Leuchterblume (Ceropegia woodii) – Pflege und Vermehrung der herzförmigen Zimmerpflanze
Anspruchsloser Sukkulent für Ampeln, weltweit bekannt als string of hearts
Die Leuchterblume: Blätter, Blüte und Herkunft

- Pflanzenbeschreibung: Sukkulente Pflanze mit Brutknöllchen, geeignet für Ampeln.
- Standort: Hell; Wohnung oder Gewächshaus.
- Höhe: Pflanze mit Trieben, die aus der Ampel herabhängen.
- Blütezeit: Hauptsächlich im Herbst.
- Vermehrung: Durch Brutknöllchen aus den Blattachseln.
Die Gattung Ceropegia aus der Familie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadaceae) ist mit mehr als 150 Arten in Wüsten und Regenwaldgebieten von Südafrika über das tropische Arabien bis nach Indien und Westchina verbreitet. Einige Arten wachsen auf den Kanarischen Inseln, auf Madagaskar und den benachbarten Inseln. Viele Arten dieser Gattung sind Sukkulenten mit einer unterirdischen Knolle.
In Gärtnereien und Online-Shops wird die Leuchterblume oft unter dem englischen Namen string of hearts angeboten, also „Herzkette“. Es ist ein und dieselbe Pflanze, Ceropegia woodii. Unter den übrigen Zimmerpflanzen erkennen Sie sie auf den ersten Blick an den dünnen hängenden Trieben mit kleinen herzförmigen Blättern.

Ceropegia woodii stammt aus Simbabwe und der Republik Südafrika, genauer aus den Provinzen Transvaal und Kap. Aus einer Knolle von bis zu 5 cm Durchmesser wachsen kriechende oder hängende dünne Triebe mit locker stehenden kleinen Blättern. Die Blätter sind fleischig, herz- oder nierenförmig, grün und silbrig marmoriert, auf der Unterseite purpurn. In den Blattachseln bilden sich kleine Brutknöllchen.
Leuchterblume pflegen: Standort, Gießen und Überwintern
Die Leuchterblume ist leicht zu kultivieren. In durchlässige, nährstoffreiche Erde im Topf legt man einfach ein paar kleine Brutknöllchen. Mit der Zeit wächst daraus eine Pflanze mit mehreren Trieben, die sich ideal zum Aufhängen eignet. Die Blattzeichnung ist umso ausgeprägter, je sparsamer das Gießen ausfällt. Im Winter empfiehlt es sich, die Temperatur zu senken (jedoch nicht unter 10 °C) und weniger zu gießen.
Der häufigste Fehler ist zu häufiges Gießen. Knolle und fleischige Blätter halten den Wasservorrat selbst vor, deshalb wird erst gegossen, wenn das Substrat in der ganzen Tiefe abgetrocknet ist — im Sommer etwa alle sieben bis zehn Tage, im Winter alle drei bis vier Wochen. Wasser darf weder im Untersetzer noch im Übertopf der Ampel stehen bleiben. Je mehr Licht die Pflanze bekommt (ideal ist ein Ost- oder Westfenster), desto kürzer sind die Abschnitte zwischen den Blättern und desto deutlicher die Marmorierung.
Leuchterblume vermehren: Brutknöllchen aus den Blattachseln
Am einfachsten vermehrt man die Leuchterblume durch Brutknöllchen, die sich in den Blattachseln bilden. Man nimmt sie samt einem kurzen Stück Trieb ab und drückt sie leicht in feuchtes, durchlässiges Substrat — innerhalb weniger Wochen wurzeln sie an. Auch Stecklinge funktionieren: Ein acht bis zehn Zentimeter langes Triebstück wird auf das Substrat gelegt und bildet dort, wo es dieses berührt, von selbst Wurzeln. Die beste Zeit sind Frühjahr und Sommer, wenn die Pflanze am schnellsten wächst. In ein Gefäß lohnt es sich, gleich mehrere Knöllchen zu setzen, das Ergebnis ist dann deutlich dichter.
Leuchterblume düngen
Wie die meisten Sukkulenten hat die Leuchterblume keinen großen Nährstoffbedarf. Vom Frühjahr bis zum Spätsommer genügt es, etwa alle vier Wochen zu düngen, über den Winter wird das Düngen ganz ausgesetzt. Bewährt hat sich ein Universaldünger in halber Dosierung oder der natürliche organische Dünger DÜNGEE, der die Nährstoffe allmählich freisetzt, sodass das Risiko einer Überdüngung deutlich geringer ist. Einzelheiten zur Dosierung finden Sie im Artikel über das Düngen von Zimmerpflanzen, das gesamte Sortiment im DÜNGEE-Katalog.
Weitere Arten der Gattung Ceropegia
Die Gattung Ceropegia hat noch weitere Arten, die auch bei uns erhältlich sind. Sandersons Leuchterblume (Ceropegia sandersonii) fällt durch auffällige grüne Blüten in Fallschirmform auf, Ceropegia linearis hat schmale, nadelförmige Blätter, und die Sorte Ceropegia woodii „Variegata“ zusätzlich cremefarben und rosa gerandete Blätter. Die Pflege ist bei allen ähnlich: durchlässiges Substrat, viel Licht und sparsames Gießen. Ebenso anspruchslos sind auch andere Sukkulenten, zum Beispiel das Dickblatt.
