Gefleckter Schierling (Conium maculatum): woran Sie ihn erkennen
Gefleckter Stängel, Mäusegeruch und das Gift Coniin – ein giftiger Doldenblütler, den man mit Petersilie verwechseln kann
Der Gefleckte Schierling ist eine giftige Pflanze, die vor allem aus historischen Zusammenhängen als Giftpflanze bekannt ist.
- Standort: Ruderalflächen, Feldraine, feuchtere Gräben und Ackerränder
- Höhe: 100–250 cm
- Blütezeit: Juni bis August
- Vermehrung: durch Selbstaussaat
Der Gefleckte Schierling (Conium maculatum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und stammt aus Europa und Westasien, von wo aus er sich auch nach Nordamerika ausgebreitet hat. Es ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr nur eine Blattrosette bildet und im zweiten Jahr einen hohen, hohlen, verzweigten Stängel mit kleinen weißen Blüten in Dolden treibt. Auffällig am Stängel sind die dunklen rotbraunen Flecken.
Wie der Gefleckte Schierling aussieht: Stängel, Blätter und Früchte

Der Gefleckte Schierling wird bis zu 2,5 Meter hoch. Die Blätter sind groß und zwei- bis vierfach gefiedert und riechen zerrieben unangenehm nach Mäusen. Die Blüten sind weiß, klein und stehen in Doppeldolden, ähnlich wie bei anderen Doldenblütlern. Die Frucht ist eine eiförmige Spaltfrucht, die durch Wind oder Wasser verbreitet wird.
Die ganze Pflanze enthält Alkaloide (vor allem Coniin), die auf das Nervensystem wirken. Für Mensch und Tier ist der Gefleckte Schierling hochgiftig – am bekanntesten ist die Vergiftung des Philosophen Sokrates, der historischen Quellen zufolge durch einen Becher Schierlingssaft hingerichtet wurde.
Standort und Verbreitung des Gefleckten Schierlings
Der Gefleckte Schierling wächst am häufigsten auf Ruderalflächen, Schuttplätzen, Feldrainen, in Gräben und an Ackerrändern. Er mag feuchtere, nährstoff- und stickstoffreiche Böden. Häufig steht er in der Nähe menschlicher Siedlungen, wo er dichte Bestände bildet.
Bedeutung: Gefleckter Schierling als gefährliches Unkraut
Der Gefleckte Schierling hat weder im Garten noch in der Heilkunde einen praktischen Nutzen, denn seine Giftigkeit ist hoch und das Vergiftungsrisiko erheblich. Früher wurde er medizinisch untersucht, wegen der großen Gefahr hat man die Anwendung aber aufgegeben. Heute gilt er vor allem als gefährliches Unkraut, dessen Ausbreitung man eindämmen sollte.
Gefleckten Schierling erkennen: Verwechslung mit Wiesenkerbel und Petersilie

Wegen seines Aussehens kommt es zu Verwechslungen mit anderen Doldenblütlern, etwa mit Wiesenkerbel oder Petersilie. Das Unterscheidungsmerkmal sind die purpurn gefleckten Stängel und der unangenehme Geruch der Blätter.
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