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Mistel am Baum: Wie sie schadet, wie Sie sie entfernen und was die Eichenmistel unterscheidet

Immergrüne Büschel in der Krone sehen harmlos aus, den Baum schwächen sie aber. Wie Sie Mistel und Eichenmistel erkennen und richtig entfernen.

Mistel und Eichenmistel sind halbschmarotzende Sträucher, die direkt in den Kronen der Bäume wachsen. Zucker stellen sie durch Photosynthese selbst her, Wasser und Nährstoffe entziehen sie jedoch dem Wirtsbaum. Die Mistel kennen wir aus der Weihnachtsdekoration – auf den Bäumen im Garten ist sie dagegen unerwünscht.

Laubholz-Mistel und Nadelholz-Mistel am Baum

Laubholz-Mistel, Nadelholz-Mistel

Viscum album, Viscum laxum u. a.

Wirtsgehölze: Tanne, Kiefer (Wald-Kiefer, Schwarzkiefer), Pappel, Linde, Ahorn und weitere.

Symptome: strauchartiger, immergrüner Halbschmarotzer, an gabelig verzweigten Trieben längliche Blätter, weiße Beeren, überwiegend am Stamm im oberen Kronenbereich oder an den Ästen.

Erreger: Mistel – Weißbeerige Mistel.

Verwechslungsmöglichkeiten: mit der Eichenmistel an der Eiche (immergrün), gegebenenfalls mit Hexenbesen.

Schadwirkung: Entzug von Wasser und Nährstoffen, Schwächung, bei starkem Befall kann es bis zum Absterben der Bäume führen.

Schutz: rechtzeitiges Entfernen (weil die Mistel Senker ausbildet, muss bis ins gesunde, nicht befallene Gewebe zurückgeschnitten werden), Abdecken der befallenen Teile mit schwarzer Kunststofffolie (verhindert die Assimilation der Mistel).

Eichenmistel an Eichen

Eichenmistel

Loranthus europaeus

Wirtsgehölze: Eiche.

Symptome: in der Baumkrone strauchartige Triebe, im Winter blattlos, aber mit gelben Beeren.

Erreger: Eichenmistel (Riemenblume) – Loranthus europaeus.

Verwechslungsmöglichkeiten: mit der Mistel.

Schadwirkung: Der Entzug von Nährstoffen und Wasser schwächt die Bäume, starker Befall kann zum Absterben von Kronenteilen führen.

Schutz: rechtzeitiges Entfernen (weil sie Senker ausbildet, muss bis ins gesunde, nicht befallene Gewebe zurückgeschnitten werden), Abdecken der befallenen Teile mit schwarzer Kunststofffolie (verhindert die Assimilation der Eichenmistel).

Häufige Fragen

Wie kommt die Mistel auf den Baum?

Die Samen der Mistel verbreiten Vögel, die sich von ihren weißen Beeren ernähren. Die klebrigen Samen bleiben am Ast haften, keimen und die Mistel treibt Senker in den Ast.

Reicht es, die Mistel vom Ast abzureißen?

Nein. Die Mistel bildet im Inneren des Astes Senker aus, und wenn nur das Büschel entfernt wird, treibt sie wieder aus. Der befallene Teil muss bis ins gesunde, nicht befallene Gewebe entfernt werden.

Kann die Mistel einen Baum zerstören?

Die Mistel entzieht Wasser und Nährstoffe und schwächt den Baum. Bei starkem Befall kann es bis zum Absterben des Baums führen.

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