Cymbidium (Kahnorchidee)
Ein kühler, heller Raum ist beim Cymbidium keine Laune, sondern die Voraussetzung für die Blüte.
Schöne Zimmerorchidee mit großen, farbenprächtigen Blüten
- Standort: heller Platz in einem kühlen Zimmer oder im Gewächshaus
- Höhe: bis 90 cm
- Blütezeit: je nach Art Spätwinter und Sommer
- Vermehrung: durch Teilung
Diese bekannte und beliebte Gattung aus der Familie der Orchideen (Orchidaceae) umfasst rund 70 Arten, die am Boden, auf Felsen und teilweise auch auf Bäumen wachsen. Typisch für die Gattung Cymbidium sind große ovale Pseudobulben und ziemlich lange, riemenförmige Blätter. Die langen Blütenstiele wachsen an der Basis der Pseudobulben heraus und tragen große, sehr lange haltbare Blüten.
Verbreitungsgebiet

Cymbidien kommen vom Himalaja über Hinterindien, Südchina, Japan und Indonesien bis nach Australien vor. Botanische Arten wie Cymbidium devonianum, C. pumilum, C. tigrinum, C. grandiflorum, C. tracyanum oder C. giganteum trifft man in Kultur nur selten an. Gärtnerisch bedeutsam sind vor allem die Züchtungen – unzählige Hybriden mit einer breiten Farbpalette. Auf dem Markt sind vor allem ihre Schnittblumen. Bei Sammlern sehr beliebt ist die Hybride Cymbidium ‚Dingwall Lewis‘, die durch außergewöhnlich schöne Blüten besticht.
Cymbidium devonianum

Es gehört zu den bekannten Orchideen des Kalthauses. Aus den zwergigen Pseudobulben wachsen 2–5 feste, hellgrüne Blätter, die eine Länge von 35 cm und eine Breite von 4 cm erreichen. Der etwa 30 cm lange Blütenstiel wächst im Frühjahr bis Sommer an der Basis der Pseudobulbe heraus. Er sollte unterlegt werden, damit er nicht in das Substrat hineinwächst. Der kräftige hängende Blütenstiel trägt bis zu 15 feste Blüten von etwa 4 cm Breite. Die nicht differenzierten Blütenblätter sind länglich eiförmig, olivgrün bis hellbraun, purpurn gepunktet oder gestreift. Beide Seitenlappen der fleischigen, breit eiförmigen roten Lippe ziert ein dunkelpurpurner Fleck.
Cymbidium-Pflege

Cymbidien mögen Nachttemperaturen zwischen 13 und 16 °C und Tagestemperaturen zwischen 16 und 24 °C. Vor allem im Herbst ist die niedrige Nachttemperatur wichtig, um die Blüte auszulösen. Im Sommer tut den Pflanzen ein Aufenthalt im Freien gut, zum Beispiel im Schutz von Sträuchern.
- Gießen: Cymbidien brauchen viel Wasser, eine Luftfeuchtigkeit von 50–60 % und regelmäßiges Düngen mit einer Lösung aus Orchideendünger.
- Wachstumsruhe: Sie beginnt, wenn die Bulben ausgereift sind, meist im Winter. In dieser Zeit hält man die Pflanze kühl und trocken. Gegossen wird nur so viel, dass die Blätter nicht welken und die Pseudobulben nicht einschrumpfen.
- Wiederaufnahme des Gießens: Sie beginnt, sobald die Blütentriebe sichtbar sind.
Cymbidien werden in Töpfen kultiviert, Arten mit hängendem Blütenstand (zum Beispiel C. devonianum) auch in Körben.
Substrat und Umtopfen
Empfohlen wird ein durchlässiges Gemisch aus Rinde und Osmundawurzeln mit einem kleineren Anteil Torfmoos, Quarzsand und Holzkohle.
Umgetopft wird die Pflanze:
- wenn ihr der Topf nicht mehr genügt,
- wenn das Substrat durch fortschreitende Zersetzung seine Luftigkeit verliert.
Umgetopft wird nach der Blüte, sobald neue Triebe erscheinen. Beim Umtopfen lässt sich die Pflanze in Gruppen von 2–4 Pseudobulben teilen.
