Kresse
Anbau auf Watte und im Balkonkasten, Ernte, Düngen und Kressearten
Kresse (Lepidium sativum): gesund und warum man sie essen sollte
Kresseist eine Pflanze mit zarten grünen Blättern und leicht pikantem Geschmack. Sie ist in vielen Küchen weltweit beliebt, und zwar wegen ihres erfrischenden und ausgeprägten Aromas. Kresse ist aber nicht nur wohlschmeckend, sie bringt auch eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilenmit sich, die sie zu einer hervorragenden Wahl für die tägliche Ernährung machen.
Einer der wichtigsten Vorzüge der Kresse ist ihr hoher Gehalt an Vitamin C. Dieses Antioxidans ist dafür bekannt, dass es das Immunsystem stärkt und freie Radikale bekämpft, die zu vorzeitiger Alterung und verschiedenen Erkrankungen beitragen. Der Verzehr von Kresse kann also dazu beitragen, Ihren Körper gesund und widerstandsfähig gegen Infekte zu halten.
Ein weiterer wichtiger gesundheitlicher Vorzug der Kresse ist ihr hoher Gehalt an Vitamin K. Dieses Vitamin ist entscheidend für die Knochengesundheit, denn es hilft, eine gute Knochendichte aufzubauen und zu erhalten. Regelmäßiger Verzehr von Kresse kann daher helfen, das Osteoporose-Risiko zu senken und anderen Knochenerkrankungen vorzubeugen.
Kresse ist außerdem eine reiche Ballaststoffquelle, was für eine gute Verdauung und ein gesundes Verdauungssystem wichtig ist. Ballaststoffe unterstützen einen regelmäßigen Stuhlgang und senken das Risiko von Verstopfung. Darüber hinaus tragen sie zum Sättigungsgefühl bei, was hilfreich sein kann, wenn man ein gesundes Gewicht halten möchte.

Kresse ist nicht nur reich an Vitaminen und Ballaststoffen, sie enthält auch eine Reihe von Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Calcium. Diese Mineralstoffe sind wichtig für die richtige Funktion von Muskeln, Nervensystem und Knochen.
Kresse ist sehr vielseitig und lässt sich in ganz unterschiedlichen Gerichten verwenden. Sie können sie in Salate, Sandwiches, Soßen geben oder als Dekoration für Speisen nutzen. Sie schmeckt auch pur mit etwas Olivenöl und Zitronensaft.
Wenn Sie in gesundes und schmackhaftes Essen eintauchen möchten, nehmen Sie Kresse in Ihren Speiseplan auf. Sie ist eine großartige Pflanze mit außergewöhnlichen gesundheitlichen Vorzügen, die Immunsystem, Knochen und Verdauung unterstützen.
Die Gartenkresse gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist damit verwandt mit Radieschen, Rettich, Senf, Kohl und Brokkoli. Den scharfen Geschmack verdanken sie alle denselben Senfölen.
Kresse anbauen: Schritt für Schritt
Kresse anzubauen ist recht einfach und gelingt sowohl im Garten als auch in Töpfen auf dem Balkon oder am Fenster. Die Grundschritte für einen erfolgreichen Kresseanbau sind folgende:
Standort wählen: Kresse bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Wählen Sie eine Stelle mit ausreichend Sonnenlicht, die aber vor direkter Hitze geschützt ist, besonders in den Sommermonaten.
Boden vorbereiten: Kresse wächst am besten in gut durchlässigem Boden mit leicht saurem pH-Wert. Vor der Aussaat können Sie Kompost oder Naturdüngerin den Boden einarbeiten, um Struktur und Nährstoffgehalt zu verbessern.
Jungpflanzen oder Samen: Kresse lässt sich aus Jungpflanzen wie aus Samen ziehen. Jungpflanzen bekommen Sie im Gartencenter, Samen im Fachhandel oder online. Wenn Sie sich für die Aussaat entscheiden, denken Sie daran, dass Kresse sehr schnell keimt und wächst – planen Sie also genug Platz für die Entwicklung der Pflanzen ein.
Aussaat: Wenn Sie mit Jungpflanzen arbeiten, setzen Sie sie nach der Anleitung auf dem Etikett in den vorbereiteten Boden. Bei Samen säen Sie in Reihen mit ausreichendem Abstand, damit die Pflanzen Platz zum Wachsen haben. Bedecken Sie die Samen mit einer dünnen Erdschicht und gießen Sie vorsichtig an.
Pflege der Pflanzen: Halten Sie den Boden leicht feucht, ohne ihn zu überschwemmen. Kontrollieren Sie regelmäßig auf Unkraut und entfernen Sie es, damit es die Kresse nicht erstickt. Wenn die Pflanzen etwa 10 cm hoch sind, können Sie die erste Ernte einfahren, indem Sie die äußeren Blätter oder Keimlinge abschneiden.
Ernte und Verwendung: Kresse schmeckt am besten frisch geerntet. Junge Blätter und Keimlinge können Sie nach Bedarf schneiden. Verwenden Sie sie in Salaten, Sandwiches, Soßen oder als Dekoration auf dem Teller.
Denken Sie daran: Kresse wächst schnell, wenn Sie also durchgehend Nachschub haben möchten, setzen oder säen Sie regelmäßig nach. Mit etwas Pflege und den richtigen Bedingungen ernten Sie schmackhafte Kresse direkt aus dem eigenen Garten.
Kresse auf Watte und im Topf auf der Fensterbank
Am schnellsten geht der Klassiker aus dem Kindergarten: Legen Sie auf einen Teller oder in eine flache Schale eine Lage Watte, Zellstoff oder Küchenpapier, tränken Sie sie mit Wasser und verteilen Sie die Samen in einer einzigen Schicht dicht nebeneinander. Kresse keimt in etwa 2 bis 3 Tagen und ist nach einer Woche bis zehn Tagen 5 bis 8 cm hoch und erntereif. Substrat oder Dünger braucht sie hier nicht – sie kommt mit dem Nährstoffvorrat im Samen aus. Halten Sie die Unterlage dauerhaft feucht, aber nicht unter Wasser, und stellen Sie die Schale ins Licht, sonst vergeilen die Keimlinge und bleiben blass.
Im Topf oder Balkonkasten mit Erde hält Kresse deutlich länger und lässt sich mehrfach ernten. Säen Sie dicht, ein bis zwei Zentimeter tief, am Fenster ruhig das ganze Jahr über, draußen auf dem Balkon von April bis September. Hier lohnt sich regelmäßiges Nachdüngen bereits.
Kresse ernten: wächst sie nach dem Schnitt nach?
Das hängt davon ab, wie Sie sie ziehen. Kresse auf Watte ist einmalig – die Keimlinge haben keine Wurzeln in der Erde und keinen Nährstoffvorrat, nach dem Schnitt treiben sie also nicht mehr aus und die Schale wird neu besät. Genau deshalb sät man wöchentlich kleine Portionen, damit immer frische Kresse zur Hand ist.
In Substrat gesäte Kresse wächst dagegen nach. Schneiden Sie sie mit der Schere etwa zwei Zentimeter über dem Boden ab, nie direkt am Boden, damit der Pflanze der Vegetationspunkt bleibt. So bekommen Sie in der Regel zwei bis drei Ernten, bevor sie in Blüte geht – dann werden die Blätter bitter und es lohnt sich, neu zu säen. Kresse schmeckt jung am besten, bis etwa 10 cm Höhe.
Gartenkresse: säen und schnell ernten

Die Gartenkresse, botanisch Lepidium sativum, ist ein Kraut, das bei Gärtnern und Köchen wegen seines würzigen und erfrischenden Geschmacksbeliebt ist. Sie ist auch als Keimkresse bekannt, weil sie häufig als junge Keimlinge gezogen und geerntet wird. Gartenkresse im eigenen Garten zu ziehen ist einfach und macht viel Freude.
Einer der Hauptvorteile der Gartenkresse ist das Tempo, mit dem sie wächst und erntereif wird. Kresse-Keimlinge lassen sich schon nach wenigen Tagen nach der Aussaat schneiden. Das heißt: Sie können frische, gesunde Kresse fast sofort in Ihren Gerichten genießen. Gartenkresse ist damit ideal für alle, die schnelle Ergebnisse mögen und frisches Grün ohne langen Wachstumszyklus ernten wollen.
Ein weiterer Vorteil der Gartenkresse ist, dass sie sich im Garten genauso ziehen lässt wie in Töpfen auf dem Balkon oder am Fenster. Kresse braucht weder besonders viel Platz noch spezielle Bedingungen. Sie können sie problemlos draußen wie drinnen ziehen, was ideal für alle ist, die keinen großen Garten haben oder nur wenig Platz.
Gerade wegen ihres Tempos gehört Kresse zu den dankbaren Anfängerkulturen – mehr Tipps finden Sie in unserem Ratgeber zum Gemüseanbau im Garten.
Peruanische Kresse (Maca)
Die peruanische Kresse, botanisch Lepidium meyenii, ist eine Wurzelpflanze aus den peruanischen Anden. Diese Pflanze, die auch als Macabekannt ist, hat eine lange Geschichte in der andinen Kultur, wo sie als heilendes und energiespendendes Superfoodgilt. Auch heute ist die peruanische Kresse wegen ihrer Nährstoffe und ihrer breiten gesundheitlichen Wirkung beliebt.
Einer der Hauptgründe, warum die peruanische Kresse so geschätzt wird, ist ihr hoher Nährstoffgehalt. Sie enthält viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, darunter die Vitamine C, E, B-Gruppe sowie Calcium, Eisen, Zink und Kalium. Diese reiche Nährstoffdichte hilft, das Immunsystem zu stärken, die Energie zu steigern und die Gesundheit insgesamt zu unterstützen.
Ein weiterer wichtiger Vorzug der peruanischen Kresse ist ihre Fähigkeit, das Hormongleichgewicht zu verbessern. Viele Menschen berichten, dass der Verzehr von Maca hilft, den Hormonspiegel auf natürliche Weise auszugleichen, vor allem bei Frauen, und Beschwerden rund um Menstruationszyklus und Wechseljahre lindert. Die Pflanze ist außerdem für ihr Potenzial bekannt, Fruchtbarkeit und reproduktive Gesundheit zu unterstützen.
Die peruanische Kresse hat zudem adaptogene Eigenschaften, das heißt, sie hilft dem Körper, sich an Stress anzupassen, und verbessert seine Widerstandskraft gegenüber verschiedenen körperlichen, emotionalen und umweltbedingten Einflüssen. Viele Menschen haben festgestellt, dass der Verzehr von Maca zu einer besseren psychischen Verfassung beiträgt, Müdigkeit senkt und die Vitalität steigert.
Ein weiterer gesundheitlicher Vorzug der peruanischen Kresse ist ihre Wirkung auf sexuelle Gesundheit und Libido. Viele Männer und Frauen berichten, dass Maca hilft, die Sexualfunktion zu verbessern, die Libido zu stimulieren und die Fruchtbarkeit zu steigern. Zugeschrieben wird das ihren Inhaltsstoffen, die das Hormongleichgewicht unterstützen und die Durchblutung verbessern.
Mit der Gartenkresse verbindet sie nur die Gattung Lepidium – es ist eine völlig andere Pflanze, bei der nicht die Blätter geerntet werden, sondern die verdickte Wurzel; bei uns wird sie normalerweise nicht angebaut.

Brunnenkresse (Nasturtium officinale): die Wasserkresse
Die Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale), umgangssprachlich Wasserkresse oder Bachkresse, ist eine weitere Pflanze, mit der Kresse häufig verwechselt wird. Sie ist ein ausdauerndes Kraut, das in flachen Fließgewässern, an Quellen und in Gräben wächst. Mit der Gartenkresse verbindet sie die Verwandtschaft – beide gehören zu den Kreuzblütlern – und derselbe scharfe, pikante Geschmack nach Senfölen.
Die Blätter der Brunnenkresse sind gegenüber der Gartenkresse fleischiger, dunkler und saftiger und werden von Frühjahr bis Herbst geerntet. Verwendet wird sie frisch in Salaten, auf Brot und in Suppen. Ziehen lässt sie sich auch zu Hause, aber nur im Gefäß mit dauerhaft nassem Substrat, notfalls in flachem Wasser – im normalen Beet ohne ständige Feuchtigkeit wächst sie nicht. Wild gesammelte Pflanzen sollte man roh nicht verzehren: In stehendem oder verschmutztem Wasser können Parasiten an ihnen sitzen.
Feld-Kresse (Lepidium campestre)
Die Feld-Kresse, botanisch Lepidium campestre, ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Diese wild wachsende Pflanze gilt als Unkrautund kommt häufig auf Äckern, Wiesen und an Wegrändern vor. Auch wenn sie oft übersehen wird, hat die Feld-Kresse ihre eigenen Merkmale und ihren Nutzen.
Die Feld-Kresse hat kleine Blätter und winzige weiße Blüten, die charakteristische Knäuel bilden. Ihre Wurzeln reichen tief in den Boden, was ihr erlaubt, auch unter rauen Bedingungen zu überleben. Die Blüten der Feld-Kresse haben einen ausgeprägten Duft, der Bienen und Schmetterlinge anlockt.
Auch wenn die Feld-Kresse häufig als Unkraut gilt, hat sie ihren Nutzen und ihre Vorzüge. Früher wurde sie in der Volksheilkunde wegen ihrer antiseptischen und entzündungshemmenden Eigenschaftenverwendet. Zugeschrieben wurden ihr auch harntreibende und abführende Wirkungen. Vor einer Verwendung zu Heilzwecken oder als Nahrung sollte man jedoch immer eine Fachperson zu Rate ziehen.

Kresse und andere Kräuter düngen
Auf Watte gekeimte Kresse braucht keinen Dünger – in den wenigen Tagen kommt sie mit dem Vorrat im Samen aus. Anders ist es bei Kresse, die in Substrat gesät wurdeund aus der Sie mehrfach ernten wollen: Ein dichter Bestand im Balkonkasten zehrt die Nährstoffe in wenigen Wochen auf, die Blätter bleiben dann klein und hell. Düngen Sie deshalb nach jeder Ernte nach.
Weil Kresse jung geerntet und roh gegessen wird, passt zu ihr ein perfekter Naturdünger, der die Nährstoffe nach und nach freisetzt. DÜNGEE lässt sich auf zwei Arten anwenden:
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
Die genaue Menge finden Sie in der Dosiertabelle. Dasselbe Vorgehen gilt für alle anderen Kräuter – ausführlicher behandeln wir es im Artikel zur Kräuterdüngung, wo Sie auch Tipps für Schnittlauch, Petersilie oder Dillfinden. Den Dünger können Sie sich im Katalogansehen.
Häufige Fragen zu Kresse
Wie lange keimt Kresse?
Auf feuchter Watte oder Küchenpapier keimt sie in etwa zwei bis drei Tagen und ist nach einer Woche bis zehn Tagen erntereif. In Erde dauert es nur wenig länger. Damit gehört sie zu den schnellsten Pflanzen, die Sie zu Hause ziehen können.
Wächst Kresse nach, wenn ich nur den oberen Teil ernte?
Auf Watte gekeimte Kresse treibt nach dem Schnitt nicht mehr aus – sie hat keine Wurzeln in der Erde und keinen Nährstoffvorrat, die Schale wird also neu besät. In Substrat gesäte Kresse wächst dagegen nach: Schneiden Sie sie etwa zwei Zentimeter über dem Boden, dann liefert sie zwei bis drei Ernten, bevor sie in Blüte geht.
Wie zieht man Kresse auf Watte?
Legen Sie in eine flache Schale eine Lage Watte oder Zellstoff, tränken Sie sie mit Wasser und verteilen Sie die Samen in einer Schicht nebeneinander. Halten Sie die Unterlage dauerhaft feucht, aber nicht unter Wasser, und stellen Sie die Schale ins Licht, damit die Keimlinge nicht blass und vergeilt bleiben.
Wann sät man Kresse?
Zu Hause am Fenster ruhig das ganze Jahr über, draußen ins Beet oder in den Balkonkasten von April bis September. Weil sie schnell in Blüte geht, lohnt es sich, wöchentlich kleine Portionen zu säen statt einmal viel auf einmal.
Womit düngt man Kresse?
Kresse auf Watte braucht keinen Dünger. Die im Substrat, aus der Sie mehrfach ernten, düngen Sie nach jeder Ernte mit einem perfekten Naturdünger wie DÜNGEE nach – entweder als dünne Schicht rund um die Pflanzen gestreut oder als Auszug zum Gießen und Sprühen.
Ist die peruanische Kresse dasselbe wie die Gartenkresse?
Nein. Die peruanische Kresse, besser bekannt als Maca, ist eine andere Art der Gattung Lepidium, bei der die verdickte Wurzel geerntet wird und nicht die Blätter. Sie stammt aus den peruanischen Anden und wird bei uns normalerweise nicht angebaut.
