Baumpflege in der Höhe: Baumklettern, Ausrüstung und Sicherheit
Der Leitfaden zur Baumpflege in der Höhe — von Leiter und Hubarbeitsbühne über die Seilklettertechnik (SRT/DdRT) bis zu Klettergurt, Seilen und stückweiser Baumfällung. Für Baumpfleger und Arboristen.
Baumpflege in der Höhe: Baumklettern, Ausrüstung und Sicherheit
Wie kommt man sicher in die Baumkrone? Wir vergleichen Leitern, Hubarbeitsbühnen und Baumklettern per Seilklettertechnik — samt Ausrüstung, Seilen, Klettergurten und der stückweisen Fällung von Bäumen.
Was Baumpflege in der Höhe bedeutet und warum sie Fachwissen erfordert

Techniken der Höhenarbeit für Baumpflege und Kronenpflege
Bäume an urbanen Standorten zu kultivieren bringt es mit sich, dass eine ganze Reihe von Arbeiten in der Höhe ausgeführt werden muss. Dazu zählt z. B. der Baumschnitt, aber auch das Entfernen von Totholz, verschiedene konservierende Behandlungen, die Kronensicherung, Fällungen unter erschwerten Bedingungen, die Installation unterschiedlichster Vorrichtungen usw. Baumarbeiten in der Höhe sind gefährlich und sollten nur von fachlich und körperlich geeigneten Personen ausgeführt werden. Für Arbeiten in der Höhe stehen verschiedene Mittel zur Verfügung; die Auswahl sollten vor allem Sicherheit, Effizienz, Qualität und Kosten bestimmen. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt von der konkreten Situation und den Möglichkeiten des ausführenden Betriebs ab.
Werkzeuge für den Baumschnitt auf Distanz: Stangensäge, Astschere und Motorsäge

Möglichkeiten der Höhenarbeit jenseits der Seilklettertechnik
Spezialwerkzeuge für die Arbeit auf Distanz
Werkzeuge für die Arbeit auf Distanz erlauben es, bestimmte Arbeiten entweder direkt vom Boden oder von einer festen Position in der Baumkrone aus auszuführen. In diese Kategorie gehören etwa Astscheren am Teleskopstiel (Baumscheren), Handsägen am Stiel — die Stangensägen — sowie Entastungs-Kettensägen und in Sonderfällen ferngetriebene Kreissägen an speziellen Tragarmen. Der Vorteil dieser Werkzeuge: Sie können auch von Mitarbeitern ohne spezielle Ausbildung für Höhenarbeiten genutzt werden. Ihre Reichweite und ihre Möglichkeiten sind jedoch begrenzt; sie bleiben eine ergänzende Hilfsausrüstung. Ein damit ausgeführter Schnitt ist einem klassischen Schnitt aus der Nähe selten gleichwertig. Ihr Einsatz sollte den Schnitt aus der Nähe daher nicht ersetzen, sondern nur eine notwendige Alternative sein.
Stangensäge (Handsäge am Stiel)
Die Stangensäge ist eine kleine Handsäge, die auf einem langen Stiel befestigt ist. In der Forstwirtschaft spricht man von Astungssägen, die ausschließlich dazu dienen, die unteren Äste am Stamm bis in eine Höhe von etwa 8 m abzuschneiden. Diese Sägen haben dafür einige Besonderheiten, die gewöhnliche Stangensägen nicht besitzen, sind aber grundsätzlich auch für Baumpfleger brauchbar. Die Stangensäge dient dazu, entfernte Stellen zu erreichen, an die der Kletterer aus verschiedenen Gründen nicht gelangt, außerdem zum Herunterziehen hängen gebliebener Äste oder zur Arbeit mit dem Seil. Beide Werkzeuge werden auf Stielen unterschiedlicher Länge aus Holz, Laminat, Kunststoff oder Aluminium montiert. Aluminiumstiele sind meist teleskopierbar, was Vielseitigkeit und Effizienz erhöht. Mit der Stangensäge lassen sich auf Distanz Äste bis etwa 100 mm Durchmesser schneiden.
Astschere am Teleskopstiel (Baumschere)
Die Astschere am Teleskopstiel ist eine Schere auf einer längeren Stange, mit der dünnere Zweige (bis etwa 30 mm Durchmesser) abgeschnitten werden. Früher wurden solche Scheren häufig verwendet, um Raupennester aus den Kronen zu schneiden. Heute dient das Werkzeug dazu, Zweige in den Rand- und unteren Kronenbereichen abzuschneiden (z. B. beim Aufasten zur Herstellung des Lichtraumprofils, bei Reduktionsschnitten usw.) und teilweise beim Erziehungsschnitt junger Bäume. Die Schere sollte auf einem drehbaren Kopf sitzen, damit sich der Schneidmechanismus an die richtige Schnittführung anpassen lässt. Mit der Teleskop-Astschere wird meist vom Boden oder von Hubarbeitsbühnen aus gearbeitet.
Stangensäge und Teleskop-Astschere
Motorbetriebene Schneidgeräte für die Arbeit auf Distanz
Diese Gruppe von Spezialmaschinen wird vor allem durch die in der Forstwirtschaft eingesetzten Entastungs-Kettensägen und verschiedene Kreissägen an hydraulischen Hubarmen vertreten. In der Baumpflege werden sie allerdings nur sehr sporadisch genutzt. Man begegnet ihnen etwa bei der Beseitigung von Sturm- und Katastrophenschäden, an schlecht zugänglichen Stellen, in Waldbeständen usw. Für die tägliche Praxis der Baumpfleger haben sie nur Randbedeutung.
Arbeiten auf der Leiter: Regeln, Vorschriften und Absturzrisiken

Leitern
Tragbare Leitern sind eine häufige Lösung für Arbeiten in geringen Höhen (maximal bis etwa 5 m), vor allem für Betriebe, die sich sonst nicht auf Höhenarbeiten spezialisieren. Von einer Leiter aus zu arbeiten ist ohne persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) jedoch immer eine riskante und sehr gefährliche Tätigkeit. Eine Leiter sollte erst nach reiflicher Überlegung eingesetzt werden — nach Abwägung von Effizienz, Sicherheit und den Fähigkeiten der Person, die die Arbeit ausführt. Jede Tätigkeit auf der Leiter muss den geltenden Sicherheitsvorschriften entsprechen; in Deutschland sind das vor allem die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die TRBS 2121 Teil 2 und die DGUV Information 208-016 „Verwendung von Leitern und Tritten“. Die wichtigsten Grundsätze daraus: – Auf Leitern darf nicht übereinander gearbeitet werden. – Von tragbaren Leitern aus dürfen keine Motorsägen, Druckluftwerkzeuge oder ähnlich gefährliche Geräte eingesetzt werden. – Als Aufstieg genutzte Leitern müssen mindestens 1 m über die Austrittsstelle hinausragen. – Zur Standsicherheit muss die Leiter gegen Wegrutschen, seitliches Verschieben, Umkippen und Auseinandergleiten gesichert sein. – Der Anstellwinkel einer Anlegeleiter soll 65 bis 75 Grad betragen. – Strickleitern dürfen nur für Auf- und Abstieg verwendet werden. – Es darf nur in sicherem Abstand zum oberen Leiterende gearbeitet werden; die obersten Sprossen dürfen nicht betreten werden. – Arbeiten von der Leiter aus sind nur bis 5 m Standhöhe zulässig; ab 2 m Standhöhe nur zeitlich begrenzt und mit Sicherung gegen Absturz.
Auf dem Markt gibt es eine breite Palette an Schiebe- und Klappleitern, meist aus Aluminium, deren Konstruktionen mehr oder weniger auch für Arbeiten an Bäumen geeignet sind. Einige Mehrzweckleitern werden mit Erfolg beim Erziehungsschnitt junger Bäume eingesetzt. Sehr oft nutzen Baumkletterer Leitern, um bequem die ersten Äste der Krone zu erreichen und von dort mit Seilklettertechnik weiter aufzusteigen.
Die meisten Unfälle bei Höhenarbeiten passieren ausgerechnet auf Leitern. Die meisten Menschen neigen dazu, die Absturzgefahr zu unterschätzen — das macht die Leiter deutlich gefährlicher, als sie ohnehin ist. Bei der Arbeit ist mindestens eine, oft sind beide Hände beschäftigt, und in der Konzentration auf die Tätigkeit verlagert man unbemerkt seinen Schwerpunkt. Bei einem Sturz aus geringer Höhe bleibt keine Zeit, sich auf die Füße zu drehen, und es drohen sehr schwere Verletzungen (etwa an Kopf oder Wirbelsäule). Bevor man die eigene Gesundheit oder die seiner Mitarbeiter riskiert, ist es besser, entweder eine sicherere Alternative zu wählen oder Höhenspezialisten hinzuzuziehen.
Hubarbeitsbühnen in der Baumpflege: Vorteile, Nachteile und Einsatzgebiete

Hubarbeitsbühnen
Hubarbeitsbühnen waren und sind wahrscheinlich die sicherste Art, in Baumkronen zu arbeiten. Der Mitarbeiter bewegt sich ausschließlich im Arbeitskorb, aus dem er unter bestimmten Voraussetzungen sogar sicher mit der Kettensäge arbeiten kann — selbstverständlich mit Schnittschutzhose und vollständiger Schutzausrüstung. Die Arbeit mit der Hubarbeitsbühne ist körperlich und mental weniger fordernd als das Arbeiten mit Klettertechnik. Zudem braucht die Person im Korb keine spezielle Ausbildung für Höhenarbeiten oder für die Bedienung der Bühne, sofern sie diese nicht selbst steuert (was nicht immer ein Vorteil sein muss). Vom Arbeitskorb aus lassen sich außerdem die äußersten Astenden sicher erreichen, die für Baumkletterer oft schwer zugänglich sind. Mit der Bühne ist man zudem etwas weniger wetterabhängig als beim Klettern (z. B. bei nassem oder vereistem Baum).
Nachteile der Hubarbeitsbühnen sind dagegen ihre Größe, die geringe Mobilität, die schlechte Einsetzbarkeit an Hängen und der oft unmögliche Zugang zu Innenhöfen und geschlossenen Bereichen wie Friedhöfen, Höfen usw. Das hohe Maschinengewicht führt außerdem zu unerwünschter Bodenverdichtung im Wurzelbereich des Baumes. Je nach Größe der Bühne ist auch die Reichweite des Arbeitskorbs begrenzt. Mit dem Korb kommt man zudem oft nicht ins Kroneninnere, besonders bei dichter Verzweigung. Durch unvorsichtiges Manövrieren kann es zu Abschürfungen an Stamm und Ästen kommen. Nicht zuletzt sind die negativen Umweltwirkungen in Form von Abgasen und Lärm zu bedenken (bei elektrisch betriebenen Bühnen entfällt das), was besonders in Wohngebieten ein Problem sein kann.
Die Hubarbeitsbühnen, die hierzulande für den Baumschnitt verwendet werden, sind zwar unter bestimmten Bedingungen problemlos einsetzbar, aus Sicht der professionellen Baumpflege jedoch nicht ideal. Die gängigen Bühnen sind nicht auf die komplizierten Manöver ausgelegt, die in einer Krone nötig sind. Sie haben einen kleinen Aktionsradius des Arbeitsarms und einen unnötig großen Zwei-Personen-Korb mit eckigem Stahlgeländer. Der Arbeitskorb dringt schlecht zwischen den Ästen ins Kroneninnere vor, bleibt leicht an Ästen hängen und verursacht so oft unnötige mechanische Verletzungen.
Wesentlich besser geeignet sind spezielle Hubarbeitsbühnen, die gezielt für die Baumpflege konstruiert wurden. Sie haben Einpersonen-Arbeitskörbe aus dickem, gehärtetem Kunststoff mit runden Ecken und ohne scharfe Kanten. Der Arbeitsarm lässt sich in alle Richtungen abwinkeln, kann völlig senkrecht oder waagerecht arbeiten oder sogar unter das Niveau des Geländes abknicken, auf dem das Fahrgestell steht. Manche Typen haben zusätzlich einen teleskopisch ausfahrbaren Arbeitskorb, an den sich eine leichte hydraulische Kettensäge anschließen lässt. Bei modernen Modellen ist die Bedienung vom Korb aus durch einen Steuerhebel für eine Hand vereinfacht. Der Anschaffungspreis solcher Maschinen ist für gewöhnliche Betriebe allerdings noch recht hoch.
Dennoch haben Hubarbeitsbühnen heute ein breites Einsatzfeld, vor allem an Orten mit guter Zufahrt und geringer Gefahr unerwünschter Bodenverdichtung. Der Entscheidung für eine Bühne sollte eine gründliche Abwägung von Effizienz und Qualität des Arbeitsergebnisses vorausgehen. Die Qualität darf nicht darunter leiden, dass der Arm mit dem Korb die nötige Höhe nicht erreicht oder das dichte Astwerk nicht durchdringen kann. Sehr bewährt hat sich die Kombination aus Hubarbeitsbühne und Arbeit am Seil mit Klettertechnik.
In vielen Fällen sind Hubarbeitsbühnen allerdings unersetzlich. Beispiele: – Formschnitte an hohen Hecken und lebenden Wänden, – Erziehungsschnitt junger Bäume, – das Erreichen der Kronenränder, – Baumschnitt oder Fällung statisch problematischer Bäume, – einmalige Eingriffe entlang von Straßen (Herstellung des Lichtraumprofils, Reduktionsschnitt im Umfeld von Freileitungen usw.), – die Möglichkeit, die Kettensäge sicher einzusetzen.
Für die Arbeit mit Hubarbeitsbühnen gelten besondere Regeln für Bedienung und Betriebssicherheit, die beim Einsatz eingehalten werden müssen.
Kran und Hubschrauber: Randlösungen für Arboristen

Maschinen von Randbedeutung
In dieses Unterkapitel gehört alles Übrige, womit man in eine Baumkrone gelangen kann, was aber in der täglichen Praxis kaum genutzt wird. Es handelt sich meist um Mittel von Randbedeutung — von diversen Schiebeleitern über spezielle Positionierrampen bis hin zu Hubschraubern. Ein Hilfsmittel aus dieser breiten Palette, das hierzulande zu Unrecht übersehen wird und andernorts durchaus verbreitet ist, ist der Kran. Der Einsatz eines Krans ist vor allem bei der stückweisen Fällung großer oder risikobehafteter Bäume sinnvoll. Der Kran ist ein idealer und sehr produktiver Helfer überall dort, wo sich ein Baum nicht in einem Stück fällen lässt oder zumindest große Teile nicht direkt zu Boden geworfen werden können und der Eingriff möglichst schnell erfolgen muss. Voraussetzung sind allerdings geeignete Zufahrtsmöglichkeiten. Mit dem Kran lassen sich nach und nach, langsam und mit minimalem Schaden riesige Ast- und Stammstücke vom Baum abnehmen, ohne die Umgebung zu beschädigen. Diese Methode verdiente mehr Aufmerksamkeit und Verbreitung, gerade bei spezialisierten Baumpflegefirmen — nicht nur wegen ihrer praktischen Vorteile, sondern auch mit Blick auf die fortschreitende Professionalisierung der Branche.
Ein weiteres, sehr randständiges Mittel für Arbeiten unter Extrembedingungen sind Hubschrauber. Sie kommen etwa beim Verpflanzen ausgewachsener Bäume oder beim Fällen und Abtransportieren von Bäumen aus Lagen zum Einsatz, die für andere Maschinen unzugänglich sind. Hierzulande begegnet man Hubschraubern eher in der Forstwirtschaft als in der Baumpflege. Die Arbeit mit ihnen ist nicht nur sehr teuer, sondern auch gefährlich. Beim Einsatz eines Hubschraubers über einem ausgewachsenen Fichtenbestand schwanken die Wipfel 10 m unter der Maschine beispielsweise um 3 m (Theuer, 1982). In der heutigen Baumpflege sind Hubschrauber zwar eine reale Option für kritische Situationen, ansonsten aber eine Randerscheinung, die im Alltag nicht genutzt wird.
Baumklettern oder Hubarbeitsbühne: Wann welche Methode die richtige ist

Baumklettern
Was Baumklettern bedeutet
Baumklettern (englisch tree climbing) hat sich als eigene Fachdisziplin der Baumpflege in den 1990er Jahren etabliert. Aus arboristischer Sicht ist es eine hoch spezialisierte Tätigkeit, die im Kern auf der Anwendung von Seilklettertechnik und persönlicher Schutzausrüstung beruht, um fachliche Eingriffe und Arbeiten in Baumkronen sicher ausführen zu können. Auch wenn jede Definition ihre Schwächen hat: Entscheidend ist die Botschaft, dass das Klettern auf Bäume im Zusammenhang mit ihrer Pflege oder anderen Fachtätigkeiten professionalisiert wurde.
Die Entwicklung dieses Fachs verlief nicht in allen Ländern koordiniert und bei weitem nicht auf demselben Niveau. Deshalb existieren heute verschiedene Methoden, Techniken und Ausrüstungen für die Arbeit am Baum, in denen sich ein Laie nur schwer zurechtfindet. Dennoch hat sich über die Jahrzehnte eine weltweit weitgehend einheitliche Form des Baumkletterns herausgebildet, die sich stetig weiterentwickelt und verfeinert.
Einseiltechnik und Doppelseiltechnik: die Ausgangslage
Viele Baumkletterer verwenden nach wie vor unterschiedlich modifizierte Varianten der sogenannten Einseiltechnik (SRT). Der allgemeine Trend im Baumklettern geht jedoch — vor allem dank der Entwicklung einheitlicher Klettertechniken und Sicherheitsvorschriften — klar in Richtung des europäischen Modells der Doppelseiltechnik (DdRT). Diese hat sich längst fest etabliert und gewinnt eine immer breitere Nutzerbasis. Das Prinzip von SRT und DdRT wird in weiteren Kapiteln genauer beschrieben. Einen großen Schub erhielt die Doppelseiltechnik in Mitteleuropa in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre, als sie der Fachöffentlichkeit offiziell vorgestellt wurde. Dennoch wäre es falsch, die Einseiltechnik zu verwerfen oder gar für schlecht zu halten. Auch sie hat große Veränderungen und Verbesserungen erfahren, und Baumarbeiten lassen sich mit ihr vollkommen vollwertig ausführen. Die Vorliebe für SRT ist in hohem Maße eine Frage von Erfahrung, Gewohnheit und Können des Kletterers. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass neue, angehende Baumkletterer die Doppelseiltechnik deutlich schneller beherrschen und sich mit ihr leichter an die anspruchsvolle Fortbewegung in Kronen gewöhnen. Gerade die Einfachheit und Übersichtlichkeit der DdRT ist der Grund, warum nicht nur die meisten jungen Baumkletterer mit ihr beginnen, sondern auch immer mehr bisherige SRT-Anwender auf sie umsteigen.
Baumkletterer erwerben sich Anerkennung und Ansehen umso mehr, je intensiver sie ihr fachliches Niveau und die Qualität ihrer Arbeit verbessern. Dieser Trend sollte den Baumkletterern künftig eine klare, profilierte Stellung in der Baumpflege sichern, die allgemein anerkannt und mit hoher Qualität eingefordert wird.
Über die Seilklettertechnik lässt sich sagen, dass sie hinsichtlich ihrer Vielseitigkeit die geeignetste und schonendste Methode für Höhenarbeiten in Baumkronen ist. Die heutigen Klettertechniken erlauben es, bei Einhaltung der richtigen Arbeitsverfahren die meisten anfallenden Arbeiten sicher und mit deutlich reduziertem Unfallrisiko auszuführen (verglichen mit früheren Jahren).
Bei der Entscheidung, wie Eingriffe am Baum ausgeführt werden, lohnt es sich zu überlegen, in welchem Fall und unter welchen Bedingungen die Seilklettertechnik die richtige Wahl ist und wann Maschinen (meist eine Hubarbeitsbühne) zum Einsatz kommen sollten. Wer Baumpflegearbeiten ausführt, sollte objektiv beurteilen können, in welcher Situation die Hubarbeitsbühne und wann die Klettertechnik angebracht ist. Beide Ansätze haben Vor- und Nachteile, und oft ist gerade ihre richtige Kombination am Ende die produktivste Lösung. Andererseits gibt es viele Fälle, in denen die Präferenz für die eine oder andere Methode nicht eindeutig ist und beide Lösungen möglich sind. Auch wenn der Vergleich mitunter relativ ist, lohnt es sich, einige allgemeine Vorteile und Schwierigkeiten der Klettertechnik gegenüber schwerer Technik (in diesem Fall Hubarbeitsbühnen) hervorzuheben.
Vorteile der Seilklettertechnik
Leichte Erreichbarkeit der Bäume – wo keinerlei Maschinen hinkommen, gelangt der Baumkletterer ohne größere Probleme hin (geschlossene Anlagen, Friedhöfe, Hanglagen, Bäume in Beständen, mechanische Hindernisse wie Gebäude, Freileitungen usw.).
Vielseitigkeit – komplette Ausführung der Arbeit im gesamten Kronenvolumen, unabhängig von der Höhe. Der Baumkletterer kann die meisten Stellen der Krone erklettern oder erreichen; seine Reichweite wird weder von der Länge des Maschinenarms begrenzt (wenn der Baum höher ist als die Reichweite des Geräts) noch von Größe und Form des Arbeitskorbs bei dichter Verzweigung.
Geringer Flächenbedarf – etwa an Straßen und stark befahrenen Wegen ist beim Maschineneinsatz eine teilweise oder vollständige Sperrung für die gesamte Dauer des Eingriffs nötig. Mit Klettertechnik lässt sich die Sperrung minimieren, und die Arbeit kann jederzeit ohne aufwendiges Rangieren der Maschine unterbrochen werden.
Gründliche visuelle Kontrolle von Krone, Stamm und Ästen – sie erfolgt auf die detaillierteste Art. Das erhöht die Chance, Problemstellen zu entdecken, die vom Boden aus unsichtbar oder vom Korb der Hubarbeitsbühne aus schlecht erkennbar sind.
Minimale negative Wirkung auf den Baum und sein Umfeld – Baumklettern verursacht seinem Wesen nach weder am Baum noch in seiner Umgebung Schäden. Beim Einsatz schwerer Technik kann es dagegen leicht zu Abschürfungen an Ästen und Stamm, zu Schäden an Rasenflächen, Bodenverdichtung oder Wurzelschäden durch das hohe Maschinengewicht kommen.
Umweltschonender Betrieb – die ökologische und hygienische Belastung des Baumumfelds ist bei der Klettertechnik wesentlich geringer als bei schwerer Technik.
Enger und natürlicher Kontakt zu den Bäumen – die Klettertechnik ist die engste und natürlichste Form des Kontakts zwischen Mensch und Baum. Es ist eine bewährte Erfahrung (wenn auch keine Regel), dass jemand, der sich im Baum bewegt und gewissermaßen „mit seinem Leben an ihm hängt“, eine positive, fast persönliche Beziehung zu seiner Arbeit hat und bei Eingriffen sensibler vorgeht.
Schwierigkeiten des Baumkletterns im Vergleich zur Hubarbeitsbühne
Höherer Zeit- und Kraftaufwand für den Aufstieg in die Krone – die Installation des Seils in der Krone und der Aufstieg sind aufwendiger als der Einsatz einer Maschine (sofern deren Aufbau in Arbeitsposition keine besonderen Maßnahmen und mehr Zeit erfordert).
Schlechtere Erreichbarkeit der Kronenränder – der Baumkletterer hat erschwerten Zugang zu den Ästen am Kronenrand. Ein typisches Beispiel ist der regelmäßige Schnitt lebender Wände und hoher Hecken, bei dem der Zugang von außen unabdingbar ist.
Schlechte Zugänglichkeit statisch gefährlicher Bäume – auf statisch gefährliche Bäume gelangt der Kletterer nur mit erheblichen Schwierigkeiten oder gar nicht. Das sind in der Regel lange abgestorbene, stark überschlankte, extrem brüchige oder nach Unwettern aufgebrochene Bäume sowie Bäume mit ausgedehnter Fäule, bei denen der ganze Baum oder Teile davon abstürzen können.
Geringere Effizienz bei manchen Einzweck-Eingriffen – wenn das Ziel z. B. darin besteht, den Sicherheitsabstand von Ästen zu einer Stromleitung oder Straße herzustellen, Durchfahrtshöhen zu sichern usw., und die einzelnen abzuschneidenden Teile mit der Hubarbeitsbühne von einer Fahrlinie aus (Straße, Gehweg, Gleise …) erreichbar sind, kann der Maschineneinsatz effizienter sein.
Eingeschränkte Nutzung bei Bäumen mit geringer Tragfähigkeit – dazu gehört etwa der Schnitt junger Bäume, die vom Boden oder von der Leiter aus nicht mehr erreichbar sind, in deren Krone man aber noch nicht ohne Beschädigungsrisiko klettern kann, oder schmale Säulenformen usw. (oft bleibt nur eine freistehende Leiter oder eine fahrbare Rampe).
Etwas größere Wetterabhängigkeit – auf nassen oder feuchten Ästen ist das Klettern komplizierter und gefährlicher, und die meisten Kletterer unterbrechen die Arbeit unter solchen Bedingungen. Bei Regen, Schneefall, Frost oder starkem Wind sinkt zudem die Arbeitshygiene erheblich, und anhaltend ungünstige Bedingungen können die Arbeiten verlängern. Plant der Auftraggeber also einen größeren Arbeitsumfang in einer Zeit mit Wetterrisiko und steht unter festem Termindruck, sollte er auch dieses Problem bedenken.
Zweck dieses Vergleichs ist nicht, eine einseitige Präferenz für die eine oder andere Methode zu erzeugen; er soll lediglich allgemeine Punkte benennen, die berücksichtigt werden sollten. Leider wird diese eigentlich einfache Überlegung oft unterschätzt. Eine ineffiziente Arbeitsweise kann das Ergebnis nicht nur verkomplizieren, sondern dauerhaft entwerten. Wer vor der Entscheidung steht, welche Methode der Höhenarbeit in Baumkronen er wählt, sollte alle oben genannten Für und Wider sorgfältig abwägen und sich der jeweiligen Situation anpassen. Entscheidend ist ein gutes Arbeitsergebnis. Garantiert der Auftragnehmer ein hochwertiges Ergebnis und entstehen bei der Ausführung keine Schäden, ist es letztlich unerheblich, für welche Methode er sich entscheidet.
Seile fürs Baumklettern: statisch vs. dynamisch, Kategorien und Lagerung

Ausrüstung
Herstellung und Vertrieb von Spezialausrüstung für Baumkletterer haben in den letzten Jahren einen beispiellosen Aufschwung erlebt. Baumkletterer verwenden zwei grundlegende Ausrüstungsgruppen:
– Ausrüstung zum Klettern und zur persönlichen Sicherung (Klettergurte, Seile, Helme, Karabiner, Stammschlingen usw.), – Mittel für die eigentliche Arbeit, also nicht das, womit der Kletterer klettert, sondern womit er arbeitet (Sägen, Stangensägen, Arbeitsseile, Ablasstrommeln, Anker, Umlenkrollen, Arbeitsschlingen, Kettensägen usw.).
In beiden Gruppen findet sich eine unüberschaubare Fülle an Produkten, und ihr Praxiseinsatz ist nur eine Frage des Preises und der Professionalität der Baumkletterer. Seit Ende der 1990er Jahre, als sich spezialisierte Händler für Baumkletterausrüstung etablierten, hat sich das Angebot stark entwickelt. Heute findet man problemlos ein komplettes Sortiment an Kletter- wie auch Arbeitsausrüstung. Das Angebot wächst dabei in dem Tempo, in dem sich neue Techniken entwickeln.
Noch Mitte der 1990er Jahre fehlte auf dem Markt eine ganze Reihe grundlegender Ausrüstung — nicht nur zum Klettern, sondern vor allem zum Arbeiten. Kletterer bauten oder modifizierten sich deshalb vieles selbst; solcher Ausrüstung fehlte jedoch meist jede Sicherheitsgarantie, und ihre Verwendung war mehr oder weniger illegal. Zum Glück ist heute praktisch jede Ausrüstung renommierter Hersteller aus dem In- und Ausland für jedermann erhältlich, und entsprechend stärker wird darauf geachtet, dass die verwendete Ausrüstung alle nötigen Sicherheitskriterien erfüllt.
Für Kletterausrüstung gelten die europäischen Normen (EN) und die PSA-Verordnung (EU) 2016/425. Die Orientierung ist nicht ganz einfach, denn eine eigene Norm speziell für das Baumklettern existiert bisher nicht; maßgeblich sind vor allem die Normen für den Bergsport und die industrielle Seilzugangstechnik. Für Baumarbeiten in Deutschland sind darüber hinaus die DGUV Vorschrift 1, die DGUV Information 214-059 „Baumarbeiten“ und die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verbindlich. Sie fordern, dass persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) den einschlägigen Normen entspricht — etwa DIN EN 361 (Auffanggurte), DIN EN 358 (Haltegurte), DIN EN 813 (Sitzgurte) und DIN EN 1891 (Kernmantelseile mit geringer Dehnung). Da sich Normen und Technische Regeln laufend weiterentwickeln, sollten sich Baumkletterer regelmäßig über den aktuellen Stand informieren und dessen Anforderungen respektieren. Ausrüstung, die den Anwender gegen Absturz sichert, muss auf jeden Fall mindestens zwei Grundkriterien erfüllen: – sie entspricht den geltenden DIN-EN-Normen, – sie trägt die CE-Kennzeichnung nach der PSA-Verordnung.
Seile
Das Sortiment an Seilen für Klettertechniken ist heute riesig; wir konzentrieren uns deshalb nur auf Seile, die beim Baumklettern in der Doppelseiltechnik (DdRT) verwendet werden. Nach ihrer Konstruktion unterscheidet man gedrehte (dreilitzige) und geflochtene Seile (in der Regel aus einem tragenden Kern und einem schützenden Außenmantel). Seile für das Baumklettern sollten ausschließlich aus synthetischen Materialien mit den Eigenschaften von Polyester und Polyamid gefertigt sein.
Obwohl dank des Bergsports dynamische (elastische) Seile weit verbreitet sind, verwendet die DdRT ausschließlich statische Seile (mit minimaler Dehnung unter Last). Ein dynamisches Seil ist dafür gebaut, einen freien Sturz von mehr als 1,5 m aufzufangen. Einen solchen Sturz schließt die Doppelseiltechnik bei Einhaltung aller Sicherheitsregeln jedoch aus. Zudem erschwert die Elastizität dynamischer Seile den Kletterern den Aufstieg.
Ob ein Seil in die Kategorie statisch oder dynamisch fällt, entscheidet seine Dehnung bei einer Kraft von 1 kN (Kletterer mit Ausrüstung, rund 100 kg). Nach den europäischen Normen gelten Seile mit einer Dehnung bis 5 % als statisch, darüber als dynamisch; in den USA liegt die Grenze bei 7 %. Kernmantelseile nach DIN EN 1891 haben üblicherweise einen Durchmesser um 11 mm und müssen eine Mindestbruchkraft von 22 kN erreichen; dynamische Bergseile (DIN EN 892) müssen sich dagegen deutlich stärker dehnen können (mindestens etwa 15 %).
Für das Baumklettern werden am häufigsten geflochtene Seile aus Kern und dickem Mantel verwendet, wobei sich Kern und Mantel die Gesamtbruchkraft etwa hälftig teilen. Zu den größten Herstellern von Baumkletterseilen weltweit zählen Samson, New England Ropes und Yale Cordage; in Europa begegnet man etwa den Marken Beal, Edelrid oder Teufelberger.
In der Kletterpraxis lassen sich die Seile in drei Kategorien einteilen:
1. Kletterseile (Sicherungsseile) – sie dienen ausschließlich dem Auf- und Abstieg sowie der persönlichen Sicherung des Kletterers. Die gängigsten Längen sind 35 m und 45 (50) m.
2. Arbeitsseile – sie sind für Arbeiten bestimmt, die nicht mit der persönlichen Sicherung zusammenhängen (z. B. das Auffangen fallender Äste, das Lenken der Fallrichtung beim Baumfällen usw.). Es handelt sich keineswegs um minderwertige Seile: Arbeitsseile müssen oft deutlich strengere Parameter erfüllen als Kletterseile, da von ihnen eine höhere Arbeitslastgrenze verlangt wird.
3. Hilfsseile – sie sind für Aufgaben ohne hohe Traglastanforderungen gedacht. Sie dürfen nicht dort eingesetzt werden, wo sie die Sicherheit der Arbeiten nicht gewährleisten würden. In der Praxis dienen sie etwa dem Transport leichter Materialien oder dem Absperren von Gefahrenbereichen.
Beim Einsatz von Seilen darf die Arbeitslastgrenze nie überschritten werden; sie wird entweder vom Hersteller festgelegt oder vom Anwender berechnet. Ein Arbeitsseil darf nie mit einem Kletterseil verwechselt werden — und umgekehrt. Zeigt ein Seil irgendwelche Schäden, die die Bruchkraft mindern könnten, muss es ausgemustert werden.
In der technischen Dokumentation muss für jedes Seil angegeben sein: Bezeichnung, Registriernummer, Herstellerkennzeichnung, Seriennummer, Herstellungsdatum, Typ, Datum der Inbetriebnahme und Länge. Seile müssen ihre vorgeschriebenen Eigenschaften über die gesamte Lebensdauer bei Temperaturen von –40 bis +80 °C behalten. Die maximale Nutzungsdauer legt der Hersteller fest; sie sollte in der Regel 5 Jahre ab Herstellungsdatum nicht überschreiten. Zur Lagerung sollen Seile hängend aufbewahrt werden, fern von scharfen Gegenständen und Chemikalien, bei rund 25 °C (mindestens jedoch 1 m von Heizkörpern entfernt) und etwa 65 % relativer Luftfeuchte. Die Lagerung auf dem Boden ist verboten.
Eine Sichtprüfung muss der Kletterer vor und nach jedem Einsatz durchführen. Darüber hinaus muss persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz mindestens einmal alle 12 Monate von einer befähigten Person (Sachkundigen) geprüft werden — in Deutschland geregelt über die Betriebssicherheitsverordnung und den DGUV Grundsatz 312-906.
Achtung! Knoten im Seil verringern die Bruchkraft je nach Knotenart um etwa 30–60 %. Bei einem nassen Seil ohne Knoten sind es rund 30 %. Auch durch Gebrauch und Alterung verändern sich die Festigkeitswerte der Seile. Das gilt sinngemäß auch für Schlingen und Seilkonstruktionen. Jeder Baumkletterer muss mit diesen Risiken ausreichend vertraut sein und sie einkalkulieren.
Klettergurt, Karabiner und Stammschlinge: die Absturzsicherung des Baumkletterers

Haltegurte (Positionierungsgurte)
Ein Haltegurt ist nach den Normen DIN EN 358 und DIN EN 363 überhaupt nicht dazu bestimmt, einen Sturz aufzufangen — auch keinen kurzen. Er ist also ausschließlich für Arbeiten gedacht, bei denen jede Absturzmöglichkeit ausgeschlossen ist. Aus diesem Grund darf er für das Baumklettern überhaupt nicht verwendet werden. Weil seine Funktion falsch verstanden wurde, kam es in der Vergangenheit zu mehreren schweren Unfällen, insbesondere zu Wirbelsäulenverletzungen.
Klettergurte (Auffanggurte, Systeme zur Arbeitsplatzpositionierung)
Anfangs wurden im Baumklettern Sportklettergurte verwendet, später verschiedene Typen von Arbeitsgurten. Heute gibt es speziell entwickelte Baumkletter- oder Multifunktionsgurte, die deutlich massiver ausgeführt sind als Sportgurte. Der Grund: Neben dem Gewicht des Kletterers müssen diese Gurte auch diverses Arbeitswerkzeug, schwere Geräte und mitunter sogar eine kleinere Motorsäge tragen. Außerdem unterscheiden sich Baumklettergurte durch ihre Zubehörteile. An beiden Seiten des Hüftgurts sind standardmäßig zwei D-förmige Ringe (D-Ringe) zum Einhängen der Stammschlingen (der Positionierungsverbindungsmittel) eingebaut. Ein dritter D-Ring sitzt mittig am Gurt und dient dem Anbinden des Kletterers an das Sicherungsseil. Auch die Halterungen für Hilfswerkzeuge und Geräte sind robuster und auf höhere Lasten ausgelegt.
Auf jedem Auffanggurt oder Haltegurt muss deutlich angegeben sein:
1. Herstellerkennzeichnung 2. Typ 3. Herstellungsdatum 4. Seriennummer
Die Lebensdauer von Gurten gibt der Hersteller mit 5 Jahren an. Der Kletterer muss diese Ausrüstung vor jedem Einsatz kontrollieren; darüber hinaus ist mindestens einmal alle 12 Monate eine Prüfung durch eine befähigte Person erforderlich. Bei jedem Verdacht auf verminderte Tragfähigkeit muss der Gurt bis zu seiner Instandsetzung aus dem Verkehr gezogen, bei schweren Schäden unbrauchbar gemacht werden. Auffanggurte sollen in trockenen, belüfteten Räumen bei Temperaturen von –5 bis +25 °C gelagert werden.
Karabiner
Die Palette an Karabinern im Baumklettern ist sehr breit. Deutlich häufiger als im Sport begegnet man Stahlkarabinern (also nicht gewichtsreduzierten Modellen), die vor allem für die Arbeit mit schweren Lasten verwendet werden. Auch Form und Mechanik der Karabiner sind vielfältiger. Sehr spezifisch sind etwa Handkarabiner mit automatischem Verschluss und Sicherung, die fester Bestandteil der Stammschlingen sind.
Die europäische Norm EN 362 verlangt für die persönliche Sicherung der Kletterer Karabiner mit automatischem Verschluss und Sicherung und empfiehlt, dass sich die Sicherung nur durch zwei voneinander unabhängige Bewegungen öffnen lässt. In der Praxis heißt das: Bei einem Bajonettkarabiner muss man die Sicherung erst nach oben schieben, dann um die eigene Achse drehen und kann erst danach den Verschluss öffnen. Professionelle Baumkletterer sollten mit Blick auf ihre Sicherheit ausschließlich Karabiner mit doppelter Sicherung verwenden. So legen es auch die Richtlinien des European Arboricultural Council (EAC) fest.
Stammschlinge (Verbindungsmittel zur Arbeitsplatzpositionierung)
Die Stammschlinge (englisch lanyard) ist ein persönliches Sicherungsmittel, das den Kletterer sofort und griffbereit um Stamm oder Ast sichert, wenn das Kletterseil diese Funktion nicht übernehmen kann — etwa beim Umsetzen des Ankerpunkts oder beim Fixieren der Arbeitsposition. Dieses Hilfsmittel ermöglicht eine feste, doppelt gesicherte Position, zum Beispiel beim Sägen mit der Handsäge. Beim Klettern hilft es, schwierige Passagen am Kronenrand oder in den obersten Kronenpartien zu meistern, und beim Einsatz von Steigeisen ist es unentbehrlich.
Die Stammschlinge gibt es in verschiedenen Ausführungen, aber sie besteht immer aus einem kurzen Seilstück von üblicherweise 1,5–3,0 m Länge. Das eine Ende trägt einen Handkarabiner, der in einen der seitlichen D-Ringe eingehängt wird; am anderen Ende ist am zweiten D-Ring eine Klemmvorrichtung (Knoten oder Seilklemme) befestigt, mit der sich die benötigte Länge der Schlinge einstellen lässt.
Manche Stammschlingen haben im Inneren des Seils ein Stahlseil, das die Sicherheit bei der Arbeit mit der Motorsäge erhöht. Solche Schlingen dürfen jedoch nicht in der Nähe elektrischer Leitungen verwendet werden.
Abb. 81 Stammschlinge (Lanyard)
Schlingen, Steigklemmen, Kambiumschoner und die Seilinstallation in der Krone

Schlingen sind kurze Seilstücke unterschiedlicher Durchmesser oder synthetische Gurtbänder verschiedener Breiten und Längen, einschließlich Schlauchbänder. Ihre freien Enden sind fest vernäht oder mit Verbindungsknoten verbunden. Im Baumklettern werden sie sowohl zum Klettern als auch zum Arbeiten verwendet. Auch sie lassen sich in drei Kategorien einteilen: Sicherungs-, Arbeits- und Hilfsschlingen. – Sicherungsschlingen sind ausschließlich Mittel der persönlichen Sicherung und dürfen daher nicht mit Arbeitsschlingen verwechselt werden. Sie dienen z. B. zum Umlenken des Seils, als improvisierte Trittschlinge, zum Anbinden von Steigklemmen an den Klettergurt oder als Aufstiegshilfe am Seil. Ihre Mindestbruchkraft muss 22 kN betragen. – Arbeitsschlingen können im Grunde genauso aussehen wie Sicherungsschlingen. Sie werden aus Rundseilen und Flachbändern gefertigt und dienen dem Transport schwerer Lasten, dem Auffangen fallender Äste, Stämme und Klötze, beim stückweisen Fällen zum Aufhängen von Werkzeugen in der Krone, zum Verankern von Umlenkrollen und Karabinern, zum Anschlagen abzulassender Äste usw. Ihre Arbeitslastgrenze muss zur erwarteten Last und zum konkreten Zweck passen. – Hilfsschlingen bestehen meist aus Rundseilen kleinerer Durchmesser mit geringer Bruchkraft. Sie werden daher nur für Aufgaben mit geringen Lasten verwendet, etwa den Transport leichter Materialien, das Anbinden von Werkzeug oder das Befestigen von Geräten am Klettergurt.
16.2.3.7 Seilkürzer und Steigklemmen
Diese Hilfsmittel sind in der Regel für die Bewegung in eine Richtung am Seil bestimmt. Unter Last blockieren sie die Bewegung nach dem Prinzip der Reibung beim Einklemmen des Seils. Manche sind zusätzlich mit aufrauenden Zähnen versehen, die das Seil allerdings schneller verschleißen. Am häufigsten ersetzen Steigklemmen die Prusikschlingen oder dienen dem Aufstieg in die Krone am frei hängenden Seil.
Neuheiten auf dem Markt sind Geräte wie Lockjack und Positioner. Sie funktionieren ähnlich wie z. B. das Grigri und wurden speziell für die Doppelseiltechnik als Ersatz für Klemmknoten entwickelt. Wegen einiger Detailschwächen sind sie unter Baumkletterern bisher allerdings wenig verbreitet.
16.2.3.8 Kambiumschoner (Cambiumsaver)
Der Kambiumschoner ist im Baumklettern ein relativ neues Zubehör. Seine Funktion ist es, die Reibung des Seils auf sich zu nehmen, die sonst die Rinde (und damit das Kambium) beschädigt — besonders bei Bäumen mit dünner Rinde. Zugleich schützt er das Seil vor übermäßigem Verschleiß und vor Verschmutzung durch das Harz von Nadelbäumen. Kambiumschoner gibt es in verschiedenen Varianten, im Prinzip werden aber zwei Grundtypen verwendet.
Der Durchzieh-Typ, der mit dem Seil installiert wird, besteht aus einer Ledermanschette, durch die das Seil geführt wird. Sie sitzt in der Umlenkung, wo die Reibung am größten ist. Leder widersteht der Reibung besser und lässt sich nach einiger Zeit austauschen. In der Praxis begegnet man diesem Typ jedoch nur selten.
Ringkambiumschoner sind praktischer und weitaus verbreiteter. Installation und Abbau erfolgen mit Wurfschnur, Wurfsack und Seil direkt vom Boden aus. Ein dickes, etwa 0,8–1,2 m langes Gurtband trägt an beiden Enden Metallringe mit zwei unterschiedlichen Durchmessern. Das Band wird so über einen Ast oder eine Vergabelung gelegt, dass beide Ringe auf gleicher Höhe nach unten hängen. Durch die Ringe läuft dann das Seil, ohne Ast oder Stamm überhaupt zu berühren (Abb. 84).
Moderne Klettertechniken kommen ohne Rindenschoner praktisch nicht mehr aus. Die Ausführungen ändern sich zwar, das Prinzip bleibt jedoch gleich. Eine Neuheit auf dem europäischen Markt ist der sogenannte Rope-Guide, der die Reibung mithilfe einer Umlenkrolle minimiert. Auch dieses Hilfsmittel erobert sich zunehmend seinen festen Platz.
Abb. 82 und 83 Detail des Kambiumschoners (links). Kambiumschoner mit installiertem Seil (rechts).
16.2.3.9 Hilfsmittel zur Seilinstallation in Baumkronen
Diese Hilfsmittel dienen dazu, das Aufstiegsseil an der gewünschten Stelle in der Krone zu platzieren. Am weitesten verbreitet sind heute Wurfsäcke und Wurfschnüre. Der Wurfsack ist tropfenförmig, etwa 10 cm hoch, aus festem Gewebe gefertigt und mit eingenähtem Blei gefüllt. Oben trägt er einen Ring zum Befestigen einer dünnen, glatten Nylonschnur. Mit ihr wird der Sack in die Krone geworfen und anschließend das Seil über den Ast gezogen. Seit einigen Jahren ist auch der Einsatz einer speziellen Schleuder recht beliebt, mit der sich der für den Aufstieg vorgesehene Ast mit demselben Sack samt Schnur leicht überschießen lässt. Die Reichweite solcher Schleudern liegt bei 25–30 Metern.
16.2.3.10 Ergänzende Sicherungsmittel
Diese Gruppe umfasst diverse Hilfsmittel, die eine Art Erweiterung darstellen und deren Palette sehr vielfältig ist. Die Auswahl richtet sich nach persönlichen Vorlieben, Einfallsreichtum und Erfahrung der Kletterer. Oft ist es Ausrüstung, die aus dem Bergsport, der Höhlenforschung oder dem Industrieklettern übernommen wurde — etwa Abseilachter, Spezialkarabiner verschiedener Formen, Umlenkrollen usw.
Baumsteigeisen und tragbare Leitern: wann sie sinnvoll sind — und wann nicht

Der Ursprung von Leitern, die speziell für den Aufstieg in Bäume gebaut wurden, liegt in der forstlichen Saatgutgewinnung. In der Baumpflege werden sie wegen ihrer Einseitigkeit jedoch kaum genutzt. Ein historisches Beispiel ist eine mehrteilige Baumleiter-Garnitur aus den 1950er Jahren (Theuer, 1982), die sich wegen ihres hohen Gewichts (14–16 kg) und der ungelösten Sicherung des Zapfenpflückers beim Auf- und Abstieg nicht durchsetzen konnte (Brabec, 1985). Ein unbestreitbarer Vorteil für die Baumpflege wäre allerdings ihre Verwendbarkeit auch an Bäumen mit gekrümmtem, nicht aufgeastetem Stamm oder an mehrstämmigen Bäumen.
Ein weiterer wichtiger Vertreter ist die Garnitur der „Schwedenleitern“, die seit den 1970er Jahren im Einsatz ist. Diese Leitern bestehen aus Aluminium; nach der Sprossenbreite werden zwei Grundtypen unterschieden. Die Garnitur besteht aus zehn drei Meter langen Sektionen (Gewicht einer Sektion: 3,5 kg) — ein Tragteil und neun Aufsatzteile. Beim Aufstieg zieht der Kletterer die einzelnen Sektionen mit einem Hilfsseil nach und steckt sie über einen Zapfen zusammen. Jedes Teil ist am oberen Ende mit einer kleinen Kette am Baum befestigt. Bei der Arbeit sichert sich der Kletterer mit der Stammschlinge (Brabec, 1985). Schwedenleitern werden bis heute verwendet. Die Arbeit mit ihnen ist relativ wenig anstrengend; Nachteil ist aber wieder die Voraussetzung eines geraden, aufgeasteten Stammes.
Heute am gebräuchlichsten sind tragbare Klapp- oder Schiebeleitern aus Leichtmetalllegierungen, die in großer Auswahl erhältlich sind. Bedingungen und Art der Verwendung regeln der Hersteller sowie die geltenden Vorschriften (TRBS 2121 Teil 2, DGUV Information 208-016).
Baumsteigeisen
Baumsteigeisen sind historisch das am längsten genutzte Hilfsmittel für den Aufstieg in Bäume. Man kann auch sagen: Steigeisen sind eine sehr bequeme und relativ schnelle Art des Aufstiegs und der Fortbewegung in Baumkronen. Große Verbreitung fanden sie in der forstlichen Saatguternte. Ihr Prinzip beruht darauf, Stahldorne in das Holz von Stamm und Ästen zu stechen. Die metallenen Tragschienen mit scharfen Dornen werden mit Riemen an den Beinen des Kletterers befestigt. Bei jedem Schritt in der Krone muss der Kletterer die Dorne mit Druck erneut einstechen. Dabei werden die Leitungsgewebe ernsthaft verletzt, denn die Dorne dringen durch Borke und Rinde tief über den Bast und das Kambium bis in die Holzelemente vor. Solche Verletzungen verschlechtern Gesundheitszustand und Lebenserwartung des Baumes. Wegen dieser zerstörerischen Wirkung dürfen Baumsteigeisen für die Baumpflege nicht verwendet werden!!! Ausnahmen, in denen sich die zerstörerische Wirkung an gesunden Bäumen hinnehmen lässt, sind etwa die Rettung von Menschenleben, Naturkatastrophen oder Gefahr im Verzug beim Schutz von Sachwerten. Ausdrücklich empfehlen kann man Steigeisen den Baumkletterern dagegen als sehr geeignetes Mittel zur Fortbewegung an Stamm und Ästen beim stückweisen Fällen eines Baumes.
Manche Baumkletterer bevorzugen Bergsteigersteigeisen. Deren Verwendung erfordert allerdings Spezialschuhe und längere Erfahrung.
Was ein professioneller Baumpfleger können muss: Ausbildung, Praxis und Teamarbeit

Klettertechnik in der Praxis
Baumklettern ist eine hoch spezialisierte (und in gewissem Maße riskante) Tätigkeit in der Pflege ausgewachsener Bäume. Sie verlangt nicht nur körperliche Fitness, sondern auch Fachwissen, ein sensibles Vorgehen und vor allem Erfahrung. Leider unterschätzen manche Baumkletterer diese Voraussetzungen. Es reicht nicht, ein guter Kletterer, aber schwacher Fachmann zu sein — genauso wie ein hervorragender Fachmann ohne Praxisbezug seine Fähigkeiten kaum umsetzen kann.
Die Grundlage eines guten Baumkletterers sind fundierte theoretische Kenntnisse, untermauert durch Erfahrung. Einen erfahrenen Baumkletterer formen zugleich Geduld, Demut, gesunde Selbstreflexion, das Nicht-Überschätzen der eigenen Fähigkeiten, der Wunsch nach ständiger Weiterbildung, Vorsicht und Teamfähigkeit. Vitalität, Energie und Ausdauer des Kletterers werden bei der täglichen Arbeit permanent auf die Probe gestellt. Die Belastung, der ein Baumkletterer bei ganzjähriger täglicher Arbeit ausgesetzt ist, lässt sich in gewissem Maße mit der eines Leistungssportlers vergleichen.
Die meisten Baumkletterer beginnen ihre Laufbahn am Boden als Helfer. Diese Vorbereitungsphase ist sehr wichtig und sollte nicht überstürzt werden. Anfänger sind oft ungeduldig und haben das Gefühl, minderwertige, unqualifizierte Arbeit zu leisten. Baumklettern ist jedoch Teamarbeit, und ohne gute Bodenleute lässt sie sich nicht gut bewältigen. Ein Baumkletterer muss alle Tätigkeiten des Helfers am Boden perfekt beherrschen — und noch viel mehr. Was er bei der Vorbereitung am Boden versäumt, holt er bei der Arbeit im Baum nicht mehr auf. Ein Anfänger muss die Sicherheitsabläufe und den Umgang mit den Werkzeugen erlernen, sich mit der Seilarbeit vertraut machen, mit den Gepflogenheiten, der Kommunikation mit den Kletterern, der Absicherung des Arbeitsbereichs usw.
Ein Baumkletterer muss unter anderem versiert sein im Baumschnitt, in der Kronensicherung, im Baumfällen und im Erkennen von Gefahren. Er muss sich der unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Baumarten und der Unterschiedlichkeit der Situationen bewusst sein, in denen er das jeweilige Problem löst. Durch Unachtsamkeit und Unaufmerksamkeit kann er sich und anderen leicht schwere Verletzungen oder den Tod zufügen. Deshalb muss er verantwortungsbewusst sowie fachlich und gesundheitlich für diese anspruchsvolle Arbeit geeignet sein.
Baum fällen Stück für Stück: Technik, Risiken und sicherer Ablauf

Bäume stückweise fällen mit Seilklettertechnik
Das stückweise Fällen von Bäumen ist der riskanteste und anstrengendste Teil der Baumkletterpraxis. Die Gefährlichkeit dieser Arbeit dürfen weder Laien noch Profis unterschätzen. Der hohe Anteil an Unfällen bei sogenannten Risikofällungen ist einer von vielen Gründen, warum diese Arbeit ausschließlich von erfahrenen, ausgebildeten Profis ausgeführt werden sollte. Die folgenden Informationen sind keine Anleitung zum Baumfällen für Anfänger. Sie stellen nur einige grundlegende Verfahren dieser komplexen Operationen vor. Wer diese Spezialisierung beherrschen will, muss eine lange, professionelle Ausbildung durchlaufen.
Damit beim Fällen die Objekte unter dem Baum nicht beschädigt werden, kombiniert man verschiedene Techniken mit Seilen, Umlenkrollen, Hebeln, Reibung und weiteren einfachen physikalischen Prinzipien. Ziel ist das schrittweise Abtrennen und sichere Abtransportieren der Baumteile zu Boden bei maximaler Sicherheit für alle beteiligten Arbeiter.
Wie bei anderen Klettertechniken spielen auch hier viele veränderliche Faktoren mit, die gut bewertet werden müssen. Das betrifft vor allem die statischen Verhältnisse des zu fällenden Baumes, die Risiken des Umfelds, den richtigen Einsatz der passenden Ausrüstung zum Ablassen und die aktuelle Verfassung des Kletterers. Wer schwere Lasten vom Baum ablässt, muss auch die wirkenden physikalischen Kräfte einkalkulieren — Reibung, dynamische Belastung des Seils, der Ankerpunkte usw.
Als Modellbeispiel für eine stückweise Baumfällung können wir uns etwa eine Robinie (Robinia pseudoacacia) vorstellen: 28 m hoch, zu 40 % abgestorben, am Hang an einer unzugänglichen Stelle, darunter zwei Garagen. Durch den Kronenrand verläuft ein Telefonkabel, und am Stammfuß zeigen sich deutliche Anzeichen von Wurzelfäule mit geschlossener Höhlung. In einem solchen Fall müssen wir alle potenziellen Risiken bewerten, damit weder Sachwerte noch Menschen zu Schaden kommen, und das richtige Arbeitsverfahren wählen.
Auch wenn jede Situation sehr individuell und spezifisch ist, sollte man vor Arbeitsbeginn ungefähr in folgenden Schritten vorgehen:
1) Kontrolle statischer Defekte des Baumes – Risse und Höhlungen am Stamm, Pilzfruchtkörper (besonders am Stammfuß), Wurzelschäden durch Bauarbeiten, enge Druckzwiesel usw. Besonders gefährlich kann das Fällen von Bäumen mit bereits installierter vorgespannter Kronensicherung sein: Wird sie entfernt, droht das Aufbrechen der problematischen Vergabelung. Nicht übersehen werden dürfen außerdem Wurzelfäulen, hängen gebliebene oder gebrochene Äste, trockenes, potenziell herabfallendes Totholz, Blitzschäden, unter Spannung stehende Äste, eine gefährliche Neigung des Baumes sowie die seit dem Absterben vergangene Zeit
