Noch besser wirkt das Aufladen mit Nährstoffen: Lassen Sie den Biochar zwei Tage in einem Kompostauszug oder in DÜNGEE-Lösung ziehen statt in klarem Wasser. Trockener Biochar, der in einen mageren Boden eingearbeitet wird, zieht in der ersten Saison nämlich Nährstoffe an sich, statt sie abzugeben.
DÜNGEE und Biochar zusammen
Im Garten können Sie die Kohle mit eigenem Kompost oder eigener Erde mischen – im Verhältnis 1:9 – und so die Bodenqualität sofort auf ein neues Niveau heben. Die Verbindung von DÜNGEE und BIOCHAR ergibt das ideale Rezept für einen gesunden und fruchtbaren Boden.
Biochar hält Wasser und Nährstoffe an Ort und Stelle, ein universeller organischer Dünger liefert sie in den Boden nach. Wie sich Ernährung, Boden und Wasser gegenseitig beeinflussen, behandelt der Artikel Die Pflanze und ihre Umgebung.
Biochar 8 l für den Boden Biochar 17 l für den Boden DÜNGEE-Dosierung
Biochar für Blumentöpfe – Anwendung bei Zimmer- und Balkonpflanzen
Im Blumentopf hat Biochar vielleicht noch mehr Sinn als im Beet: Das Substratvolumen ist klein, es trocknet schnell aus und bei jeder Wassergabe fließen Nährstoffe heraus. Ein Zehntel des Volumens an Biochar, beim Umtopfen unter das Substrat gemischt, verlängert den Abstand zwischen den Wassergaben und hält die Wurzeln durchlüftet.
Für Balkonkästen und Zimmerpflanzen eignet sich die kleinste Packung – Biochar in der Ein-Liter-Packung ist feiner und lässt sich im Blumentopf leichter verarbeiten.
Aktivkohle für Tiere: Unterschied zwischen Stücken und Pulver


Kohle für den Boden und Kohle für Tiere ist dasselbe Material, sie unterscheiden sich nur in der Mahlfeinheit und in der Verpackung. Garten-Biochar besteht aus kleinen Stücken, die im Boden ihre Form und ihre Hohlräume behalten; die Variante für Tiere ist zu feinem Pulver vermahlen, damit man sie unter das Futter mischen kann.
Die Pulvervariante für Tiere gehört bisher nicht zum deutschen Angebot. In unserem Shop finden Sie Biochar für Boden und Pflanzen in diesen Packungen:
Terra preta: ein Boden, der nach tausend Jahren noch fruchtbar ist
Die Idee, Kohle in den Boden einzuarbeiten, ist nicht neu. Die Bewohner Amazoniens mischten Reste von Feuerstellen mit organischen Abfällen und schufen so eine schwarze Erde namens Terra preta. Die umliegenden Lehmböden sind nach ein paar Saisons erschöpft, Terra preta ist bis heute fruchtbar – nach mehr als tausend Jahren. Analysen zeigen, dass genau der Kohlenstoff dahintersteckt, der sich im Boden nicht abbaut und Wasser, Nährstoffe und Bodenleben in ihm festhält.
Moderne Biokohle ist der Versuch, dieses Rezept gezielt zu wiederholen. Deshalb lohnt es sich, Pflanzenkohle im Garten als einmalige Investition in den Boden zu betrachten und nicht als Dünger, den man jede Saison nachlegt.
