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Bakterielle Blattfleckenkrankheit

Die bakterielle Blattfleckenkrankheit wird durch das Bakterium Pseudomonas syringae verursacht. Sie zeigt sich als braune bis schwarze Flecken auf den Blättern. Hier lesen Sie über Symptome und Pflanzenschutz.

Inhalt

Bakterielle Blattflecken an Gurken

Gurkenblätter mit braunen, eckigen Blattflecken und aufgehellten Rändern

(Pseudomonas syringae)

Die bakterielle Blattfleckenkrankheit an Gurken, auch bakterielle Blattfleckenkrankheit oder Pseudomonas/Pseudomonas-Blattfleckenkrankheit der Gurke genannt, ist eine Pflanzenkrankheit, die das Bakterium Pseudomonas syringae auslöst. Dieses Bakterium gilt als Artenkomplex aus mehreren Pathovaren, die unterschiedliche Pflanzenarten befallen können, darunter Gurken, Tomaten, Kartoffeln, Rosen und weitere.

Die Symptome der bakteriellen Blattflecken an Gurken zeigen sich meist als braune oder schwarze Flecken auf den Blättern. Die Flecken haben unterschiedliche Formen und Größen und sitzen oft näher am Blattstiel. Befallene Blätter können außerdem gelbe oder braune Bereiche zwischen den Blattadern zeigen. Die Bakterien befallen auch andere Pflanzenteile, darunter Früchte, Stängel und Blüten.

Pseudomonas syringae verbreitet sich über Wasser, Regen, Wind, Insekten und verunreinigte Werkzeuge oder Hände. In die Pflanze gelangen die Bakterien durch Verletzungen der Blattoberfläche oder durch natürliche Öffnungen wie die Spaltöffnungen.

Vorbeugung und Kontrolle der bakteriellen Blattflecken an Gurken umfassen mehrere Maßnahmen. Wichtig ist es, widerstandsfähige Gurkensorten zu wählen und eine gute gärtnerische Praxis einzuhalten, also die Bestände gesund zu halten und befallene Pflanzen zu entfernen. Gründlich gereinigte Werkzeuge und das Vermeiden einer Einschleppung in die Anbauflächen sind ebenso wichtig. In manchen Fällen kommen Kupferpräparate zum Einsatz, ihre Wirkung gegen Bakteriosen bleibt jedoch begrenzt; welche Mittel für welche Kultur zugelassen sind, steht im Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL, und die Anwendungsbestimmungen sind einzuhalten.

Bakterielle Blattflecken an Kartoffeln

Blühende Kartoffelpflanze mit gesundem grünem Laub im Gemüsegarten

Bakterielle Blattflecken treten auch an Kartoffeln auf. Das dafür verantwortliche Bakterium Pseudomonas syringae befällt verschiedene Pflanzenarten, darunter Kartoffeln. Die Symptome an Kartoffeln ähneln denen an anderen Pflanzen. Es erscheinen braune bis schwarze Flecken auf den Blättern, die unterschiedliche Formen und Größen haben. Befallene Blätter sitzen oft näher am Blattstiel und können ebenfalls gelbe Bereiche zwischen den Blattadern zeigen.

Bakterielle Blattflecken an Kartoffeln können einen spürbaren Ertragsverlust bei den Knollen verursachen. Befallene Pflanzen wachsen schwächer und bilden weniger entwickelte Knollen. Der Befall kann auch die Qualität der Kartoffeln beeinflussen, was sich negativ auf Lagerfähigkeit und Vermarktung auswirkt.

Vorbeugung und Kontrolle bei Kartoffeln umfassen ähnliche Maßnahmen wie bei Gurken. Wichtig sind widerstandsfähige Kartoffelsorten und eine saubere Anbaupraxis: eine weite Fruchtfolge, das Entfernen befallener Pflanzen und ein gesundes Umfeld für den Kartoffelbestand. Tritt die Krankheit auf, ist ein Pflanzenschutzmittel möglich, es muss aber für die Kultur zugelassen sein und nach den Vorgaben angewendet werden.

Bakterielle Blattflecken an Rosen

Rot blühende Beetrose mit dichtem, dunkelgrünem Laub

Bakterielle Blattflecken an Rosen sind auch als Pseudomonas-Blattfleckenkrankheit der Rose oder bakterielle Rosenblattfleckenkrankheit bekannt. Sie geht auf das Bakterium Pseudomonas syringae pv. syringae zurück. Bei einem Befall zeigen die Rosenblätter charakteristische Symptome.

Zu den Symptomen an Rosen gehören kleine schwarze oder braune Flecken auf der Blattoberfläche. Die Flecken sind meist rundlich und können zu größeren Bereichen zusammenfließen. Betroffene Blätter dunkeln nach oder vertrocknen und fallen schließlich ab. Der bakterielle Blattfleckenbefall geht in der Regel nicht auf die Blüten über, kann aber die Triebe erfassen.

Ein Befall der Rosen tritt häufig bei feuchter und warmer Witterung auf, die den Bakterien die Ausbreitung erleichtert. Übertragen werden sie durch Regen, Wind, Insekten oder verunreinigte Werkzeuge und Hände.

Vorbeugung und Kontrolle bei Rosen umfassen mehrere Maßnahmen. Wichtig ist es, die Rosen durch richtiges Gießen, ausreichende Durchlüftung und das Entfernen befallener Blätter und Pflanzen gesund zu halten. Ebenso sinnvoll ist die Wahl robuster Rosensorten (Cherry Lady, Black Forest Rose, Dolomiti, Gartenspaß). Bei der Rosenpflege gehören Hygienemaßnahmen dazu, etwa saubere Werkzeuge und das Vermeiden einer Einschleppung der Bakterien in die Beete.

Bei starkem Befall ist ein Pflanzenschutzmittel möglich, es muss aber für Rosen zugelassen sein und nach den Angaben des Herstellers angewendet werden.

Wenn Sie einen bakteriellen Blattfleckenbefall an Ihren Rosen vermuten, wenden Sie sich an eine Rosenschule oder den Pflanzenschutzdienst Ihres Bundeslandes, dort hilft man Ihnen bei der Diagnose und empfiehlt das weitere Vorgehen.