Zunderschwamm am Baum: Weißfäule sicher erkennen
Große graue Fruchtkörper in Hufform an Buche oder Birke. Was der Zunderschwamm mit dem Baum macht und wann der Stamm zu brechen droht.
Der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) gehört zu den auffälligsten Baumpilzen: Er bildet große graue Fruchtkörper in der Form eines Pferdehufs, am häufigsten an Buchen und Birken. Früher stellte man daraus Zunder zum Feuermachen her – daher der Name.
An welchen Bäumen der Zunderschwamm wächst
Wirtsgehölze: Laubbäume, vor allem Buche, Birke, Erle, Hainbuche.
Symptome eines Befalls mit Zunderschwamm

Symptome: intensive Weißfäule, aufreißende Rinde, Myzelpolster unter der Rinde, große helle Fruchtkörper.
Wie der Zunderschwamm aussieht

Erreger: Fomes fomentarius, mehrjährig, weißgraue hufförmige Fruchtkörper, Röhren geschichtet, bräunlich.
Womit sich der Zunderschwamm verwechseln lässt
Verwechslungsmöglichkeiten: weitere Arten der Gattung Phellinus (Feuerschwämme).
Wie der Zunderschwamm den Bäumen schadet

Schadwirkung: Der Erreger der Weißfäule dringt über Wunden in der Rinde ein und führt zum Absterben der Bäume, was allerdings viele Jahre dauern kann. Bruchgefahr!
Schutz und Kontrolle von Bäumen mit Zunderschwamm
Schutz: vorbeugende Kontrolle der Restwandstärke des Stammes.
Häufige Fragen
Ist der Zunderschwamm essbar?
Nein. Die Fruchtkörper sind zäh und holzig, sie werden nicht gegessen.
Muss ein Baum mit Zunderschwamm gefällt werden?
Nicht immer sofort. Das Absterben des Baumes kann viele Jahre dauern, das Hauptrisiko ist jedoch der Bruch des Stammes an der Fäulestelle. Bei Bäumen an Wegen, Häusern und Spielplätzen sollte ein Baumpfleger den Zustand beurteilen und die Restwandstärke des gesunden Holzes messen.
Bildnachweise
- Zunderschwamm: Sasata, CC BY-SA 3.0, Quelle
- Zunderschwamm: James St. John, CC BY 2.0, Quelle
- Zunderschwamm: coniferconifer, CC BY 2.0, Quelle
- Zunderschwamm: onnola, CC BY-SA 2.0, Quelle
