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Löwenmäulchen (Antirrhinum)

Arten, Pflege, Überwinterung und Düngung der Blume mit den Drachenblüten

Löwenmäulchen: mehrjährig oder einjährig?

Geschlossener Teppich aus rosa blühenden Löwenmäulchen im Gartenbeet

Das Löwenmäulchen, auch unter dem lateinischen Namen Antirrhinum bekannt, ist eine auffällige und beliebte Pflanze in Gärten auf der ganzen Welt. Charakteristisch sind seine leuchtenden, bunten Blüten, die an die Form eines Drachenmauls erinnern; diese Pflanzengattung bietet ästhetische Schönheit und ein einzigartiges optisches Element für viele Gartenkompositionen. Das Löwenmäulchen ist bekannt für seine einfache Kultur und die Fähigkeit, sich unterschiedlichen Bedingungen anzupassen, was es zu einer beliebten Wahl für Gärtner aller Erfahrungsstufen macht.

Botanisch gesehen ist das Löwenmäulchen eine kurzlebige Staude, bei uns wird es jedoch als Sommerblume kultiviert. Einen milden Winter übersteht es gelegentlich und treibt im Frühjahr erneut aus, verlassen kann man sich darauf aber nicht – unsere Winter sind ihm zu nass und zu kalt. Deshalb wird das Löwenmäulchen jedes Jahr neu ausgesät, meist durch Vorziehen von Jungpflanzen.

Arten: hohes und niedriges Löwenmäulchen

Hohes Löwenmäulchen

Gelb-weißer Blütenstand des hohen Löwenmäulchens (Antirrhinum majus)

Das hohe Löwenmäulchen, auch als Antirrhinum majus bekannt, ist wegen seiner großen, leuchtend gefärbten Blüten beliebt. Diese Varietät kann bis zu 1 Meter hoch werden und ist damit ein markantes Element in jedem Garten. Sie ist bekannt dafür, Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anzuziehen, was zur Artenvielfalt im Garten beiträgt.

Niedriges Löwenmäulchen

Nahaufnahme eines aprikosen- und gelbblühenden niedrigen Löwenmäulchens im Beet

Das niedrige Löwenmäulchen, oft als Antirrhinum nanum bezeichnet, ist die kompaktere Variante und eignet sich ideal für kleinere Gärten oder als Randpflanze. Diese Form des Löwenmäulchens wird nur etwa 30 cm hoch, bietet aber trotzdem eine breite Palette an Blütenfarben. Der geringe Wuchs und der kleine Platzbedarf machen das niedrige Löwenmäulchen zur idealen Wahl für Beeteinfassungen, Steingärten oder für die Kultur in Blumentöpfen auf Balkon und Terrasse. Obwohl es kleiner ist, sind seine Blüten ebenso eindrucksvoll und vielfältig wie bei den höheren Verwandten, mit einer breiten Farbpalette von Weiß über Rosa bis Sattrot. Diese Sorte wird für ihre Fähigkeit geschätzt, den ganzen Sommer über üppig zu blühen und so lange Zeit dekorativ zu wirken. Dank seiner kompakten Größe ist das niedrige Löwenmäulchen zudem weniger windbruchgefährdet, was ein weiterer Vorteil in offenen oder windigen Lagen ist.

Verwechseln Sie das Löwenmäulchen nicht mit dem Elfenspiegel (Nemesia). Das ist eine andere Gattung, die mit kleineren Blüten blüht und im Balkonkasten ähnlich lange blüht wie das niedrige Löwenmäulchen.

Löwenmäulchen pflegen: Boden, Standort und Gießen

Die Pflege des Löwenmäulchens erfordert etwas Aufmerksamkeit, damit die Pflanze gedeiht. Wichtig ist die Wahl des richtigen Bodens – gut durchlässig und nährstoffreich. Die Pflanze stellt man am besten an einen sonnigen Platz mit ausreichend Licht, was für gesundes Wachstum und reiche Blüte entscheidend ist. Gegossen wird regelmäßig, aber mit Maß, damit keine Staunässe entsteht. Das Löwenmäulchen verträgt Trockenheit gut, deshalb sollte der Boden feucht, aber niemals nass gehalten werden.

Damit das Löwenmäulchen bis in den Herbst blüht, entfernen Sie Verblühtes laufend – die Pflanze setzt dann keine Samen an und bildet neue Knospen. Höhere Sorten des hohen Löwenmäulchens lohnt es sich an windigen Standorten an einen Stab zu binden oder zu stützen.

Löwenmäulchen aussäen und überwintern: wann säen, ist es winterhart?

Rosa Blütenstand des hohen Löwenmäulchens im Gartenbeet

Aussaat: Die Samen des Löwenmäulchens werden schon Ende Februar und im März in Schalen mit sterilem Aussaatsubstrat gesät. Das Saatgut ist fein und braucht zum Keimen Licht, drücken Sie es deshalb nur leicht an und decken Sie es nicht ab. Es keimt in etwa zwei Wochen bei 18–20 °C.

Pflanzung: Die vorgezogenen Jungpflanzen kommen erst nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, ins Beet oder in den Balkonkasten. Das hohe Löwenmäulchen pflanzen Sie im Abstand von 30 cm, das niedrige im Abstand von 20 cm.

Überwinterung: Bei uns überwintert das Löwenmäulchen in der Regel nicht – die Pflanzen werden nach den ersten Frösten herausgezogen und auf den Kompost gegeben. Wollen Sie es trotzdem versuchen, schneiden Sie den Horst nach der Blüte auf etwa 10 cm zurück und decken ihn an einem gut dränierten Platz mit Reisig ab; dem Löwenmäulchen schadet Winternässe mehr als Frost. Zuverlässiger ist es, an einigen Pflanzen die Samen ausreifen zu lassen und im nächsten Jahr neu auszusäen.

Löwenmäulchen düngen: womit düngt man Löwenmäulchen

Für gesundes Wachstum und reiche Blüte ist es wichtig, das Löwenmäulchen regelmäßig zu düngen. Diese Pflanze lässt sich mit verschiedenen Düngerarten versorgen, unter anderem mit Universaldünger für Blumen, Kompost oder Langzeitdüngern. Ideal ist eine Düngung einmal im Monat während der Vegetationszeit. Ein bedeutender Dünger ist der natürliche Dünger DÜNGEE, ein Naturprodukt, das den Pflanzen die nötigen Nährstoffe liefert. DÜNGEE fördert nicht nur gesundes Wachstum, sondern gibt die Nährstoffe über die ganze Saison hinweg allmählich ab, was für das lange blühende Löwenmäulchen ein großer Vorteil ist.

  • Im Balkonkasten wie im Beet genügt es, DÜNGEE rund um die Pflanzen zu verteilen und anzugießen.
  • Den Jungpflanzen geben Sie beim Pflanzen einen Teelöffel unter die Wurzel.
  • Aus DÜNGEE lässt sich ein Auszug ansetzen, mit dem Sie das Löwenmäulchen gießen oder besprühen können.
Rosa blühende Löwenmäulchen im Beet
Keine Wartezeit.
Gelbe Blüte des hohen Löwenmäulchens
Allmähliche Abgabe der Stoffe in den Boden für eine lang anhaltende Wirkung.
Aprikosenfarben blühendes niedriges Löwenmäulchen
Gesunde Umgebung für Kinder und Tiere.
Rosa Blütenstand des Löwenmäulchens im Garten
Der Sprühauszug aus DÜNGEE ist super.

Wissenswertes über Löwenmäulchen

  • Historische Bedeutung: Das Löwenmäulchen hat eine reiche Geschichte und war schon im viktorianischen England beliebt. Seine Blüten wurden häufig in Blumenarrangements verwendet und standen in der viktorianischen Blumensprache für „Rätsel“ und „verborgenes Geheimnis“.

  • Einzigartige Blüten: Die Blüten des Löwenmäulchens sind für ihre einzigartige Form bekannt, die an ein geöffnetes Drachenmaul erinnert. Drückt man die Blüte seitlich zusammen, öffnet sich das „Maul“ – ein lustiges und attraktives Merkmal, besonders für Kinder.

  • Farbenvielfalt: Das Löwenmäulchen bietet eine unglaubliche Farbpalette. Von Weiß, Gelb, Rosa und Rot bis Violett und viele Abstufungen dazwischen. Manche Sorten haben sogar mehrfarbige Blüten.

  • Bestäubung: Die Blüten des Löwenmäulchens sind ein beliebter Ort für die Bestäubung durch Bienen und Schmetterlinge. Ihr Aufbau und ihre Form sind ideal zum Landen für diese Bestäuber.

  • Heilkundliche Verwendung: In einigen Kulturen wurden Teile des Löwenmäulchens wegen ihrer milden heilenden Wirkung verwendet, vor allem in der traditionellen Medizin bei entzündlichen Zuständen.

  • Symbolik: Das Löwenmäulchen hat in verschiedenen Kulturen unterschiedliche symbolische Bedeutungen. In manchen Traditionen gilt es dank seiner Fähigkeit, unter schwierigen Bedingungen zu wachsen, als Symbol für Widerstandskraft und Stärke.

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