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Physalis

Physalis-Arten, Anbau im Beet und im Topf, Düngung und Ernte süßer Früchte

Kapstachelbeere mit reifenden Früchten in der Papierhülle an der Pflanze

Physalis, oft auch Kapstachelbeere oder Andenbeere genannt, ist eine Pflanze, die in den letzten Jahren in deutschen Gärten immer beliebter wird. Dank ihrer dekorativen und geschmacklichen Qualitäten finden wir sie nicht nur im Beet, sondern auch in Vasen und auf Tellern als exotische Delikatesse.

Physalis-Arten: Lampionblume, Ananaskirsche, Kapstachelbeere und Tomatillo

Hinter dem Namen Physalis verbergen sich gleich mehrere Arten der Gattung Physalis. Sie unterscheiden sich im Geschmack und in der Größe der Früchte und vor allem darin, ob sie eher für die Ernte oder für die Zierde angebaut werden.

Lampionblume

Lampionblume (Physalis alkekengi) mit orangen Lampions im Herbst

Die Lampionblume (Physalis alkekengi), auch Blasenkirsche genannt, ist für ihre leuchtend orangen Früchte bekannt, die in einer charakteristischen, papierdünnen Hülle stecken. Diese Pflanze ist vor allem als Dekoration attraktiv; essbar ist nur die vollständig ausgereifte Beere im Inneren des Lampions.

Ananaskirsche

Die Ananaskirsche (Physalis pubescens), bekannt durch ihre dicht behaarte Oberfläche, ist eine weitere Art, die sich auch für Zierzwecke eignet. Ihre Früchte sind essbar und schmecken nach Ananas, sie werden bei uns jedoch seltener angebaut als die der Kapstachelbeere.

Kapstachelbeere

Frucht der Kapstachelbeere (Physalis peruviana) in Nahaufnahme

Die Kapstachelbeere (Physalis peruviana), auch Andenbeere oder „Gold der Inka“ genannt, ist wegen ihrer süßsauren, erfrischenden Früchte gefragt. Diese Art ist für ihre gesundheitlichen Vorzüge bekannt, die Früchte enthalten die Vitamine A, C und B, Eisen und Phosphor.

Tomatillo und mexikanische Physalis

Die mexikanische Physalis (Physalis philadelphica), deren Früchte wir als Tomatillo kennen, ist bei uns weniger bekannt, wird aber für ihre kleinen, wohlschmeckenden Früchte geschätzt, die vor allem in der mexikanischen Küche Verwendung finden. Für die Zierpflanzung bietet sich daneben die Lampionblume mit ihren orangen Laternen an.

Physalis gehört zu den Nachtschattengewächsen, also zur selben Familie wie das übliche Fruchtgemüse — Tomaten, Paprika, Aubergine und Kartoffeln. Sie wird auch ähnlich angebaut: Sie will Wärme, Sonne und eine regelmäßige Nährstoffversorgung über die ganze Saison.

Physalis anbauen: Standort, Jungpflanzen und Topf

Strauch der Kapstachelbeere, der im Garten wächst

Der Anbau von Physalis ist nicht kompliziert, verlangt aber einen sonnigen Standort und einen gut durchlässigen Boden. Wir gießen mäßig und achten darauf, dass es nicht zu Staunässe kommt.

Kapstachelbeere Jungpflanzen

Für den Anfang ist es am besten, sich Jungpflanzen der Kapstachelbeere zu besorgen, die in Gärtnereien erhältlich sind. Diese Jungpflanzen setzen wir dann an einen vorbereiteten Platz oder in einen größeren Topf.

Kapstachelbeere im Topf anbauen

Eine Hand erntet eine reife Physalis-Frucht am Strauch im Garten

Der Anbau der Kapstachelbeere im Topf ist ideal für alle, die keinen Garten haben. Wichtig ist, einen ausreichend großen Topf zu wählen und für eine regelmäßige, aber nicht zu reichliche Bewässerung zu sorgen.

Der zweite Weg führt über die eigene Aussaat. Die Samen der Physalis werden schon im Februar bis März in Schalen ausgesät, sie keimen bei 20 °C etwa zwei bis drei Wochen, und nach draußen kommen die Pflanzen erst nach den Eisheiligen. Im Gewächshaus oder unter Folie reifen die Früchte zuverlässiger als im Freiland.

Physalis düngen: womit und wie oft nachdüngen

Beim Anbau von Physalis ist auf eine regelmäßige Düngung zu achten, die ein gesundes Wachstum und einen reichen Ertrag fördert. Physalis reagiert gut auf Universaldünger für die Grundversorgung, außerordentlich gut gedeiht sie aber auch mit organischen Düngern wie Kompost oder reifem Mist. Die ideale Düngehäufigkeit liegt bei etwa einmal alle zwei Wochen während der Vegetationszeit. Eine wichtige Rolle in der Versorgung der Physalis spielt auch DÜNGEE, ein natürlicher organischer Dünger, der die Nährstoffe nach und nach freisetzt — die Pflanze nimmt sie fortlaufend auf, und es droht nicht, dass sie auf einen Schlag zu viel Stickstoff auf Kosten des Fruchtansatzes bekommt. Dieser Düngertyp ist ideal für alle, die ökologische Anbaumethoden bevorzugen und das gesunde Wachstum ihrer Pflanzen auf natürliche Weise unterstützen wollen.

  • etwa alle vierzehn Tage während der gesamten Vegetationszeit nachdüngen
  • zu Saisonbeginn Kompost oder reifen Mist in den Boden einarbeiten
  • zur Blüte und zum Fruchtansatz den Stickstoff zurücknehmen
  • aus organischem Dünger werden die Nährstoffe nach und nach frei, deshalb darf man großzügiger dosieren
  • die Früchte lassen sich jederzeit nach dem Düngen ernten

DÜNGEE im Onlineshop Dosierung und Anwendung

Wissenswertes über Physalis: Herkunft, Früchte und Verwendung in der Küche

Eine Handvoll reifer Physalis-Früchte in den Händen
  • Herkunft und Geschichte: Die Kapstachelbeere stammt aus Südamerika, wo sie schon zur Zeit der Inka angebaut und geschätzt wurde. In Europa wurde sie im 18. Jahrhundert eingeführt, wo sie rasch beliebt wurde – sowohl wegen ihrer essbaren Früchte als auch wegen ihres dekorativen Aussehens.
  • Essbare Frucht in dekorativer Verpackung: Physalis ist einzigartig durch ihre Früchte, die in einer papierdünnen, hellen Hülle eingeschlossen sind. Diese Hülle verfärbt sich nach und nach von Grün zu Orange oder Rot, was die Reife der Frucht anzeigt.
  • Nährwerte und gesundheitliche Vorzüge: Die Früchte der Physalis sind reich an den Vitaminen A, C, B-Komplex, Eisen und Phosphor. Sie haben antioxidative Eigenschaften und sind für ihre günstige Wirkung auf das Immunsystem und die allgemeine Gesundheit bekannt.
  • Vielfältige kulinarische Verwendung: Physalis findet in der Küche breite Verwendung. Ihre Früchte werden frisch gegessen, in Marmeladen und Desserts verwendet oder als exotische Beigabe zu Salaten. Ihr einzigartiger Geschmack ist eine Kombination aus Süße und leichter Säure.
  • Symbolik und Folklore: In manchen Kulturen hat Physalis eine symbolische Bedeutung. In Japan gilt sie zum Beispiel als Glückssymbol, und in Italien gehört sie traditionell zur Weihnachtsdekoration.

Häufige Fragen

Welche Physalis ist essbar?

Für die Ernte wird vor allem die Kapstachelbeere (Physalis peruviana) angebaut — sie hat süßsaure, erfrischende Früchte von Kirschgröße. Essbare Früchte hat auch die Ananaskirsche, sie wird bei uns nur seltener angebaut. Die übrigen Arten sind eher Zierpflanzen, und von ihnen erntet man nur die vollständig ausgereifte fleischige Beere.

Ist die Lampionblume essbar?

Die Lampionblume wird bei uns vor allem wegen der zierenden orangen Lampions für Trockensträuße angebaut. Essbar ist nur die vollkommen reife Beere im Inneren der Hülle; unreife Früchte und grüne Pflanzenteile werden nicht gegessen. Wenn es Ihnen um die Ernte für die Küche geht, greifen Sie lieber zur Kapstachelbeere.

Wie zieht man Physalis aus Samen?

Säen Sie im Februar bis März in Schalen mit Aussaaterde, bedecken Sie die Samen nur leicht und halten Sie eine Temperatur um 20 °C. Die Keimung dauert zwei bis drei Wochen. Nach dem Erscheinen der ersten echten Blätter pikieren Sie die Pflanzen in eigene Töpfe und setzen sie erst nach den Eisheiligen nach draußen, also etwa Mitte Mai.

Wann reift Physalis und wie erkennt man eine reife Frucht?

Die Ernte läuft etwa von August bis zu den ersten Frösten. Die reife Frucht erkennen Sie an der Hülle: Der Papierlampion hellt auf, trocknet ein, und die Früchte fallen von selbst zu Boden. Heruntergefallene Früchte halten sich in unversehrter Hülle bei Zimmertemperatur mehrere Wochen.

Lohnt es sich, die Kapstachelbeere auszugeizen?

Anders als Tomaten wird Physalis nicht ausgegeizt — sie setzt die Früchte gerade an den Seitentrieben an, durch das Entfernen der Geiztriebe würden Sie also die Ernte verlieren. Es lohnt sich nur, die Spitze der jungen Pflanze zu kappen, damit sie sich besser verzweigt, und dem Strauch rechtzeitig eine Stütze zu geben; er kann über einen Meter hoch werden und legt sich unter der Last der Früchte auseinander.

Womit düngt man die Kapstachelbeere?

Arbeiten Sie zu Saisonbeginn Kompost oder reifen Mist in den Boden ein, während der Vegetation düngen Sie etwa alle zwei Wochen nach. Zur Blüte und zum Fruchtansatz nehmen Sie den Stickstoff zurück — eine überdüngte Pflanze treibt ins Laub und setzt wenig Früchte an. Organischer Dünger setzt die Nährstoffe nach und nach frei, deshalb lässt sich eine Überdüngung leichter vermeiden.

Ist die Kapstachelbeere winterhart?

Im Freiland übersteht sie bei uns den Frost nicht und wird als einjährige Pflanze kultiviert. Im Topf lässt sie sich jedoch überwintern: Stellen Sie sie an einen hellen, kühlen Platz mit einer Temperatur um 10–15 °C, schränken Sie das Gießen deutlich ein und schneiden Sie die Pflanze im Frühjahr zurück. Ein überwinterter Strauch setzt früher Früchte an als neu ausgesäte Pflanzen.