Gasteria (Ochsenzunge)
Ein Sukkulent, der auch mit wenig Licht auskommt — Staunässe schadet ihm weit mehr als Trockenheit.
Was ist Gasteria
Gasteria, auf Deutsch Ochsenzunge, gehört zu den Sukkulenten. Diese anspruchslosen Pflanzen stammen aus Südafrika und kommen auch mit weniger idealen Bedingungen zurecht, was sie zu einer beliebten Zimmerpflanze macht. Typisch sind die fleischigen Blätter mit den charakteristischen weißen Punkten oder Flecken, die ihnen ihr dekoratives Aussehen geben.
Für die erfolgreiche Kultur von Gasterien ist ein Standort wichtig, der ihrem natürlichen Lebensraum nahekommt. Sie bevorzugen einen hellen Platz mit diffusem Licht, praller Mittagssonne setzt man sie besser nicht aus — und wenn, dann nur schrittweise gewöhnt. Beim Gießen mag es die Gasteria maßvoll: Das Substrat soll zwischen zwei Wassergaben genug Zeit zum Abtrocknen haben. Dauerfeuchte vertragen die Pflanzen nicht, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.

- Gasterien sind robuste, dekorative Sukkulenten und eignen sich auch für weniger erfahrene Pflanzenfreunde.
- Ideal sind ein heller Standort mit diffusem Licht und maßvolles Gießen.
- Vor Dauerfeuchte und Staunässe im Substrat muss man die Pflanzen schützen.
Herkunft und Klassifikation

Gasterien sind interessante Sukkulenten afrikanischer Herkunft aus der Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae). Dieser Abschnitt geht auf die afrikanische Herkunft der Gasterien und auf ihre Stellung im System ein.
Afrikanische Herkunft
Gasterien mit ihren mehr als 80 beschriebenen Arten sind auf dem Kontinent Afrika heimisch, wo sie überwiegend im südlichen Afrika vorkommen. Sie wachsen dort im Schatten von Felsspalten und sind an das Überleben unter ariden Bedingungen angepasst.
Gattungszugehörigkeit
Die Pflanzen der Gattung Gasteria gehören zur Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae). Anders als andere Sukkulenten, etwa die Aloe, brauchen Gasterien nicht viel Licht. Sie gehören zu den Arten, die im Halbschatten am besten gedeihen. Botaniker haben die Zahl der anerkannten Arten dieser Gattung im Lauf der Zeit von ursprünglich über achtzig auf rund zwanzig verringert — viele ältere Namen gelten heute als Synonyme.
Pflanzenbeschreibung
Gasterien, auf Deutsch „Ochsenzunge“ genannt, sind Sukkulenten aus Südafrika. Ihr eigenwilliges Aussehen macht sie bei Sukkulentensammlern beliebt.
Allgemeine Merkmale
Gasterien sind nahe Verwandte von Aloe und Haworthia, alle drei gehören zu den Affodillgewächsen. Die Gattung umfasst sehr unterschiedliche Arten, darunter etwa Gasteria bicolor mit ihren charakteristisch zweifarbigen Blättern, Gasteria acinacifolia mit säbelförmigen Blättern oder Gasteria batesiana mit dunkelgrünen Blättern. Manche Arten wie Gasteria baylissiana sind wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens besonders gesucht.
Blattmorphologie
Die Blätter der Gasterien sind fleischig, dick und meist zungenförmig oder bandförmig. Die Blattfarbe reicht von hell- bis dunkelgrün, oft mit marmorierter oder gefleckter Zeichnung. Bei manchen Arten wie Gasteria croucheri stehen die Blätter distich — also in einer Ebene. Bei Arten wie Gasteria carinata können sich die Blätter rau bis fein gekerbt anfühlen.
Blütenstand

Gasterien bilden unauffällige Blütenstände in Form von Trauben. Die Blüten sind röhrenförmig und meist rötlich getönt; ihre bauchige Form hat der Gattung den Namen gegeben (lateinisch gaster = Magen). Manche Arten wie Gasteria bicolor haben Blüten in einer attraktiven Kombination aus Grün und Rot. Der Blütenstand entwickelt sich an dünnen Stielen und kann die Blätter selbst überragen.
Gasteria-Arten
Gasterien, auch Ochsenzunge genannt, sind beliebte Sukkulenten mit fleischigen Blättern. Ihre Arten unterscheiden sich in Form und Zeichnung, was sie für Sammler besonders reizvoll macht.
Gasteria verrucosa: Diese Art trägt auffällige Warzen auf den Blättern, die ihr einen unverwechselbaren Charakter geben. Sie ist leicht zu kultivieren und bevorzugt einen hellen Platz mit mäßig viel direkter Sonne.
Gasteria armstrongii: Kennzeichnend sind dunkelgrüne Blätter und ein kompakter Wuchs. Sie wächst gut in durchlässigem Substrat und verträgt kurze Trockenphasen.
Gasteria bicolor: Diese Art bringt zweifarbige Blätter mit und ist eine attraktive Ergänzung für jede Sukkulentensammlung. Sie braucht einen hellen Standort mit gefiltertem Sonnenlicht.
Wasserbedarf: Gasterien vertragen Trockenheit besser als die meisten Pflanzen, profitieren aber von regelmäßigen Wassergaben, die die natürliche Regenzeit nachahmen.
Licht: Viele Gasteria-Arten vertragen zwar direkte Sonne, im Zimmer gedeihen sie aber bei leicht schattierten Bedingungen am besten.
Substrat: Für alle Arten ist ein gut durchlässiges Substrat ideal, das überschüssige Feuchtigkeit an den Wurzeln verhindert.
Diese Pflanzen sind wegen ihrer Genügsamkeit und Widerstandsfähigkeit geschätzt und damit eine beliebte Wahl für Sukkulenten-Einsteiger. Bei der großen Artenvielfalt findet jeder eine Gasteria, die zu ihm passt.
Gasteria pflegen
Licht und Standort
Gasterien bevorzugen helles, aber diffuses Licht; direkte Sonne kann ihnen schaden. Gut ist ein Platz im leichten Schatten oder an einem Ort mit hellem Licht. Für Pflanzen im Zimmer ist ein Standort wichtig, der ihrem natürlichen, teilweise beschatteten Lebensraum nahekommt.
Gießen
Die Pflanzen brauchen maßvolle Wassergaben – das Substrat soll zwischen zwei Güssen abtrocknen. Überschüssiges Wasser kann Wurzelfäule verursachen, deshalb ist eine gute Drainage wichtig. In den kühleren Monaten gießt man deutlich seltener.
Substrat und Drainage
Das Substrat soll gut durchlässig sein; empfohlen wird oft eine Mischung aus Erde und Sand oder Bims, die die Drainage verbessert. Gedüngt wird während der Vegetationszeit einmal im Monat mit einem Dünger für Kakteen und Sukkulenten.
Vermehrung
Gasterien lassen sich über Kindel vermehren, die sich häufig an der Mutterpflanze bilden. Man trennt sie ab und setzt sie in einen eigenen Topf mit durchlässigem Substrat. Möglich ist auch die Teilung größerer Horste oder die Vermehrung über Blattstecklinge, die man in Sukkulentenerde bewurzeln lässt.
Gasteria düngen
Für gesundes Wachstum und eine gute Nährstoffversorgung Ihrer Gasteria als Zimmerpflanze verwenden Sie den natürlichen Dünger DÜNGEE.
Düngehäufigkeit:
- Sommer: einmal im Monat düngen
- Winter: Düngung aussetzen
Empfohlene Anwendung:
- Vegetationszeit: eine schwache Düngerlösung verwenden.
- Dosierung: Richten Sie sich nach der Anleitung auf der Packung von DÜNGEE.
Gesundheitsprobleme und Pflege
Schädlinge und Krankheiten
Gasterien können von verschiedenen Schädlingen befallen werden, darunter Blattläuse, Schild- und Wollläuse. Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen; bei den ersten Anzeichen sammelt man die Schädlinge ab oder tupft sie mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen weg und stellt die Pflanze getrennt von den übrigen auf. Bei Pilzinfektionen entfernt man die befallenen Teile und stellt die Gasteria an einen besser belüfteten Platz.
Frostschäden

Ist eine Gasteria durch Frost geschädigt, sollte man rasch die beschädigten Blätter entfernen und der Pflanze einen wärmeren, trockenen Platz zur Erholung geben. Wurzelfäule ist häufig die Folge von zu viel Feuchtigkeit, besonders wenn die Pflanzen niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren. Das Substrat muss zwischen den Wassergaben richtig abtrocknen; bei den ersten Anzeichen von Fäulnis hilft nur das Umtopfen in frisches Substrat.
DÜNGEE für Gasteria

- Einfach zu lagern und anzuwenden
- Optimale Nährstoffaufnahme
- Sicher für Kinder, Haustiere und Nutztiere — ohne Wartezeit
- Versorgt die Gasteria mit allen wichtigen Nährstoffen
- Gibt die Nährstoffe nach und nach an den Boden ab — für eine lang anhaltende Wirkung
- Zugelassen für die Verwendung in der ökologischen Produktion (ÚKZÚZ Nr. 5778)
- Geruchsneutral, mindestens 3 Jahre haltbar
- 4 l DÜNGEE = mindestens 800 l Gießlösung
Setzen Sie einen Auszug aus DÜNGEE an (1 Teelöffel auf 1 l Wasser) und gießen Sie die Gasteria während des vegetativen Wachstums einmal im Monat damit.
Fotos von Kunden




Häufig gestellte Fragen
Was braucht Gasteria für Wachstum und Pflege?
Gasteria braucht ein gut durchlässiges Substrat und ausreichend Licht, sollte aber vor praller Sonne geschützt stehen; ideal sind Temperaturen zwischen etwa 10 und 27 Grad Celsius. Im Winter genügen ihr rund 10 bis 15 Grad bei sehr sparsamer Wassergabe.
Welche Gasteria-Arten eignen sich für die Wohnung?
Die Gasteria-Arten unterscheiden sich in Größe, Form und Blattfarbe. Für die Wohnung eignen sich vor allem kompakte Sorten wie Gasteria ‚Little Warty‘. Sie ist im Handel gut erhältlich und wegen ihrer anspruchslosen Pflege und Robustheit beliebt.
Wie oft sollte man Gasteria gießen?
Gasteria wird maßvoll gegossen, passend zu ihrem sukkulenten Charakter. Das Substrat sollte zwischen zwei Wassergaben abtrocknen. Zu viel Wasser kann Wurzelfäule verursachen.
Welche Probleme können bei der Kultur von Gasteria auftreten?
Zu den häufigen Problemen zählen Wurzelfäule durch Staunässe, Befall mit Schädlingen wie Blattläusen oder Milben und ungeeignete Lichtverhältnisse. Seltener treten Virus- oder Pilzinfektionen auf. Blasse, in die Länge gezogene Blätter deuten auf zu wenig Licht hin, bräunliche Flecken auf zu viel direkte Sonne.
