Schachtelhalm (Equisetum)
Standort: feucht, halbschattig bis sonnig
Höhe: von 10 cm bis 5 und mehr Meter bei tropischen Arten
Sporenreife: Sporen reifen vom Frühling bis zum Herbst
Vermehrung: durch Rhizomteile oder Sporenaussaat (langwierig)
In der Epidermis ist Kieselsäure enthalten (darauf beruhte die frühere Verwendung des Schachtelhalm-Krauts zum Scheuern von Zinngeschirr). Einige Schachtelhalm-Arten werden als Stauden in Gärten kultiviert. In der gemäßigten Zone sind vor allem Arten mit überwinterenden Stängeln von Interesse. Der Acker-Schachtelhalm kann in manchen Gärten ein lästiges Unkraut sein.
Arten:
Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense)
Die fertilen Stängel sind unverzweigt und hellbraun bis rötlich (ohne Chlorophyll). Sie erscheinen früher als die sterilen Stängel und sterben nach der Sporenreife ab. Die sterilen Stängel sind grün, gefurcht und quirlartig verzweigt. Der Acker-Schachtelhalm wächst an sandigen Standorten, auf Feldern und manchmal auch in Gärten, wo er auf Kalkmangel im Boden hinweist. In diesen wird er zu einem lästigen Unkraut, das am besten durch regelmäßiges Abschneiden der Stängelspitzen noch unterhalb der Bodenoberfläche bekämpft werden sollte.
Riesen-Schachtelhalm (Equisetum giganteum)
Es handelt sich um eine südamerikanische Art mit bis zu 5 m hohen Stängeln. In ihrer Heimat wächst sie kletternd zwischen Urwaldbäumen. Sie hat dünne Stängel (bis 2 cm), die leicht brechen. Unter unseren Bedingungen kann sie nur als Sumpfpflanze in einem warmen Gewächshaus mit lehmigem Boden kultiviert werden.
Winterschachtelhalm (Equisetum hyemale)
Die botanische Varietät dieser Art, E. hyemale var. hyemale, ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. Fruchtbare und unfruchtbare Stängel sind nicht unterschieden, unverzweigt, im Winter grün, bis zu 1,5 m hoch, steif und sehr rau. An feuchten und schattigen Stellen unter Laubbäumen bilden sich häufig dichte Bestände dieses Schachtelhalms.
Equisetum hyemale var. robustum
Er stammt aus Nord- und Mittelamerika. Die Stängel sind bis zu 3 m hoch und 1,5 cm dick. An feuchten Stellen in Parks und Gärten kann dieser Schachtelhalm willkommen sein, doch da er sich durch Ausläufer ausbreitet, kann er mit der Zeit lästig werden.
Equisetum schaffneri
Er stammt aus tropischen Gebieten Mexikos, Perus und Chiles. Dieser bis zu 2 m hohe Schachtelhalm hat brüchige und überhängende Stängel, ähnlich wie E. giganteum. Bei uns muss er in einem Warmgewächshaus als Sumpfpflanze in einem Gemisch aus Torf und lehmiger Erde kultiviert werden.
Equisetum scirpoides
Sie kommt in den nördlichen und arktischen Zonen Eurasiens und Nordamerikas vor. Die Stängel sind dicht, niederliegend bis leicht aufsteigend, dünn (1,5 mm) und 20 cm lang. Die Sporangien sind in endständigen Ähren angeordnet, die die obersten Stängelscheiden teilweise verdecken. Die Pflanze kann im Steingarten an feuchten Stellen mit Torf kultiviert werden.
Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia)
Diese größte nichttropische Art wächst in Europa, Westasien, Nordafrika und Nordamerika. Die bis zu 2 m hohe Pflanze hat keine überwinternden grünen Stängel. Die Stängel brechen gegen Ende der Vegetationsperiode ab. Fertile Triebe wachsen früher als unfruchtbare und sind im untersten Bereich der Äste angeordnet. Die unfruchtbaren Triebe sind weiß und reich verzweigt. Der Riesen-Schachtelhalm gedeiht am besten in frischen, kalkhaltigen und humosen Böden. Er kommt gut an feuchteren und schattigeren Standorten in Wassernähe zur Geltung. Ihm behagen feuchte Böden und nasse Wiesen mit versickerndem Wasser.
Equisetum variegatum
Er kommt in den gemäßigten Zonen Europas, in Sibirien und in Nordamerika vor. Er wächst auf sandig-kiesigen Schwemmböden nicht nur im Tiefland, sondern auch in größeren Höhenlagen. Die meist überwinternden, dichten Stängel sind 2–3 mm dick, bis zu 30 cm lang und weisen auffällige schwarze Scheiden an den Knoten auf. Dieser Schachtelhalm kann im Steingarten gemeinsam mit Seggen kultiviert werden.
