🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Organische Düngemittel vs. Mineraldünger

Organische Düngemittel im Vergleich mit chemischen Düngern: was organisches Düngen bringt, welche Pflanzen sich für die Gründüngung eignen und wann Sie sie aussäen.

Inhalt

Organische Düngemittel und Mineraldünger – der Vergleich

Hände mit einer Handvoll Kompost und Regenwürmern über einer Komposterde

Organischer Dünger wird bei Hobbygärtnern wie bei Landwirten immer beliebter. Gegenüber mineralischen Düngemitteln hat er nämlich eine ganze Reihe von Vorteilen.


Erstens ist organischer Dünger schonend für die Umwelt. Während Mineraldünger synthetische Salze enthält, die Boden und Grundwasser belasten können, entsteht organischer Dünger aus natürlichen Rohstoffen wie Stallmist, Kompost oder Pflanzenresten. Diese Materialien sind biologisch abbaubar, und der Boden enthält am Ende deutlich mehr Nährstoffe und Spurenelemente.


Zweitens ist organischer Dünger wirtschaftlich. Mineraldünger ist häufig teurer und muss öfter ausgebracht werden, organischen Dünger können Sie dagegen zu Hause aus Gartenabfällen herstellen und meist genügt eine Gabe pro Jahr. Organische Düngemittel verbessern zudem die Bodenqualität und steigern den Ertrag, was die Kosten für weiteres Düngen senken kann.


Drittens sorgt organischer Dünger für gesündere Pflanzen mit mehr Widerstandskraft und Vitalität. Er verbessert die Bodenstruktur und erhöht die Fähigkeit des Bodens, Feuchtigkeit zu halten. Außerdem fördert er die Bodenorganismen, die den Pflanzen die Nährstoffaufnahme erleichtern und ein gesundes Wurzelwerk unterstützen.

Viertens hilft organischer Dünger dabei, Kohlendioxid in der Atmosphäre zu senken. Bei der Herstellung und Ausbringung von Mineraldünger entstehen Treibhausgase, die zur Erderwärmung beitragen; organische Düngemittel halten den Kohlenstoff dagegen im Boden und verringern so die Menge an Kohlendioxid in der Luft.

Mineraldünger - Granulate mit Phosphor, Nitrat und Kalium auf weißem Hintergrund

Gründüngung

Gründüngung ist eine Methode, den Boden durch den Anbau bestimmter Kulturen zu regenerieren und zu verbessern, die später als organisches Material wieder in den Boden eingearbeitet werden. Im Ökolandbau gilt sie als nachhaltige Alternative zu mineralischen Düngemitteln.


Gründüngung hat viele Vorteile. Zum einen verbessert sie die Bodenqualität und erhöht die Fruchtbarkeit. Sie hält den Boden feucht, was die Nährstoffaufnahme über die Wurzeln verbessert. Darüber hinaus kann eine Zwischenfrucht die Bodenerosion verringern und die Bodenstruktur verbessern.


Ein weiterer Vorteil der Gründüngung ist, dass sie dem Unkraut den Platz nimmt. Ein dichter Bestand beschattet den Boden und macht Beikräutern Konkurrenz. So lässt sich der Bedarf an Herbiziden und anderen Chemikalien zur Unkrautregulierung senken.


Gründüngung nützt auch der Umwelt, weil sie den Boden lebendig und gesund hält. Sie senkt den Bedarf an mineralischen Düngemitteln, was weniger Einträge in Boden und Wasser bedeutet.

Wenn Sie entscheiden, welche Pflanze Sie zur Gründüngung verwenden, spielen viele Faktoren eine Rolle: der Zustand des Bodens, das Klima und weitere Bedingungen. Zu den beliebtesten Gründüngungspflanzen gehören zum Beispiel Leguminosen, Buchweizen, Kresse oder Klee.

Pflanzen für die Gründüngung

Klee - Nahaufnahme der grünen dreiteiligen Blätter
Blühendes Rapsfeld mit gelben Blüten
Blühende Buschbohnen im Beet - weiße und rosa Blüten zwischen grünen Blättern

Gründüngung ist eine hervorragende Möglichkeit, die Bodenqualität zu verbessern und die Fruchtbarkeit zu steigern. Für die Gründüngung eignen sich viele Arten, und jede von ihnen hat ihre eigenen Stärken. Hier sind einige der bekanntesten:

  1. Klee

Klee, allen voran Rotklee, Alexandrinerklee und Perserklee, ist eine sehr beliebte Gründüngungspflanze, weil er Luftstickstoff bindet und im Boden speichert. Er wurzelt außerdem tief und holt so weitere Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten nach oben. Zudem ist Klee bei Bienen beliebt: Er dient diesen nützlichen Tieren als Nahrungsquelle und lockt Bestäuber in Ihren Garten.

  1. Raps

Auch Raps wird häufig als Gründüngung genutzt. Sein Vorteil ist, dass er schnell wächst und viel grüne Masse bildet, die sich anschließend als organisches Material in den Boden einarbeiten lässt. Dank seiner tiefen Pfahlwurzel lockert Raps auch schwere Böden.

  1. Ölrettich

Ölrettich eignet sich als Gründüngung für die späte Saison, wenn andere Kulturen ihre Vegetation bereits abgeschlossen haben. Er keimt und wächst schnell, deckt den Boden also früher als andere Kulturen. Gleichzeitig hilft er, Nährstoffe im Boden verfügbar zu machen und die Fruchtbarkeit zu erhöhen.

  1. Lupine

Die Lupine ist eine weitere geeignete Gründüngungspflanze: Sie bindet Stickstoff und verbessert die Bodenfruchtbarkeit. Auch sie wurzelt tief und erschließt Nährstoffe aus tieferen Schichten. Futterlupinen sind zudem ein gutes Futter für Geflügel und lassen sich so zweifach nutzen.

  1. Phacelia

Phacelia, auch Büschelschön oder Bienenfreund genannt, ist eine Gründüngungspflanze, die den Boden rasch bedeckt und den Abbau organischer Substanz fördert. Ihr feines, dichtes Wurzelwerk hält den Boden zusammen und schützt vor Erosion – und als Trachtpflanze lockt sie zusätzlich Bestäuber an.

Wann Gründüngung säen

Blühende Sonnenblume mit gelben Blütenblättern auf dem Feld

Dass Gründüngung eine hervorragende Möglichkeit ist, den Boden anzureichern und zu verbessern, haben wir bereits gesehen. Wann aber sät man Gründüngung am besten? Der richtige Zeitpunkt hängt vom Klima, von der Bodenart und von den örtlichen Bedingungen ab.

Grundsätzlich gilt: Gründüngung wird am besten dann gesät, wenn Garten oder Feld nicht genutzt werden. Das heißt, im Frühjahr säen Sie sie auf Flächen aus, auf denen Sie nichts anbauen wollen. Im Herbst kommt sie dorthin, wo die Sommerkulturen bereits abgeerntet sind.

Im Herbst ist es außerdem ideal, Gründüngung auf Flächen zu säen, die über den Winter brachliegen. Gründüngung hält den Boden feucht und schützt ihn vor Erosion. Für die Herbstaussaat empfehlen sich: Klee, Erbsen, Kresse, Sonnenblume, Gelbsenf, Roggen, Feldsalat.

Einige Gründüngungsarten eignen sich auch für die Frühjahrsaussaat. Zum Beispiel Leguminosen wie Erbsen, Bohnen oder Soja lassen sich im Frühjahr säen, weil sie schnell wachsen und mit niedrigeren Temperaturen gut zurechtkommen.

Wichtig ist auch die Frage, welche Gründüngung zum jeweiligen Boden und zum Bedarf der Kulturen passt. Manche Arten sind besser zur Verbesserung der Bodenstruktur geeignet, andere helfen dabei, Stickstoff in den Boden zu bringen.

Insgesamt lässt sich sagen: Gründüngung zu säen ist ein hervorragender Weg, die Bodenqualität zu verbessern und die Erträge zu steigern. Entscheidend ist, die passende Art für die jeweiligen Bedingungen zu wählen und den richtigen Aussaatzeitpunkt einzuhalten.

Gründüngung im Herbst

Gründüngung wird überwiegend im Herbst eingesetzt, denn sie ist der empfohlene Weg, den Boden auf die nächste Saison vorzubereiten.

Gründüngung bedeutet, Pflanzen anzubauen, die anschließend auf der Fläche bleiben, sich zersetzen und den Boden anreichern. Diese Technik hat viele Vorteile, etwa eine bessere Bodenstruktur, höhere Fruchtbarkeit, weniger Erosion und Schutz vor Unkraut.


Im Herbst können Sie schnell wachsende Kulturen aussäen, zum Beispiel Kresse, Gelbsenf, Peluschke, Saatwicke, Zottelwicke oder Klee. Diese Pflanzen wurzeln kräftig, dringen tief in den Boden ein und reichern ihn mit Nährstoffen an. Sobald sie eine gewisse Höhe erreicht haben, mähen Sie sie ab und lassen sie auf der Fläche liegen, damit sie sich zersetzen.


Gründüngung im Herbst schützt den Boden außerdem vor Erosion. Nach der Ernte liegen die Flächen oft blank und sind Wind und Regen ausgesetzt. Gründüngung schützt sie davor, weil die Wurzeln den Boden festhalten und ihn zugleich anreichern.


Ein weiterer Vorteil der Gründüngung – und nicht nur im Herbst – ist, dass sie beim Kampf gegen Unkraut hilft. Schnell wachsende Pflanzen nehmen Beikräutern Licht und Nährstoffe. Nach dem Verrotten des Bestands gelangen Nährstoffe in den Boden, die für das Wachstum der Kulturen in der nächsten Saison wichtig sind.

Nicht zuletzt bringt Gründüngung Vorteile für die Umwelt. Die dafür verwendeten Pflanzen sind in der Regel heimisch und an die örtlichen Bedingungen angepasst. Das bedeutet, dass weder Pestizide noch Herbizide nötig sind, was sich positiv auf die Artenvielfalt auswirkt.

Fazit: Gründüngung im Herbst ist der beste Weg, die Bodenqualität zu verbessern und den Boden auf die nächste Saison vorzubereiten.

Einkauf im Online-Shop

KAUFEN

Weitere interessante Artikel