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Schnurbaum (Sophora)

Der Japanische Schnurbaum blüht erst im August, wenn die meisten Bäume längst verblüht sind — und er kommt auch mit dem Stadtklima zurecht.

Was ist der Schnurbaum

Sommergrüne oder immergrüne Bäume und Sträucher

  • Standort: sonnige Lagen; nährstoffreiche, tiefgründige Böden
  • Höhe: 10–25 m
  • Blütezeit: Mai und August
  • Vermehrung: durch Aussaat oder Veredelung

In Nordasien, Neuseeland und Chile sind rund 50 Arten der Gattung Sophora aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) heimisch. Die wechselständigen Blätter sind unpaarig gefiedert, die Blüten öffnen sich in Trauben oder Rispen, und die Früchte sind fleischige, perlschnurartig eingeschnürte Hülsen mit rundlichem Stiel. Von den zahlreichen Arten ist in Mitteleuropa nur Sophora japonica ausreichend winterhart; botanisch korrekt heißt sie heute Styphnolobium japonicum. S. tetraptera lässt sich mit Erfolg im Freien nur in Weinbauklima und südlich der Alpen kultivieren.

Japanischer Schnurbaum (Sophora japonica)

Zweig des Japanischen Schnurbaums mit gefiederten Blättern und cremeweißen Blütenrispen

Der Japanische Schnurbaum ist ein 20–25 m hoher Baum mit breiter, rundlicher Krone und auffallend dunkelgrünen Trieben. Die Blätter werden bis zu 25 cm lang und tragen 7–17 elliptische bis eiförmige, 3–6 cm lange, glänzend grüne Fiederblättchen. Er blüht sehr spät: erst im August öffnen sich die gelblich weißen Blüten in lockeren, bis zu 25 cm langen Endrispen. Die Blüten sind eine hervorragende Bienenweide.

Sophora japonica gedeiht am besten in Gegenden mit warmem, kontinental getöntem Klima auf durchlässigen Böden. Der Baum verträgt Trockenheit und hat sich als Straßen- und Stadtbaum bewährt — er gilt deshalb als aussichtsreicher Klimabaum. Beheimatet ist er in China und nicht in Japan, wie der Artname fälschlich vermuten lässt. Im deutschen Handel wird er auch als Honigbaum, Perlschnurbaum oder Japanischer Pagodenbaum geführt.

Neben der Wildform wird häufig die Sorte ‘Pendula’ gepflanzt — der Hängende Japanische Schnurbaum. Aus dem Geflecht überhängender Äste und Triebe entsteht eine sehr eigenwillige Kronenform. Er wächst so langsam, dass er auch in kleineren Gärten Platz findet.

Kōwhai (Sophora tetraptera)

Kōwhai (Sophora tetraptera) in voller goldgelber Blüte über einem Steingarten im Frühjahr

Der Kōwhai ist ein immergrüner oder zumindest wintergrüner Baum beziehungsweise Strauch, der in seiner neuseeländischen Heimat 3–10 m hoch wird. Die jungen Triebe sind dünn und oft zickzackförmig gebogen. Die Blätter sind 3–11 cm lang und tragen an jungen Pflanzen 7–9, an alten Pflanzen 31–41 (oder noch mehr) Fiederblättchen, die schmal länglich und seidig behaart sind.

Im Mai öffnen sich die 3–8 cm langen, goldgelben Blüten mit etwas röhrig ausgebildeter Krone, zu zweit bis acht in kurzen, hängenden Trauben. Es ist ein ausgesprochen attraktives Blütengehölz, das in englischen Gärten oft als Spalier an Hauswänden gezogen wird.

Häufig gestellte Fragen

Welche Wirkung wird dem Japanischen Schnurbaum zugeschrieben?

In der traditionellen Heilkunde wird dem Japanischen Schnurbaum eine Wirkung auf die Durchblutung und die Gefäßwände zugeschrieben; Extrakte aus Blüten und Knospen sind vor allem als Rutin-Quelle bekannt. Belastbare medizinische Belege dafür stehen weitgehend aus.

Wie pflegt man den Japanischen Schnurbaum?

Der Japanische Schnurbaum möchte einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit gut durchlässigem Boden und in längeren Trockenperioden gelegentliche Wassergaben — vor allem in den ersten Standjahren.

Welchen Standort braucht der Schnurbaum?

Für einen erfolgreichen Anbau braucht der Schnurbaum einen sonnigen bis halbschattigen, vor starkem Wind geschützten Standort. Wichtig sind außerdem die laufende Pflege, ein maßvoller Schnitt und das regelmäßige Freihalten der Baumscheibe von Wildkraut.

Wie sehen die Früchte des Schnurbaums aus?

Die Früchte sind längliche Hülsen, die zwischen den Samen perlschnurartig eingeschnürt sind — daher der Name Schnurbaum. Sie hängen oft bis in den Winter am Baum und sind gerade dann, wenn er ohne Laub dasteht, ein hübsches Schmuckelement.

Wie lautet der botanische Name des Japanischen Schnurbaums?

Der lange gebräuchliche Name lautet Sophora japonica; botanisch korrekt heißt die Art heute Styphnolobium japonicum. Beide Bezeichnungen sind im Handel anzutreffen — es lohnt sich, sie zu kennen, um beim Kauf oder in der Fachliteratur die richtige Pflanze zu erwischen.