Farne
Zimmer- und Gartenarten, Pflege und Düngen
Farne: was für Pflanzen das sind

Farn ist der deutsche Sammelbegriff für die Pflanzengruppe, die man als Farne bezeichnet. Farne sind Pflanzen aus der Abteilung der Farnpflanzen (Pteridophyta) und sind bekannt für ihre charakteristischen Farnwedel.
Farne haben zusammengesetzte Blätter, die oft sehr dekorativ und als Zierpflanzen in Gärten und Innenräumen beliebt sind. Farne haben außerdem ein Wurzelsystem und Fortpflanzungsorgane, die Sporangien genannt werden. Sporangien bilden Sporen, die der Vermehrung der Farne dienen.
Farne kommen weltweit vor und es gibt viele Arten und Sorten von Farnen, die sich in Größe, Wedelform und den bevorzugten Umweltbedingungen unterscheiden. Manche Farne wachsen in schattigen und feuchten Wäldern, während andere sonnige und trockene Gebiete bevorzugen.
Farne zu kultivieren kann eine interessante gärtnerische Beschäftigung sein. Sie brauchen etwas Pflege, etwa das richtige Gießen, passendes Licht und einen Boden reich an organischen Substanzen. Wichtig ist außerdem, ihnen eine passende Umgebung mit entsprechender Luftfeuchtigkeit und Temperatur zu bieten.
Farne haben auch in der Natur ihren Platz, wo sie verschiedene ökologische Funktionen erfüllen. Sie bieten Unterschlupf und Nahrung für viele Tierarten und helfen, Feuchtigkeit und Bodenqualität zu erhalten.
Farne pflegen: zu Hause und im Garten
Farne zu pflegen kann Freude machen und lohnt sich. Hier sind einige wichtige Faktoren und Tipps für eine erfolgreiche Kultur von Farnen:
Licht: Die meisten Farne bevorzugen mittleres bis helles indirektes Licht. Stellen Sie sie in die Nähe von Fenstern, die keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Zu viel Sonnenlicht kann auf den Wedeln Verbrennungen verursachen. Wenn Sie wenig Licht haben, erwägen Sie einen Platz in der Nähe einer künstlichen Beleuchtung.
Luftfeuchtigkeit: Farne mögen eine feuchte Umgebung. Sie können die Luftfeuchtigkeit um sie herum erhöhen, indem Sie regelmäßig mit Wasser besprühen oder die Pflanze auf einen Untersetzer mit Wasser oder Kieseln stellen. Eine weitere Möglichkeit ist ein Platz in der Nähe eines Luftbefeuchters.
Gießen: Farne brauchen regelmäßiges, aber nicht durchnässendes Gießen. Es ist wichtig, den Boden feucht zu halten, aber nicht dauerhaft unter Wasser. Gießen Sie die Pflanze, wenn die obere Bodenschicht leicht anzutrocknen beginnt, lassen Sie sie aber nicht völlig austrocknen.
Temperatur: Die meisten Farne bevorzugen etwas wärmere Temperaturen, ideal um 18-24 °C. Meiden Sie Zugluft und extreme Temperaturschwankungen, die den Pflanzen schaden können.
Boden: Farne brauchen einen gut durchlässigen Boden, der reich an organischer Substanz ist. Eine Mischung aus Torf, Perlit und Gartenerde ist für Farne oft geeignet. Achten Sie beim Umtopfen oder beim Kultivieren einer neuen Pflanze darauf, dass die Wurzeln gut durchwurzelt sind und nicht zu viel Erde um sich haben.
Düngen: Farne brauchen keine häufige Düngung, aber eine gelegentliche Nährstoffgabe kann ihrem Wachstum helfen. Verwenden Sie schwache Dosen eines pflanzlichen Düngers, der für Farne geeignet ist, und halten Sie sich an die Hinweise auf der Verpackung.
Pflege der Wedel: Farne haben empfindliche Wedel, die leicht reißen oder Schaden nehmen können. Seien Sie beim Umgang mit Farnen vorsichtig und fassen Sie die Wedel nur an, wenn es nötig ist. Entfernen Sie vertrocknete oder beschädigte Wedel, damit die Pflanze gesund und ansehnlich bleibt.
Kontrolle auf Schädlinge: Farne können anfällig für einen Befall durch Schädlinge sein, etwa Blattläuse oder Spinnmilben. Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig und greifen Sie bei einem Befall zu einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel.
Umtopfen: Farne brauchen in der Regel alle 1-2 Jahre ein Umtopfen, damit sie genug Platz zum Wachsen haben. Topfen Sie sie in größere Töpfe mit frischer Erde um, am besten im Frühjahr, vor Beginn ihres aktiven Wachstums.
Vermehrung: Farne lassen sich auf verschiedene Weise vermehren, unter anderem durch Teilung der Rhizome, durch Ausläufer oder aus Sporen. Jede Art kann eigene Ansprüche an die Vermehrung stellen, daher ist es gut, sich vorab mit dem konkreten Vorgehen für die jeweilige Farnart vertraut zu machen.
Denken Sie daran, dass jeder Farn seine eigenen besonderen Ansprüche an die Kultur haben kann, daher sollten Sie sich vor dem Start Informationen über die konkrete Art beschaffen, die Sie haben möchten. Beobachten Sie Ihre Pflanzen, pflegen Sie sie und achten Sie auf ihre Reaktionen, damit Sie sich auf ihre individuellen Bedürfnisse einstellen können. Mit ein wenig Pflege und Aufmerksamkeit haben Sie schöne und gesunde Farne in Ihrem Haus oder Garten.




Farne Arten: Übersicht der Zimmerfarne



Es gibt viele Farnarten, die sich in Größe, Wedelform, Wachstumsansprüchen und den bevorzugten Umweltbedingungen unterscheiden. Hier ist eine Liste einiger beliebter Farnarten:
Nephrolepis exaltata (Schwertfarn): Eine der häufigsten und beliebtesten Farnarten für die Kultur im Innenraum. Er hat frischgrüne Wedel und ist in der Pflege recht anspruchslos.
Adiantum spp. (Frauenhaarfarn): Diese Farngruppe ist bekannt für ihre feinen, leicht überhängenden Wedel, die wie ein zartes Netz wirken. Dazu gehören auch Adiantum raddianum und Adiantum capillus-veneris.
Asplenium spp. (Streifenfarn): Diese Farngattung umfasst verschiedene Arten, darunter Asplenium nidus (Nestfarn), der große, glänzende Wedel in Form einer Rosette trägt.
Platycerium spp. (Geweihfarn): Diese interessante Farngattung hat eine einzigartige Wedelform, die an ein Hirschgeweih erinnert. Dazu gehören Arten wie Platycerium bifurcatum und Platycerium superbum.
Polypodium aureum (Goldtüpfelfarn): Er hat hellgrüne Wedel mit rauer Oberfläche und wächst horstig. Für feuchte Bedingungen geeignet.
Davallia spp. (Hasenfußfarn): Diese Farngattung ist für ihre unterirdischen Rhizome bekannt, die an Hobbitfüße erinnern. Davallia fejeensis ist ein beliebter Vertreter dieser Gattung.
Blechnum spp. (Rippenfarn): Diese Farne haben markante, ledrige Wedel. Blechnum gibbum (Zwergbaumfarn) ist eine kleine Form, die sich für die Kultur im Topf eignet.
Cyrtomium falcatum (Sichelfarn): Dieser Farn hat dunkelgrüne Wedel mit gekerbten Rändern und ist gegenüber trockeneren Bedingungen recht robust.
Pteris spp. (Saumfarn): Diese Farngattung umfasst verschiedene Arten, etwa Pteris cretica (Kretischer Saumfarn), der fein eingeschnittene Wedel hat.
Das sind nur einige Beispiele für Farnarten, die häufig vorkommen. Es gibt viele weitere Arten und Sorten.
Farne als Zimmerpflanze – Zimmerfarne und ihre Pflege

Farne sind beliebte Pflanzen für die Kultur im Innenraum und können das Bild Ihrer Wohnung hervorragend ergänzen. Sie haben attraktive Farnwedel und bringen ein angenehmes grünes Element in den Raum. Hier sind einige Tipps, wie Sie Farne in der Wohnung pflegen:
Licht: Die meisten Farne bevorzugen mittleres bis helles indirektes Licht. Stellen Sie sie in die Nähe eines Fensters, das keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Zu viel Sonnenlicht kann auf den Wedeln Verbrennungen verursachen.
Luftfeuchtigkeit: Farne mögen eine feuchte Umgebung, daher ist es wichtig, ihr Umfeld ausreichend feucht zu halten. Sie können Schalen mit Wasser in die Nähe der Pflanzen stellen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Eine weitere Möglichkeit ist, den Farn auf einen Untersetzer mit feuchtem Blähton oder Kieseln zu stellen.
Gießen: Farne mögen regelmäßiges Gießen, wobei Staunässe im Boden zu vermeiden ist. Lassen Sie die obere Bodenschicht vor dem nächsten Gießen leicht antrocknen. Wichtig ist außerdem, das Wasser direkt auf die Erde zu geben und die Wedel nicht direkt zu übergießen.
Temperatur: Die meisten Farne bevorzugen etwas wärmere Temperaturen, ideal um 18-24 °C. Meiden Sie Zugluft und extreme Temperaturschwankungen, die den Pflanzen schaden können.
Boden: Farne brauchen einen gut durchlässigen Boden, der reich an organischer Substanz ist. Verwenden Sie eine Mischung aus Torf, Perlit und Gartenerde für Pflanzen, die für Farne geeignet ist.
Düngen: Farne können mit natürlichen Pflanzendüngern gedüngt werden, die für Farne geeignet sind. Düngen Sie sie in der Wachstumszeit, in der Regel von Frühjahr bis Sommer. DÜNGEE ist ein perfekter Naturdünger, der sich zum Düngen von Farnen eignet, denn er enthält nicht nur wirksame Bestandteile, sondern reichert auch den Boden an.
Zu den beliebten Farnarten für die Wohnung gehören Nephrolepis, Asplenium, Adiantum, Platycerium und Pteris. Wählen Sie die Art, die Ihnen gefällt und die zu den Bedingungen in Ihrer Wohnung passt.
Baumfarne: Arten und Kultur

Baumfarne sind wüchsigere Farne, die baum- oder strauchartige Strukturen bilden können. Diese Farne haben robuste, kräftige Stämme und können eine Höhe von mehreren Metern erreichen. Sie sind bekannt für ihre großen, markanten Wedel, die an eine Baumkrone erinnern.
Zu den beliebten Arten der Baumfarne gehören:
Cyatheaceae: Diese Farnfamilie umfasst mehrere Arten von Baumfarnen, etwa Cyathea cooperi (Australischer Baumfarn) mit markanten, auffällig gebogenen Wedeln.
Dicksonia antarctica: Dieser Farn ist als australischer Baumfarn oder Farn von der Polarinsel bekannt. Er hat einen massiven Stamm und schöne Wedel, die für ein imposantes Erscheinungsbild sorgen.
Alsophila australis: Dieser Baumfarn stammt aus Australien und Neuseeland. Er ist für seinen eleganten und robusten Wuchs bekannt, der ihm ein markantes Aussehen verleiht.
Cibotium barometz: Dieser Farn ist auch als „wolliges Lamm“ bekannt. Er hat interessante, gewellte Wedel, die an eine dichte, behaarte Oberfläche erinnern.
Alsophila nidus: Dieser Farn, auch „Fächerfarn“ genannt, ist für seine großen, rundlichen Wedel bekannt, die an Fächer erinnern.
Baumfarne sind wunderschöne Pflanzen, die eine spannende Ergänzung für Ihren Garten oder Innenraum sein können. Bei ihrer Kultur ist es wichtig, ihnen ausreichend Platz und passende Bedingungen zu bieten, etwa das richtige Licht, Feuchtigkeit und einen geeigneten Boden. Bedenken Sie, dass manche Arten der Baumfarne eher für ein warmes und feuchtes Klima geeignet sind, während andere widerstandsfähiger gegen Kälte sind.
Vor dem Start mit Baumfarnen empfehlen wir, sich gründlich zu informieren — über die konkrete Art, damit Sie sicher sind, dass Sie den Pflanzen die nötigen Bedingungen für gesundes Wachstum und Gedeihen bieten können.
Farne im Garten: winterharte Arten für den Schatten
Im Garten gedeihen Farne genau dort, wo die meisten anderen Pflanzen leiden — im Halbschatten und Schatten unter Bäumen, an der Nordwand des Hauses oder am feuchteren Rand des Beetes. Winterharte Arten bleiben bei uns ganzjährig draußen: Im Herbst ziehen die Wedel ein und im Frühjahr treiben sie erneut aus dem Rhizom aus.
Zu den bewährten Farnen für draußen gehören der Frauenfarn (Athyrium filix-femina) mit fein spitzenartigen Wedeln, der Wurmfarn (Dryopteris filix-mas), der auch trockeneren Schatten verträgt, der Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris), der trichterförmige Horste bildet, und der Gewöhnliche Tüpfelfarn (Polypodium vulgare), der sich auch mit flachgründigem Boden zwischen Steinen begnügt. Gut ergänzen sie sich mit weiteren schattenliebenden Stauden — etwa mit Bergenie, Christrose oder Immergrün.
Halten Sie den Boden humos und stets leicht feucht. Häufeln Sie im Herbst eine Schicht Laub oder Kompost an die Horste — über den Winter hält sie die Feuchtigkeit an den Rhizomen und im Frühjahr zersetzt sie sich nach und nach zu Nährstoffen. Ein voll besonnter, austrocknender Platz bekommt Farnen nicht: Die Wedel trocknen dort schnell an den Rändern ein und die Pflanze bleibt niedrig.
Garten- und Zierpflanzen düngen: womit man Farne düngt
Farne gehören nicht zu den Starkzehrern, aber von Frühjahr bis Spätsommer tut ihnen eine schwache, regelmäßige Düngung sichtlich gut — die Wedel sind sattgrüner und der Horst dichter. Am besten bewährt sich organischer Dünger mit langsamer Nährstofffreisetzung, zum Beispiel DÜNGEE, der dem Boden neben Nährstoffen auch organische Substanz liefert. Bei Zimmerfarnen dosieren Sie lieber schwach und geben den Dünger als Auszug ins Gießwasser.
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
