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Paprika säen Sie in der ersten Märzhälfte im Warmen aus, sie keimen am besten bei 20 bis 25 °C. Ins Freie pflanzen Sie sie erst nach den Eisheiligen, von Mitte bis Ende Mai, an einen sonnigen, warmen Platz. Die ersten Früchte ernten Sie im August, und geerntet wird laufend bis Ende September.

Paprika ist von den gängigen Gemüsearten die wärmebedürftigste und verzeiht Fehler bei den Terminen am wenigsten. Säen Sie zu früh, haben Sie im März vergeilte, blasse Pflänzchen, die zwei Monate auf der Fensterbank dahinkümmern. Pflanzen Sie zu früh ins Freie, stoppt eine einzige kühle Nacht das Wachstum für Wochen. Diese Anleitung hält sich an einen geprüften Gartenkalender, in dem jeder Termin von mindestens drei Gartenbau-Institutionen und Saatgutfirmen aus Deutschland, Österreich, Tschechien oder Polen bestätigt wird. Wenn Sie nur ein kurzes Video zur Aussaat wollen, schauen Sie sich Aussaat von Paprika mit Düngee an; hier kommt der komplette Ablauf vom Samen bis zur Ernte.

Wann Paprika säen und pflanzen

🌱Paprika · VorkulturAnfang bis Mitte März

Säen Sie Paprika in Anzuchtschalen im Warmen aus, sie keimt am besten bei 20–25 °C.

🌱Chili · VorkulturAnfang bis Mitte März

Säen Sie Chili in Anzuchtschalen an einem warmen, hellen Platz aus.

🪴Paprika · AuspflanzenMitte bis Ende Mai

Pflanzen Sie Paprika erst nach den Eisheiligen an einen sonnigen, warmen Platz ins Freie. Im Freiland gedeiht Paprika vor allem in den wärmsten Lagen, anderswo ziehen Sie sie unter Folie oder im Gewächshaus.

🪴Chili · AuspflanzenMitte bis Ende Mai

Pflanzen Sie Chili erst nach den Eisheiligen ins Freie, am besten an einen geschützten, sonnigen Platz.

🧺Paprika · ErnteAugust bis September

Ernten Sie Paprika laufend, grün oder voll ausgefärbt.

🧺Chili · ErnteAugust bis September

Ernten Sie Chilischoten, sobald sie sich ausgefärbt haben.

🤝 Traditionell empfohlen als Nachbarn: Möhre, Gurke

Wann Paprika säen

Von Anfang bis Mitte März. Die Saatgutfirmen geben für den Freilandanbau die Aussaat unter Glas in der ersten Märzhälfte an, deutsche und österreichische Beratungsstellen „ab Anfang März“ bei einer Keimtemperatur um 25 °C. Eine frühere Aussaat im Februar ist ein unnötiges Risiko: Im Februar gibt es auf der Fensterbank zu wenig Licht, und die Sämlinge vergeilen. Eine kräftige, gedrungene Jungpflanze aus der Märzaussaat ist besser als eine vergeilte aus dem Februar.

Wärme ist beim Keimen entscheidend. Paprika brauchen 20 bis 25 °C, und das sollte auch nachts nicht absinken; auf einer kühlen Fensterbank schaffen Sie das ohne Heizmatte oder Wärme vom Heizkörper nicht.

Wann Paprika und Tomaten säen

Paprika etwa ein bis zwei Wochen vor den Tomaten. Paprika wird in der ersten Märzhälfte gesät, Tomaten von Mitte bis Ende März. Der Grund: Paprika keimt langsamer und wächst anfangs zögerlicher, braucht also einen Vorsprung, um Mitte Mai genauso pflanzfertig zu sein wie die Tomate. Ausführlich zu Tomaten im Artikel Tomatenanbau.

Paprika vorziehen Schritt für Schritt

  1. Säen Sie in Aussaaterde. In eine Schale oder Anzuchtplatte, die Samen nur dünn bedecken. Decken Sie das Gefäß mit Folie oder Glas ab, damit das Substrat gleichmäßig feucht bleibt, und lüften Sie einmal täglich kurz, damit sich kein Schimmel bildet.
  2. Halten Sie 20 bis 25 °C, bis die Samen gekeimt sind. Nach dem Keimen nehmen Sie die Folie ab und stellen die Pflänzchen an den hellsten Platz, den Sie haben.
  3. Pikieren Sie in Töpfe von 8 bis 10 cm. Sobald sich die Sämlinge sicher an den Blättchen fassen lassen, setzen Sie sie einzeln in eigene Töpfe um. Durch das Pikieren bekommen sie Platz für die Wurzeln und vergeilen nicht.
  4. Senken Sie nach dem Pikieren die Temperatur auf 18 bis 20 °C und geben Sie mehr Licht. Hier entscheidet sich die Qualität der Jungpflanze. Wärme ohne Licht bedeutet blasse, dünne und weiche Pflanzen, die nach dem Auspflanzen lange stehen und leicht erkranken. Ein heller und nur mäßig warmer Platz liefert kompakte Jungpflanzen.
  5. Härten Sie vor dem Auspflanzen ab. In den letzten Tagen vor dem Auspflanzen stellen Sie die Jungpflanzen tagsüber an einen geschützten Platz ins Freie und holen sie nachts wieder herein, damit sie sich an die Bedingungen draußen gewöhnen.

Düngen Sie die vorgezogenen Jungpflanzen nicht stark; die Aussaaterde reicht meist bis zum Pikieren, und nach dem Umsetzen genügt eine schwächer gedüngte Topferde. Wenn Sie die Jungpflanzen nachdüngen möchten, lesen Sie den Artikel über Setzlinge.

Wann Paprika ins Freie pflanzen

Von Mitte bis Ende Mai, erst nach den Eisheiligen (12. bis 15. Mai). Die Grenze ist kein Datum, sondern die Nachttemperatur: Paprika ist kälteempfindlicher als die Tomate, und eine einzige Nacht um den Gefrierpunkt kann sie stoppen. Sieht der Mai kühl aus, warten Sie mit dem Pflanzen eine Woche; im Topf hält die Jungpflanze das besser aus als im Beet.

Im Freiland ohne Schutz gedeiht Paprika vor allem in den wärmsten Lagen, typischerweise in den Weinbaugebieten. Anderswo bauen Sie sie unter Folie, im Folientunnel oder im Gewächshaus an, oder in Gefäßen an der Südwand des Hauses, die tagsüber Wärme speichert.

Standort und Pflanzabstand

Volle Sonne, ein warmer, geschützter Platz, leichter humoser Boden, der sich schnell erwärmt und dennoch Wasser hält. Abstand zwischen den Pflanzen 40 bis 50 cm, in den Reihen etwa 50 cm; die Saatgutfirmen geben einen Pflanzabstand von 50 × 40 cm an, gegebenenfalls zwei Pflanzen pro Pflanzstelle. Setzen Sie nicht dichter, die Blätter müssen nach Regen schnell abtrocknen.

Wann Paprika ins Gewächshaus pflanzen

Ins ungeheizte Gewächshaus oder in den Folientunnel kommen Paprika früher als ins Freie, die geprüften Quellen sind sich beim genauen Termin aber nicht einig, deshalb nennen wir ihn im Kalender nicht. Richten Sie sich nach der Temperatur: Solange die Temperatur im Gewächshaus nachts gegen null sinkt, ist es für Paprika zu früh, und halten Sie beim Pflanzen ein Vlies zum Abdecken in kühlen Nächten bereit. Tipps, wie Sie das Gewächshaus von Frühjahr bis Herbst nutzen, finden Sie im Artikel Gewächshaus bepflanzen.

Pflege der Paprika nach dem Pflanzen

Gießen. Regelmäßig, lieber weniger und öfter als selten und viel. Paprika verträgt weder Austrocknen noch Staunässe gut. Gießen Sie an die Wurzeln, nicht auf die Blätter. Die Grundsätze im Artikel über das Gießen.

Mulch. Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und unterdrückt Unkraut. Mehr im Artikel über das Mulchen.

Düngen. Paprika trägt lange und braucht laufend Nährstoffe, verträgt aber keine Überdüngung mit Stickstoff, nach der sie Blätter statt Früchte bildet. Arbeiten Sie beim Pflanzen organischen Dünger oder Kompost in den Boden ein und düngen Sie im Sommer nach. Düngee ist ein granulierter organischer Dünger, den Sie beim Pflanzen in den Boden einarbeiten und dann ein- bis zweimal an den Wurzeln nachdüngen; die Nährstoffe werden nach und nach freigesetzt, sodass die Pflanze nicht verbrennt. Die konkreten Mengen stehen in der Dosierungstabelle, ein Vergleich der Möglichkeiten im Artikel Dünger für Paprika.

Stütze. Hohe Sorten mit schweren Früchten binden Sie an einen Stab, sonst brechen die Zweige unter der Last.

Wann Paprika ernten

Von Anfang August bis Ende September, laufend. Sie können grüne wie auch voll ausgefärbte Früchte ernten. Grüne Paprika sind meist noch unreif und würden sich an der Pflanze später rot, gelb oder orange färben; voll ausgefärbte Früchte sind reif und haben am meisten Vitamin C. Regelmäßiges Ernten regt die Pflanze zugleich an, weitere Früchte anzusetzen.

Schneiden Sie die Früchte mit Stiel ab, reißen Sie sie nicht mit Gewalt ab; die Zweige der Paprika brechen leicht. Im Gewächshaus und Folientunnel ernten Sie vor den ersten Frösten alles, was noch an den Pflanzen hängt, auch grüne Früchte lassen sich verarbeiten.

Was neben Paprika pflanzen

Traditionell wachsen neben Paprika Karotten und Gurken; die Gartentabellen führen sie übereinstimmend als gute Nachbarn. Bei Tomaten gehen die Quellen auseinander: Mal stehen sie mit Paprika als gute Nachbarn da, mal als schlechte, weil beide Pflanzen dieselben Krankheiten teilen. Wenn Sie den Platz haben, bauen Sie sie lieber in getrennten Teilen des Gewächshauses an. Für Bohnen und Basilikum fehlt eine belegte Empfehlung.

Chilischoten

Für Chili gelten dieselben Termine wie für Gemüsepaprika: Aussaat in der ersten Märzhälfte, Auspflanzen von Mitte bis Ende Mai, Ernte von August bis Ende September, sobald sich die Früchte färben. Mehr im Artikel Chilischoten.

Terminübersicht für Paprika

ArbeitTerminHinweis
Aussaat (Vorkultur)Anfang bis Mitte Märzim Warmen, 20 bis 25 °C
Pikierennach dem Keimen, sobald sich die Sämlinge fassen lassenTöpfe 8 bis 10 cm, dann 18 bis 20 °C und Licht
Auspflanzen ins FreieMitte bis Ende Mainach den Eisheiligen, sonniger und warmer Platz
Pflanzung ins Gewächshausfrüher als ins Freie, je nach Nachttemperaturgeprüfte Quellen sind sich beim Termin nicht einig
ErnteAugust bis Septemberlaufend, grün und ausgefärbt

Häufige Fragen

Wann Paprika säen?

Von Anfang bis Mitte März, im Warmen bei 20 bis 25 °C. Eine Aussaat im Februar lohnt sich nicht, den Sämlingen fehlt das Licht und sie vergeilen.

Wann Paprika aus Samen pflanzen?

Die Samen werden nicht direkt ins Freie gesät; Paprika wird immer vorgezogen. Säen Sie sie in der ersten Märzhälfte im Warmen aus und pflanzen Sie die fertigen Jungpflanzen von Mitte bis Ende Mai ins Freie.

Wann Paprika ins Freie pflanzen?

Von Mitte bis Ende Mai, nach den Eisheiligen. Im Freiland gedeihen sie vor allem in den wärmsten Lagen, anderswo wählen Sie Folientunnel, Gewächshaus oder ein Gefäß an der Südwand.

Wann Paprika ins Gewächshaus pflanzen?

Früher als ins Freie, einen genauen Termin nennen die geprüften Quellen aber nicht übereinstimmend. Pflanzen Sie erst, wenn die Nachttemperaturen im Gewächshaus nicht mehr gegen null sinken, und halten Sie ein Vlies bereit.

Wann Paprika ernten?

Von Anfang August bis Ende September, laufend. Grüne Früchte sind essbar, volle Reife und Süße erreichen sie aber erst nach dem Ausfärben.

Was neben Paprika pflanzen?

Traditionell Karotten und Gurken. Tomaten neben Paprika sind umstritten, die Quellen sind sich nicht einig; für Bohnen und Basilikum ist keine Empfehlung belegt.