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Himbeeren anbauen: So gelingt eine reiche Ernte gesunder Früchte

Pflanzung, Rankhilfe, Schnitt und Düngung der Himbeere Schritt für Schritt

Idealer Standort für den Himbeeranbau: welchen Boden Himbeeren brauchen

Neu gepflanzte Himbeeren in mehreren Reihen auf dem Feld mit verlegter Tropfbewässerung

Himbeeren (Rubus idaeus) wachsen am besten an einem sonnigen und geschützten Platz, ideal mit leichter Hanglage. Sie bevorzugen tiefgründige, leicht saure Böden mit viel Humus und sehr guter Durchlässigkeit. Der Boden sollte dauerhaft feucht, aber niemals staunass sein.

Bei der Standortwahl ist zu bedenken, dass Himbeeren Ausläufer bilden, die sich in die Umgebung ausbreiten können. Empfehlenswert ist eine Pflanzung mit Wurzelsperre (zum Beispiel Gartenfolie) oder in einem abgegrenzten Bereich.

Himbeeren pflanzen Schritt für Schritt: wann Himbeeren im Frühjahr und im Herbst pflanzen

Die ideale Pflanzzeit für Himbeeren ist der Herbst (Oktober bis November) oder das zeitige Frühjahr. Die Pflanzen werden mit einem Pflanzabstand von 40–60 cm in der Reihe gesetzt, zwischen den Reihen sollten mindestens 1,5 Meter Platz bleiben. Die Wurzeln werden beim Pflanzen nicht tief bedeckt, es genügt, 2–3 cm über dem Wurzelhals anzuhäufeln.

Nach dem Pflanzen ist regelmäßiges Gießen wichtig, vor allem in den ersten Wochen. Junge Setzlinge lassen sich mit einem Vlies schattieren, damit sie besser anwachsen.

Wachstum unterstützen: Gerüst und Erziehung – Rankhilfe für Himbeeren

Reife rote Himbeeren an einer Rute zwischen gezähnten Blättern

Himbeeren sollten an einer Rankhilfe aufgebunden werden – am häufigsten dient dazu ein Drahtgerüst mit waagerechten Spanndrähten in 50 und 100 cm Höhe. Die Erziehung in Reihen erleichtert die Ernte, sorgt für mehr Luft im Bestand und beugt Pilzkrankheiten vor.

Rankhilfe für Himbeeren: so bauen Sie sie

Die einfachste Rankhilfe für Himbeeren besteht aus zwei Pfosten an den Enden der Reihe und zwei waagerechten Drähten. Setzen Sie die Pfosten etwa 50 cm tief ein, spannen Sie die Drähte in 50 und 100 cm Höhe und binden Sie die Ruten im Lauf der Saison fortlaufend an. Bei längeren Reihen setzen Sie alle 4–5 Meter einen Zwischenpfosten, damit der Draht nicht durchhängt. Als Rankhilfe für Himbeeren eignet sich auch ein zwischen Pfähle gespanntes Gitter.

Himbeeren düngen und Bodenpflege: womit Himbeeren im Frühjahr düngen

Himbeeren haben einen hohen Nährstoffbedarf, besonders während des Wachstums und der Fruchtbildung.

Im Frühjahr empfiehlt es sich, reifen Kompost oder natürliche Dünger, die reich an Stickstoff und Kalium sind, auszubringen. Eine ausgezeichnete Wahl ist der natürliche Dünger DÜNGEE, der das Wurzelwachstum und die Fruchtbarkeit ohne Chemie fördert.

Während der Vegetation ist eine ergänzende Düngung zweimal im Jahr möglich – im Frühjahr und nach der Ernte. Sinnvoll ist auch das Mulchen mit organischem Material, das die Wurzeln schützt, die Feuchtigkeit hält und Unkraut unterdrückt.

Himbeeren schneiden je nach Sortentyp: wann und wie Himbeeren schneiden

Bei Himbeeren unterscheiden wir zwei Grundgruppen:

  • Sommerhimbeeren (einmaltragend) – tragen am zweijährigen Holz. Nach der Ernte werden die alten Ruten bodennah abgeschnitten, die jungen Ruten bleiben für das nächste Jahr stehen.
  • Herbsthimbeeren (remontierend, zweimaltragend) – tragen an den Ruten des laufenden Jahres. Nach der Ernte (meist im Oktober) werden die ganzen Pflanzen bodennah abgeschnitten.

Der Schnitt ist nicht nur für den Ertrag wichtig, sondern auch zur Vorbeugung von Krankheiten und gegen einen zu dichten Bestand.

Schutz vor Schädlingen und Krankheiten: die häufigsten Himbeerkrankheiten

Himbeeren können unter Grauschimmel, Brombeerrost oder einem Befall mit Spinnmilben leiden. Vorbeugend wirken eine gute Luftzirkulation im Bestand, ein regelmäßiger Schnitt und richtiges Gießen. Widerstandsfähige Sorten und der Einsatz natürlicher Auszüge (zum Beispiel auf Basis von Brennnesseln) unterstützen ein gesundes Wachstum.

Ernte und Lagerung der Früchte: wann Himbeeren reif werden

Die Früchte werden bei voller Reife gepflückt, wenn sie sich leicht vom Fruchtboden lösen. Geerntet wird nach und nach über mehrere Wochen. Frische Himbeeren sind sehr empfindlich, deshalb sollten sie sofort verarbeitet oder eingefroren werden. Wenn Sie sie trocknen möchten, ernten Sie bei trockenem Wetter und ohne die Früchte zu quetschen.

Sommersorten reifen etwa von Ende Juni bis Juli, remontierende Sorten von August bis zu den ersten Frösten. Ernten Sie morgens, wenn die Früchte kühl sind – dann bleiben sie länger fest.

Tipp zur Sortenwahl: die besten Himbeersorten

  • ‚Tulameen‘ – sehr süß und großfrüchtig, gut für den Frischverzehr
  • ‚Polka‘ – remontierende Sorte, robust und ertragreich, trägt bis in den Herbst
  • ‚Glen Ample‘ – einmaltragend, beliebt wegen des hohen Ertrags und der festen Früchte

Neben den klassischen roten gibt es auch gelbe Himbeeren (zum Beispiel ‚Golden Queen‘ oder ‚Fallgold‘) mit feinerem, weniger säuerlichem Geschmack. Sie eignen sich für den Frischverzehr, für lange Transportwege sind sie aber zu weich.

Himbeeren im Kübel und auf dem Balkon anbauen

Himbeeren lassen sich auch auf der Terrasse oder auf dem Balkon anbauen. Wählen Sie ein Gefäß mit mindestens 30–40 Litern Volumen und gutem Wasserabzug und füllen Sie es mit durchlässigem Substrat mit Kompostanteil.

Im Kübel trocknet die Erde deutlich schneller aus als im Beet, gießen Sie deshalb häufiger und in kleineren Mengen. Für Gefäße eignen sich remontierende (zweimaltragende) Sorten am besten – sie tragen an den diesjährigen Ruten, werden im Herbst bodennah abgeschnitten und brauchen nur eine niedrige Rankhilfe. Stellen Sie den Kübel für den Winter an die Hauswand und packen Sie ihn ein, damit die Wurzeln nicht durchfrieren.

Fazit

Himbeeren gehören zu den beliebtesten Früchten für den eigenen Garten. Bei richtiger Pflege und regelmäßigem Schnitt danken es Ihnen die Pflanzen mit einer reichen Ernte aromatischer Früchte. Dank ihrer Anspruchslosigkeit und ihres hohen Ertrags eignen sie sich auch für Anfänger.

Mehr über den Strauch selbst erfahren Sie im Artikel über die Himbeere.