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Gartenweg im Rasen anlegen: Trittsteine, Rasengittersteine und Schotterrasen

Gartenweg im Rasen anlegen: Rasenpfad, Trittsteine, Rasengittersteine oder Schotterrasen? Alles zu Materialien, Unterbau und richtiger Planung.

Rasenpfad, Trittsteine oder Rasengittersteine? Wir beraten Sie, welchen Wegetyp Sie wählen sollten, wie Sie ihn richtig anlegen und was Sie bei der Planung vermeiden sollten.

Rasenpfad im Rasen: Wann und wie Sie ihn anlegen

Wege, Trittsteine und mehr

Ein Weg im Rasen oder ein Rasenpfad: Mit Saatgut für Strapazierrasen lässt sich jeder Pfad anlegen. Abgesehen von rein Zierrasen und Blumenwiesen schaden Sie dem grünen Teppich nicht, wenn Sie nach Belieben darauf spazieren. Dennoch ist es sinnvoll, für die am häufigsten genutzte Richtung einen richtigen Weg anzulegen. Andererseits ist es möglich, Rasenpfade auch außerhalb der eigentlichen Rasenfläche anzulegen. In jedem Fall müssen Sie bei der Entscheidung für einen bestimmten Wegetyp auch berücksichtigen, wie oft Sie und Ihre Familie den Weg nutzen werden.

Rasenpfad

Wege im Rasen – Einen selten genutzten Pfad können Sie als Rasenpfad anlegen. Zur Pflege genügt es, wenn Sie einen solchen Weg einfach 1–2 cm tiefer als die umgebende Fläche mähen. Eine bis zwei Mähbahnbreiten reichen als Pfadbreite aus. Vorteil: Die Richtung des Pfades können Sie bei jedem Mähen ändern. Ein Rasenpfad in einer Blumenwiese muss mit einer Mischung für Strapazierrasen eingesät oder – einfacher – aus fertigen Rollrasen verlegt werden.

Trittsteine und befestigte Wege im Rasen

Trittsteine im Rasen sind eine gute Lösung, um einen gewundenen Pfad zu fixieren. Trittsteine aus Natur- oder Kunststein legen Sie in ein Sandbett im Abstand eines Schrittes, d. h. etwa 65–70 cm von Mitte zu Mitte, ein.

Wenn Sie einen Weg durch den Rasen mit befestigtem oder unbefestigtem Belag anlegen möchten, ist es notwendig, einen entsprechenden Unterbau aus einer 15–30 cm hohen Schicht Schotter und einer 5 cm hohen Schicht Sand oder Splitt zu errichten. Um den Rasen bis an den Wegesrand mähen zu können, ist das Verlegen von flachen Bordsteinen eine gute Lösung, die auch das leichte Verschieben von losem Material (Splitt oder gehäckselter Rinde) in den Rasen verhindert.

Rasenwege außerhalb der Rasenfläche: Platten und Fugen

Rasenwege

Den gleichen Eindruck wie ein grüner Teppichläufer erzeugt im Garten ein Rasenpfad. Seine praktische Breite sollte zwei oder drei Mähbahnbreiten entsprechen. Wenn der Weg stärker beansprucht werden muss, z. B. im Vorgarten oder auf der Einfahrt zur Garage, ist es sinnvoll, Rasen mit festem Material zu kombinieren. Dazu wird auch ein festerer Unterbau aus Schotter, Splitt und Sand benötigt.

Gartenweg

Pflastersteine und Trittplatten wirken natürlich, da zwischen ihnen sattgrünes Gras wachsen kann. Daher empfiehlt es sich, die Fugen zwischen den einzelnen Steinen mit durchlässiger, sandiger Erde zu füllen und einzusäen. Für eine gleichmäßige Fugenbreite kann man sich eine einfache Lehre anfertigen, die dabei hilft, den entsprechenden Abstand einzuhalten.

Rasengittersteine und Schotterrasen

Rasengittersteine (auch Rasenpflastersteine oder Rasensteine genannt) werden aus Beton oder recyceltem Kunststoff hergestellt. Das Gras wächst aus regelmäßig angeordneten wabenförmigen Öffnungen. Neben klassischen Rasengittersteinen werden auch dünnwandige Kunststoffgitter und Pflaster mit breiten Fugen verwendet.

Verlegen: Die Elemente werden auf einen ebenen, verdichteten Unterbau aus einem Erde-Sand-Gemisch gelegt. Die Oberkanten sollen auf Höhe des umgebenden Geländes liegen, damit sich die Fläche problemlos mähen lässt.

Wie viel Substrat in die Öffnungen: Füllen Sie Zellen und Fugen nur bis etwa 5 mm unter die Oberkante der Elemente. Autoreifen und Füße stehen dann auf den Rändern der Elemente, und diese schützen die Bestockungsknoten der Gräser, aus denen das Gras nachwächst. Der häufigste Fehler ist, die Öffnungen bis zum Rand zu füllen. Beim Überfahren wird das Gras zerquetscht, übrig bleibt nur verdichtete Erde, und es scheint, als würden die Rasengittersteine nicht funktionieren.

Pflege: Behandeln Sie den Rasen im Pflaster wie einen intensiv gepflegten Rasen, mähen, düngen und wässern Sie ihn also regelmäßig. Betonelemente trocknen schneller aus, das Gras darin braucht deshalb mehr Wasser.

Schotterrasen wird aus einer Mischung aus Schotter und Mutterboden angelegt und mit einer Mischung für Strapazierfähigen Rasen eingesät. Es werden sogar bereits fertige Schotter-Erde-Mischungen angeboten, die die Anlage eines solchen Weges erleichtern.

Befestigter Weg aus Platten, Naturstein oder Beton

Ein dauerhaft befestigter Weg sollte die Orte verbinden, die Sie am häufigsten und bei jedem Wetter aufsuchen: Haus, Gartentor, Kompost, Sitzplatz. Seltener besuchte Stellen lassen sich mit einer einfachen Reihe Trittplatten anbinden. Im Gemüsegarten legen Sie am besten gar keine festen Wege an. Die Arbeitspfade zwischen den Beeten verschieben sich jedes Jahr, je nachdem, was wo wächst.

Unterbau. Heben Sie ein 15–20 cm tiefes Bett aus, in der Mitte leicht erhöht. Den Mutterboden nicht wegwerfen, er kommt auf die Beete oder auf den Kompost. Bringen Sie etwa 10 cm Schotter ein und verdichten Sie ihn gut, darauf kommen etwa 5 cm Sand als Bettung für Platten oder Steine. Die fertige Oberfläche sollte etwa 2 cm über den angrenzenden Beeten liegen und leicht gewölbt sein, damit das Wasser zu den Rändern abläuft. Verwenden Sie keine Schlacke für den Unterbau, sie kann Schwermetalle enthalten.

  • Platten und flache Steine werden in Sand verlegt, die Fugen mit Sand verfüllt oder mit dünnflüssigem Zementmörtel ausgegossen, gern auch in einer anderen Farbe. Stabilere Variante: auf den Sand zusätzlich 3–5 cm Zementmörtel.
  • Naturstein mit breiteren Fugen wirkt am natürlichsten. In die Fugen passen trittfeste Steingartenpflanzen (eine Liste finden Sie bei der Gartentreppe).
  • Ein Betonweg muss mindestens 5 cm stark sein und mit Dehnungsfugen in etwa 1 m lange Felder geteilt werden, sonst reißt er. Es genügt, wenn er etwa 2 cm über dem Gelände liegt, Randsteine braucht er nicht.
  • Kieselpflaster: 5–6 cm große Kiesel werden hochkant dicht an dicht in Mörtel gesetzt und ragen nur etwa 1,5 cm über die Oberfläche. Passt zum Beispiel gut zum Landhaus, siehe Bauerngarten.

Randsteine aus Beton oder Stein sollten höchstens 3–4 cm über den Weg hinausragen. Entlang der Kante lassen sich kleine Steingartenpflanzen, niedrige Sommerblumen, Monatserdbeeren oder niedrige Küchenkräuter pflanzen, etwa Majoran.

Eine Zufahrt für das Auto ist meist 2–3 m breit. Sie muss nicht auf ganzer Breite befestigt sein, es genügen zwei etwa 50 cm breite Fahrspuren im Rasen oder die oben beschriebenen Rasengittersteine.

Gartentreppe: Maße und Pflanzen für die Fugen

Wo der Weg am Hang zu steil wird oder auf eine Mauer oder einen Steingarten führt, helfen Stufen. Am schönsten sehen sie aus flachem Naturstein aus, trocken gesetzt wie eine Trockenmauer.

  • Stufenmaß. Bequem ist eine Stufe von 12 cm Höhe und 40 cm Tiefe. Faustregel: zwei Höhen plus eine Tiefe ergeben etwa 64 cm, also eine Schrittlänge. Bei 15 cm Höhe ergibt sich so eine Tiefe von 34 cm.
  • Fundament. Setzen Sie unter jede Stufe aus kleineren Steinen ein festes Fundament und unterfüttern Sie die Steine mit Sand. Die unterste Stufe wird untermauert oder in Beton gesetzt.
  • Gefälle. Die Stufen überlappen leicht und haben 1–2 % Gefälle hangabwärts, damit kein Wasser darauf stehen bleibt.
  • Länge eines Treppenlaufs. Höchstens 10–12 Stufen am Stück. Längere oder abgewinkelte Treppen unterbrechen Sie mit einem Podest von mindestens zwei Schrittlängen.
  • Andere Materialien. Eine Vorderkante aus entrindetem Rundholz mit Kiesfüllung, frostfeste Ziegel oder Klötze aus dicken Stämmen. Alte Bahnschwellen gehören nicht in den Garten, sie sind meist mit teerhaltigen Ölen getränkt.

In die Fugen zwischen den Steinen passen trittfeste Steingartenpflanzen: Sand-Thymian, Sternmoos, niedriger Wermut, Katzenpfötchen und Bruchkraut. Die Böschungen neben der Treppe bepflanzen Sie mit niederliegenden und Zwerg-Nadelgehölzen (kriechender Wacholder, Latschenkiefer, niedrige Eiben und Lebensbäume) oder mit Zwergmispeln.

Gartenweg planen: Was vor der Rasenanlage zu tun ist

Wegplanung Rasen

Planung von Wegen

Der nachträgliche Bau von Wegen in einem bereits angelegten Rasen führt zu unvermeidlichen Erdverschiebungen und Arbeiten, die den Rasen beschädigen und die Kosten erhöhen. Legen Sie daher den Weg noch vor der Anlage des Rasens an!

In einigen Städten im Ausland erhält der Bauherr einen finanziellen Zuschuss, wenn er eine Beton- oder Asphaltfläche durch durchlässige Rasengittersteine oder Schotterrasen ersetzt. Die Grundlage für einen dichten, grünen Rasen ist die richtige Nährstoffversorgung — lesen Sie dazu unseren Ratgeber zum Rasen düngen.