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Kohlhernie (Kropfkrankheit der Kreuzblütler)

Die Kohlhernie wird vom bodenbürtigen Erreger Plasmodiophora brassicae verursacht und befällt Kohl, Grünkohl, Brokkoli und andere Kreuzblütler. So beugen Sie ihr vor.

Inhalt

Kohlhernie – Achtung bei allen Kreuzblütlern außer Meerrettich

Kohlhernie – Wucherungen an der Wurzel einer Kohlpflanze

(Plasmodiophora brassicae)

Die Kohlhernie ist eine Pflanzenkrankheit, die von einem bodenbürtigen parasitischen Einzeller verursacht wird.

Er heißt Plasmodiophora brassicae und befällt Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).

Dazu zählen alle Kohlarten, aber auch Radieschen, Rettich und Raps.

Am häufigsten trifft es Weißkohl, Grünkohl, Blumenkohl und Brokkoli.

Der einzige Kreuzblütler, der in der Regel verschont bleibt, ist der Meerrettich.

Die Symptome zeigen sich meist an den Wurzeln der Pflanze. Befallene Pflanzen bilden an den Wurzeln kleine, hell gefärbte Wucherungen oder Verdickungen. Diese können unterschiedlich groß und geformt sein, wirken aber meist unregelmäßig und ungleichmäßig. Die Wucherungen führen zu Verformungen und einer übermäßigen Verdickung des Wurzelsystems, was die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser beeinträchtigen kann.

Die Krankheit verbreitet sich vor allem über den Boden, übertragen wird sie außerdem mit Jungpflanzen, mit Pflanzenresten oder an verschmutzten Geräten. Zur Infektion kommt es in der Regel, wenn die Dauersporen des Erregers in die Wurzeln gelangen. Höhere Bodentemperaturen und Feuchtigkeit begünstigen die Ausbreitung.

Vorbeugung und Eindämmung der Kohlhernie umfassen gesunde Jungpflanzen, eine konsequente Fruchtfolge, eine sorgfältige Bodenvorbereitung vor der Pflanzung sowie das Entfernen und Vernichten befallener Pflanzen und Ernterückstände. Im Hausgarten lassen sich begrenzt auch chemische Fungizide einsetzen, langfristig ist das jedoch der weniger nachhaltige Weg.

Plasmodiophorose der Kreuzblütler

Junge Minzpflanze von oben in dunkler Gartenerde

Die Krankheit wird manchmal auch Plasmodiophorose der Kreuzblütler genannt, das ist jedoch nur ein anderer Name, abgeleitet vom Erreger. Das Hauptproblem ist, dass der Parasit winzig ist – in einem Gramm Wucherung können bis zu einer Milliarde Sporen stecken – und dass er im Boden auch ohne Wirtspflanze mehr als 10 Jahre überdauert. Begünstigt wird die Krankheit von eher saurem, feuchtem und warmem Boden. 

Nach Gartenerfahrung tut dem Boden eine abwechslungsreiche Bepflanzung gut, etwa mit Bohnenkraut oder Minze, daher lohnt es sich, sie auf der befallenen Fläche auszusäen oder zu pflanzen. Gut bewährt hat sich auch Ölrettich, der als „Fangpflanze“ gilt. Kreuzblütler als Gründüngung sind dagegen nicht zu empfehlen (Senf, Raps).

Plasmodiophora – Kohlhernie der Kreuzblütler – wie man ihr vorbeugt

Das Beste gegen die Kohlhernie ist die Vorbeugung. Sie besteht darin, dass Sie nur gesunde Jungpflanzen kaufen und anbauen und eine Verschleppung des Erregers über verschmutzte Geräte, Schuhe oder Oberflächenwasser verhindern… 

Empfohlen wird außerdem, Kreuzblütler nicht als Gründüngung anzubauen, wählen Sie lieber Hülsenfrüchte.

Bewährt hat sich auch die Anwendung von Kalkstickstoff, am besten 2 bis 3 Wochen vor der Pflanzung; die Aufwandmenge richtet sich immer nach der Herstellerangabe (üblich sind 5 bis 8 kg je 100 Quadratmeter).

Und wie oben bereits gesagt, eignet sich auch der Anbau von „Fangpflanzen“ wie Ölrettich oder das Pflanzen von Minze und Bohnenkraut auf der Fläche. 

Gegen die von Plasmodiophora brassicae verursachte Kohlhernie gibt es dagegen bisher keine Spritzmittel, die zugelassen wären.

Kohlgemüse richtig düngen

Die Grundlage einer guten Ernte ist eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Kohlgemüse zehrt stark und braucht Stickstoff, Kalium und Kalzium; es profitiert von einem langsam wirkenden organischen Dünger, der die Nährstoffe nach und nach freisetzt. Probieren Sie DÜNGEE, den perfekten Naturdünger. Er enthält organische Substanz, die sich im Boden allmählich zersetzt und neben den Nährstoffen auch Kohlenstoff für das Bodenleben liefert.

Der erste Vorteil dieser Düngung ist eine gleichmäßige Nährstoffversorgung. Die Pflanzen bekommen die Nährstoffe nicht stoßweise, sondern über die ganze Saison verteilt, was sich an gleichmäßigem Wuchs und der Qualität der Köpfe zeigt. Organischer Dünger versalzt den Boden zudem nicht so leicht, wie es bei einer Überdosierung mineralischer Dünger droht.

Der zweite Vorteil ist die Förderung der Bodenmikroorganismen. Bakterien und Pilze im Boden zerlegen organische Substanz in einfachere Verbindungen, die die Pflanzen aufnehmen können. Organische Substanz fördert außerdem die Bildung von Bodenaggregaten, was die Durchlässigkeit des Bodens für Wasser und Luft und seine Fähigkeit, Nährstoffe zu speichern, verbessert.

Der Dünger lässt sich streufähig ausbringen und in den Boden einarbeiten, oder als Lösung, mit der Sie das Kohlgemüse gießen. Beachten Sie stets die Hinweise auf der Verpackung und überschreiten Sie die empfohlene Dosierung nicht.