Eiche (Quercus)
Eichenarten, ihre Blätter und Früchte — und wie man eine Eiche pflanzt und pflegt
Wie sieht eine Eiche aus: Blätter, Blüten und Früchte (Eicheln)
Überwiegend hohe laubabwerfende Bäume
- Standort: in Parks und großen Gärten auf tiefgründigen, nährstoffreichen, möglichst kalkarmen Böden
- Höhe: 10–30 m
- Blütezeit: unbedeutend, ohne Zierwert
- Vermehrung: durch Aussaat, Sorten durch Veredelung
In der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel kommen rund 450 Eichenarten (Quercus) vor; das Verbreitungszentrum liegt in Nordamerika. Die in Europa wachsenden Eichen aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae) sind überwiegend laubabwerfende (nur einige immergrüne) Bäume mit wechselständigen, meist fiederlappigen, selten ganzrandigen oder gezähnten Blättern. Die sehr unscheinbaren grünlichen Blüten sind eingeschlechtig und einhäusig. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich die bekannten Eicheln, eiförmige oder rundliche Nüsse, die mehr oder weniger von einem schüsselförmigen Becher (Cupula) umschlossen werden. Eichen wachsen sich oft zu majestätischen, raumbeherrschenden Bäumen aus. Sie sind wichtige Wald-, Park- und Straßenbäume. Ihre Wirkung beruht nicht nur auf dem mächtigen Habitus (der Wuchsform), sondern auch auf den schön geformten Blättern und bei manchen Arten auf der auffälligen Herbstfärbung.
Eichenarten: wie man sie an Blättern, Früchten und Herbstfärbung erkennt
Die folgende Übersicht stellt siebzehn Eichen vor, denen man bei uns in Parks, Arboreten und größeren Gärten begegnen kann. Zu jeder Art finden Sie eine Beschreibung der Blätter, Eicheln und Rinde sowie ein Foto, nach dem sich der Baum im Gelände bestimmen lässt. Die häufigsten heimischen Arten — Stieleiche (Quercus robur) und Traubeneiche (Quercus petraea) — erkennt man an den Stielen: Die Stieleiche hat lang gestielte Eicheln und fast sitzende Blätter, die Traubeneiche umgekehrt sitzende Eicheln und lang gestielte Blätter.
Weißeiche (Quercus alba)

Bis 30 m hoher Baum, bei uns meist deutlich niedriger, die Krone breit und rundlich, die Rinde auffallend hellgrau und in Platten abblätternd. Blätter 12–23 cm lang, verkehrt eiförmig, auf jeder Seite mit 3–4 Lappen, an der Basis keilförmig verschmälert, oberseits sattgrün, unterseits bläulich bis blaugrün, im Herbst orange bis weinrot oder auch violettrot gefärbt. Heimisch im Osten Nordamerikas, oft auf leichten Sandböden. Wegen ihrer Herbstfärbung gehört sie zu den interessantesten Eichen. In Kultur ist sie kalkempfindlich. Bei uns wird häufig die Sorte ‚Elongata‘ kultiviert: Ihre Blätter sind schmaler, die Blattlappen mehr oder weniger löffelartig gebogen, im Herbst purpurviolett.
Kastanienblättrige Eiche (Quercus castaneifolia)

Baum mit großer Krone, bis 25 m hoch. Blätter schmal oval bis verkehrt eiförmig, 8–18 cm lang, grob gezähnt, 4–14 Nervenpaare enden in kurzen knorpeligen Zähnen; oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits mehr oder weniger sternhaarig. Eicheln 2–3 cm lang, eiförmig, zu einem Drittel bis zur Hälfte von einem Becher mit zurückgebogenen Schuppen umschlossen. Heimat im Kaukasus und im Iran. Eine Art, die durch die für Eichen ungewöhnliche Blattzeichnung interessant ist.
Zerreiche (Quercus cerris)

Bis 35 m hoher Baum mit breit kegelförmiger Krone und dunkler, stark knorriger Rinde, die in kleine Felder aufreißt. Die Knospen sind von ausdauernden fadenförmigen Nebenblättern umgeben. Blätter länglich oval, unregelmäßig tief gelappt, auf jeder Seite mit 4–9 Lappen, oberseits dunkelgrün, unterseits mattgrün und behaart. Eicheln 3 cm lang, etwa zur Hälfte von einem Becher mit pfriemlichen, zurückgebogenen Schuppen umschlossen. Quercus cerris ist ein robuster und widerstandsfähiger Baum, der auf trockenen, kalkhaltigen Standorten gut gedeiht. Die Blätter färben sich im Herbst prächtig gelbbraun. Heimisch in Südeuropa und Kleinasien.
Scharlacheiche (Quercus coccinea)

Bis 20 m hoher Baum, die Krone rundlich und locker. Blätter verkehrt eiförmig bis elliptisch, 8–15 cm lang, auf jeder Seite mit 3–4 abstehenden Lappen, oberseits dunkelgrün, unterseits mit braunen Achselbärtchen, im Herbst leuchtend scharlachrot. Früchte meist einzeln, bis 2,5 cm lang, zu einem Drittel bis zur Hälfte vom Becher umschlossen. Stammt aus dem Osten Nordamerikas. Mit ihrer besonders intensiven Blattfärbung gehört sie zu den schönsten nordamerikanischen Eichen. Sie braucht sauren Boden.
Japanische Kaisereiche (Quercus dentata)

Bis 30 m hoher Baum mit rundlicher Krone, die Rinde dick und tief gefurcht. Blätter groß, 10–30 cm lang, auf jeder Seite mit 5–9 abgerundeten Lappen oder nur mit welligen Buchten, oberseits dunkelgrün, unterseits gelbgrün. Die Zweige sind auffallend kräftig und grau filzig, die sitzenden Eicheln stehen meist in Büscheln, sind 2 cm lang und zur Hälfte vom Becher umschlossen. Der Becher trägt am oberen Rand lange, fransige, abstehende Schuppen. Heimat in Japan. Bei uns bleibt sie deutlich kleiner und findet deshalb auch in kleineren Gärten Platz; auffällig ist sie vor allem im Herbst durch ihre schöne, leuchtend rotbraune Färbung.
Ungarische Eiche (Quercus frainetto)
Bis 30 m hoher Baum, die Krone zunächst eiförmig, später rundlich bis breit ausladend. Blätter verkehrt eiförmig, 8–20 cm lang, regelmäßig und tief gelappt, auf jeder Seite mit 6–10 länglichen Lappen, oberseits dunkelgrün, unterseits graugrün und sternhaarig. Die eiförmigen, fast sitzenden Früchte — Eicheln — stehen zu 2–4 und sind bis zur Hälfte vom Becher umschlossen. Zu Hause ist sie auf dem Balkan, in Süditalien und in der Türkei. Quercus frainetto ist ein sehr gesunder, rasch wachsender Baum, dekorativ vor allem durch die regelmäßig geschnittenen Blätter.

Steineiche (Quercus ilex)

Immergrüner, bis 20 m hoher Baum. Die Krone ist dicht und breit rundlich, die Rinde erst im Alter schuppig. Blätter sehr veränderlich, meist elliptisch bis schmal eiförmig, 3–7 cm lang, ganzrandig oder mehr oder weniger entfernt gezähnt, in der Jugend spärlich weißlich filzig, später oberseits dunkelgrün und glänzend, unterseits graufilzig und ledrig. Eicheln zu 1–3, 2–3 cm lang, zur Hälfte vom Becher umschlossen. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum. An klimatisch günstigen Standorten ist sie auch in Mitteleuropa ausreichend winterhart; sehr häufig wird sie in englischen Gärten kultiviert.
Schindeleiche (Quercus imbricaria)

Etwa 20 m hoher Baum, die Krone in der Jugend kegelförmig, im Alter rundlich. Blätter schmal oval bis länglich eiförmig, 10–18 cm lang, ganzrandig, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits blassgrün und etwas behaart. Eicheln einzeln, kurz gestielt, etwa 1 cm lang, fast zur Hälfte vom Becher umschlossen. Heimisch im Osten Nordamerikas. Unter den übrigen Eichen fällt sie vor allem durch die ungelappten Blätter auf, die sich im Herbst dunkel- bis bräunlichgelb färben.
Libanon-Eiche (Quercus libani)

Höchstens 10 m hoher Baum mit fein verzweigter, dichter Krone. Blätter länglich lanzettlich, 5–10 cm lang, auf jeder Seite mit 8–9 parallel verlaufenden Seitennerven, die in den Blattzähnen in einer kurzen Granne enden; die Blätter sind oberseits dunkelgrün, unterseits heller und mehr oder weniger behaart. Früchte zu 1–2, kurz gestielt, bis 2,5 cm dick, zu zwei Dritteln von einem dicht schuppigen Becher umschlossen. Sie stammt aus Syrien und Kleinasien. Durch das Zierlaub ein besonders hübscher kleiner Baum.
Persische Eiche (Quercus macranthera)

Bis 20 m hoher Baum, die Triebe auffallend kräftig und sehr stark grau filzig, der Stamm oft auffallend hell. Blätter verkehrt eiförmig, 6–15 cm breit, auf jeder Seite mit 7–11 abgerundeten Lappen, oberseits dunkelgrün, unterseits grau filzig. Früchte zu 1–4, sitzend, 2 cm lang, zur Hälfte vom Becher umschlossen. Sie wächst im Kaukasus.
Großfrüchtige Eiche (Quercus macrocarpa)
Mächtiger, bis 30 m hoher Baum; die Krone breit ausladend, die Rinde tief gefurcht und schuppig. Blätter verkehrt eiförmig, unregelmäßig fiederspaltig, 10–30 cm lang, auf jeder Seite mit 5–7 Lappen; die oberen Lappen sind viel größer als die unteren; oberseits dunkelgrün, unterseits graugrün bis weißlich. Eicheln fast sitzend, 3 cm lang, zur Hälfte von einem Becher umschlossen, der außen mit krausen, fransigen Schuppen bedeckt ist. Ursprünglich im atlantischen Kanada und in Nordamerika verbreitet. Ein Parkbaum mit großer Krone, in seiner Heimat auch wegen der Unempfindlichkeit gegenüber verschmutzter Luft geschätzt.

Weidenblättrige Eiche (Quercus phellos)

Bis 30 m hoher Baum. Blätter schmal lanzettlich, 5–12 cm lang, ganzrandig, an der Spitze und an der Basis fast gleich zugespitzt, oberseits glänzend grün, unterseits heller. Heimat im Südosten Nordamerikas. Der Baum hat mit seinen weidenartig schmalen Blättern ein auffälliges Erscheinungsbild; im Herbst färben sie sich gelb.
Pontische Eiche (Quercus pontica)

Bei uns wächst sie meist strauchartig und überschreitet kaum eine Höhe von 6 m. Die Zweige sind etwas kantig, mit einer großen Endknospe. Blätter ledrig, breit oval bis verkehrt eiförmig, 10–16 cm lang, auf beiden Seiten mit 16–17 parallel verlaufenden Seitennerven, am Rand scharf gezähnt, oberseits lebhaft grün und glänzend, unterseits hell graugrün, im Herbst schön satt lederbraun. Eicheln 2 cm lang, zur Hälfte vom Becher umschlossen. Heimisch im Kaukasus und in Armenien — daher auch der Name Armenische Eiche. Eine langsam wachsende, kleine Eiche, deren Blätter an die Edelkastanie erinnern.
Korkeiche (Quercus suber)

Immergrüner, 10–20 m hoher Baum. Die Krone ist oft unregelmäßig, die Rinde sehr dick und korkig, die Blätter eiförmig bis eiförmig länglich, 3–7 cm lang, auf jeder Seite mit 4–5 kurzen Zähnen, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits weißgrau filzig. Eicheln 1,5–3 cm lang, der Becher oben mit verlängerten, aufrechten oder abstehenden Schuppen. Heimisch in Südeuropa und Nordafrika. Dort wird sie schon seit Jahrhunderten zur Korkgewinnung angebaut. Die Bäume werden im Abstand von 6–7 Jahren geschält; nach der Rindenernte färbt sich der Stamm zunächst auffallend blutrot.
Turners Eiche (Quercus × turneri ‚Pseudoturneri‘)

Bis 15 m hoher, auch im Winter immergrüner Baum, die Krone rundlich bis breit kegelförmig und dicht. Blätter verkehrt eiförmig bis elliptisch, 7–10 cm lang, mit 5–6 Zähnen entfernt ausgebuchtet gezähnt, oberseits dunkelgrün und kahl, unterseits auf den Blattadern behaart. Früchte gestielt, etwa 2 cm lang, zur Hälfte von einem filzigen Becher umschlossen. Sie stammt vermutlich aus einer Kreuzung zwischen Quercus ilex und Quercus robur; in Mitteleuropa ist sie fast überall ausreichend winterhart und behält ihre Blätter über den Winter.
Schwarzeiche (Quercus velutina)

Wächst zu einem 20–30 m hohen Baum heran. Die innere Rinde ist gelb; die Blätter sind länglich eiförmig bis verkehrt eiförmig, tief und spitz gelappt, 12–25 cm lang, auf jeder Seite mit 3–4 stumpfen bis zugespitzten Lappen, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits vor allem in den Achseln behaart. Im Herbst färben sich die ledrig steifen Blätter rotbraun und orange. Eicheln zu 1–2, kurz gestielt, 2 cm lang, meist bis zur Hälfte vom Becher umschlossen. Heimisch im Osten Nordamerikas. Wegen der steifen Blätter wird sie auch „Blecheiche“ genannt.
Gartensorten der Stieleiche
- ‚Concordia‘ – kleiner Baum, Blätter goldgelb, halten die Farbe den Sommer über
- ‚Fastigiata‘ – schmal kegelförmiger Wuchs, Äste und Zweige aufrecht stehend, Blätter wie bei der Wildform
- ‚Fastigiata Purpurea‘ – säulenförmig, Blätter dunkel purpurrot, langsam ergrünend
- ‚Pendula‘ – Hängeform, oft als Laubengang gezogen; die Krone breit, die Zweige stark überhängend
Die Eiche im Garten: Pflanzung, Wuchs und Düngung
Eine Eiche ist ein Baum für Generationen, deshalb entscheidet vor allem der Standort. Die meisten Arten werden 20–30 m hoch und bilden eine tiefe Pfahlwurzel, sodass man den Jungbaum besser gleich an seinen endgültigen Platz setzt — ein Verpflanzen älterer Exemplare mögen Eichen nicht. In kleinere Gärten passen langsam wachsende und niedrigere Arten: die Pontische Eiche (bis 6 m), die Libanon-Eiche (bis 10 m) oder die säulenförmigen Sorten der Stieleiche.
Eine junge Eiche legt rund 30–50 cm im Jahr zu, auf gutem Boden auch mehr; nach zwanzig Jahren verlangsamt sich der Wuchs. Die meisten Arten vertragen Trockenheit und kalkhaltigen Boden, Ausnahmen sind die Weißeiche und die Scharlacheiche, die sauren Boden geradezu brauchen. Die praktischen Schritte beim Pflanzen fasst der Artikel Pflanzung von Bäumen zusammen, den Kronenschnitt Baumschnitt und weitere Arten für den Garten Laubgehölze.
Eine ausgewachsene Eiche braucht keine Düngung, eine junge Pflanzung dagegen schon — die ersten Jahre entscheiden darüber, wie schnell der Baum einwurzelt. Organischer Dünger eignet sich besser als mineralischer: Er gibt die Nährstoffe nach und nach ab und versalzt den Boden nicht. Der Naturdünger DÜNGEE wird im Frühjahr und im Sommer am Stammfuß ausgebracht und mit dem Gießwasser in den Boden eingearbeitet. Einen Vergleich der Dosierung für Gehölze und weitere Pflanzen finden Sie in der Übersicht Universaldünger.
Von den holzzerstörenden Pilzen befällt ältere Eichen am häufigsten der Leberreischling; Sie erkennen ihn an den fleischigen, zungenartig vorgewölbten Fruchtkörpern am Stammfuß.
Häufige Fragen zur Eiche
Wie heißen die Früchte der Eiche?
Die Früchte der Eiche heißen Eicheln. Es sind eiförmige oder rundliche Nüsse, die zu einem Drittel bis zur Hälfte von einem schüsselförmigen Becher (Cupula) umschlossen werden. Sie entwickeln sich aus den weiblichen Blüten und reifen bei den meisten Arten im Herbst desselben Jahres; bei der Zerreiche und der Scharlacheiche erst im zweiten Jahr. An der Form des Bechers und der Länge des Stiels lassen sich die einzelnen Eichenarten unterscheiden.
Wie sieht ein Eichenblatt aus?
Das typische Eichenblatt steht wechselständig, ist am Rand fiederlappig und an der Basis keilförmig verschmälert. Für die ganze Gattung gilt das aber nicht: Schindeleiche und Weidenblättrige Eiche haben völlig ungelappte Blätter und erinnern eher an eine Weide, Kastanienblättrige Eiche und Pontische Eiche haben grob gezähnte Blätter wie eine Edelkastanie. Etliche Arten erkennt man erst im Herbst an der Färbung — vom leuchtenden Scharlachrot der Scharlacheiche bis zum Goldbraun der Zerreiche.
Wann blüht die Eiche?
Die Eiche blüht im April bis Mai, gleichzeitig mit dem Austrieb der Blätter. Die Blüten sind eingeschlechtig und einhäusig — die männlichen hängen in gelbgrünen Kätzchen, die weiblichen sind unscheinbar und leicht zu übersehen. Zierwert hat die Eichenblüte keinen, die Bestäubung übernimmt der Wind.
Wie schnell wächst eine Eiche?
Eine junge Eiche legt rund 30–50 cm im Jahr zu, auf tiefgründigem und nährstoffreichem Boden auch etwas mehr. Am schnellsten wächst sie in den ersten zwanzig bis dreißig Jahren, danach verlangsamt sich der Zuwachs und der Baum legt eher in die Breite zu. Zu den schnellwüchsigen Arten zählen die Ungarische Eiche und die Zerreiche, zu den langsamen dagegen die Pontische Eiche.
Was ist der Unterschied zwischen Stieleiche und Traubeneiche?
Der Unterschied liegt in den Stielen. Die Stieleiche (Quercus robur) trägt ihre Eicheln an langen Stielen und hat fast sitzende Blätter mit geöhrter Basis. Bei der Traubeneiche (Quercus petraea) ist es umgekehrt: sitzende oder kurz gestielte Eicheln und Blätter an einem deutlichen Stiel. Die Traubeneiche verträgt trockenere und ärmere Standorte, die Stieleiche mag tiefgründige und feuchtere Böden in den Niederungen.
Welche Eiche passt in einen kleineren Garten?
In einen kleineren Garten passen Arten, die bei uns niedrig bleiben: Die Pontische Eiche wächst strauchartig bis 6 m, die Libanon-Eiche bis 10 m, und auch die Japanische Kaisereiche erreicht bei uns bei Weitem nicht die Höhe ihrer Heimat. Für schmale Standorte eignen sich die säulenförmigen Sorten der Stieleiche — zum Beispiel ‚Fastigiata‘ oder ‚Fastigiata Purpurea‘.
Welche Eichenarten wachsen in Deutschland?
In der deutschen Natur wachsen zwei heimische Arten flächendeckend: Stieleiche und Traubeneiche; in den wärmsten Lagen kommt die Flaumeiche hinzu. Eingebürgert und stellenweise verwildert ist die nordamerikanische Roteiche. In Parks und Arboreten werden aber Dutzende weiterer Arten kultiviert — von den weltweit rund 450 Eichen übersteht ein großer Teil der Arten aus der gemäßigten Zone bei uns den Winter.
