Seifenkraut – Saponaria
Echtes und Rotes Seifenkraut: Arten, Sorten, Anbau und Vermehrung

Eine dankbare, im Sommer blühende Blume, vor allem für den Steingarten
Standort: volle Sonne; durchlässige, kalkhaltige Böden
Höhe: 5–80 cm, je nach Art
Blütezeit: Juni–September, je nach Art
Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung
Die Gattung Saponaria gehört zur Familie der Nelkengewächse (Silenaceae) und ist vor allem in Europa verbreitet. Die verhältnismäßig kleinen Einzelblüten sitzen in lockeren Trugdolden. Die meisten Arten sind Stauden, gärtnerisch bedeutsam ist aber auch eine Sommerblume.
Stauden: Rotes und Echtes Seifenkraut

Der Wuchs ist meist polsterförmig, die kleinen eiförmigen bis lanzettlichen Blätter sind zur Blütezeit fast vollständig bedeckt. Wüchsige Pflanzen eignen sich besonders für Steingärten, gut zur Geltung kommen sie in Felsspalten, Mauern, zwischen Pflastersteinen, auf Dachgärten und in Trögen. Hervorragend wirken sie in Kombination mit der Nachtkerze (Oenothera missouriensis), Lavendel oder der Glockenblume (Campanula portenschlagiana).
Eine Ausnahme unter den Stauden bildet hinsichtlich der Verwendung das Echte Seifenkraut (Saponaria officinalis), das im Handel vor allem in der Sorte ‚Plena‘ angeboten wird. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 60–80 cm, bildet unterirdische Ausläufer und fühlt sich am sonnenabgewandten Rand von Gehölzbeständen am wohlsten. Die blassrosa Blüten in endständigen Büscheln erscheinen von Juli bis September.
Sommerblumen: Kalabrisches Seifenkraut (Saponaria calabrica)
Das Kalabrische Seifenkraut (Saponaria calabrica) wird bei uns als einzige Art der Gattung als Sommerblume angeboten. Wie der botanische Name vermuten lässt, stammt es aus Süditalien und Griechenland. Die rosa Blüten erscheinen von Juli bis September und sitzen in lockeren, doldenähnlichen Rispen. Es erreicht eine Höhe von 20–30 cm, wobei der Wuchs niederliegend ist und die lanzettlichen Blätter flaumig behaart sind. Dieses Seifenkraut wird gerne an sonnigen Hängen, auf Dachgärten oder auf Mauerkronen verwendet. Der Standort sollte warm und geschützt sein. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat ab April direkt ins Freiland. Später werden die Pflänzchen auf einen Abstand von etwa 20 cm vereinzelt.
- Die Sorte ‚Scarlet Queen‘ blüht dunkelrot.
- Die Sorte ‚Splendens‘ leuchtend rot.
Übersicht der interessantesten Seifenkraut-Arten und -Sorten
| Art/Sorte | Höhe (cm) | Blütezeit | Blütenfarbe | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Saponaria x lempergii | 30 | VIII–X | karminrot | starkwüchsig, blüht lange |
| ‚Max Frei‘ | 30 | VII–VIII | hellrosa | – |
| S. ocymoides | 20 | VI–VII | karminrot | mächtige Polster |
| ‚Rosa Königin‘ | 20 | VI–VII | rosa | lockere Teppiche |
| ‚Rubra Compacta‘ | 20 | VI–VII | dunkelrot | blüht üppig |
| S. X olivana | 5 | VI–VII | rosarot | feste Polster |
| ‚Bressingham‘ | 3 | VI–VII | rosa | großblütig |
| S. pulvinaris | 3 | VI–VII | rot | flache Polster |
Seifenkraut düngen und den Steingarten pflegen
Seifenkraut stammt von trockenen Kalkhängen und ist bei den Nährstoffen genügsam. Eine überdüngte Pflanze fällt auseinander, das Polster verkahlt in der Mitte und die Blüte fällt schwächer aus, deshalb wird sparsam gedüngt. Im Frühjahr vor dem Austrieb genügt es, rund um den Horst eine Handvoll organischen Universaldüngers auszubringen und flach in die Bodenoberfläche einzuarbeiten. Der natürliche Dünger DÜNGEE gibt seine Nährstoffe über die ganze Saison hinweg nach und nach ab, sodass die Gabe nicht jeden Monat wiederholt werden muss.
- Für Steingartenpflanzen dosieren Sie sparsamer, als Sie es von Beetstauden gewohnt sind – etwa einen Esslöffel je Horst.
- Schneiden Sie das Polster nach der Blüte zurück, die Pflanze wird dichter und blüht oft noch einmal.
- Das Echte Seifenkraut breitet sich über Ausläufer aus – pflanzen Sie es dorthin, wo das nicht stört, oder setzen Sie eine Wurzelsperre.
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