Dieffenbachie (Dieffenbachia)
Dieffenbachie (Dieffenbachia): heller Standort, richtig gießen, Vermehren durch Stecklinge im Wasserglas, gelbe Blätter und wie giftig sie wirklich ist.
Dieffenbachie: Herkunft, Blüte und Grundansprüche

Zimmerpflanzen mit wunderschön gemusterten Blättern
- Standort: hell, aber ohne direkte Sonne
- Höhe: je nach Art 50–150 cm
- Vermehrung: Stecklinge im Wasser
Die Gattung Dieffenbachia aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) ist im tropischen Südamerika verbreitet. Die als Zimmerpflanzen kultivierten Arten passen sich an die Bedingungen beheizter Räume an, vorausgesetzt, sie erhalten die entsprechende Pflege. Der charakteristische Blütenstand besteht aus winzigen Blüten, die dicht an einem Kolben zusammengedrängt sind. Es ist besser, den Blütenstand zu entfernen, damit er die Bildung der schönen Blätter nicht schwächt.
Anspruchslos und attraktiv ist Dieffenbachia maculata – ihre Blätter haben eine schöne Zeichnung und von ihr leiten sich auch mehrere Sorten ab, zum Beispiel ‘Nobilis’. In älterer Literatur finden Sie D. maculata unter dem Namen D. picta. Sie stammt aus Brasilien und bildet eine bis zu 1 m hohe Pflanze. Sie hat zahlreiche interessante Sorten (‘Magnifica’, ‘Jenmannie’ u. a.).
Dieffenbachie Arten: bowmannii ‘Exotica’, seguine und amoena

Zu den schönsten Dieffenbachien gehört D. bowmannii mit ihrer beliebtesten Sorte ‘Exotica’. Außergewöhnlich imposante Blätter hat Dieffenbachia seguine ‘Rudolph Roehrs’, sie kann bis zu 1 m hoch werden. Die kräftiger wachsende Art Dieffenbachia amoena kann über 1,3 m hoch werden (besonders schön ist die Sorte ‘White Tropic’). Diese Art, die erst in Kultur entstand, geht auf die bekannte Art D. seguine zurück, die bis zu 40 cm lange Blätter hat.
Im Blumenhandel finden Sie auch kompakte Sorten, die von diesen Arten abstammen — am häufigsten ‘Camilla’ mit hellcremefarbener Blattmitte, ‘Compacta’ und ‘Green Magic’ mit dunkelgrünen Blättern und weißer Mittelrippe. Die Ansprüche sind bei allen gleich, sie unterscheiden sich nur in Größe und Zeichnung.
Dieffenbachie Pflege: Standort, Gießen und Substrat
Der Standort für die Dieffenbachie soll hell bis halbschattig sein. Direkte Sonne bekommt ihr nicht, an einem zu dunklen Platz verlieren die panaschierten Blätter jedoch ihre schöne Zeichnung. Die Pflanze liebt ganzjährig Wärme, im Winter verträgt sie ein Absinken der Nachttemperatur auf 15 °C. Für den Topf eignet sich Torfsubstrat oder Einheitserde. Von März bis August braucht sie reichlich Wasser mit lauwarmem Gießwasser, ab September wird sparsam gegossen und häufigeres Besprühen tut ihr gut.
In der Zeit des starken Wachstums sollte man einmal wöchentlich nachdüngen — mit kalkarmen Düngern oder mit Flüssigdüngern für Hydrokultur. Junge wie ältere Pflanzen werden jedes Jahr umgetopft.
Dieffenbachie bekommt gelbe Blätter: warum die Ränder braun werden
Bei Pflanzen mit austrocknendem Wurzelballen werden die Blattränder braun. Wenn die Blätter infolge trockener oder kalter Luft abfallen, wird die Pflanze im Frühjahr tief zurückgeschnitten, damit sie neu austreibt.
Das Gelbwerden der unteren Blätter gehört bei einer älteren Dieffenbachie zum natürlichen Altern — die Pflanze macht so Platz für neue Blätter oben. Werden aber auch die Blätter in der Mitte gelb und ist das Substrat dauerhaft nass, handelt es sich um Staunässe und beginnende Wurzelfäule: Lassen Sie das Substrat abtrocknen und topfen Sie die Pflanze um. Trockene Luft über der Heizung erkennen Sie an braunen, papierartig trockenen Spitzen — hier hilft Besprühen oder eine Schale mit Wasser neben dem Topf.
Dieffenbachie vermehren: Stecklinge im Wasserglas
Im Sommer lässt sich die Pflanze durch Stecklinge vermehren; das Bewurzeln gelingt im Wasserglas gut.
Das Vorgehen ist einfach: Schneiden Sie von einer vergeilten Pflanze mit einem scharfen Messer einen Kopfsteckling mit einigen Blättern ab, oder teilen Sie einen älteren Stamm in 5–8 cm lange Stücke mit jeweils mindestens einem Auge. Lassen Sie die Schnittflächen einige Stunden abtrocknen, denn aus ihnen tritt Pflanzensaft aus. Stellen Sie den Kopfsteckling in ein Glas mit lauwarmem Wasser an einen hellen, warmen Platz (22–25 °C), die Wurzeln erscheinen nach etwa drei bis sechs Wochen. Die Stammstücke werden liegend in feuchtes Substrat gelegt und mit Folie abgedeckt. Tragen Sie beim Arbeiten mit Stecklingen Handschuhe und waschen Sie sich danach die Hände — der Saft der Dieffenbachie reizt die Haut.
Ist die Dieffenbachie giftig?
Ja, die Dieffenbachie gehört zu den giftigen Zimmerpflanzen. Wie andere Aronstabgewächse enthält sie im Saft nadelförmige Kristalle aus Calciumoxalat, die die Schleimhaut mechanisch reizen. Nach dem Zerbeißen eines Blattes folgen Brennen im Mund, Schwellung von Lippen, Zunge und Rachen, Speichelfluss und erschwertes Schlucken; der Saft reizt auch Haut und Augen.
In einem Haushalt mit kleinen Kindern oder Tieren stellen Sie die Dieffenbachie deshalb dorthin, wo sie nicht hinkommen — hoch auf den Schrank, auf ein Regal oder in eine Blumenampel. Ins Schlafzimmer dürfen Sie sie stellen, sie gibt keinen Stoff an die Luft ab; entscheidend ist nur, ob ein Kind oder eine Katze an sie herankommt.
Bei Verdacht auf Verschlucken spülen Sie den Mund mit Wasser aus, geben Sie in kleinen Schlucken Flüssigkeit und suchen Sie einen Arzt auf. Lösen Sie kein Erbrechen aus und geben Sie keine Milch — sie erleichtert die Aufnahme. Rat gibt auch der Giftnotruf, zum Beispiel in Berlin unter 030 19240.
Dieffenbachie düngen
Die Dieffenbachie wächst vor allem über das Blatt und braucht deshalb vom Frühjahr bis zum Spätsommer eine regelmäßige Nährstoffzufuhr; ab September wird das Düngen zusammen mit dem Gießen eingeschränkt. Neben Flüssigdüngern übernimmt diese Aufgabe auch der organische Universaldünger DÜNGEE, der die Nährstoffe nach und nach abgibt und die Wurzeln nicht verbrennt.
- Im Topf genügt es, DÜNGEE auf der Substratoberfläche zu verteilen und anzugießen.
- Beim Umtopfen arbeiten Sie ein Messbecherchen in die untere Schicht des neuen Substrats ein.
- Aus DÜNGEE lässt sich ein Auszug ansetzen, mit dem Sie die Dieffenbachie gießen oder die Blätter besprühen.
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