Vergissmeinnicht (Myosotis)
Blaue Zweijährige und Staude: Arten, Standort, Pflanzen und Aussaat
Vergissmeinnicht – eine unbezahlbare Gartenpflanze: Aussehen und Standort

(Myosotis)
Das Vergissmeinnicht (Myosotis) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Die Gattung umfasst verschiedene Arten, die für ihre kleinen, blauen oder rosafarbenen Blüten bekannt sind. Vergissmeinnicht sind eine schöne Bereicherung für den Garten und für den Steingarten, manche Arten breiten sich allerdings stark aus und müssen im Zaum gehalten werden.
Wie das Vergissmeinnicht aussieht: Blüte, Blätter und Wuchshöhe
Das Vergissmeinnicht ist ein niedriges Kraut, das je nach Art eine Höhe von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Dezimetern erreicht. Seine Blätter stehen in der Regel wechselständig und sind grün. Sie sind mit feinen Härchen bedeckt.
Die Blüten des Vergissmeinnichts sind klein, fünfzählig und typischerweise blau, rosa oder weiß. Sie stehen in trauben- oder ährenähnlichen Blütenständen.
Bekannt ist die Pflanze auch für ihre charakteristische Blüte, die an ein Auge erinnert — im Englischen heißt sie deshalb „forget-me-not“ (vergiss mich nicht).
Wo das Vergissmeinnicht wächst: feuchte Wiesen und Bachufer
Das Vergissmeinnicht ist in vielen Teilen der Welt verbreitet und wächst an ganz unterschiedlichen Standorten. Am häufigsten finden Sie es jedoch auf feuchten Wiesen, an Bach- und Flussufern und an anderen feuchten Stellen.
Vergissmeinnicht sind wegen ihrer zarten Blüten beliebte Gartenpflanzen. Es gibt mehrere Arten und Sorten, die in Gärten und Zierbeeten kultiviert werden. Sie sind außerdem beliebte Pflanzen für die Bepflanzung rund um Wasserstellen wie Teiche und Bachläufe, weil sie mit feuchten Standorten bestens zurechtkommen.
In der Floristik werden Vergissmeinnicht häufig für Blumenarrangements verwendet — wegen ihrer schönen Blüten und ihres symbolischen Werts. Die Pflanze gilt nämlich vielfach als Symbol für romantische Liebe und Treue.
Arten, Sorten und Anbau von Vergissmeinnicht
In Gärten und in der freien Natur begegnen Ihnen bei uns vor allem vier Arten. Sie unterscheiden sich in der Lebensdauer und im Anspruch an die Bodenfeuchte:
- Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) — zweijährig, für den Halbschatten, die am häufigsten kultivierte Art.
- Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis) — einjährige Ackerart, im Garten verhält es sich wie ein Unkraut.
- Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris) — mehrjährig, die einzige echte Staude, für Teichrand und Feuchtbeet.
- Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) — niedriges Gebirgs-Vergissmeinnicht für Steingarten und Balkonkasten.
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica)

Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis silvatica) ist die Art, die für ihre wunderschönen blauen Blüten und ihre Fähigkeit bekannt ist, im lichten Wald zu wachsen.
Wie das Wald-Vergissmeinnicht aussieht
- Das Wald-Vergissmeinnicht ist ein niedriges, ein- oder zweijähriges Kraut, das in der Regel 15 bis 30 cm hoch wird.
- Die Blätter stehen wechselständig, sind elliptisch geformt und dunkelgrün. Sie sind mit feinen Härchen bedeckt.
- Die Blüten des Wald-Vergissmeinnichts sind klein, fünfzählig und haben eine charakteristisch blaue Farbe. Sie stehen in traubenähnlichen Blütenständen. Jede Blüte misst etwa 5-10 mm im Durchmesser.
Wie sich das Wald-Vergissmeinnicht kultivieren lässt
- Das Wald-Vergissmeinnicht ist verhältnismäßig anspruchslos und lässt sich sowohl im Beet als auch in Gefäßen im Freien gut kultivieren.
- Es braucht einen Standort im Halbschatten oder Schatten, an dem es vor direkter Sonne geschützt ist, vor allem an heißen Sommertagen.
- Der Boden sollte feucht, gut durchlässig und reich an organischer Substanz sein. Das Wald-Vergissmeinnicht bevorzugt eher feuchte Bedingungen und eignet sich damit für Gärten, die regelmäßig gewässert werden. Gut tun ihm Kompost und der Dünger DÜNGEE, der ihm die nötigen Nährstoffe liefert.
- Ausgesät wird in der Regel direkt ins Freiland, im Frühjahr oder im Herbst. Die Samen werden nur dünn mit Erde bedeckt.
- Das Wald-Vergissmeinnicht kann sich selbst aussäen und sich in den Folgejahren weiter ausbreiten, wenn Sie einen Teil der Blüten ausreifen lassen.
Das Wald-Vergissmeinnicht ist eine attraktive Pflanze, die mit ihren blauen Blüten die Blicke auf sich zieht und sich als Zierpflanze im Beet, in Gehölzrändern oder in schattigen Ecken einsetzen lässt. Ihre blauen Blüten sind bei Bienen und anderen Bestäubern beliebt, was der Artenvielfalt im Garten zugutekommt.
Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis)
Das Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis) ist die Art, die für ihre besonders kleinen blauen Blüten bekannt ist.
Wie das Acker-Vergissmeinnicht aussieht: kleine blaue Blüten
Das Acker-Vergissmeinnicht ist ein einjähriges Kraut, das in der Regel 10 bis 30 cm hoch wird. Die Blätter stehen wechselständig, sind elliptisch geformt und dunkelgrün. Sie sind mit feinen Härchen bedeckt. Die Blüten sind klein, fünfzählig und charakteristisch blau, können aber auch rosa oder weiß sein. Sie stehen in traubenähnlichen Blütenständen. Jede Blüte misst etwa 5 mm im Durchmesser.
Wo das Acker-Vergissmeinnicht wächst
Das Acker-Vergissmeinnicht wächst an verschiedenen Standorten. Am häufigsten finden Sie es auf Äckern, in Gärten, in Weinbergen, an Waldrändern und auf Brachflächen. Die Pflanze gilt als Unkraut, weil sie sich rasch ausbreitet und mit den Kulturpflanzen konkurrieren kann.
Lässt sich das Acker-Vergissmeinnicht überhaupt im Garten kultivieren?

- Das Acker-Vergissmeinnicht gilt häufig als Unkraut, weil es sich leicht ausbreitet und andere Pflanzen im Wuchs behindern kann.
- Wenn Sie es dennoch als Zierpflanze kultivieren möchten, bedenken Sie, dass es sich schnell ausbreitet und sein Wuchs deshalb begrenzt werden muss.
- Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und stellt an den Boden kaum Ansprüche.
Das Acker-Vergissmeinnicht ist vor allem als Unkraut bekannt, seine blauen Blüten machen es aber für manche Gärtner und Liebhaber naturnaher Flächen durchaus attraktiv. Mitunter taucht es auch in einem Naturrasen auf, den Sie nicht mähen und als Wiese stehen lassen. Sein Wuchs muss allerdings wirklich kontrolliert werden, sonst überwuchert es den ganzen Garten samt Nutzflächen.
Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris)

Das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris) zeichnet sich durch seine blauen Blüten und die Fähigkeit aus, an feuchten und sumpfigen Standorten zu wachsen. Es eignet sich für feuchte Steingartenpartien in der Nähe eines Gehölzrands oder einer Wasserstelle.
Wie dieses Vergissmeinnicht aussieht
- Das Sumpf-Vergissmeinnicht ist ein mehrjähriges Kraut, das in der Regel 10 bis 60 cm hoch wird.
- Die Blätter stehen wechselständig, sind länglich geformt und dunkelgrün. Sie sind mit feinen Härchen bedeckt.
- Die Blüten sind klein, fünfzählig und blau, können aber auch rosa oder weiß sein. Sie stehen in traubenähnlichen Blütenständen. Jede Blüte misst etwa 4-6 mm im Durchmesser.
Wo das Sumpf-Vergissmeinnicht wächst: Ufer, Feuchtgebiete und Teiche
Das Sumpf-Vergissmeinnicht wächst vor allem an feuchten Standorten wie Fluss- und Bachufern, in Feuchtgebieten, an Teichen und in Sümpfen. Die Pflanze ist an feuchte und sumpfige Bedingungen angepasst und verträgt zeitweilige Staunässe gut.
Wie sich dieses Vergissmeinnicht kultivieren lässt
- Das Sumpf-Vergissmeinnicht eignet sich für feuchte und sumpfige Gartenbereiche, für Teichränder und andere Wasserstellen.
- Es braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen dauerhaft feuchten bis nassen Boden. Bedenken Sie, dass sich diese Pflanze an einem trockenen Standort nicht kultivieren lässt.
- Die Pflanze kann sich durch Selbstaussaat ausbreiten und dichte Bestände bilden — je nachdem, was Sie sich in Ihrem Garten wünschen, ist das ein Vorteil oder ein Nachteil.
Das Sumpf-Vergissmeinnicht ist wegen seiner blauen Blüten und seiner Vorliebe für feuchte Standorte beliebt. Häufig wird es an Wasserstellen im Garten oder an Stellen mit dauerhaft feuchtem Boden gepflanzt. Seine Blüten locken Bienen und andere Bestäuber an, was der Artenvielfalt im Garten zugutekommt.
Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris)

Eine niedrige Art (10–15 cm), die aus dem Gebirge stammt. Sie blüht intensiv blau und eignet sich vor allem für Steingärten und kleinere Beete.
Vergissmeinnicht pflanzen: Aussaat, Standort und Blütezeit
Vergissmeinnicht mögen einen eher feuchten, humosen Boden und Halbschatten. An sonnigen Standorten brauchen sie regelmäßige Wassergaben. Dank ihrer Selbstaussaat breiten sie sich leicht aus und bilden dichte Bestände. Sie eignen sich zur Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern, für Beete mit Zwiebelblumen, für Steingärten und als Begleitpflanzen auf Gräbern.
Für eine reichere Blüte können Sie mit Dünger für Blühpflanzen nachdüngen, idealerweise mit einem natürlichen wie DÜNGEE, der die Vitalität und eine lange Blühdauer unterstützt.
Wann Vergissmeinnicht blühen: Die Hauptblüte reicht von April bis Juni, im feuchten Halbschatten blühen Vergissmeinnicht auch bis in den Juli. Damit sie im nächsten Jahr von selbst wiederkommen, lassen Sie einen Teil der abgeblühten Stängel ausreifen und aussamen. Für Topf und Balkonkasten eignen sich die niedrigen Sorten des Alpen-Vergissmeinnichts — rechnen Sie nur damit, dass das Substrat im Gefäß schneller austrocknet und regelmäßig gegossen werden muss.
Verwendung im Garten
Vergissmeinnicht werden in Gruppen gepflanzt, dort kommen ihre zarten Blüten am besten zur Geltung. Wunderbar ergänzen sie Frühlingszwiebelblumen wie Tulpen oder Narzissen. Sie vertragen sich auch mit Gänseblümchen und anderen Stauden im Frühlingsbeet. Wegen ihrer Symbolik – „vergiss mich nicht“ – werden sie häufig auch auf Gräbern gepflanzt.
