Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis): Standort, Pflege, Wirkung und Tee
Schattenstaude, die im Frühjahr rosa und blau blüht — und in der Volksheilkunde zu den Hustenkräutern zählte.
Echtes Lungenkraut – Pulmonaria officinalis

Das Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) ist eine Pflanze aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Dieses Kraut stammt aus Europa und wächst vor allem in Laubwäldern, an Waldrändern und auf feuchten Wiesen.
Das Echte Lungenkraut ist eine Staude mit kriechendem Wurzelstock und behaarten Blättern. Charakteristisch sind seine Blüten, die in einem als Traube bezeichneten Blütenstand stehen. Die Blüten sind anfangs rosa, färben sich aber nach und nach blauviolett. Die ganze Pflanze ist von Haaren bedeckt, die ihr ein schützendes Aussehen geben.
Das Echte Lungenkraut hat eine lange Tradition in der Volksheilkunde. Seine Blätter und Wurzeln wurden traditionell als Heilmittel bei verschiedenen Atemwegsbeschwerden eingesetzt, darunter Husten, Erkältung, Asthma und Bronchitis. Es diente außerdem als Expektorans (schleimlösendes Mittel) und als entzündungshemmendes Mittel.
Obwohl das Echte Lungenkraut historisch in der Heilkunde verwendet wurde, ist es wichtig anzumerken, dass seine Wirksamkeit und Sicherheit von der modernen Wissenschaft nicht eingehend untersucht worden sind. Bevor Sie Lungenkraut als Heilmittel anwenden, sollten Sie sich deshalb mit einer Fachperson für Pflanzenheilkunde oder mit einem Arzt beraten.
Lungenkraut pflanzen und pflegen: Schattenstaude für den Garten

Wenn Sie Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) in Ihrem Garten oder an einem anderen geeigneten Platz kultivieren möchten, finden Sie hier die wichtigsten Hinweise zum Anbau:
Klima und Standort: Lungenkraut ist anpassungsfähig und gedeiht am besten an halbschattigen bis schattigen Plätzen. Es bevorzugt feuchte Böden und kommt mit dem mitteleuropäischen Klima gut zurecht.
Boden: Die Pflanze bevorzugt einen feuchten, nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden. Zur Bodenvorbereitung gehören das Entfernen von Unkraut und die Verbesserung des Bodens mit organischem Material wie Kompost. Eine weitere Möglichkeit, die Bodenqualität zu verbessern, ist der natürliche Dünger DÜNGEE, der organisch ist und alle wichtigen Nährstoffe für ein gesundes Pflanzenwachstum enthält.
Pflanzung: Die beste Pflanzzeit für Lungenkraut ist das Frühjahr oder der Herbst. Kaufen Sie die Pflanzen am besten in einer Gärtnerei. Heben Sie vor dem Pflanzen Löcher aus, die groß genug für die Wurzeln sind. Halten Sie zwischen den einzelnen Pflanzen ausreichend Abstand, in der Regel etwa 30-40 cm.
Gießen: Lungenkraut braucht regelmäßige Wassergaben, vor allem in trockenen Perioden. Wichtig ist, den Boden feucht, aber nicht staunass zu halten.
Pflege: Lungenkraut ist eine verhältnismäßig pflegeleichte Pflanze. Sie können welke oder vertrocknete Blätter entfernen, damit die Pflanze gesünder aussieht. Eine Mulchschicht rund um die Pflanze hilft, den Boden feucht zu halten und Unkraut zu unterdrücken.
Vermehrung: Lungenkraut lässt sich über Samen oder durch Teilung der Horste vermehren. Samen gewinnen Sie aus den ausgereiften Blüten und säen sie im Frühjahr aus. Die Teilung der Horste ist die gängigste Vermehrungsart. Nehmen Sie die Pflanze aus der Erde, teilen Sie den Horst in kleinere Stücke und setzen Sie diese wieder ein.
Krankheiten und Schädlinge: Lungenkraut ist gegenüber Krankheiten und Schädlingen in der Regel widerstandsfähig. Zeigen sich Anzeichen eines Befalls, können Sie ein geeignetes, schonendes Pflanzenschutzmittel einsetzen oder sich im Fachhandel beraten lassen.
Gerade weil ihm der Schatten zusagt, gehört das Lungenkraut zu den dankbaren Stauden unter Bäumen und an der Nordseite des Hauses, wo die meisten Blühpflanzen schwächeln. In derselben Ecke verträgt es sich gut mit Funkien, Herzblume oder Farnen.
Lungenkraut Wirkung

Dem Echten Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) werden in der traditionellen Heilkunde verschiedene Wirkungen zugeschrieben. Wichtig ist dabei zu wissen, dass wissenschaftliche Studien, die diese Wirkungen belegen, begrenzt sind und häufig ganz fehlen.
Zu den traditionell zugeschriebenen Wirkungen des Lungenkrauts zählen:
Expektorans: Lungenkraut wurde früher als Expektorans verwendet, das heißt, es soll zähen Schleim lösen und das Abhusten erleichtern. Angewendet wurde es bei Erkältung, Husten und Atemwegsbeschwerden.
Entzündungshemmende Wirkung: Lungenkraut enthält einige Verbindungen mit entzündungshemmenden Eigenschaften. In der traditionellen Medizin wurde es bei Entzündungen und Infekten der Atemwege eingesetzt.
Unterstützung des Immunsystems: Einige Studien deuten darauf hin, dass Lungenkraut immunmodulierend wirken kann, das Immunsystem also unterstützt und ihm hilft, Infektionen abzuwehren.
Antioxidantien: Lungenkraut enthält Antioxidantien, die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen. Antioxidantien können sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken.
Man sollte sich bewusst machen, dass die wissenschaftliche Forschung zu den spezifischen Wirkungen des Lungenkrauts begrenzt ist und weitere Studien und klinische Prüfungen nötig sind, um diese Wirkungen zu bestätigen. Bevor Sie Lungenkraut als Heilmittel anwenden, sprechen Sie am besten mit einer medizinischen Fachperson oder einem Heilpflanzenkundigen, insbesondere wenn Sie bereits gesundheitliche Probleme haben oder andere Medikamente einnehmen.
Lungenkraut Tee

Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) wird traditionell zu Kräutertee verarbeitet. Lungenkraut-Tee ist beliebt wegen seiner möglichen wohltuenden Wirkung auf die Atemwege. Auch hier gilt: wissenschaftliche Studien, die die Wirkung dieses Tees belegen, sind begrenzt.
Lungenkraut-Tee bereiten Sie folgendermaßen zu:
- Getrocknete Blätter: Sie brauchen getrocknete Lungenkrautblätter. Diese bekommen Sie im Kräuterfachhandel oder in der Gärtnerei — oder Sie ziehen die Pflanze selbst.
Zubereitung des Tees: Bereiten Sie eine Tasse heißes Wasser vor. Geben Sie ein bis zwei Teelöffel getrocknete Lungenkrautblätter in die Tasse. Übergießen Sie sie mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen.
Stärke des Tees: Je nach Vorliebe können Sie die Menge der Blätter und die Ziehzeit anpassen, bis der Tee die gewünschte Stärke hat.
Mögliches Abschmecken: Wenn Sie mögen, können Sie Honig oder Zitronensaft zugeben, um den Geschmack zu verbessern. Achten Sie auf Ihre persönlichen Vorlieben und gehen Sie mit Süßungsmitteln oder weiteren Zutaten mit gesundem Menschenverstand um.
Lungenkraut düngen
Lungenkraut wächst im Schatten, wo es mit den Baumwurzeln um Nährstoffe konkurriert — und genau deshalb zahlt sich eine Düngung hier stärker aus als bei trockenheitsliebenden Steingartenpflanzen. Am besten ist eine Gabe früh im Frühjahr, noch bevor die Blüten erscheinen, und eine zweite nach der Blüte, wenn die Pflanze ihre Blattrosette nachbildet. Der Dünger wird in den feuchten Boden unter dem Mulch eingearbeitet, damit die Nährstoffe zu den Wurzeln gelangen und nicht von der Oberfläche verdunsten. Derselbe Rhythmus passt auch den übrigen Stauden im schattigen Beet und den aromatischen Küchenkräutern. Welcher Dünger den ganzen Garten auf einmal abdeckt, erklären wir im Artikel Universaldünger; die Verhältnisse für die Gießlösung finden Sie unter Dosierung.
Häufige Fragen zum Lungenkraut
Wohin pflanzt man Lungenkraut?
An einen halbschattigen bis schattigen Platz mit feuchtem, nährstoffreichem Boden — unter Bäume, an die Nordwand des Hauses oder an den Rand eines Waldbeetes. In voller Sonne und in Trockenheit welken die Blätter.
Wann blüht Lungenkraut?
Früh im Frühjahr, meist im März und April. Die Blüten sind zuerst rosa und färben sich nach und nach blauviolett, sodass Sie an einer Pflanze beide Farben gleichzeitig sehen.
Wie vermehrt man Lungenkraut?
Am häufigsten durch Teilung der Horste — Sie nehmen die Pflanze aus der Erde, teilen sie in kleinere Stücke und setzen sie wieder ein. Es geht auch über Samen aus ausgereiften Blüten, die im Frühjahr ausgesät werden.
Wofür wurde Echtes Lungenkraut verwendet?
In der Volksheilkunde bei Husten, Erkältung und weiteren Atemwegsbeschwerden, als Expektorans und entzündungshemmendes Mittel. Die moderne Wissenschaft hat diese Wirkungen bisher nicht ausreichend belegt — sprechen Sie deshalb vor der Anwendung mit einem Arzt oder einem Heilpflanzenkundigen.
Warum heißt es Lungenkraut?
Nach der traditionellen Anwendung bei Lungen- und Atembeschwerden. Das lateinische Pulmonaria stammt vom Wort pulmo, also Lunge; die gefleckten Blätter erinnerten die Volksheilkunde zudem an Lungengewebe.
