Bougainvillea
Die Kletterschönheit aus Südamerika: Pflege, Überwintern und Standort
Die Bougainvillea gehört zu den Kletterpflanzen und ist dank ihrer leuchtend gefärbten Hochblätter und der langen Blütezeit in vielen Gärten beliebt. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika, hat sich aber dank ihrer hohen Anpassungsfähigkeit in viele warme und subtropische Regionen weltweit verbreitet. Bougainvillea mag volle Sonne und einen gut durchlässigen, zugleich feuchten Boden — also Bedingungen, die ihrem natürlichen Standort nachempfunden sind.
Beim Anbau entscheidet der Standort – am besten gedeiht die Bougainvillea an einem sonnigen, geschützten Platz, der sie zugleich vor starkem Frost bewahrt, an den sie nicht angepasst ist. Für eine reiche Blüte und ein gesundes Erscheinungsbild sorgt außerdem eine angemessene Düngung, über die Sie weiter unten mehr lesen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Bewässerung – Bougainvillea braucht zwar feuchten Boden, darf aber nicht in Staunässe stehen.
- Für eine reiche Blüte braucht Bougainvillea viel Sonne und einen gut durchlässigen Boden.
- Die Pflanze bevorzugt Wärme und geschützte Standorte, sie ist nicht winterhart.
- Angemessene Düngung und Bewässerung sind entscheidend für gesundes Wachstum und reiche Blüte.
Im Deutschen ist die Pflanze auch als Drillingsblume, Bougainville oder Bugenvillea bekannt; botanisch handelt es sich um die Gattung Bougainvillea aus der Familie der Wunderblumengewächse.
Herkunft und Geschichte

Die Bougainvillea, bekannt für ihre leuchtenden, attraktiven Farben, ist eine Gattung aus den warmen Regionen Südamerikas. Ihre Entdeckungsgeschichte ist bemerkenswert, und ihr Name erinnert an bedeutende Persönlichkeiten der Botanik und der Seefahrt.
Ursprung in Südamerika
Bougainvillea wuchs ursprünglich wild in Südamerika, vor allem in Brasilien und Peru. Entdeckt wurde sie im 18. Jahrhundert von französischen Forschern und Botanikern. Dort, im tropischen Klima, findet man die Liane in dichter Vegetation, wo sie durch die Baumkronen dem Licht entgegenklettert.
Pflanzenfamilie und Klassifikation
Pflanzenfamilie: Nyctaginaceae
Hauptarten: B. spectabilis, B. glabra
Bougainvillea gehört zur Familie der Nyctaginaceae, die rund 30 Arten umfasst. Die bekanntesten und am häufigsten kultivierten Arten, B. spectabilis und B. glabra, unterscheiden sich vor allem in Blattform und Wuchsgeschwindigkeit. Beide Arten werden für ihre lange Blütezeit und ihre Anpassungsfähigkeit an die Kulturbedingungen geschätzt.
Grundlegende Eigenschaften
Die Bougainvillea erkennt man an ihren leuchtend gefärbten Hochblättern und der üppigen Blüte. Sie verbindet ein dekoratives Erscheinungsbild mit kräftigem Wuchs und ist deshalb in vielen Gärten eine beliebte Wahl.
Pflanzenbeschreibung
Die Bougainvillea ist eine verholzende, immergrüne Liane mit scharfen Dornen und dichtem Wuchs. Sie kann auch als Strauch oder sogar als Baum gezogen werden. Sie wächst vor allem in subtropischen und tropischen Regionen und ist wegen ihrer auffälligen „Blüten“ beliebt, die in Wirklichkeit keine echten Blüten sind, sondern gefärbte Hochblätter, sogenannte Brakteen. Die echten Blüten sind klein und unscheinbar, meist weiß, und sitzen in der Mitte dieser Hochblätter. Die Blätter sind herzförmig, und unter guten Bedingungen blüht die Pflanze fast das ganze Jahr.
Sorten und Kultivare

Es gibt viele Bougainvillea-Sorten, die sich in Farbe, Größe und Robustheit unterscheiden. Zu den beliebtesten zählen ‚Barbara Karst‘ mit leuchtend roten Hochblättern und ‚California Gold‘ mit goldgelben Hochblättern. Daneben gibt es auch panaschierte Formen mit bunten Blättern sowie Bougainvillea glabra, die glattere Blätter und weniger Dornen hat. Die Pflanzen eignen sich für den Anbau im mediterranen Klima und können in größeren Kübeln auch in kühleren Regionen Balkone und Terrassen schmücken.
Bougainvillea – Arten: prächtige und kahle Drillingsblume
Die Bougainvillea, auch Drillingsblume genannt, ist eine reich blühende Pflanze, die für ihre lebhaften Farben und ihre Artenvielfalt geschätzt wird. Sie stammt aus den tropischen Regionen Südamerikas und ist in vielen Gärten weltweit sehr beliebt.
Standort und Licht:
Bougainvillea bevorzugt einen sonnigen Standort, an dem sie am besten blüht. Ihr volles Potenzial entfaltet sie nur bei ausreichend direktem Sonnenlicht. Vollständig schattige Lagen sind ungeeignet.
Bewässerung:
Bougainvillea braucht eine maßvolle Wassermenge. Die Erde sollte feucht gehalten werden, aber nie nass sein. Überschüssiges Wasser kann das Wurzelsystem schädigen.
Vermehrung:
Die Pflanzen lassen sich gut über Stecklinge vermehren, üblicherweise in den wärmeren Monaten des Jahres.
Zu den beliebtesten Arten, die Sie häufig in Gärtnereien und Gärten sehen, gehören:
- Bougainvillea glabra – diese Art hat kleine Blätter und verschiedenfarbige Hochblätter.
- Bougainvillea spectabilis – hat größere Hochblätter und ist für ihre üppigen Blütenkaskaden bekannt.
Beim Anbau sollten Sie bedenken: Auch wenn die Bougainvillea nicht besonders pflegeintensiv ist, müssen ihre grundlegenden Kulturansprüche erfüllt sein, damit sie reich blüht und gut gedeiht.
Auf Deutsch heißt Bougainvillea spectabilis Prächtige Drillingsblume und Bougainvillea glabra Kahle Drillingsblume. Gerade die kahle Drillingsblume wird bei uns am häufigsten angeboten — sie hat kleinere Blätter, weniger Dornen und kommt auch mit einem kleineren Gefäß zurecht, eignet sich also für den Balkon und für die Wohnung.
Anbau und Standort

Der Anbau der Bougainvillea, die für ihre leuchtenden Farben bekannt ist, erfordert Sorgfalt bei der Wahl des richtigen Standorts und des Bodens — davon hängen Wachstum und Gesundheit der Pflanze ab.
Anpassung an Licht und Temperatur
Die Bougainvillea, eine robuste Liane, bevorzugt volle Sonne und Wärme während des größten Teils des Jahres. Damit sie gut gedeiht, braucht sie mindestens 5 Stunden direkte Sonne täglich — dann färben sich die Hochblätter am intensivsten. In Regionen mit tropischem oder mediterranem Klima eignet sie sich am besten für die Pflanzung im Freien, etwa an Mauern, Zäunen oder Pergolen, wo die Pflanze genügend Licht bekommt. Bougainvillea mag Temperaturen zwischen 20 und 25 °C im Sommer und über dem Gefrierpunkt im Winter, damit Frostschäden vermieden werden.
Wahl von Erde und Gefäßen
Der Boden, in dem die Bougainvillea wächst, sollte nährstoffreich sein, gut drainiert und leicht sauer bis neutral im pH-Wert. Bei der Pflanzung im Kübel ist hochwertige Blumenerde nötig sowie ein wirksamer Wasserabzug, damit die Wurzeln gesund bleiben und nicht in Staunässe stehen. Die Gefäßgröße sollte der Größe der ausgewachsenen Pflanze entsprechen, genügend Raum für das Wurzelsystem bieten und zugleich ein leichtes Umstellen ermöglichen. Wegen ihres schnellen Wuchses wird die Bougainvillea oft in ausreichend großen Pflanzkübeln mit einer festen Rankhilfe kultiviert, an der sie dem Licht entgegenwachsen kann.
Bougainvillea – Düngung: womit und wie oft düngen
Für gesundes Wachstum und eine reiche Blüte braucht die Bougainvillea regelmäßige Nährstoffe. Regelmäßiges Düngen ist die Grundlage einer kräftigen Pflanze, die gut zulegt und üppig blüht. Bewährt hat sich der organische Dünger DÜNGEE, der der Pflanze alle nötigen Nährstoffe liefert; dasselbe Prinzip gilt auch für andere Pflanzen im Kübel.
Düngehäufigkeit:
- In der Hauptwachstumszeit (März bis August)
- Einmal wöchentlich düngen.
- Außerhalb der Wachstumszeit (September bis Februar)
- Düngung reduzieren.
- Keine Wartezeit.
- Nährstoffe werden nach und nach an den Boden abgegeben — für eine lang anhaltende Wirkung.
- Ein gesundes Umfeld für Kinder und Tiere.
- Die Spritzbrühe aus DÜNGEE erfrischt die Pflanzen schnell.
Die richtige Pflege ist entscheidend für üppige Blüten und eine gesunde Bougainvillea, die schnell wächst und auch Trockenheit verträgt. Im Mittelpunkt stehen Bewässerung, Feuchtigkeit, Rückschnitt, Formgebung und Vermehrung.
Bewässerung und Feuchtigkeit
Bougainvillea bevorzugt einen gut durchlässigen Boden und verträgt keine Staunässe. In den warmen Sommermonaten sollten Sie die Pflanze regelmäßig, aber maßvoll gießen. Wichtig ist, den Boden zwischen den Wassergaben abtrocknen zu lassen, um Übergießen und Wurzelschäden zu vermeiden. In den Wintermonaten, wenn die Bougainvillea in die Ruhephase geht, wird weniger gegossen.
Vermehrung von Kletterpflanzen
Bougainvillea wird meist über Stecklinge im zeitigen Frühjahr vermehrt, wenn die Pflanzen am aktivsten sind. Die Stecklinge sollten gesund und etwa 10-15 cm lang sein und kommen in ein feuchtes, gut durchlässiges Substrat, in dem sie zuverlässig bewurzeln.


Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zum Anbau der Bougainvillea.
Wie pflegt man eine Bougainvillea?
Für gesundes Wachstum braucht die Kletterpflanze viel Licht, regelmäßige Wassergaben, die im Winter reduziert werden, und einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden.
Wie lässt sich Bougainvillea vermehren?
Bougainvillea lässt sich über Stecklinge oder seltener über Samen vermehren. Am häufigsten nimmt man Stecklinge, die in der Wachstumszeit geschnitten werden und in feuchter Erde bewurzeln.
Wie überwintert man eine Bougainvillea richtig?
Für ein erfolgreiches Überwintern stellen Sie die Bougainvillea an einen hellen Platz bei etwa 5-10 °C und gießen sparsamer, damit die Pflanze die Ruhephase gut übersteht.
Ist Bougainvillea für Haustiere giftig?
Ja, Bougainvillea gilt als leicht giftig für Haustiere. Ihr Pflanzensaft kann bei Kontakt mit Haut oder Schleimhaut Reizungen auslösen und nach dem Verschlucken zu Magen-Darm-Beschwerden führen.
Ist Bougainvillea winterhart?
Nein. Die Bougainvillea stammt aus den Tropen und übersteht keinen Frost — schon Temperaturen um den Gefrierpunkt schädigen sie. In Mitteleuropa wird sie deshalb im Kübel gezogen, den Sie vor den ersten Nachtfrösten in einen hellen, kühlen Raum mit 5-10 °C bringen. Dasselbe Winterquartier braucht auch der Oleander oder der Jasmin.
Wann und wie schneidet man Bougainvillea?
Der Hauptschnitt gehört ans Ende des Winters, noch vor dem Austrieb: Kürzen Sie die vorjährigen Triebe um etwa ein Drittel und schneiden Sie schwache sowie nach innen wachsende Zweige heraus. Bougainvillea blüht am neuen Trieb, ein Frühjahrsschnitt fördert die Blüte also sogar. Im Sommer genügt es, die Triebspitzen zu entspitzen, damit die Pflanze dichter wird.
