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Rasen und seine Pflege: die Grundlage jedes Gartens

Der Rasen verbindet die Gartenflächen zu einem harmonischen Ganzen. Erfahren Sie, wie der Rasen funktioniert, wo er gedeiht und welche Alternativen Sie dort wählen sollten, wo kein Gras wächst.

Was ist ein Rasen und warum sollten Sie ihn im Garten haben

Einfach unverzichtbar

Wie würde wohl ein Garten ohne Rasen aussehen? Der Rasen verbindet als sattgrüner Teppich die verschiedenen Teile des Gartens auf die bestmögliche Weise.

Es ist übrigens noch gar nicht so lange her, dass der Rasen zu einem wichtigen Bestandteil jedes Hausgartens wurde. Der Aufschwung gepflegter Rasenflächen ist eng mit der Entwicklung von Rasenmähern verbunden. Einfach zu bedienende Benzinmäher (und später auch elektrische) kamen erst in den 1960er Jahren auf den Markt. Sie ermöglichten es, dass die Rasenpflege für jedermann zugänglich wurde.

Rasen im Garten

Was ist ein Rasen? Ein Rasen besteht niemals nur aus einer einzigen Grasart, sondern es handelt sich um eine ganze Gemeinschaft verschiedener Arten. Gemeinsam ist allen, dass sie zur selben Familie der Süßgräser (Poaceae) gehören. Zu ihren Besonderheiten zählt eine außergewöhnliche Regenerationsfähigkeit: Ihre Teilungsgewebe, sogenannte Meristeme, befinden sich dicht am Boden. Sobald das Gras gemäht wird, beginnt es sofort von der Basis aus wieder zu wachsen. Der regelmäßige Schnitt, der anderen Pflanzen schaden würde, stärkt die Gräser. Mit der Zeit bilden sie dichte Horste oder erschließen mit ihren Ausläufern neue Flächen. Dichte Rasenflächen entstehen insbesondere dann, wenn beide Grastypen in den Saatmischungen kombiniert werden. Der Rasen bietet auch einen ökologischen Nutzen: 250 m² unversehrter Rasen produzieren ausreichend Sauerstoff für eine vierköpfige Familie.

Rasengründung

Wo und wie der Rasen am besten wächst

Wo gedeiht der Rasen am besten? Mit Ausnahme von staunassen Böden ist es möglich, auf jedem Boden einen Rasen anzulegen. Die Fläche muss nicht unbedingt absolut eben sein. Kleine Unebenheiten oder Geländewellen wirken im satten Grün sehr reizvoll. Probleme können erst entstehen, wenn die Neigung eines etwaigen Hanges 30 Grad überschreitet, da auf solchen Hängen in der Regel kein vollständiger Einsatz eines Rasenmähers möglich ist.

Der Rasen als architektonisches Element. Ein einheitliches Grün und eine gleichmäßige Rasenfläche verleihen jedem Garten Großzügigkeit. Er bildet den besten Kontrast zu reich blühenden Blumenbeeten und ist der schönste Teppich am Fuß von Bäumen und Sträuchern. ► Die Form der Rasenfläche beeinflusst ihre Wirkung. Gerade Linien und rechtwinklige Ränder erzeugen einen Eindruck von Ordnung. Sie eignen sich sehr gut für formelle, klassische Gartengestaltungen. Weiche, geschwungene Linien des Rasenrandes erzeugen ein Gefühl von Natürlichkeit und können in Naturgärten Anwendung finden. ► Gestalterische Elemente wie inselartige Beete im Rasen oder kleine Nischen an seinem Rand unterbrechen das einheitliche Bild und verbinden die verschiedenen Gartenpartien eng miteinander.

Beruhigendes Grün Die Farbe Grün beruhigt die Sinne und erzeugt ein Gefühl der Ruhe. Nach einem hektischen Tag kann es nichts Besseres geben, als sich inmitten des Rasens ein kleines, ruhiges Plätzchen zu suchen! Vorübergehende Belastung, auch über mehrere Stunden, verträgt die Mehrzahl der Rasenflächen problemlos, aber für einen dauerhaften Sitzplatz muss ein befestigter Bereich angelegt werden, der beispielsweise aus Pflastersteinen, Kies oder Sand besteht.

Rasen zum Spielen Eine ebene, weiche Fläche lädt nicht nur Kinder zum ausgelassenen Toben ein. Viele Spiele wie Badminton, Krocket oder Pétanque lassen sich ideal direkt im eigenen Garten betreiben.

Wo kein Gras wächst: die besten Alternativen zur Begrünung

Wo kein Gras wächst

Besonders schwierig zu begrünen sind folgende Stellen, für die eine andere Art der Begrünung empfohlen werden kann:

Tiefer Schatten: Bodendecker wie Efeu, Elfenblume, Immergrün, Ysander (Pachysandra) oder Hain-Hainsimse.

Vernässte Böden: Feuchtigkeitsliebende Kräuter wie Binsen, Kuckuckslichtnelken, Seggen, Sumpfdotterblumen und Schaumkraut.

Trockene Sandböden: Bodendecker-Kräuter wie die weißblütige Hornkraut oder duftende Thymiane.

Steile Hänge: Dem Boden entsprechende Wiesenblumen, die im Laufe des Jahres nur ein- bis zweimal gemäht werden.

Alternativen zum Rasen

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