Rasen neu anlegen: den Boden richtig vorbereiten
Sie wollen einen Rasen neu anlegen? Erfahren Sie, wie Sie den Boden dafür vorbereiten – lockern, Lehm- und Sandboden verbessern, Gründüngung einsäen und die Fläche vor der Aussaat einebnen.
Eine sorgfältige Bodenvorbereitung ist die Grundlage für einen schönen Rasen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Fläche räumen, den Boden je nach Bodenart lockern und verbessern und die Oberfläche vor der Aussaat richtig einebnen.
Warum die Bodenvorbereitung über den Erfolg entscheidet
Beim Anlegen eines Rasens ist die sorgfältige Vorbereitung der Fläche für die Raseneinsaat die beste Voraussetzung für dauerhaft dichtes, schönes Grün.
Damit Sie den Boden optimal für die Rasenaussaat vorbereiten können, sollten Sie sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen. Da Gräser meist nur etwa 10 cm tief wurzeln, brauchen sie einen lockeren, gut durchlässigen Boden, in dem sich ein dichtes Wurzelsystem bilden kann.


Fläche räumen: Unkraut, Steine und alte Wurzeln
Der ursprüngliche Bewuchs muss samt Wurzeln vollständig entfernt werden. Befreien Sie den Boden besonders gründlich von Unkräutern, deren Arten in der Regel sehr tiefe Wurzelsysteme bilden. Entfernen Sie zusammen mit allen Pflanzenresten auch Steine, Bauschutt und alte Wurzeln.
Boden lockern: mit Spaten, Grabegabel oder Bodenfräse
Tiefes Lockern bricht auch die unteren Bodenschichten auf. So kann Wasser leichter versickern und es droht keine Staunässe auf der Fläche.
► Stechen Sie Grabegabel oder Spaten so tief wie möglich in den Boden und heben Sie den Bodenblock mit einer leichten Rückwärtsbewegung des Werkzeugs an.
► Auf kleinen Flächen genügt der Spaten, ab 100 m² empfehlen wir eine motorbetriebene Bodenfräse oder Motorhacke.
► Achten Sie darauf, dass sich die dunkle obere und die hellere untere Schicht beim Lockern nicht vermischen oder vertauschen – nur so bleibt das Bodenleben unberührt.


Boden verbessern: Lehmboden, Sandboden und fehlender Mutterboden
Für die Anlage eines Rasens eignet sich sandiger Lehmboden am besten. Substrate, die von diesem Idealboden abweichen, müssen entsprechend verbessert werden. Verwenden Sie dazu keine Produkte auf Rindenbasis, denn sie können keimhemmende Stoffe enthalten.
► Tonige Böden lassen Niederschlag schlecht versickern und verdichten sich schnell. Bedecken Sie sie mit einer etwa 3 cm hohen Sandschicht und einer 1 cm hohen Kompostschicht und arbeiten Sie beides rund 10 cm tief in den Boden ein.
► Leichte Sandböden lassen sich mit reifem Kompost oder humusreicher Gartenerde verbessern. Schonend in die oberen Bodenschichten eingearbeitet, sorgen diese Zugaben für eine bessere Nährstoff- und Wasserversorgung.
► Böden, denen bei Bauarbeiten der Mutterboden abgetragen wurde, brauchen ihn zurück. Bedecken Sie die gesamte Fläche deshalb mit einer etwa 15 cm hohen Schicht guter Gartenerde.
► Sehr nasse Böden müssen entwässert (dräniert) werden. Auf kleinen Flächen genügen etwa 40–50 cm tiefe Gräben, die Sie mit grobem Kies und in den obersten 15 cm mit humusreicher Erde füllen. Der Abstand der Gräben richtet sich nach dem Grad der Vernässung oder Verdichtung des Bodens. Auf größeren Flächen brauchen Sie dafür meist eine Fachfirma.
► Bei einer lange im Voraus geplanten Rasenanlage ist die Gründüngung das ideale Mittel zur Bodenverbesserung; wie Sie den fertigen Rasen später versorgen, lesen Sie unter Rasen düngen. Ausgesät werden dafür Pflanzen wie Phacelia, Wicken oder Senf. Bei einer Frühjahrsaussaat durchwurzeln und lockern sie den Boden mit ihren langen Wurzeln und bilden eine wertvolle, nährstoffreiche Grünmasse. Etwa Mitte August werden die oberirdischen Teile mit dem Rasenmäher gemäht und zerkleinert und anschließend eingegraben oder mit der Bodenfräse eingearbeitet.
Boden setzen lassen und die Fläche vor der Aussaat einebnen
Nach der Tiefenbearbeitung wird die Oberfläche mit dem Rechen gleichmäßig eingeebnet. Danach muss sich der Boden einige Wochen lang setzen. Diese natürliche Verdichtung der Oberfläche verhindert späteres Abschwemmen und Unebenheiten. In dieser Zeit müssen Sie allerdings alles Grüne, das aus den im Boden ruhenden Samen keimt, sowie alle Pflanzenreste mechanisch entfernen.
Oberfläche einebnen
Kurz vor der Aussaat ebnen Sie die oberste Bodenschicht fein ein. Harken Sie Steine und grobe Schollen heraus und sammeln Sie sie ab.

In der obersten Bodenschicht sollten keine Klumpen größer als 1 Zentimeter liegen, denn Grassamen sind sehr fein.
Bodenart bestimmen: die Fingerprobe
Bodenart bestimmen
Nehmen Sie eine Handvoll Erde in die Hand und reiben Sie sie zwischen angefeuchteten Fingerspitzen.
Sandboden bleibt nicht kompakt und zerfällt in einzelne Krümel oder Körner.
Lehmboden fühlt sich fein und glatt an und bildet kleine Klumpen, die sich aber leicht zerbröseln lassen.
Aus Tonboden lassen sich mühelos feste Röllchen formen, und die Finger färben sich dabei bräunlich.
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Tipp: Legen Sie den Rasen im Herbst an? Denken Sie dann an die richtige Herbstdüngung des Rasens.



