Rußfleckenkrankheit der Äpfel
Die Rußfleckenkrankheit ist ein Pilzbefall, der schwarze Flecken auf der Schale hinterlässt. Das Fruchtfleisch bleibt unversehrt, die Früchte sehen aber unansehnlich aus. So erkennen Sie den Befall und beugen ihm im Garten vor.
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Rußfleckenkrankheit – eine der häufigsten Apfelbaum-Krankheiten an Apfel, Birne und Quitte

(Schizothyrium pomi, Syn. Gloeodes pomigena)
Die Rußfleckenkrankheit wird durch einen Pilzverursacht und tritt am häufigsten an Äpfeln auf, aber auch an Birnen und Quitten. Auf der Schale reifer Früchte bilden sich unterschiedlich große grauschwarze bis schwarze Flecken, die sich leicht abreiben oder mit Wasser abwaschen lassen – der Vorteil dieser Krankheit ist, dass weder das Fruchtfleisch noch die Schale selbst geschädigt werden. Die Früchte sehen allerdings unansehnlich aus und lassen sich schlechter lagern.
Verwechseln lässt sie sich mit einer ähnlichen Krankheit – der Fliegenschmutzkrankheit: dort sind die Flecken nicht flächig, sondern bestehen aus einzelnen Punkten, die entfernt an Fliegenkot erinnern.
Am stärksten tritt die Krankheit in ungepflegten Obstanlagen und vor allem an feuchten Standortenauf. Betroffen sind ebenso zu dichte, ungeschnittene Pflanzungen und geschlossene, feuchte Lagen, oft in Waldnähe mit typischerweise mehr Regen. Deutliche Unterschiede gibt es auch in der Anfälligkeit der einzelnen Sorten.
Der Pilz überwintert an den Trieben der Apfelbäume, aber zum Beispiel auch an Ahorn, Linde oder Himbeere . An diesen Pflanzen bilden sich im Juni Fruchtkörper mit Sporen, die Wind und Regen in die Umgebung tragen. Günstig für eine Infektion sind Temperaturen um 20 °C und eine relative Luftfeuchte über 95 %.
Rußflecken auf Äpfeln: essen und lagern

Da die Rußfleckenkrankheit weder Schale noch Fruchtfleisch schädigt, lassen sich die Äpfel essen – nachdem Sie die Flecken abgewaschen oder abgerieben haben. Nachteilig ist die geringere Lagerfähigkeit: Über den Winter lassen sich solche Früchte nicht einlagern. Für Erwerbsobstbauern ist die Krankheit ebenfalls unangenehm, denn befallene Äpfel lassen sich schlecht verkaufen, transportieren und lagern, sie sehen unansehnlich aus und die Kundschaft greift nicht danach. Gut geeignet sind die Früchte dagegen für die Weiterverarbeitung – zu Saft, Marmelade, Apfelmus und Ähnlichem, auch im größeren Maßstab.
Apfelbaum spritzen und Rußflecken vorbeugen
Vorbeugend lassen sich Apfel-, Birnbäume und Quitten mit Mitteln behandeln, die gegen Apfelschorf zugelassen sind. Bei der Auswahl achten Sie auf folgende Punkte:
- eine Zulassung des Mittels gegen Apfelschorf – nachzuschlagen im Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL,
- die ausdrückliche Freigabe für den Haus- und Kleingarten,
- die auf der Packung angegebene Aufwandmenge und die Wartezeit bis zur Ernte,
- einen Wechsel der Wirkstoffgruppe von Jahr zu Jahr, damit keine Resistenzen entstehen.
Alle Mittel gehören in die späte Vegetationszeit, also an das Ende des Julis und in den August.
Alle chemischen Spritzmittel sind giftig und potenziell gefährlich für Mensch, Tier und Natur. Setzen Sie sie nur nach gründlicher Abwägung ein, wenn sich anders nicht eingreifen lässt.
Tragen Sie bei der Anwendung Schutzausrüstung und spritzen Sie nur bei windstillem Wetter.
Essen und trinken Sie während des Spritzens nicht.
Besser als jede Spritzung ist die Vorbeugung: luftige Lagen für Apfel- und Birnbäume wählen und die Bestände, vor allem die Baumkronen, durch Schnitt und Auslichten offen halten.
Rußflecken oder andere Flecken auf Äpfeln?
Der einfachste Test: Wischen Sie den Fleck mit dem Finger oder einem nassen Tuch ab. Rußflecken verschwinden, und die Schale darunter ist gesund. Andere Flecken auf Äpfeln lassen sich nicht abwischen:
- Stippigkeit zeigt leicht eingesunkene Flecken von 2 bis 6 mm Größe, darunter braunes, bitteres, verkorktes Fruchtfleisch. Es handelt sich um eine Störung der Kalziumversorgung, nicht um eine Pilzkrankheit.
- Lentizellenflecken bilden kleine dunkelbraune Flecken rund um die Pünktchen auf der Schale, typisch bei der Sorte Jonathan während der Reife oder im Lager.
- Schorf verursacht harte, olivbraune bis schwarze Schorfflecken, unter denen die Schale aufreißt.
- Fliegenschmutzkrankheit zeigt Gruppen winziger schwarzer Pünktchen, als wären Fliegen über die Frucht gelaufen.
Bildquellen: Foto: Jerzy Opioła, CC BY-SA 4.0
