Bananenpflanze (Musa): Pflege und winterharte Arten
Arten der Gattungen Musa und Ensete, die winterharte Musa basjoo, die Kultur im Topf und im Wintergarten und womit Sie die Bananenpflanze düngen
Bananenarten: Musa und Ensete ventricosum

Mächtige Pflanzen mit dekorativen, bis zu 1 m langen Blättern.
- Standort: warm und sonnig
- Höhe: 2 Meter und mehr aus abgetrennten Ausläufern
- Vermehrung: durch Aussaat und Rhizome
Arten der Gattung Musa eignen sich als Kübelpflanzen weit weniger als die Zierbananen Ensete ventricosum (früher Musa ensete genannt). In den Tropen der Alten Welt gibt es etwa 35 Arten dieser Bananengewächse (Musaceae); die meisten von ihnen werden mehrere Meter hoch, alle besitzen mehr oder weniger verdickte Scheinstämme und unterirdische Rhizome. Die gewaltigen, bis zu 3 m langen Blätter, jung noch ganzrandig, später vom Wind an den Seiten zerschlitzt, verleihen der ausdauernden Pflanze ein imposantes Aussehen.
Ähnlich mächtige Blätter hat auch die Strelitzie Nicolai, mit der die Bananenpflanze oft verwechselt wird. Erkennbar ist sie am verholzenden Stamm und an den zweizeilig in einer Ebene angeordneten Blättern.
Winterharte Bananenstaude Musa basjoo und Überwinterung

Bis auf eine Ausnahme gedeihen alle Arten am besten im Wintergarten oder wegen ihrer Größe im Warmhaus. Nur die Japanische Faserbanane (Musa basjoo) ist gegen kurzzeitige leichte Fröste unempfindlich; in milden Klimalagen findet man mancherorts sogar ein älteres, ins Freiland gepflanztes Exemplar – entsprechenden Winterschutz vorausgesetzt. Steht kein heller und warmer Raum zur Verfügung, überwintert diese Art ähnlich wie die Gattung Ensete im Hellen bei etwa 10 °C.
Doch auch hier stößt der Hobbygärtner mitunter an seine Grenzen, denn diese schlankstämmige japanische Art kann recht schnell eine Höhe von bis zu 4 m erreichen. Weitere Bananenarten, die Spezialgärtnereien gelegentlich anbieten, sind Musa acuminata (Zwergbanane), die nur bis 2 m hoch wird, zum Überwintern aber wie die anderen einen hellen Raum mit mindestens 18 °C benötigt, sowie Musa × paradisiaca mit zahlreichen, teils auch rotblättrigen Formen. In den Tropen liefert sie die Handelsbananen.
Bananenpflanze im Topf und im Wintergarten pflegen
Blüten und Früchte sind in unseren kurzen Sommern kaum zu erwarten, allenfalls bei dauerhafter Kultur im Gewächshaus oder im Wintergarten.
In der Wohnung und auf der Terrasse wird die Bananenpflanze deshalb vor allem wegen der Blätter kultiviert. Im Sommer bekommt ihr ein windgeschützter Platz im Freien gut, denn Wind zerschlitzt die großen Blätter; im Winter zieht sie wieder nach drinnen. Das Gefäß muss tief und gut drainiert sein, denn das Rhizom verträgt keine Staunässe. Ähnliche Ansprüche haben auch andere wärmeliebende Kübelgehölze, etwa Zitruspflanzen, Olivenbaum oder Feigenbaum.
Im Winter wächst die Pflanze nur langsam, gießen Sie deshalb sparsamer und lassen Sie die Substratoberfläche zwischen den Wassergaben abtrocknen. Allgemeine Hinweise bietet die Übersicht der Zimmerpflanzen.
Wie man aus einer Banane eine Bananenpflanze zieht
Aus einer im Laden gekauften Banane lässt sich keine Bananenpflanze ziehen. Die für den Handel angebauten Sorten (Cavendish-Gruppe aus dem Umkreis von Musa acuminata und Musa × paradisiaca) setzen ihre Früchte ohne Bestäubung an, und die Samen darin sind zu winzigen dunklen Punkten verkümmert, die nicht mehr keimen. Genau deshalb werden essbare Bananen ausschließlich über Ausläufer vom Rhizom vermehrt.
- Aus Samen werden die wild wachsenden Arten gezogen, vor allem Musa basjoo und Ensete ventricosum. Die Samen haben eine harte Schale, lassen Sie sie deshalb über Nacht in lauwarmem Wasser quellen und säen Sie in warme Erde von etwa 25 °C.
- Aus Rhizomen trennt man einen Ausläufer ab, sobald er eigene Wurzeln und einige Blätter hat. Das geht schneller, und der Nachkomme behält die Eigenschaften der Mutterpflanze.
Womit die Bananenpflanze düngen
Die Bananenpflanze bildet in einer Saison eine riesige Blattfläche und verbraucht dafür entsprechend viele Nährstoffe. Bewährt hat sich ein universeller organischer Dünger zum Einarbeiten ins Substrat beim Umtopfen — die Nährstoffe werden daraus nach und nach frei, sodass die Pflanze den ganzen Sommer über zehren kann. Dasselbe Vorgehen gilt auch für das Düngen von Zimmerpflanzen.
- Arbeiten Sie DÜNGEE beim Umtopfen ins Substrat ein und mischen Sie es unter.
- Streuen Sie im Lauf der Saison eine dünne Schicht auf die Substratoberfläche und gießen Sie an.
- Setzen Sie DÜNGEE in Wasser an und gießen Sie die Pflanze mit dem Auszug.
- Im Winter, wenn die Bananenpflanze kaum wächst, lassen Sie das Düngen weg.
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