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Flamingoblume (Anthurium): Pflege, Standort und Blüte

Tropische Zimmerpflanze mit auffälligem Hochblatt rund um den kolbenförmigen Blütenstand.

Zimmerpflanze mit auffälligem Hochblatt (Spatha) rund um den kolbenförmigen Blütenstand

  • Standort: hell, aber ohne pralle Sonne
  • Höhe: bis 75 cm
  • Blütezeit: zu jeder Jahreszeit
  • Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung

In den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas leben über 500 Arten dieses Aronstabgewächses (Araceae). Erst im Jahr 1857 wurde die Anthurie in Guatemala entdeckt, doch schon fünf Jahre später gelangten die ersten Exemplare nach Europa. Heute werden in Kultur meist nicht die Naturarten, sondern deren Hybriden gezogen, und das gilt vor allem für die blühenden Anthurien. Aus derselben Familie der Aronstabgewächse stammt auch die Monstera oder die Dieffenbachie, weitere Arten finden Sie in der Übersicht der Zimmerpflanzen.

Wie sieht die Anthurium-Blüte aus und wann blüht sie

Als Blüte gilt gemeinhin das große farbige Hochblatt (Spatha) rund um den Kolben, der aus unscheinbaren Einzelblüten besteht. Das rote, orange und manchmal auch weiße Hochblatt glänzt ebenso wie die großen herzförmigen Blätter. Die Hauptblütezeit reicht vom Spätwinter bis zum Frühsommer. Bei guten Bedingungen kann die Pflanze auch zu anderen Zeiten blühen. Anthurien eignen sich sehr gut für die Hydrokultur, dabei darf der Stand der Nährlösung allerdings nicht zu hoch sein.

Anthurien mit roten Hochblättern und gelben Kolben, davor ein grünes, glänzendes herzförmiges Blatt

Anthurium-Pflege: Licht, Wärme und Luftfeuchtigkeit

Viel Licht (keine Südsonne), viel Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit sind die Grundvoraussetzungen. Die Temperatur sollte nie unter 16 °C fallen. Häufiges Besprühen tut gut, allerdings nicht auf das Hochblatt (es drohen unschöne Flecken).

Zur Förderung der Blütenbildung sollte im Winter sechs Wochen lang eine niedrigere Temperatur (15 °C) bei eingeschränkter Wassergabe gehalten werden.

Anthurium gießen und düngen

Ansonsten wird reichlich gegossen, immer mit weichem und nicht zu kaltem Wasser. Von März bis November düngen wir alle zwei Wochen. Gut geeignet ist ein milder universeller organischer Dünger verdünnt im Gießwasser, Einzelheiten finden Sie im Artikel über das Düngen von Zimmerpflanzen.

Anthurium umtopfen und vermehren

Ältere Pflanzen topfen wir im Frühjahr um, immer nach zwei bis drei Jahren. Die Erdmischung sollte luftig sein, mit hohem Torfanteil. Beim Umtopfen lassen sich große Pflanzen teilen.

Anthurium-Arten: Anthurium andreanum und Anthurium scherzerianum

Auffällige farbige Hochblätter bilden die Hybriden von Anthurium andreanum (Große Flamingoblume) und die Hybriden von Anthurium scherzerianum (Kleine Flamingoblume). Die erstgenannten großblütigen Hybriden haben ein großes farbiges Hochblatt und einen geraden gelben Blütenkolben. Die Kleine Flamingoblume bildet mehr Blüten mit gebogenem orangerotem Kolben. Die Pflege ist bei beiden Typen gleich.

Anthurie, die als Epiphyt auf einem moosbewachsenen Stamm im Regenwald wächst, mit schmalem rotem Hochblatt
Anthurien kommen an einem Epiphytenstamm besonders gut zur Geltung – auf dem Bild wächst sie direkt auf einem moosbewachsenen Stamm im Regenwald.

Anthurium crystallinum (Kristall-Anthurie)

Die Kristall-Anthurie (Anthurium crystallinum), die aus Kolumbien stammt, wird wegen ihrer prachtvollen Blätter kultiviert. Sie sind samtig glänzend, dunkelgrün und haben weiße Blattadern. Diese Art ist heikler als die blühenden Anthurien, sie braucht mehr Wärme und noch feuchtere Luft.

Anthurium crystallinum mit dunkelgrünen samtigen Blättern und weißen Blattadern
Anthurium crystallinum hat dunkelgrüne samtige Blätter mit hellgrünen oder weißen Adern.