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Forsythie (Goldglöckchen)

Der Goldstrauch, der den Frühling ankündigt — Arten, Standort, Schnitt und Düngung

Forsythie (Goldglöckchen): Aussehen und Herkunft

blühende Forsythie — ein dicht mit gelben Frühlingsblüten besetzter Zweig

Die Forsythie, auch Goldglöckchen genannt, ist ein sommergrüner Strauch aus der Familie der Ölbaumgewächse, der den Frühlingsgarten mit leuchtend gelben Blüten erhellt. Wegen ihrer üppigen Blütenfülle von März bis April ist sie eine beliebte Wahl für blühende Hecken und Solitärpflanzungen. Sie wächst an sonnigen bis halbschattigen Standorten und erreicht eine Höhe von 1 bis 3 Metern.

Die Sträucher der Gattung Forsythia sind vor allem in Ost- und Südostasien verbreitet. Forsythia europaea ist die einzige in Europa heimische Art, genauer gesagt auf dem Balkan. Die jungen Zweige tragen gegenständige Blätter, die einfach oder selten dreiteilig sein können. Die Blüten öffnen sich noch vor dem Laubaustrieb an kurzen Kurztrieben des Vorjahresholzes und beeindrucken durch ihre Leuchtkraft.

Zu den beliebten Sorten zählen etwa die Mittlere Forsythie (Forsythia × intermedia) oder die Hänge-Forsythie (Forsythia suspensa), die mit ihren überhängenden Zweigen Gartenmauern hervorragend ergänzt. Dieser Strauch braucht keine aufwendige Pflege, doch für Schönheit und Vitalität ist ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt älterer Triebe wichtig. Die Forsythie ist ein Sinnbild für Frühling und Neubeginn und damit ein unverzichtbarer Teil des Frühlingsgartens.

Europäische Forsythie (Forsythia europaea)

Die Europäische Forsythie (Forsythia europaea) gilt als leicht zu kultivierende Pflanze und ist wegen ihrer frühen Frühlingsblüten beliebt. Sie gedeiht in leichten, lehmigen und gut durchlässigen Böden. Diese Art ist für ihre Robustheit bekannt und wird in Parks und Gärten häufig als Hecke oder Solitär gepflanzt. Heimisch ist sie auf dem Balkan, vor allem in Albanien und im Kosovo.

Mittlere Forsythie (Forsythia × intermedia)

Die Mittlere Forsythie (Forsythia × intermedia) entstand aus der Kreuzung verschiedener asiatischer Arten. In Deutschland ist sie die am häufigsten gepflanzte Art, vor allem in Sorten, die unterschiedliche Gelb- bis Goldtöne zeigen. Ihre Beliebtheit verdankt sie sowohl dem Zierwert als auch den geringen Ansprüchen an die Pflege. Sie verträgt verschiedene Bodenarten und bevorzugt sonnige Lagen.

Zu den verbreitetsten Sorten gehören ‚Lynwood Gold‘, ‚Spectabilis‘, ‚Weekend‘ und die niedrige ‚Minigold‘, die sich auch für kleinere Gärten und Kübel eignet.

Hänge-Forsythie (Forsythia suspensa)

überhängende Forsythienzweige voller gelber Blüten

Die Hänge-Forsythie (Forsythia suspensa) ist für ihre langen, überhängenden Zweige bekannt, die vor allem im Frühjahr einen herrlichen Eindruck machen, wenn sie über und über mit Blüten besetzt sind. Diese Art wird in der Gartengestaltung gern eingesetzt und lässt sich in verschiedenen Formen und Stilen führen. Geschätzt wird sie nicht nur wegen ihrer Ästhetik, sondern auch, weil sie im Raum interessante Akzente setzt — etwa über einer Mauerkrone oder an einer Böschung. Ihre Kultur verlangt einen sonnigen Platz und einen gut durchlässigen Boden.

Die getrockneten Früchte der Hänge-Forsythie sind in der Traditionellen Chinesischen Medizin unter dem Namen Lian Qiao bekannt. Bei uns wird die Forsythie jedoch ausschließlich als Zierstrauch kultiviert.

Forsythie pflanzen: Standort, Boden und Düngen

Standort. Die Forsythie wächst auch im Halbschatten, reich blüht sie aber nur in der Sonne. Ideal ist ein offener, vor scharfem Winterwind geschützter Platz, an dem die Frühlingsblüten länger halten.

Boden. Sie mag durchlässige, eher basische Böden. Dauernasse und schwere Lehmbeete bekommen ihr nicht — an solchen Stellen lockert man das Pflanzloch am besten mit Sand und Kompost auf.

Pflanzung. Am besten pflanzt man im Herbst, wenn der Boden noch warm und feucht ist, ersatzweise im zeitigen Frühjahr. Für eine Hecke setzt man die Sträucher im Abstand von 80–100 cm, Solitäre brauchen mindestens 1,5 m freien Raum.

Gießen. Im ersten Jahr nach der Pflanzung regelmäßig gießen, später genügt eine Wassergabe bei längerer Trockenheit. Die Forsythie verträgt Trockenheit besser als dauernde Staunässe.

Düngen. Die Hauptgabe gehört ins zeitige Frühjahr, noch vor dem Austrieb, die zweite folgt gleich nach der Blüte, wenn der Strauch die neuen Triebe für die kommende Saison anlegt. Gute Dienste leistet der perfekte Naturdünger DÜNGEE — es genügt, ihn in einer dünnen Schicht im Kreis um den Strauch zu verteilen und flach einzuarbeiten, oder daraus einen Auszug anzusetzen und den Strauch damit zu gießen. Wie viel auf einen Strauch kommt, zeigt die Dosierungstabelle; für einen Garten mit mehreren Sträuchern lohnt sich die Packung mit 3,85 kg. Das Vorgehen bei weiteren Gehölzen und Zierpflanzen beschreibt der Artikel über die Düngung von Außen- und Zierpflanzen. Nach der Blüte tut dem Strauch auch eine Schicht Kompost oder Mulch gut, die die Feuchtigkeit im Boden hält.

Vermehren lässt sich die Forsythie im Frühsommer mühelos über Stecklinge; überhängende Triebe bewurzeln sich sogar von selbst dort, wo sie den Boden berühren. Einen Überblick über weitere blühende Gehölze gibt der Artikel über Ziersträucher; die allgemeinen Schnittregeln fasst der Ratgeber zum Schnitt von Sträuchern und Kletterpflanzen.

Forsythie als Stämmchen

Die Forsythie als Stämmchen ist eine veredelte Form mit einer Krone auf einem geraden Stamm, meist in 60 bis 100 cm Höhe. Am häufigsten wird so die Hänge-Forsythie gezogen, deren Zweige dann in einem dichten gelben Wasserfall herabfallen.

Sie eignet sich für Kübel auf der Terrasse ebenso wie für kleine Vorgärten, in denen ein normaler Strauch zu viel Platz einnehmen würde. Die Krone schneidet man gleich nach der Blüte in Form, damit sie kompakt bleibt, und den Stamm bindet man in den ersten Jahren an einen Pfahl — unter Schneelast bricht er sonst leicht aus. Triebe, die unterhalb der Veredelungsstelle austreiben, entfernt man, sonst überwachsen sie die Krone.

Häufig gestellte Fragen zur Forsythie

Ist die Forsythie giftig?

Die Forsythie gilt nicht als Giftpflanze. Sie ist für Menschen und Haustiere unbedenklich, auch wenn der Verzehr größerer Mengen Unwohlsein auslösen kann.

Wann blüht die Forsythie?

Die Forsythie blüht zeitig im Frühjahr, oft schon im März oder April, und zwar noch vor dem Laubaustrieb. Ihre gelben Blüten sind eines der ersten Zeichen des nahenden Frühlings; die Blütezeit dauert je nach Witterung zwei bis drei Wochen.

Welche Wirkung hat die Forsythie auf die Gesundheit?

Die Forsythie selbst hat keine nachgewiesene gesundheitliche Wirkung. Ihre Blüte ist jedoch eine Augenweide und bringt Freude und eine positive Stimmung in den Garten.

Wie unterscheidet sich die Forsythie vom Goldregen?

Forsythie und Goldregen werden oft verwechselt, unterscheiden sich aber in Blüte und Gesamtbild deutlich. Die Forsythie trägt kleine, glockige Einzelblüten direkt am noch kahlen Zweig, der Goldregen dagegen lange, hängende Blütentrauben an belaubten Zweigen — und ist anders als die Forsythie in allen Teilen stark giftig.

Wann ist die beste Pflanzzeit für die Forsythie?

Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, wenn der Boden ausreichend feucht bleibt und die Wurzeln noch anwachsen. Eine Frühjahrspflanzung ist ebenfalls möglich, verlangt aber mehr Aufmerksamkeit beim Gießen.

Wann und wie schneidet man die Forsythie?

Geschnitten wird gleich nach der Blüte: Die Forsythie legt ihre Knospen am Vorjahresholz an, ein Schnitt im Herbst oder Winter kostet also die Blüte des kommenden Frühjahrs. Entfernt werden alte und beschädigte Triebe, um den Neuaustrieb zu fördern. Ein regelmäßiger Schnitt alle zwei bis drei Jahre hält den Strauch in Form und sichert eine reiche Blüte.

Wie schnell wächst die Forsythie?

Die Forsythie gehört zu den schnellwüchsigen Sträuchern. Pro Jahr legt sie rund 30 bis 60 cm zu und erreicht ihre volle Höhe von 1 bis 3 Metern in drei bis fünf Jahren. Genau deshalb eignet sie sich für eine schnell blühende Hecke.

Forsythie oder Goldglöckchen — ist das dieselbe Pflanze?

Ja. Goldglöckchen ist der deutsche Volksname der Gattung Forsythia, seltener hört man auch Goldflieder oder Goldbusch. Botanisch ist es ein und derselbe Strauch. Mehr über blühende Gehölze lesen Sie im Artikel über Ziersträucher.