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Weymouthkiefern-Blasenrost (Cronartium ribicola)

Der Weymouthkiefern-Blasenrost, an Johannisbeeren auch Säulenrost genannt, befällt Weymouthkiefern, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Symptome, Vorbeugung und wirksamer Schutz Ihrer Pflanzen.

Inhalt

Johannisbeeren-Krankheiten: Säulenrost erkennen

(Cronartium ribicola)

Der Weymouthkiefern-Blasenrost, an Johannisbeeren auch Säulenrost genannt, ist eine Krankheit, die der Pilz Cronartium ribicola verursacht. Er überträgt sich ausschließlich über einen Wirtswechsel zwischen Weymouthkiefer und Johannisbeere beziehungsweise Stachelbeere. Befallen werden die Nadeln der Weymouthkiefer und Laubgehölze wie Stachelbeere, Schwarze Johannisbeere und Zierjohannisbeeren – nicht aber Preiselbeeren.

Zu den Symptomen an Johannisbeeren und Stachelbeeren gehören gelbe und orangefarbene Flecken auf der Blattoberseite, die beim Eindringen des Pilzes in das Blatt entstehen. Auf der Blattunterseite bilden sich im Lauf der Saison bronzefarbene Sporenlager, aus denen die Sporen freigesetzt werden und die Krankheit weitertragen.

Zur Vorbeugung gehören das Entfernen befallener Triebe und Pflanzen, die Wahl widerstandsfähiger Sorten und der Verzicht darauf, Johannisbeeren und Stachelbeeren neben Weymouthkiefern zu setzen. Behandeln lässt sich ein Befall zusätzlich mit zugelassenen Fungiziden, die rechtzeitig und genau nach Etikett ausgebracht werden müssen.

Behandlung und Vorbeugung am Johannisbeerstrauch

Säulenrost auf der Unterseite von Johannisbeerblättern

Die beste Behandlung ist die Vorbeugung. Dazu gehört vor allem, Johannisbeeren und Stachelbeeren nicht in die Nähe der Kiefer, genauer der Weymouthkiefer, zu pflanzen, außerdem das konsequente Entfernen befallener Blätter und Triebe, der Anbau widerstandsfähigerer Johannisbeer- und Stachelbeersorten (als robust gilt etwa die Schwarze Johannisbeere ‚Titania‘; Baumschulen weisen widerstandsfähige Sorten aus) und die Behandlung mit zugelassenen Mitteln im Juni.

Der Erreger überwintert an den Weymouthkiefern, die ihre Nadeln über den Winter behalten. Im Frühjahr tragen ihn Wind und Luftströmungen auf Johannisbeeren und Stachelbeeren, im Herbst auf demselben Weg zurück auf die Weymouthkiefern.

Spritzung: Netzschwefel und zugelassene Mittel

Spritzungen gehören in den Juni. Worauf Sie bei der Wahl des Mittels achten sollten:

  • Wirkstoff und Indikation prüfen: Das Mittel muss ausdrücklich gegen Rostpilze an Johannisbeeren oder Stachelbeeren zugelassen sein.
  • Netzschwefel ist im Haus- und Kleingarten der klassische Wirkstoff gegen Rostpilze an Beerensträuchern.
  • Aufwandmenge und Wartezeit stehen auf dem Etikett – beide Angaben sind verbindlich.
  • Welche Präparate aktuell zugelassen sind, zeigt das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL; im Zweifel berät der Pflanzenschutzdienst des Bundeslandes.

Denken Sie daran, dass chemische Spritzmittel für Menschen, Haus- und Wildtiere sowie für die Natur ringsum potenziell gefährlich sind. Setzen Sie sie deshalb nur ein, wenn es wirklich nötig ist.

Tragen Sie bei der Anwendung immer Schutzausrüstung wie Schutzbrille, Schutzhandschuhe und Schutzkleidung. Während der Ausbringung nicht trinken, essen oder rauchen. Waschen Sie sich danach die Hände gründlich.