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Aubergine

Wärmeliebendes Nachtschattengewächs, das bei uns im Folientunnel und im warmen Beet ausreift. Sie braucht Wärme, Feuchtigkeit und nährstoffreichen Boden.

Was ist die Aubergine

Aubergine – Früchte

(Solanum melongena)

Die Aubergine, auch Eierfrucht oder Melanzani genannt, ist ein Nachtschattengewächs und gehört damit in dieselbe Pflanzenfamilie wie zum Beispiel Kartoffeln oder Tomaten. Es handelt sich um eine einjährige Pflanze, die bis zu 1 Meter hoch werden kann und mit purpurnen Blüten auffällt, aus denen sich später tiefviolette Früchte entwickeln. 

Die Aubergine enthält die Vitamine A, C und B, sowie die Spurenelemente Eisen, Mangan, Magnesium, Kalium und Kalzium. 

In der Volksheilkunde wurde die Aubergine traditionell auch als Heilpflanze verwendet. Heute ist sie vor allem Gemüse — kalorienarm, ballaststoffreich und mit dem Farbstoff Nasunin in der Schale.

Auberginen isst man nicht roh: Sie enthalten solaninähnliche Glykoalkaloide, die ihnen den leicht bitteren Geschmack geben und in größeren Mengen die Verdauung reizen. Durch Erhitzen verschwindet dieses Problem.

Geschichte der Aubergine

Die Aubergine stammt ursprünglich aus Ostindien und gelangte im Zuge verschiedener Kolonialexpeditionen nach Europa, vor allem in den Süden, wo sie auch im Freiland gut gedeiht. Mit der Zeit wurde sie auch in geeigneten Regionen Amerikas angebaut. 

In Deutschland lässt sich die Aubergine gut im Gewächshaus oder im Frühbeet kultivieren, im Freiland nur dort, wo es wirklich warm ist – etwa im Oberrheingraben oder in Rheinhessen –, denn die Aubergine hat eine lange Vegetationszeit und hohe Wärmeansprüche (höher als Tomaten und Paprika).

Auberginen anbauen

Aubergine – Pflanze

Wagen Sie sich an den Auberginenanbau nur, wenn Sie in einer wärmeren Region wohnen oder ein Gewächshaus bzw. Frühbeet haben. Dann können Sie versuchen, sie sogar aus Samen zu ziehen. Säen Sie die Samen bereits im Februar in kleine Töpfe oder Schalen, denn dieses Nachtschattengewächs hat eine lange Keimdauer und insgesamt eine lange Vegetationszeit – nur so kommen Sie zu Früchten. Die Samen brauchen ausreichend Feuchtigkeit und Temperaturen um 22 bis 25 °C, die gekeimten Pflänzchen zusätzlich viel Licht.

Pflanzen Sie die Auberginen im April ins Gewächshaus und erst nach Mitte Mai ins Freiland, am besten an eine Südwand. Halten Sie einen Abstand von 50×50 cm ein, damit die Pflanzen genug Platz haben. Gießen Sie die Jungpflanzen gründlich, düngen Sie alle 14 Tage nach (siehe unten) und sorgen Sie für ausreichend Wärme – an kalten Tagen muss auch das Gewächshaus oder Frühbeet zusätzlich abgedeckt werden. 

Mit zunehmendem Wuchs braucht die Pflanze im Gewächshaus wie im Freiland eine Stütze (genau wie Tomaten), auch wenn sie nicht so üppig wächst.

Die Aubergine muss man ausgeizen: Sobald im Juli die Seitentriebe erscheinen, schneiden Sie den oberen Teil des Haupttriebs ab und kürzen auch die Seitentriebe hinter jeder zweiten angesetzten Frucht – nur so hat die Pflanze eine Chance, die Früchte zu versorgen und ausreifen zu lassen. Alle weiteren Triebe brechen Sie nach und nach aus. Haupt- und Seitentriebe binden Sie an die Stütze an.

Auberginen ernten Sie im Herbst vor den ersten Frösten, schneiden Sie die Früchte samt Stiel ab und lassen Sie die geernteten Früchte mindestens eine Woche nachreifen.

Auberginen-Rezepte

  • Gebackene Aubergine ist eine Delikatesse. Sie brauchen: 1 größere Aubergine, 3 Tomaten, 1 Paprika, 1 Zwiebel, 2 Zehen Knoblauch, 1 Tasse Couscous, Feta, Salz, Pfeffer, Olivenöl und frisches Basilikum zum Garnieren. Die Aubergine waschen, längs halbieren, das Fruchtfleisch aushöhlen, salzen, pfeffern, mit Olivenöl beträufeln und 15 Minuten bei etwa 190 °C im Ofen backen. Währenddessen den Couscous mit heißem Wasser übergießen und quellen lassen. In der Pfanne Öl erhitzen und die fein gehackte Zwiebel, Paprika, Tomaten und das Auberginenfleisch anbraten. Mit der fertigen Mischung die vorgebackenen Auberginen füllen, mit gewürfeltem Feta belegen und weitere 15 Minuten bei 180 °C überbacken. Mit Basilikum garniert servieren.
  • Gegrillte Aubergine – beliebt ist auch die gegrillte Aubergine. Wir grillen sie genauso wie Zucchini, Paprika und Ähnliches. Nur nicht vergessen, die Aubergine in Scheiben zu schneiden, zu salzen und Wasser ziehen zu lassen. Vor dem Grillen können wir sie mit Olivenöl bestreichen und nach dem Grillen umgekehrt mit Knoblauch.
  • Frittierte Aubergine – dieses Rezept kam aus der italienischen Küche zu uns. Sie brauchen: 800 g Auberginen, 4 Knoblauchzehen, Salz, Öl und Petersilie. Die ungeschälten Auberginen in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Salzen, in eine Schüssel geben und stehen lassen. Danach abgießen, trocken tupfen und etwa 15 Minuten in Öl braten, bis sie weich sind. Kurz vor Schluss den zerdrückten Knoblauch zugeben, mit frischer Petersilie bestreut servieren. 
Gebackene Aubergine mit Feta
Gegrillte Aubergine
Frittierte Aubergine

Gemüse düngen

  • Sie können in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Sie können beim Pflanzen einen Teelöffel DÜNGEE unter jede Jungpflanze geben.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug (Sie können auch ungesiebt aus der Gießkanne über die Blätter gießen).

Häufige Fragen: Aubergine

Was ist eine Aubergine?

Die Aubergine (Solanum melongena), auch Eierfrucht oder Melanzani genannt, ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse — genau wie Kartoffeln oder Tomaten. Sie wird bis zu 1 Meter hoch, blüht purpurn und bildet tiefviolette Früchte. Sie enthält die Vitamine A, C und B sowie Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Magnesium, Kalium und Kalzium.

Ist die Aubergine giftig?

Rohe Auberginen isst man nicht — sie enthalten solaninähnliche Glykoalkaloide, die ihnen den leicht bitteren Geschmack geben und in größeren Mengen die Verdauung reizen. Durch Backen, Grillen oder Braten verschwindet dieses Problem.

Wie baut man Auberginen an?

Die Aubergine hat höhere Wärmeansprüche als Tomaten und Paprika, deshalb gedeiht sie in Deutschland vor allem im Gewächshaus oder Frühbeet; im Freiland nur in den wärmsten Regionen wie dem Oberrheingraben oder Rheinhessen. Säen Sie die Samen schon im Februar bei Temperaturen um 22 bis 25 °C, setzen Sie die Jungpflanzen im April ins Gewächshaus und erst nach Mitte Mai ins Freiland, im Abstand von 50 × 50 cm.

Muss man Auberginen ausgeizen?

Ja. Sobald im Juli die Seitentriebe erscheinen, schneiden Sie den oberen Teil des Haupttriebs ab und kürzen die Seitentriebe hinter jeder zweiten angesetzten Frucht. Weitere Triebe brechen Sie nach und nach aus und binden die Pflanze an eine Stütze — sonst reifen die Früchte nicht mehr rechtzeitig.

Wann erntet man Auberginen?

Im Herbst vor den ersten Frösten. Schneiden Sie die Früchte samt Stiel ab und lassen Sie sie mindestens eine Woche nachreifen.

Womit düngt man Auberginen?

Düngen Sie etwa alle 14 Tage nach. Geben Sie beim Pflanzen einen Teelöffel DÜNGEE unter jede Jungpflanze, während der Vegetation verwenden Sie einen Auszug zum Gießen oder streuen eine dünne Schicht rund um die Pflanzen.

Die genaue Dosierung für die einzelnen Pflanzen finden Sie auf der Seite Dosierung von DÜNGEE.

Aubergine — Fotos unserer Gärtner

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