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Dürrfleckenkrankheit der Tomate (Alternaria solani)

Braune Flecken mit konzentrischen Ringen auf den unteren Blättern — entscheidend ist die Vorbeugung, nicht die Spritzung.

Dürrfleckenkrankheit der Tomate – Tomate, Aubergine, Kartoffel

Dürrfleckenkrankheit der Tomate – braune, eingesunkene Flecken an der Frucht

(Alternaria solani)

Die Dürrfleckenkrankheit der Tomate, auch Alternaria-Blattfleckenkrankheit genannt (Alternaria solani), ist eine Pilzkrankheit, die vor allem Tomaten befällt, daneben aber auch Auberginen oder Kartoffeln. Verursacher ist der Pilz Alternaria solani, der zu den Krankheitserregern der Gattung Alternaria gehört.

Die Symptome zeigen sich in der Regel zuerst an den Blättern, können sich aber auch auf Stängel und Früchte ausbreiten. Auf den Blättern entstehen braune bis schwarze Flecken mit hellerem Zentrum. Die Flecken vergrößern sich nach und nach und können zusammenfließen, wodurch das Gewebe abstirbt. Befallene Früchte zeigen braune Flecken mit tief eingesunkenen Stellen, die zur Fäulnis führen.

Die Dürrfleckenkrankheit verbreitet sich häufig über infiziertes Saatgut, Pflanzenreste und Pilzsporen, die mit Wind oder Wasser übertragen werden. Warme und feuchte Witterung begünstigt die Ausbreitung.

Vorbeugung und Eindämmung umfassen mehrere Maßnahmen. Vor allem sollten Sie gesundes Saatgut verwenden und Tomaten nicht dort pflanzen, wo die Krankheit in den vergangenen Saisons aufgetreten ist. Außerdem gehört dazu eine durchdachte Bewässerung, die die Blätter trocken lässt. Bei einem Befall müssen Sie erkrankte Pflanzen entfernen und vernichten, damit sich der Pilz nicht auf gesunde Pflanzen ausbreitet.

In manchen Fällen lassen sich Fungizide einsetzen, um die Ausbreitung der Dürrfleckenkrankheit zu begrenzen — vor allem dann, wenn die Symptome schwerwiegend sind.

Dürrfleckenkrankheit und Septoria-Blattfleckenkrankheit unterscheiden

Blatt im Gegenlicht mit den kleinen, hellen Flecken der Septoria-Blattfleckenkrankheit (Sojabohne)

Obwohl der Septoria-Blattfleckenkrankheit ein eigener Artikel gewidmet ist, fragen viele Gärtner, wie sich die beiden Krankheiten auseinanderhalten lassen. Hier ein paar Anhaltspunkte, an denen Sie die Symptome zuverlässig erkennen. Dazu gehört allerdings der Hinweis, dass Vorbeugung und Behandlung bei beiden im Grunde gleich sind.

  1. Aussehen der Flecken: Flecken der Dürrfleckenkrankheit sind meist braun bis schwarz mit hellerem Zentrum. Flecken der Septoria-Blattfleckenkrankheit haben dagegen eine braune Farbe mit gelbem oder hellerem Rand. Sie sind oft größer und können eine unregelmäßige Form haben.

  2. Ausbreitung der Flecken: Die Flecken der Dürrfleckenkrankheit neigen dazu, sich auszubreiten und zusammenzufließen, sodass größere befallene Bereiche auf dem Blatt entstehen. Die Flecken der Septoria-Blattfleckenkrankheit dagegen verteilen sich gleichmäßig und fließen kaum zu größeren Flecken zusammen.

  3. Befall der Früchte: Während die Dürrfleckenkrankheit die Früchte schädigt und sie schnell verderben lässt, zeigt sich die Septoria-Blattfleckenkrankheit nie an den Früchten.
  4. Bedingungen der Ausbreitung: Die Dürrfleckenkrankheit der Tomate verbreitet sich häufig über infiziertes Saatgut und wird von wärmerer, feuchter Witterung begünstigt. Die Septoria-Blattfleckenkrankheit verbreitet sich vor allem über das Gießen (Bespritzen der Blätter mit Wasser) und andere feuchte Bedingungen, etwa Regen und Tau.

Wichtig ist allerdings: die Bestimmung nach dem Augenschein ist nicht immer hundertprozentig verlässlich, denn manche Symptome überschneiden sich oder werden von anderen Faktoren überlagert. Wenn Sie bei Ihren Tomaten die Dürrfleckenkrankheit oder die Septoria-Blattfleckenkrankheit vermuten, besprechen Sie die Sache am besten mit einer Pflanzenschutzberatung — dort bekommen Sie die verlässliche Diagnose und die passende Empfehlung.

Wie bekämpft man die Dürrfleckenkrankheit der Tomate (Alternaria solani)?

Gegen die Dürrfleckenkrankheit der Tomate hilft am besten Vorbeugung.

Dazu gehören vor allem:

  • der Anbau von Tomaten (sowie Kartoffeln und Auberginen) an gut besonnten und luftigen Standorten,
  • das konsequente Verwenden von gesundem Saatgut,
  • das gründliche Entfernen von Ernterückständen (am besten über den Restmüll, nicht über den Kompost),
  • die Behandlung mit zugelassenen Mitteln.

Welche Mittel zugelassen sind, regelt in Deutschland das BVL. Für den Haus- und Kleingarten kommen vor allem infrage:

  • Präparate auf Kupferbasis,
  • Mittel mit dem Wirkstoff Difenoconazol,
  • ausschließlich Produkte mit der ausdrücklichen Zulassung für den Haus- und Kleingarten,
  • im Zweifel die aktuelle Liste im Online-Verzeichnis des BVL.

Beim Einsatz chemischer Mittel sollten Sie immer im Kopf behalten, dass sie für Menschen, Tiere und die Natur ringsum gefährlich sind. Tragen Sie Schutzausrüstung, spritzen Sie nur bei windstillem Wetter und halten Sie sich in jedem Fall an die Hinweise auf der Verpackung.

Eine reiche Ernte beginnt bei der richtigen Ernährung — lesen Sie den kompletten Ratgeber zum Tomaten düngen.

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