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Thymian pflanzen und pflegen

Anspruchsloses Kraut für die Sonne, fürs Beet und für den Topf

Thymian: wann säen und ernten

Aussaat im FreilandMai

Säen Sie Thymian in ein sonniges Beet mit durchlässigem Boden, die Samen nur flach.

ErnteJuni bis August

Ernten Sie die Triebspitzen des Thymians; zum Trocknen während der Blüte.

Thymian anbauen: Duft und Geschmack in Ihrem Garten

Echter Thymian (Thymus vulgaris) – blühendes Büschchen mit kleinen blasslila Blüten

Thymian ist ein anspruchsloses Küchenkraut mit intensivem Duft und vielseitiger Verwendung in der Küche. Thymian anzubauen schafft jeder – er gedeiht in der Sonne, im Beet und im Topf.

  • Standort: sonniger, warmer, geschützter Platz
  • Höhe: 20–40 cm
  • Blütezeit: Juni–August
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge oder Teilung

Echter Thymian (Thymus vulgaris) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und stammt aus dem Mittelmeerraum. Es handelt sich um einen niedrigen, verholzenden Halbstrauch, dessen kleine graugrüne Blätter einen stark aromatischen Duft verströmen. Den typischen Duft verdankt er seinem ätherischen Öl mit Thymol.

Thymian pflanzen: im Beet und im Topf

Thymian Standort und Boden: wohin pflanzen

Thymian liebt Sonne und Wärme. Am besten wächst er in durchlässigem, eher trockenerem Boden mit Sand- oder Splittanteil. Schwere und staunasse Böden bekommen ihm nicht – sie können zum Faulen der Wurzeln führen. Beim Anbau im Gefäß ist eine Drainageschicht nötig.

Aussaat und Pflanzung: Thymian vermehren

Thymiansamen werden im März bis April in Balkonkästen oder nach der Erwärmung direkt ins Beet gesät. Die Keimung ist langsam und kann bis zu drei Wochen dauern. Sobald die Pflänzchen kräftiger werden, setzt man sie mit Abständen von etwa 20 cm an den endgültigen Standort.

Eine Alternative ist die Vermehrung über Stecklinge von jungen Trieben oder die Teilung älterer Horste im Frühjahr oder Herbst.

Gießen und Düngen: womit Thymian düngen

Thymian ist eine trockenheitsliebende Pflanze – er wird sparsam gegossen und verträgt auch längere Zeit ohne Wasser. An Nährstoffen ist er nicht anspruchsvoll, trotzdem tut ihm eine gelegentliche Düngung mit natürlichem Dünger, zum Beispiel mit Düngee, gut – er unterstützt gesundes Wachstum.

Thymian ernten und trocknen: wann ernten

Blätter und Triebspitzen werden kurz vor der Blüte geerntet, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Sie lassen sich frisch und getrocknet verwenden. Das Trocknen sollte im Schatten und bei Temperaturen bis 35 °C erfolgen, damit möglichst viel Duft erhalten bleibt.

Überwintern: ist Thymian winterhart?

Thymian ist recht winterhart, in kälteren Lagen empfiehlt sich aber eine Winterabdeckung aus Reisig oder trockenem Laub. In Gefäßen kultivierte Pflanzen stellt man über den Winter am besten in einen kühleren, hellen Raum.

Thymian im Beet: Pflanzung, Ernte im Jahreslauf und Verjüngung

Thymian braucht einen sonnigen, geschützten Platz und eher leichten Boden mit ausreichend Nährstoffen und Kalk.

  • Anlage: Benannte Sorten, zum Beispiel Zitronenthymian, werden durch Teilung alter Horste vermehrt, damit sie ihren Duft behalten. Gewöhnlicher Thymian wird aus Jungpflanzen gezogen, die aus einer Aussaat im März bis April vorkultiviert wurden.
  • Pflanzung: im Abstand von 30 × 15 cm, in jedes Pflanzloch 2–3 Pflänzchen. Setzen Sie sie etwas tiefer, als sie in der Anzuchtschale standen. Thymian eignet sich auch als Beeteinfassung, darf aber nicht von höheren Pflanzen beschattet werden.
  • Ernte: im Pflanzjahr nur vorsichtig, in den Folgejahren zwei- bis dreimal jährlich. Nicht direkt über dem Boden abschneiden. Die letzte Ernte spätestens Mitte September, damit die Pflanzen bis zum Winter wieder durchtreiben.
  • Trocknen: in kleinen Bündeln im Schatten aufgehängt oder dünn ausgebreitet auf einem Gitter. Frischer Thymian passt auch roh in Salate.
  • Winter und Verjüngung: Wo Schnee fehlt, den Thymian mit Reisig abdecken. Im Frühjahr etwas Kompost geben. Nach 4–5 Jahren verholzen die Büsche und verkahlen, dann teilen oder neu pflanzen.

Thymian und Sand-Thymian (Quendel) – verwandte Kräuter: der Unterschied

Thymian hat einen sehr nahen Verwandten – den Sand-Thymian (Thymus serpyllum), der sich von ihm vor allem durch kriechenden Wuchs, kleinere Blättchen und niedrigeren Wuchs unterscheidet. Während Thymian dichte Büschchen bildet, die sich für Beete oder Gefäße eignen, bildet der Sand-Thymian duftende Teppiche, die sich über den Boden ausbreiten und Steingärten oder trockene Hänge wunderschön bedecken.

Beide Pflanzen ähneln sich nicht nur im Aussehen, sondern auch in Duft und Geschmack. Sie enthalten ätherisches Öl mit Thymol und Carvacrol, das ihnen den typischen Duft gibt. In der Volksheilkunde wurden beide traditionell verwendet.

Beide lieben Sonne und trockenere, durchlässige Böden. Der Sand-Thymian ist bei uns heimisch und verträgt Frost besser, Echter Thymian aus dem Mittelmeerraum braucht einen warmen, geschützten Platz. In Kombination wirken diese Kräuter nicht nur dekorativ, sondern locken auch Bienen und andere Bestäuber an und unterstützen so das natürliche Gleichgewicht im Garten.

Thymian verwenden: in der Küche und im Garten

  • In der Küche: zum Würzen von Fleisch, Suppen, Saucen, Fisch und Gemüse.
  • In der Volksheilkunde: traditionell in Teemischungen; eine Wirkung ist aber nicht verlässlich belegt.
  • Im Garten: als aromatisches Kraut, das Bienen und andere Bestäuber anlockt.

Häufige Fragen: Thymian pflanzen und pflegen

Wann erntet man Thymian?

Blätter und Triebspitzen werden kurz vor der Blüte geerntet, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Frische Zweiglein können Sie aber die ganze Saison über laufend abschneiden.

Wie zieht man Thymian im Topf?

Thymian mag einen sonnigen Standort und ein durchlässiges, eher mageres Substrat mit Drainage. Gießen Sie sparsam — Trockenheit verträgt er viel besser als Staunässe.

Womit düngt man Thymian?

Kräuter sollten nur sparsam gedüngt werden — organischer Dünger als schwacher Auszug (1 Teelöffel Düngee auf 1 Liter Wasser) reicht ein paar Mal pro Saison völlig aus. Überdüngter Thymian verliert sein Aroma.

Wie lange hält Thymian an einem Standort?

Etwa 4–5 Jahre. Danach verholzen die Büsche, verkahlen von unten und treiben schwächer aus. Teilen Sie dann die Horste oder setzen Sie neue Jungpflanzen.

Bildquellen: Foto: Syrio, CC BY-SA 4.0