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Sonnenauge (Heliopsis)

Eine Staude mit sonnenblumenartigen Blüten, die von Juli bis September blüht und auch im trockenen Beet durchhält.

Heliopsis scabra (Raues Sonnenauge)
Staude mit sonnenblumenartigen Blüten, für das Beet und für die Vase.

Standort: Sonniger Platz mit nährstoffreichem, frischem Boden.
Höhe: 1–1,7 m.
Blütezeit: Juli–September.
Vermehrung: durch Teilung oder Stecklinge.

In Nordamerika sind sieben Arten der Gattung Heliopsis aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) verbreitet. Es sind ausdauernde Kräuter mit gelben Blütenköpfchen und eiförmigen bis lanzettlichen Blättern. Als sommerblühende Staude wird nur das Raue Sonnenauge (syn. Heliopsis helianthoides var. scabra) verwendet, das aus dem Süden und Osten der USA stammt.

In den Gärten werden Sorten dieser Art kultiviert, die sich vor allem in der Wuchshöhe und im Füllungsgrad der Blütenköpfchen unterscheiden. Diese hohe bis mittelhohe Staude ist vor allem für die Sommerblüte im Beet wertvoll, sie ist aber auch eine ausgezeichnete Schnittblume und lässt sich sogar trocknen. Im Staudenbeet wirkt sie am besten zusammen mit Phlox, Sonnenbraut, Margerite, Kugeldistel, hohem Ehrenpreis, Indianernessel, Astern und Ziergräsern.

Der Platz für das Sonnenauge soll sonnig sein, der Boden nährstoffreich und frisch. Die Pflege besteht im Düngen nach den Regeln für Beetstauden und im Ausputzen verblühter Blütenköpfchen. Eine Teilung alle 3–4 Jahre sorgt für zuverlässige Blüte und vitale Pflanzen und liefert zugleich einfachen Nachwuchs. Eine andere Vermehrungsart sind Stecklinge im April und Mai.

Einzelne gelbe Blüte des Rauen Sonnenauges von der Seite, mit grünem Hüllkelch und Stängel
Sorte Höhe (cm) Blütentyp
Jupiter 170 Einfach
Karat 120 Einfach
Mars 150 Einfach
Sonnenglut 80 Einfach
Hohlspiegel 130 Halbgefüllt
Spitzentänzerin 120 Halbgefüllt
Goldflieder 140 Gefüllt
Goldspitze 100 Gefüllt
Sonnenschild 110 Gefüllt

Botanische Merkmale

Blätter

Das Sonnenauge (Heliopsis helianthoides) ist eine ausdauernde Pflanze mit gegenständigen Blättern. Die Blätter sind grün, derb und gezähnt. Sie werden bis zu 15 cm lang und 7 cm breit.

Blüten und Blütenstände

Die Blüten stehen in Köpfchen und sind gelb. Die Pflanze blüht von Juni bis September. Die Blütenköpfchen können einfach, halbgefüllt oder gefüllt sein. An einem Stängel sitzen bis zu zwanzig Köpfchen.

Stängel und Wuchshöhe

Die Stängel sind verzweigt und erreichen eine Höhe von 100 bis 150 cm. Die Pflanze ist sehr robust, winterhart und anspruchslos in der Kultur. Sie lässt sich sowohl im Garten als auch auf dem Balkon ziehen.

Herkunft und Verbreitung

Das Sonnenauge stammt aus den Prärien Nordamerikas, aus dem Süden und Osten der USA. Heute ist es weltweit in Kultur. Bei Gartenfreunden beliebte Sorten sind zum Beispiel ‚Venus‘, ‚Loraine Sunshine‘, ‚Goldgefieder‘ und ‚Karat‘.

Beliebt ist das Sonnenauge wegen der einfachen Kultur und der langen Blütezeit.

Arten und Sorten des Sonnenauges

Goldgelbe Blüte des Rauen Sonnenauges mit orangebrauner Blütenmitte in Nahaufnahme

Die Gattung umfasst mehrere Arten, in deutschen Gärten am weitesten verbreitet ist jedoch das Raue Sonnenauge (Heliopsis helianthoides). Diese Pflanze ist ausdauernd und anspruchslos in der Kultur. Sie bildet hohe, aufrechte Horste mit dicht verzweigten, rau behaarten Stängeln und gezähnten Blättern. Ihre Blüten sind leuchtend gelb bis orange und erscheinen von Juni bis Ende September.

Botanisch handelt es sich um die Varietät Heliopsis helianthoides var. scabra, die der Gartenhandel oft unter dem älteren Namen Heliopsis scabra führt. Der Unterschied zwischen den „zwei Arten“ in den Katalogen ist deshalb nur ein Unterschied zwischen Sorten — sie unterscheiden sich in Höhe und Füllungsgrad der Blütenköpfchen, nicht in der Herkunft.

Alle Sonnenaugen sind sehr attraktiv für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Sie eignen sich damit hervorragend für bienenfreundliche Gärten und Zierbeete, denn sie blühen sehr lange und sind leicht zu pflegen.

Sonnenauge pflanzen und pflegen

Das Sonnenauge ist eine anspruchslose Staude, die von Juni bis September blüht. Wenn Sie sich für die Kultur im Garten entscheiden, dürfen Sie sich auf schöne gelbe Blüten freuen, die Ihr Beet bis in den Herbst schmücken.

Standort und Licht

Das Sonnenauge möchte volle Sonne oder leichten Halbschatten. An einem sonnigen Platz wächst und blüht es deutlich besser. Wichtig ist ein windgeschützter Standort, denn starker Wind kann die hohen Blütenstängel knicken.

Boden und Pflanzung

Das Sonnenauge stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden und gedeiht in normaler Gartenerde. Beim Pflanzen sollten Sie mindestens 50 cm Abstand einhalten, damit die Pflanzen genügend Platz zum Wachsen haben.

Gießen und Ansprüche

Das Sonnenauge braucht regelmäßige Wassergaben, vor allem während des Wachstums. Der Boden sollte nicht völlig austrocknen, gleichzeitig darf man nicht zu viel gießen — Staunässe verträgt die Staude nicht.

Sonnenauge schneiden und pflegen

Das Ausputzen verblühter Köpfchen regt eine neue Blüte an. Zum Vermehren teilen Sie den Horst oder schneiden Stecklinge. Das Sonnenauge ist eine winterharte Staude, die auch sehr tiefe Temperaturen übersteht.

Das Sonnenauge ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die eine pflegeleichte und schön blühende Pflanze für den Garten suchen. Mit ein paar einfachen Tipps haben Sie von Juni bis September einen Blickfang im Beet.

Sonnenauge düngen

Das Sonnenauge ist eine wüchsige Staude, die pro Saison fast zwei Meter Trieb bildet und entsprechend Nährstoffe braucht. Die Grundlage legen Sie im Frühjahr zum Austrieb: Arbeiten Sie den natürlichen organischen Dünger DÜNGEE rund um den Horst in den Boden ein. Er gibt seine Nährstoffe nach und nach ab, sodass eine Gabe einen großen Teil der Saison trägt; nach der ersten Blüte können Sie noch einmal nachdüngen, spätestens bis Ende Juli, damit die Pflanze bis zum Winter ausreift. Die genaue Dosierung finden Sie in der Dosierungstabelle.

Verwendung im Garten

Das Sonnenauge wird im Garten vor allem als markanter Bestandteil von Gruppenpflanzungen eingesetzt, taugt aber auch als Solitär. Die anspruchslose Staude passt in viele Beetkombinationen und ergänzt zum Beispiel Margeriten oder niedrige Sonnenblumen.

Kombinationen im Staudenbeet

Am schönsten kommt das Sonnenauge im Staudenbeet zur Geltung, wo seine leuchtenden Blüten wirken. Empfehlenswert ist die Kombination mit anderen Stauden, etwa Margeriten, Gänseblümchen oder Ziergräsern. Zwischen hohen Gräsern bildet es einen reizvollen Kontrast und bringt Bewegung ins Beet.

Kübel und Balkonkästen

Das Sonnenauge lässt sich auch im Kübel und im Balkonkasten ziehen. Wählen Sie dann eher größere Gefäße, damit die Pflanze genügend Wurzelraum hat. Im Kübel kombiniert man es gut mit anderen Stauden wie Ziergräsern oder mit Sommerblumen.

Sichtschutz und Raumgliederung

Zwei orangegelbe Blüten des Sonnenauges mit Knospen und gezähnten Blättern im Beet

Dank Wuchshöhe und Blütenfülle eignet sich das Sonnenauge auch als sommerlicher Sichtschutz oder zum Abteilen von Gartenbereichen. In Reihen gepflanzt ergibt es einen reizvollen Effekt und gibt dem Garten Struktur. Pflanzen Sie es an einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden.

Insgesamt ist das Sonnenauge eine pflegeleichte Pflanze, die sich im Garten vielseitig einsetzen lässt. Mit Wuchs und Blüte zieht es die Blicke auf sich und macht den Garten schöner.

Wissenswertes und Geschichte

Geschichte der Kultur

Drei gelbe Blüten des Rauen Sonnenauges nebeneinander vor dunkelgrünem Laub

Das Raue Sonnenauge, botanisch Heliopsis helianthoides, ist eine Staude aus Nordamerika. Sie kam im 18. Jahrhundert erstmals nach Europa und wurde seither zu einer beliebten Gartenblume in aller Welt. In deutschen Gärten wird sie seit Jahrzehnten kultiviert und hat nichts von ihrer Beliebtheit verloren.

Symbolik und Bedeutung

Das Raue Sonnenauge gilt als Sinnbild für Sonne und Lebensfreude — daran erinnert schon der deutsche Name. Seine satt gelben Blüten wirken wie Sonnenstrahlen und stehen für Optimismus. Kultiviert wird es ausschließlich als Zierstaude und als Schnittblume — darin unterscheidet es sich von der verwandten Sonnenblume, denn in der Vase hält es über eine Woche.

Warum es so beliebt ist

Bei Gartenfreunden hält sich das Sonnenauge gerade wegen seiner Anspruchslosigkeit: Es blüht von Juni bis September, kommt an windgeschütztem Platz auch bei hohen Sorten ohne Stütze aus, und nach dem Teilen lässt es sich leicht weitergeben.

Häufig gestellte Fragen

Welche Arten und Sorten des Sonnenauges werden kultiviert?

Heliopsis ist eine Gattung aus der Familie der Korbblütler. Im Garten wird praktisch nur eine Art kultiviert — das Raue Sonnenauge (Heliopsis helianthoides), und zwar in der Varietät var. scabra, die Kataloge auch als Heliopsis scabra führen. Die Unterschiede zwischen den Angeboten sind also Sortenunterschiede: von niedrig um 80 cm (‚Sonnenglut‘) bis hoch mit 170 cm (‚Jupiter‘), mit einfachen, halbgefüllten oder gefüllten Blütenköpfchen.

Welchen Boden und wie viel Licht braucht das Sonnenauge?

Das Raue Sonnenauge ist anspruchslos und verträgt unterschiedliche Böden sowie sonnige wie halbschattige Standorte. Am besten gedeiht es jedoch in voller Sonne auf gut durchlässigem Boden. Wichtig ist eine ausreichende Wasserversorgung, vor allem in Trockenperioden. Außerdem wird die Staude regelmäßig gedüngt.

Lässt sich das Sonnenauge aus Samen ziehen?

Saatgut bekommen Sie im Gartenfachhandel, rechnen Sie aber damit, dass Sorten nicht samenecht sind — die Nachkommen fallen in Höhe und Füllungsgrad unterschiedlich aus. Wenn Sie eine bestimmte Sorte möchten, kaufen Sie eine Pflanze oder lassen Sie sich ein Teilstück von jemandem geben, der sie hat.

Hat das Sonnenauge eine Heilwirkung?

Als Heilpflanze wird das Sonnenauge nicht verwendet — es ist eine reine Zierstaude. Gelegentliche Hinweise auf eine Heilwirkung verwechseln es vermutlich mit dem verwandten Sonnenhut (Echinacea) oder mit Arnika.