Wiesenblumen: vielfältige Arten für Ihre Blumenwiese
Bunte Wiesenblumen bereichern jeden Garten. Wir beraten Sie, welche Arten Sie für trockene, feuchte oder kalkhaltige Böden wählen sollten und wie Sie eine blühende Wiese voller Schmetterlinge anlegen können.
Warum Sie eine Blumenwiese anlegen sollten und was Sie davon erwarten können
Bunte Wiesenblumen
Wiesen sind natürliche Gemeinschaften aus Gräsern und ausdauernden Kräutern mit schönen Blüten. Besonders frisch und farbenfroh verleihen Wiesenblumen den Wiesen – je nach Standort und Jahreszeit – einen interessanten Farbaspekt. In größeren Gärten, aber auch auf kleinen Flächen neben dem Rasen oder einem Beet, bereichert eine Blumenwiese die Umgebung durch ihre Artenvielfalt. Besonders reizvoll ist eine Blumenwiese als Übergang zwischen kurzgemähtem Rasen und einer Hecke oder einer Baumgruppe. Auch unter Obstbäumen zaubert eine Blumenwiese ein bezauberndes Bild. Besonders artenreiche und bunt blühende Wiesen gedeihen auf ärmeren, nicht zu feuchten Böden, die sich heute allerdings nur selten finden lassen. Hier haben Blumen bessere Lebensbedingungen als Gräser und Kräuter, die Trittbelastung vertragen. Blumenwiesen benötigen darüber hinaus keine besondere Pflege.
Wiesenblumen für trockene und kalkhaltige Standorte
Nelke Kartäusernelke Dianthus carthusianorum
Höhe: 15–40 cm. Blütezeit: Juni–September, purpurrote „Nelken“-Blüten.
Intensive Blütenfarbe
Eigenschaften: Meist entwickeln sich mehrere Blüten gleichzeitig, sie sind am Ende des kahlen Stängels gedrängt; die geöffnete Blüte ist 2–3 cm breit; Blätter starr, schmal, linealisch; sie sind eine Weide für Schmetterlinge. Standort: Sehr wärmeliebend; bevorzugt trockene, kalkhaltige Böden; verträgt keine Staunässe und schwere, verdichtete Böden. Verwendung: Für arme Wiesen auf kalkhaltigen Böden.
Salbei Wiesensalbei Salvia pratensis
Höhe: 30–60 cm. Blütezeit: Mai–September, blaue Lippenblüten.
Wunderschöne Blütenfarbe
Eigenschaften: Eine große Anzahl von Blüten wächst in scheinbaren Quirlen; der Stängel ist vierkantig mit eiförmigen Blättern; die unteren Stängelblätter sind beträchtlich groß; Bienenweide. Standort: Ausgesprochen wärmeliebend; bevorzugt sonnige bis leicht schattige Standorte; liebt trockene, kalkhaltige Böden; verträgt weder Staunässe noch verdichtete Böden. Verwendung: Eignet sich sowohl für nährstoffreiche, ertragreiche Wiesen als auch für kalkhaltige Magerböden.
Wiesenarten für feuchtere und nährstoffreiche Wiesen
Hahnenfuß Kriechender Hahnenfuß Ranunculus repens
Höhe: 10–50 cm. Blütezeit: Mai–August, gelbe schalenförmige Blüten.
Verträgt Staunässe
Eigenschaften: Einzelne goldgelbe Blüten an den Enden verzweigter Stängel messen im Durchmesser 2–3 cm; die Blätter sind gelappt oder zusammengesetzt, dreiteilig; die Pflanze breitet sich durch oberirdische, kriechende Ausläufer aus. Standort: Bevorzugt feuchte, lehmige Böden mit guter Stickstoffversorgung; verträgt keine Trockenheit. Verwendung: Für nährstoffreiche, feuchte Wiesen mit guter Wasserversorgung.
Flockenblume Wiesenflockenblume Centaurea jacea
Höhe: 20–80 cm. Blütezeit: Juni–Oktober, rosa-violette Körbchen.
Geeignet zum Schneiden
Eigenschaften: Endständige Körbchen; alle Blüten im Körbchen röhrenförmig, äußere größer als innere; Stängel meist aufrecht, mit lanzettlichen Blättern; unterste Blätter gegliedert; Nektar ist eine wertvolle Weide für Insekten. Standort: Helle Standorte; bevorzugt sandig-lehmige Böden; verträgt keine Staunässe und verdichtete Böden. Verwendung: Wiesen mit guter Wasser- und Nährstoffversorgung.
Margerite weiß Leucanthemum vulgare
Höhe: 20–80 cm. Blütezeit: Mai–September, weiße zungenförmige Blüten.
Geeignet zum Schnitt
Eigenschaften: Körbchen zusammengesetzt aus zungenförmigen Strahlblüten und gelben, röhrenförmigen Scheibenblüten; Körbchen gänseblümchenartig, aber 3–5 cm groß; Körbchen endständig an aufrechten, verzweigten Stängeln; lanzettliche Blätter, tief gesägt bis fiederschnittig. Standort: Helle Standorte; häufige Pionierpflanze auf nährstoffreichen Wiesen. Verwendung: Ohne hohe Ansprüche an Wasser und Nährstoffe; geeignet für nährstoffreiche und nährstoffarme Wiesen.
