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Mariendistel (Silybum marianum)

Silybum marianum — Anbau, Aussaat und Samenernte der Heildistel

Die Mariendistel auf einen Blick: Standort, Höhe und Blütezeit

Blütenkorb der Mariendistel (Silybum marianum) mit dornigen Hüllblättern

Eine markante Solitärpflanze, die sich gern selbst aussät.

Standort:
Durchlässige, kiesige Böden; vor allem sonnige offene Hänge oder Terrassen.

Höhe:
Bis 1,5 m

Blütezeit:
Juli–August

Vermehrung:
Durch Aussaat

Wie sieht die Mariendistel aus – eine Distel mit weiß gefleckten Blättern

Mariendistel - weiß gefleckte, gebuchtete Blätter mit gelben Dornen und rosa Blütenkörbe

Die alte Bauerngartenpflanze wurde früher als Heilpflanze verwendet. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und gehört wie alle Disteln zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Pflanze hat einen zweijährigen Lebenszyklus, kann aber auch einjährig kultiviert werden. Bewährt hat sich die Herbstaussaat der Mariendistel; sonst sät man ab April breitwürfig direkt an Ort und Stelle.

Die Pflanzen bestechen jedoch weniger durch ihre Blüten als durch ihre Höhe (bis 1,5 m) und die großen, glänzend grünen und weiß gefleckten, gebuchtet gelappten Blätter mit gelben Dornen. Ältere Blütenstände sollte man nur dann stehen lassen, wenn eine reiche Selbstaussaat erwünscht ist. Wegen ihrer starken Wuchskraft und Größe können andere Pflanzen nämlich leicht bedrängt werden.

Die Mariendistel im Garten und die Samenernte

Die Mariendistel wird als Solitärpflanze in Verbindung mit Steinen und in Staudengärten, aber auch zur Begrünung trockener, kiesiger, sonniger Hänge gepflanzt. Sie ist eine uralte Heilpflanze, der traditionell eine günstige Wirkung auf die Leber zugeschrieben wird. Geerntet werden die Samen.

Die ursprüngliche Heimat der Mariendistel ist wahrscheinlich der Mittelmeerraum und Kleinasien. Als Heilkraut wird sie schon seit der Antike angebaut und verwildert immer wieder aus Kulturen, sodass sie heute in ganz Europa, Asien und Amerika wächst. Am besten gedeiht sie an trockenen, steinigen und sonnigen Standorten, an denen andere Pflanzen nur schwer wachsen.

Mariendistel-Samen und Düngung

Die Mariendistel wird ausschließlich durch Aussaat vermehrt, alles beginnt also bei den Samen. Samen der Mariendistel finden Sie bei uns in der Rubrik Kräutersamen, eine Übersicht des gesamten Angebots gibt es im Artikel Samen.

  • Säen Sie im Herbst oder ab April breitwürfig direkt an den Standort – das Verpflanzen verträgt die Pflanze nicht.
  • Wählen Sie einen durchlässigen, eher mageren und kiesigen Boden in voller Sonne; in reichem und feuchtem Boden wird die Pflanze weich und lagert.
  • Halten Sie ausreichend Abstand – die ausgewachsene Pflanze wird bis zu 1,5 m hoch und bedrängt ihre Nachbarn.
  • Ernten Sie die Samen, sobald der Blütenkorb abtrocknet und sich zu öffnen beginnt. Wenn Sie mit der Ernte nicht nachkommen, schneiden Sie die Blütenköpfe ab – sonst versamt sich die Mariendistel von selbst über das ganze Beet.

Übertreiben Sie es mit dem Düngen bei der Mariendistel nicht. Eine schwache Düngergabe im Frühjahr bei der Aussaat genügt, damit die jungen Pflanzen etwas zum Wachsen haben – genauso wie bei anderen Kräutern, die Trockenheit und magere Böden mögen (siehe Kräuter düngen). DÜNGEE ist ein perfekter Naturdünger, der sich teelöffelweise genau danach dosieren lässt, wie viel die Pflanze verträgt; wie Sie einen Dünger für den ganzen Garten auf einmal auswählen, behandeln wir im Artikel Universaldünger.

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Häufige Fragen: Mariendistel

Wofür ist die Mariendistel gut?

Sie ist eine uralte Heilpflanze, der nach traditioneller Anwendung eine günstige Wirkung auf die Leber zugeschrieben wird — der wirksame Stoff ist das in den Samen enthaltene Silymarin. Geerntet und verwendet werden gerade die Samen, meist gemahlen oder als Tee. Es handelt sich um traditionelle Anwendungen, nicht um belegte Heilwirkungen; sprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt ab, besonders wenn Sie Medikamente nehmen.

Wie sieht die Mariendistel aus?

Es ist eine stattliche Distel, die bis zu 1,5 Meter hoch wird, mit glänzend grünen, weiß gefleckten, gebuchteten Blättern mit gelben Dornen. Sie gehört zu den Korbblütlern und blüht im Juli und August.

Wann und wie sät man die Mariendistel aus?

Bewährt hat sich die Herbstaussaat, ansonsten säen Sie ab April breitwürfig direkt an den Standort — das Verpflanzen verträgt die Pflanze nicht. Wählen Sie einen durchlässigen, eher mageren und kiesigen Boden in voller Sonne; in reichem, feuchtem Boden wird die Pflanze weich und lagert.

Wann erntet man die Samen der Mariendistel?

Sobald der Blütenkorb abtrocknet und sich zu öffnen beginnt. Wenn Sie mit der Ernte nicht nachkommen, schneiden Sie die Blütenköpfe lieber ab — sonst versamt sich die Mariendistel von selbst über das ganze Beet.

Womit düngt man die Mariendistel?

Sparsam — eine schwache Düngergabe im Frühjahr bei der Aussaat genügt, wie bei anderen Kräutern, die Trockenheit und magere Böden mögen. DÜNGEE, ein perfekter Naturdünger, lässt sich teelöffelweise genau danach dosieren, wie viel die Pflanze verträgt.

Die genaue Dosierung für einzelne Pflanzen finden Sie auf der Seite DÜNGEE-Dosierung.