Bäume pflanzen: der vollständige Leitfaden von der Vorbereitung bis zur Nachpflege
Wie pflanzt man Bäume und Sträucher richtig? Wir helfen bei Standortvorbereitung, Pflanzgrube, Verankerung, Bewässerung und Nachpflege. Ein praktischer Leitfaden für Gärtner.
Bäume pflanzen: Schritt für Schritt im Überblick
Bäume pflanzen ist mehr als ein Loch graben. Erfahren Sie, wie Sie den Standort vorbereiten, die Pflanzgrube ausheben, den Baum verankern und die Pflanzung in den ersten Jahren pflegen.
Warum das Pflanzen von Gehölzen der entscheidende Schritt ist

Pflanztechnik für Gehölze am endgültigen Standort
Das Pflanzen von Gehölzen ist eine sehr wichtige gärtnerische Tätigkeit. Mit der Pflanzung beginnt die fachgerechte Betreuung der Gehölze an ihrem dauerhaften Standort. Sie beeinflusst deren weitere Entwicklung deutlich, ebenso den betrieblichen und wirtschaftlichen Aufwand aller späteren Pflegemaßnahmen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass der Pflanzung genügend Sorgfalt gewidmet wird und dass sie stets nur qualifizierte und ausreichend erfahrene Fachleute ausführen.
Bei der Pflanzung kommt es zunächst zu einer radikalen Reduzierung des vorhandenen Wurzelsystems und damit zur Störung des Verhältnisses zwischen ober- und unterirdischem Teil der Pflanze. Das Ergebnis ist eine Verletzung des Individuums und der anschließende Stress (der sogenannte Verpflanzungsstress), der erst in dem Moment endet, in dem das verpflanzte Exemplar die verletzten oder entfernten Teile seines Körpers vollständig durch neue ersetzt hat.
Wenn wir von Pflanzung sprechen, meinen wir keinesfalls nur den eigentlichen Pflanzvorgang, sondern auch eine Reihe weiterer begleitender und nicht minder wichtiger Aspekte. Im weiteren Sinne ist das Pflanzen (Begründen) von Gehölzen als ein System aufeinander aufbauender Arbeitsschritte zu verstehen, die zur erfolgreichen Bewurzelung und Akklimatisation der Pflanzen am konkreten Standort und zu ihrer vollen Funktionsfähigkeit über lange Zeit führen. Die einzelnen aufeinanderfolgenden und miteinander verbundenen Schritte sind in diesem Verständnis:
– Auswahl der Gehölze für die Pflanzung und Sicherstellung ihrer Standortbedingungen, – die eigentliche Pflanzung der Gehölze, – die Nachpflege der neuen Pflanzungen.
Das Auslassen eines der genannten Schritte kann nicht nur das Risiko erhöhen, dass die Gehölze am Standort nicht anwachsen und sich nicht akklimatisieren, sondern auch sämtliche langfristigen Funktionen mindern, die wir von ihnen erwarten. Nicht zuletzt kann es den Ausfall des Baumes bedeuten, sei es unmittelbar nach der Pflanzung oder in einigen der darauffolgenden Jahre.
Ein technologisch falsch gepflanztes Gehölz (durch das Auslassen eines oder mehrerer der genannten Schritte) schafft für die Zukunft eine unüberschaubare Menge an Problemen, die sich nur schwer voraussehen und später beheben lassen. Und wenn es überhaupt möglich sein wird, schlägt sich der zeitliche und betriebliche Aufwand der Pflege unter anderem selbstverständlich in erhöhten (oder überflüssig aufgewendeten) Kosten nieder.
Das Pflanzen von Gehölzen oder Gehölzgruppen am endgültigen Standort lässt sich in der Praxis auf mehrere Arten umsetzen. Am häufigsten ist die Pflanzung von Baumschulware aus Zier- oder Forstbaumschulen. Genau dieser Vorgehensweise – in Städten und Gemeinden ebenso wie in der freien Landschaft – ist dieses ganze Kapitel gewidmet.
Darüber hinaus lassen sich am endgültigen Standort Gehölze pflanzen, die in der Natur aus Anflug und Wurzelbrut entstanden sind, ferner durch Aussaat von Gehölzsamen (die sogenannte Direktsaat), durch Stecken von Steckhölzern oder durch Auslegen von Weidenruten. Diese Verfahren nutzen wir nur ausnahmsweise und in der großen Mehrzahl der Fälle nur in der freien Landschaft.
Alternative Methoden: Sämlinge, Steckhölzer, Direktsaat und Weidenruten

Pflanzung von Sämlingen (Anflug) und Wurzelbrut
Diese Art der Bestandsbegründung findet bei der Begrünung der Landschaft nur ausnahmsweise Anwendung. In der Natur entnommene Gehölzsämlinge haben nämlich in der Regel kein gut und ausreichend entwickeltes Wurzelsystem. Die Überlebenschancen am neuen Standort sinken dadurch. Das Wachstum der Gehölze ist meist langsam, oft auch deformiert. Das Ausheben von Anflug (spontane Sämlinge bis 50 cm Höhe), Aufwuchs (spontane Sämlinge von 50 cm bis 120 cm Höhe) und größeren Pflanzen ebenso wie von Wurzelbrut (Pflanzen aus Adventivknospen an den Wurzeln mancher Gehölzarten, z. B. Pflaumen, Espen) führen wir bei Laubgehölzen ausschließlich im unbelaubten Zustand durch, also vor dem Austrieb oder kurz vor dem Laubfall bzw. erst danach. Für Nadelgehölze ist das Frühjahr oder der frühe Herbst die geeignete Zeit, um Pflanzen vom Ort ihrer Entstehung an den Pflanzort zu bringen. Die Wurzeln kürzen wir nach dem Ausheben mit Messer oder Schere ein und pflanzen so schnell wie möglich an den endgültigen Standort. Vorteilhaft ist das Ausheben mit einem kleinen Erdballen. Bei schwach entwickeltem Wurzelsystem gelingt es jedoch nicht immer, einen Ballen zu formen. Auch bei Sämlingen, die auf skelettreichen Böden gewachsen sind, ist die Ballenbildung unmöglich. Die Nachpflege dieser Gehölze ist dieselbe wie bei Setzlingen aus Baumschulen. Bei Laubgehölzen empfehlen wir jedoch angesichts des meist morphologisch schlecht entwickelten Wurzelsystems einen stärkeren Pflanzschnitt des oberirdischen Teils. Je größer die Pflanze, desto stärker muss der Schnitt ausfallen – eine wichtige Regel besonders bei Bäumen. Nötig sind außerdem häufigeres und reichlicheres Gießen sowie eine konsequentere Entfernung konkurrierender Pflanzen in unmittelbarer Nähe. Fachlich anspruchsvoller ist ebenso der Erziehungsschnitt, mit dem die künftige Krone des Baumes gefestigt und geformt wird.
Pflanzung von Gehölzteilen (Setzstangen, Ruten, Steckhölzer)
Das Setzen von Stangen (1–2,5 m lange Triebe mit einem Durchmesser von 4–6 cm), das Stecken von Ruten (biegsame, unverzweigte Triebe von mindestens 1,2 m Länge) und von Steckhölzern (kürzere Triebe bis 40 cm, gegebenenfalls bis 80 cm Länge) haben ihre Bedeutung bei der Sicherung von Hängen und Ufern, an denen durch natürliche Prozesse hochwertiger Boden entstanden oder aufgetragen ist, in niederschlagsreichen Gebieten oder dort, wo der Grundwasserspiegel hoch liegt. Häufig werden Stangen, Ruten und Steckhölzer schnellwachsender Gehölze zusammen mit technischen Sicherungsmitteln verwendet (Drahtgeflecht, Betonroste, Matten und Ähnliches), in die sie gepflanzt oder gesteckt werden, um deren Erosionsschutzwirkung zu erhöhen und zu beschleunigen und zugleich eine natürliche lebende Bodendecke zu schaffen. Stangen werden mindestens auf einem Drittel ihrer Länge in den Boden oder in vorgebohrte Löcher gesetzt. Ebenso wird mit Ruten verfahren. Steckhölzer werden so tief gesteckt, dass 1–2 Augen über die Bodenoberfläche ragen. Pflanzenteile in Form von Steckhölzern dienen auch dazu, Pflanzungen aus Baumschulware nachzuverdichten. Die Zahl der Steckhölzer bei der Hangsicherung hängt von der Art bzw. Sorte des Gehölzes, von Form und Relief des Grundstücks, von der Zielsetzung und Ähnlichem ab. In der freien Landschaft nutzt man vor allem Steckhölzer schnellwachsender und gut bewurzelnder Gehölze (Pappeln, Weiden). Die Begründung von Gehölzbeständen mit Stangen, Ruten und Steckhölzern betrachten wir als ergänzende Methode, die vor allem an extremen Standorten und Flächen, auf vernässten Grundstücken, an Ufern von Fließgewässern, Teichen und Stauseen zum Einsatz kommt.
Direktsaat von Samen
Direktsaaten sind in der Regel auf nährstoffarmen Substraten und an gut belichteten Standorten erfolgreich, an denen keine starke Konkurrenz anderer Pflanzen droht. An solchen Standorten nutzen wir z. B. die Winteraussaat der feinen Samen der Birke, die Frühjahrsaussaat der Salweide oder die Herbstaussaat von Ahorn. In nährstoffreicheren Böden unterliegen feine Samen im Konkurrenzkampf um Licht und Wasser den Gräsern und Kräutern. Mehr Erfolg haben hier große Samen, etwa Eicheln, Kastanien, Haselnüsse, Walnüsse. Aber auch ihnen muss man ausreichend Licht und Wasser sichern. Praktische Erfahrungen mit Direktsaaten von Gehölzen – Bäumen und Sträuchern – an eutrophen und mesotrophen Standorten sind in der Literatur bislang wenig beschrieben, obwohl sich eine ganze Reihe von Fachleuten daran versucht hat. Sinnvoll bleibt die Direktsaat künftig auf degradierten und nährstoffarmen Böden, in extremen Geländeformen ohne Vegetation und an steinigen Standorten mit geringer Oberbodenmächtigkeit, die bodenkundlich stabilisiert und biologisch belebt werden müssen und an denen sich die Pflanzung herkömmlicher Baumschul- oder Forstware nicht wirtschaftlich einsetzen lässt.
Auslegen von Weidenruten
Das lose Auslegen von Ruten oder von Ruten in Form von Faschinen (Rutenbündel) und Matten (Rutenteppich) aus lebenden einjährigen Trieben und älteren Ästen verfolgt meist dasselbe Ziel wie die vorangegangenen Techniken – die schnelle vegetative Sicherung und Belebung von Hängen. Verwendet werden dafür überwiegend gut bewurzelnde und schnell wachsende Gehölze, am häufigsten Weiden. Nach dem Auslegen am Hang werden die Ruten oder Matten mit lebenden Weidenpflöcken, aber auch mit toten Pflöcken, verzinktem Draht oder Geflecht befestigt und mit Erde abgedeckt, damit sie nicht abrutschen und zugleich Bedingungen für eine erfolgreiche Bewurzelung entstehen. Faschinen als Rutenbündel, mindestens 15 cm dick und bis 4 m lang, müssen stets alle 50 cm mit Draht abgebunden werden. Das Einbauen von Faschinen sowie das Auslegen von Ruten und Matten sind ungewöhnliche, spezielle ingenieurbiologische Verfahren, die vor allem bei der Renaturierung von Fließgewässern, beim Bau von Erdwällen und bei der Sicherung frisch angelegter Einschnitts- und Dammböschungen entlang von Straßen eingesetzt werden.
Das Setzen von Stangen, das Stecken von Steckhölzern, Direktsaaten und das Auslegen von Ruten und Ästen sind spezielle ingenieurbiologische Verfahren der Gehölzbegründung, die neben anderen Regelwerken auch die DIN 18918 Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Ingenieurbiologische Sicherungsbauweisen regelt.
Vor dem Pflanzen: Kauf, Transport und Einschlag der Pflanzen

Vorbereitende Arbeiten vor der Pflanzung
Lieferung des Pflanzmaterials
Beim Kauf von Pflanzmaterial müssen alle unsere Anforderungen im Voraus eindeutig festgelegt werden – also nicht nur die Gehölzarten, sondern auch die Stückzahl, die Größe und am besten auch die von uns gewünschte Qualität. Beim Einkauf und vor allem bei der Übernahme des Pflanzmaterials in der Baumschule sollten wir die Qualität möglichst aller Pflanzen prüfen, und zwar noch vor der Übernahme. Entspricht eine Pflanze nicht der geforderten Qualität, muss sie gegen eine andere getauscht werden.
Transport der Pflanzen
Beim Transport der Pflanzen zum Pflanz- oder Einschlagort darf es nicht zu Beschädigungen kommen. Gehölze sind bis zur Pflanzung so zu transportieren und zu lagern, dass die Wurzeln (besonders bei wurzelnackter Ware) nicht der direkten Einwirkung von Temperatur und Wind ausgesetzt sind, die sie schädigen können (durch Austrocknen oder Gefrieren der Holzgewebe und Ähnliches). Die Wurzeln müssen bei Transport und Lagerung stets feucht und dunkel gehalten werden (z. B. in Jute eingeschlagen). Sie dürfen keinesfalls austrocknen (Desikkation). Dasselbe gilt faktisch auch für die Lagerung des Pflanzmaterials bis zur Pflanzung am Standort. Ballenware ist so zu transportieren, dass die Ballen nicht beschädigt werden oder gar aufreißen. Der oberirdische Teil ist so zu sichern, dass er nicht beschädigt wird (also kein Anbrechen oder Brechen von Kronenästen, keine Verletzung der Stammrinde usw.).
Die Bedingungen für den Transport des Materials legt die DIN 18916 Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Pflanzen und Pflanzarbeiten fest. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Fällen gelten, in denen Bäume mit Laub oder Nadeln transportiert werden müssen. In solchen Fällen steigt das Risiko der Austrocknung.
Einschlag der Pflanzen vor der Pflanzung
Grundsätzlich gilt, dass Gehölze so bald wie möglich nach der Übernahme aus der Zier- oder Forstbaumschule gepflanzt werden sollten, also möglichst sofort. Durch den Einschlag bis zur Pflanzung steigt das Risiko von Verletzungen ihrer Teile oder einer Verschlechterung von Gesundheitszustand und Vitalität, was das Ergebnis des gesamten Pflanzvorgangs beeinträchtigen kann. Der Einschlag wurzelnackter Pflanzen ist sehr riskant, weil er die Anwuchsrate nach der Pflanzung senkt – und zwar umso mehr, je länger die Pflanzen eingeschlagen sind. Jede dreißig Sekunden, in denen die Wurzelhaare wurzelnackter Gehölze direkt Wind und Sonne ausgesetzt sind, verringern ihre Überlebens- und Regenerationsfähigkeit um bis zu 50 %.
Die Bedingungen für den Einschlag legt die DIN 18916 Pflanzen und Pflanzarbeiten fest. Gemäß dieser Norm müssen die Pflanzen unmittelbar nach der Lieferung gepflanzt werden. Ist das nicht möglich, müssen sie gelagert und vor Austrocknung, Frost, Wind oder Überhitzung ihrer Teile geschützt werden. Ist eine Lagerung über 48 Stunden hinaus nötig, sind die Pflanzen in Gräben in den Boden einzuschlagen, die Wurzeln oder Ballen zu durchschlämmen und von allen Seiten mit lockerer Erde anzuhäufeln, anzudrücken und zu wässern. Gebündelte Pflanzen sind zu lösen, damit die Erde an alle Wurzeln gelangt. Im Einschlag müssen wir das Austrocknen der Wurzeln verhindern und dem Zerfall der Erdballen vorbeugen. Das Pflanzmaterial sichern wir auch gegen Wildverbiss, und empfindliche Pflanzen decken wir im Winter gegen Frost mit Stroh, Reisig, Falllaub und Ähnlichem ab.
Pflanzen aus natürlichen Beständen und aus früheren Pflanzungen sollen ohne Zwischeneinschlag gepflanzt werden.
Standort vorbereiten: Unkraut entfernen, Boden lockern und verbessern

Standortvorbereitung für die Pflanzung
Die grobe und feine Geländemodellierung, häufig verbunden mit der Unkrautentfernung, führen wir am besten durch mechanische Bodenbearbeitung durch. Durch wiederholtes Bearbeiten und Einebnen des Bodens zerstören wir die Grasnarbe und damit unerwünschte Unkräuter. Chemisch lässt sich nur eingeschränkt arbeiten: In Haus- und Kleingärten sind glyphosathaltige Mittel in Deutschland nicht zugelassen, und im beruflichen Bereich dürfen Pflanzenschutzmittel ausschließlich Personen mit Sachkundenachweis und nur im zugelassenen Anwendungsgebiet einsetzen. Maßgeblich ist das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL.
Eine weitere vorbereitende Arbeit kann die Einsaat von Gräsern und Kräutern an der Stelle der künftigen Pflanzung sein, um den Unkrautwuchs während der Nachpflege zu begrenzen.
Die Standortvorbereitung vor der Pflanzung kann auch die Beseitigung vorhandener Gehölze umfassen – ohne oder mit Entfernung von Stubben und Wurzeln.
Standortvorbereitung
Nach dem Abstecken des künftigen Bestands oder des Pflanzplatzes des einzelnen Gehölzes im Gelände beginnt die Bodenvorbereitung am Standort, insbesondere die Unkrautentfernung, die Lockerung und die Verbesserung der chemischen, physikalischen und biologischen Eigenschaften, soweit das für das Wachstum der Gehölze nötig ist (Aufbringen von Oberboden, Düngung, Kalkung usw.). Diese Arbeiten erfolgen entweder flächig oder punktuell, je nach Art des Bestands, Geländerelief, Größe und Form der Fläche, Bodenqualität, Zugänglichkeit für große und kleine Technik und Ähnlichem.
Die Unkrautentfernung kann gleichzeitig mit der mechanischen Bodenbearbeitung erfolgen. Dabei wird nach klassischer landwirtschaftlicher Methode vorgegangen. Die Fläche wird je nach Situation zunächst gemäht oder direkt gepflügt bzw. gefräst. Es folgen das Einebnen und das Eggen. Auf kleinen Flächen oder an Standorten, die für landwirtschaftliche Maschinen nicht zugänglich sind, wird mit Handgeräten oder Kleintechnik gearbeitet, und auch der Umfang der Arbeiten wird minimiert. Auf stark verunkrauteten Flächen lohnt sich die wiederholte Bodenbearbeitung, bei der neu aus Samen, Rhizomen oder Wurzeln austreibende Unkräuter zerstört werden. In solchen Fällen muss mit der Standortvorbereitung ausreichend lange vor der Pflanzung begonnen werden. Eine chemische Unkrautbekämpfung ist nur im beruflichen Bereich, nur mit einem für dieses Anwendungsgebiet zugelassenen Mittel und nur durch sachkundige Personen möglich; die Bestände sollten dabei 5–15 cm hoch sein. Das zugelassene Mittel und die Auflagen prüft man im Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL, im Zweifel beim Pflanzenschutzdienst des Bundeslandes. Behandelte Pflanzen lassen wir so lange in Ruhe, bis sie vollständig abgetrocknet sind. Erst dann beginnen wir mit der Bodenbearbeitung oder der Pflanzung.
Die Standortvorbereitung vor der Pflanzung kann auch die Verbesserung der Bodenqualität durch das Aufbringen von neuem Oberboden, Kompost, Kalkstein, Sand, mineralischen Düngern oder anderen Komponenten umfassen, um ein günstigeres Bodenregime für das Wachstum der Gehölze zu erreichen. Die Ausbringung dieser Stoffe erfolgt auf Grundlage vorheriger Bodenuntersuchungen und Analysen zusammen mit der Bodenbearbeitung, entweder flächig oder punktuell.
Zu den Maßnahmen vor der Pflanzung zählt, vor allem auf größeren Flächen, auch die Einsaat von Vorkulturen (z. B. Leguminosen-Getreide-Gemenge, Senf, Raps, Lupine, Phacelia), mit denen der Boden von Unkräutern gereinigt und nach dem Einarbeiten zugleich mit organischer Substanz angereichert wird. Die Maßnahme hat ihren Sinn auf nährstoffarmen Böden. Zu den vorbereitenden Arbeiten gehört als eine Alternative auch die Einsaat schwachwüchsiger Gräser und Kräuter auf der Fläche der künftigen Gehölzpflanzung, um den Unkrautwuchs zu begrenzen, wenn wir im Bestand keine offene Bodenfläche halten wollen oder können. Zu den Vorbereitungsarbeiten am Standort gehört ebenfalls die Beseitigung vorhandener Gehölze, die entweder abgängig sind oder nach dem empfohlenen Pflegekonzept für den Bestand ausgetauscht werden sollen. Bäume lassen sich durch Fällen oder durch Ziehen mit Erdbaumaschinen entfernen. Stubben unerwünschter, stark ausschlagender Gehölze beseitigen wir am zuverlässigsten durch Fräsen; eine chemische Stubbenbehandlung ist nur mit zugelassenem Mittel und nur durch sachkundige Personen zulässig. Abgeschnittene Äste geringeren Durchmessers und kleinere Stämmchen schreddern wir und nutzen sie als organische Bodenverbesserung oder als Mulchmaterial, das die Verunkrautung der künftigen Pflanzung verhindert.
Eine Standortvorbereitung in Form gründlicher Bodenbearbeitung und der weiteren genannten Maßnahmen ist auf ausreichend großen, reliefgünstigen und maschinell bearbeitbaren Flächen möglich. An steilen, schwer zugänglichen oder felsigen Hängen, an Erosionsschutzrainen, an Ufern von Gewässern und Stauseen, in bestehenden Alleen und Ähnlichem wird die Bodenvorbereitung überwiegend minimiert bzw. auf Teilmaßnahmen am Ort des künftigen Setzlings beschränkt, die zusammen mit der Pflanzung erfolgen (Abtragen der Grasnarbe, Aufbringen von Oberboden, Dünger).
Wann Bäume pflanzen: der richtige Pflanztermin je nach Gehölzart

Pflanztermin
Bei der Wahl der geeigneten Jahreszeit für die Pflanzung sind die artbedingten Besonderheiten der einzelnen Gehölzarten zu beachten.
Die günstigste Jahreszeit für die Pflanzung wurzelnackter Gehölze ist die Vegetationsruhe, also nach dem Laubfall und vor dem Austrieb sowie vor dem Wurzelwachstum im Vorfrühling. Wurzelnackte Gehölze dürfen nicht bei Frost gepflanzt werden. Herbstpflanzungen sind günstiger, denn der Boden ist durchwärmt und ermöglicht eine gewisse Zeit intensives Wurzelwachstum, obwohl der oberirdische Teil bereits in der Dormanz ist. Die Herbstpflanzung schont die Bodenfeuchte, die Pflanzen wurzeln besser ein und wachsen besser an. Sommergrüne Laubgehölze pflanzen wir von Oktober bis zum Bodenfrost und im Frühjahr bis zum Knospenaustrieb. Kürzer vor dem Austrieb pflanzen wir Gehölze mit hartem Holz. Wurzelnackte forstliche Setzlinge von Nadelgehölzen pflanzen wir mit Ausnahme der Lärchen lieber im Frühjahr.
Gehölze mit Wurzelballen oder Containerware lassen sich das ganze Jahr über pflanzen (ausgenommen Trockenperioden mit starker Sonneneinstrahlung und Frostperioden mit gefrorenem Boden). Auch hier ist jedoch die beste Pflanzzeit der Herbst nach dem Laubfall und danach der Vorfrühling. Baumschulen liefern Ballenware aus betrieblichen Gründen ohnehin nur in diesen beiden Saisons – der Herbstsaison (etwa von September bis zum Bodenfrost) und der Frühjahrssaison (vom Auftauen des Bodens bis zum Beginn des Austriebs).
Immergrüne Gehölze und Nadelgehölze können mit Ballen das ganze Jahr über gepflanzt werden, ausgenommen die Zeit des Austriebs der Jahrestriebe. Die beste Pflanzzeit ist für sie jedoch der Frühherbst (September bis Mitte Oktober), damit sie bis zum Winter einwurzeln und auch im Winter Wasser aufnehmen können.
Gehölze sollten weder während des Knospenaustriebs noch während des Laubfalls gepflanzt werden. Wir pflanzen nicht bei extrem niedrigen Temperaturen, in Trockenperioden und bei trockener, warmer und windiger Witterung. Manche Versuchspflanzungen waren auch während der intensiven Bildung von Jahrestrieben nicht erfolgreich. Bei der Pflanzung ist ein konsequenter Schutz des Wurzelsystems vor Sonneneinstrahlung, Wind und Trockenheit wichtig. Wertvolle japanische Erfahrungen mit dem erfolgreichen Verpflanzen von Bäumen bei Nacht, wenn diese Stressfaktoren am geringsten wirken, bestätigen das nur.
In den USA heißt es gerne, die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, sei schon vor zwanzig Jahren gewesen – und die zweitbeste sei jetzt. Zögern wir also nicht. Pflanzungen sind dringend nötig, in unserer Landschaft wie in den Städten gibt es erschreckend wenige Gehölze, vor allem Bäume.
Vom Bauablauf einer Grünanlage her werden Gehölze meist nach Abschluss der Geländearbeiten, der Bodenauftragungen sowie nach guter Einebnung und Setzung des Bodens gepflanzt.
Pflanzort wählen: Abstände zu Leitungen, Straßen und anderen Bäumen

Pflanzort
Standorte mit guten Bodenverhältnissen bepflanzen wir lieber mit größeren (älteren) Pflanzen in den endgültigen Pflanzabständen. Jüngere Setzlinge erfordern an diesen Standorten mehr Nachpflege, insbesondere Schutz vor Unkräutern, die den Pflanzungen stark Konkurrenz machen können. Arme und degradierte Standorte bepflanzen wir dicht mit jüngeren Pflanzen.
Am liebsten pflanzen wir auf offenem, unkrautfreiem Boden. Man kann Gehölze auch in einen kurz vor der Pflanzung künstlich angelegten Rasen setzen. Solitärgehölze pflanzen wir häufig in alte Grasnarbe, die wir zuvor abtragen. Flächige Pflanzungen legen wir bei Streifen-, Band- und Flächenbeständen wegen der späteren rationellen Pflege in Reihen an. Die traditionelle Form der Reihenpflanzung ist der Dreiecksverband, bei dem die Pflanzen in benachbarten Reihen jeweils um den halben Abstand versetzt stehen. Möglich sind aber auch andere Verbände – quadratisch, rechteckig, trapezförmig. Gewöhnlich pflanzen wir von Hand. Kleine und forstliche Jungpflanzen können auf gut vorbereiteten Flächen direkt in den Spatenschlitz oder auch mit einer Pflanzmaschine gesetzt werden. Die Reihenabstände richten wir nach der Technik, mit der wir den Boden bearbeiten werden (Mäher, Bodenfräsen, Hackgeräte). Sie sollten nicht kleiner als 1 m sein. Die Abstände in der Reihe wählen wir mit Blick auf Gehölzart, Größe und Form der Pflanze, Funktion des Bestands und Ähnliches. Der Mindestabstand beträgt 0,5 m (forstliche Baumjungpflanzen). Gehölze pflanzen wir in Pflanzgruben, Gräben oder Furchen. Am Hang pflanzen wir in waagerechte oder in schräg unter 45° verlaufende Gräben, um der raschen Bildung von Erosionsrinnen vorzubeugen. Pflanzverfahren, Verband, Abstände und weitere Aspekte muss ein Fachmann genau festlegen, am besten in der Planungsunterlage.
Gehölze pflanzen wir so, dass sie nicht in direkten Konflikt mit Versorgungsleitungen geraten. Wir halten daher Mindestabstände (Schutzstreifen) von diesen Leitungen ein. Als Richtwerte gelten mindestens 2 m zu Fernwärme- und Gasleitungen und 1 m zu Kanalisation, Wasser- und Stromleitungen; verbindlich sind jedoch das DVGW-Merkblatt GW 125, die DIN 18920 und die Vorgaben des jeweiligen Leitungsbetreibers. Befinden sich am geplanten Pflanzort unterirdische Leitungen (Wasser, Gas, Kanalisation, Telefon- und Stromkabel, Leitungen der Straßenbeleuchtung und Ähnliches), sind Bedingungen und Lage möglicher Pflanzungen mit dem Betreiber abzustimmen.
Die geringste Breite von Gehwegen für die Pflanzung kleinkroniger Bäume beträgt in lockerer Bebauung mit niedrigen Häusern mindestens 3,5 m, in höherer geschlossener Bebauung 4,5 m.
Bäume werden 1 m vom Gehwegrand zur Fahrbahn hin gepflanzt und je nach Kronengröße in Abständen von 8–15 m. Die Abstände zwischen den Bäumen einer Allee müssen dabei nicht immer regelmäßig sein. In engeren Straßen, die von Ost nach West verlaufen, ist es besser, nur eine Baumreihe zu pflanzen, und zwar auf der besonnten Seite. Von der Straßenecke sollte der erste Baum mindestens 12 m entfernt stehen, von Einfahrten 2,5 m und von Masten der Straßenbeleuchtung 5 m.
Am besten wachsen Bäume in begrünten, durchgehenden Streifen zwischen Gehweg und Fahrbahn. Kleinkronige Bäume sollten mindestens 8 m voneinander stehen, mittelgroße mindestens 12 m und großkronige mindestens 18 m. Großkronige Bäume sollten nicht in Rasenflächen unter 3 m Breite gepflanzt werden.
Pflanzgrube: richtige Größe, Form und Verfüllen

Pflanzarbeiten
Pflanzgruben und Pflanzgräben
Der erste Schritt bei der Pflanzung am zuvor gewählten Standort ist das Ausheben der sogenannten Pflanzgrube oder des Pflanzgrabens – des Raums, in den das Gehölz gesetzt wird. Je größer diese Grube ist, desto besser wirkt sie sich auf das künftige Wachstum und die Entwicklung der jungen Pflanze aus. Deshalb ist die Frage ihrer Größe ganz entscheidend. Die DIN 18916 gibt an, dass die Pflanzgrube mindestens 1,5-mal größer sein sollte als das Wurzelsystem des Gehölzes oder der Wurzelballen. Die optimale Größe der Pflanzgrube ist 3- bis 5-mal breiter als Wurzelsystem oder Ballen. Das belegt unter anderem auch eine Untersuchung des USDA Forest Service, die zeigte, dass eine Pflanzgrube, die nur 25 % größer ist als der Wurzelballen, dem Wurzelsystem lediglich 10 % seiner ursprünglichen Größe ermöglicht, bevor es in den umgebenden Boden einwurzelt, der das Wurzelwachstum deutlich verlangsamt. Eine Pflanzgrube, die dreimal größer ist als der Wurzelballen, lässt das Wurzelsystem schnell auf bis zu 25 % seiner ursprünglichen Größe wachsen, bis es vom umgebenden Boden gebremst wird. Es ist nämlich erwiesen, dass Wachstum und Entwicklung des Wurzelsystems im umgebenden Boden außerhalb der Pflanzgrube langsamer und qualitativ schlechter verlaufen als in ihr selbst.
Auch die Form der Pflanzgrube ist nicht ganz unerheblich. Sie sollte möglichst zweckmäßig und platzsparend sein. Aus dieser Sicht ist ein kreisrunder Grundriss optimal. Die Grube muss konisch geformt sein – an der Bodenoberfläche flächenmäßig am größten, der Grubenboden am kleinsten. Die Form der Pflanzgrube ist optimal, wenn sie an der Oberfläche 2- bis 3-mal breiter ist als an ihrem Grund. Die Wände der Pflanzgrube fallen leicht zum Grund hin ab. Vorteilhaft ist ihr Aufrauen mit dem Spaten, besonders in schweren tonigen oder verdichteten Böden, damit die Wurzeln leichter durch diese Wände in den umgebenden Boden wachsen. Andernfalls können sich an glatten, nicht aufgerauten Wänden die Wurzeln zur Grubenmitte hin drehen und so den sogenannten Topfeffekt erzeugen, der im vorherigen Kapitel beschrieben ist. Die Pflanzgrube sollte ausreichend breit und flach sein, damit sich das Wurzelsystem möglichst in die Fläche entwickeln kann. Pflanzgruben, die tiefer als breit sind, sind technisch falsch. Dem Ausheben und der Formgebung der Pflanzgrube muss genügend Aufmerksamkeit gelten. Ein amerikanisches Sprichwort sagt: „Man sollte Gehölze für 50 Cent in Pflanzgruben für 5 Dollar setzen.“
Das Ausheben von Gruben oder Gräben erfolgt von Hand oder mit Kleintechnik (Minibagger und Ähnliches). Beim maschinellen Ausheben ist es immer besser, die endgültige Form der Grube und das Aufrauen von Wänden und Grund von Hand mit Spaten, Schaufeln oder anderem scharfem Gerät herzustellen. Auf vernässten Böden ist vor der Pflanzung in der Pflanzgrube eine entsprechende Drainage sicherzustellen. Diese lässt sich auf mehrere Arten herstellen. Entweder füllen wir den Grubengrund mit nicht durchwurzelbarem Material, oder wir bauen ein System aus Belüftungsgruben und -schächten bzw. eine komplette Entwässerung für den Standort. Eine Möglichkeit ist bei diesen Bodentypen auch die Pflanzung in einer sehr flachen Pflanzgrube, in der der Wurzelballen mit seiner Oberkante leicht über dem umgebenden Gelände liegt. In diesem Fall müssen zwei Drittel des Wurzelballens in der Pflanzgrube liegen und nicht mehr als ein Drittel über dem Geländeniveau. Danach ist das Substrat bis an den Wurzelhals anzuhäufeln und von dort allmählich bis auf das bestehende Geländeniveau abzuböschen.
Wann immer es möglich ist, sollten wir den gesamten Aushub der Pflanzgrube auch zum Verfüllen verwenden. Beim Ausheben ohne Bodenaustausch wird die Vegetationsschicht an die Wurzeln der gepflanzten Gehölze gelegt.
Nicht immer lässt sich der Aushub jedoch verwenden (geringe Bodenqualität). Trotzdem sollten beim Verfüllen mindestens 50 % des Aushubs eingesetzt werden. In diesem Fall mischen wir den minderwertigen Boden aus der Pflanzgrube mit einem vorbereiteten, leicht durchwurzelbaren und luftführenden Substrat mit ausreichendem Anteil organischer Substanz, das die gepflanzten Gehölze ernährt. Bewährt haben sich gärtnerische Substrate mit Kompostanteil; reiner Torf wird heute nicht mehr empfohlen – zum einen wegen der geringen Nährstoffreserve, zum anderen wegen des Moorschutzes, torffreie Substrate sind hier die richtige Wahl. Die Erde ist beim Verfüllen laufend leicht anzudrücken, besonders unmittelbar an Wurzeln und Ballen, um Hohlräume in der Grube zu beseitigen und so dem Austrocknen der Wurzeln vorzubeugen. Bei der Pflanzung rechnen wir von vornherein mit dem Setzen der Erde in der Grube. Das heißt, wir pflanzen die Gehölze etwas höher, damit die Pflanze nach dem Setzen der Erde auf dem gewünschten Niveau steht. Endgültig gesetzt hat sich der Boden in der Pflanzgrube etwa 6 Monate nach dem Ausheben.
Nach dem Verfüllen um Wurzeln oder Ballen werden die Gehölze in der Pflanzgrube mit ausreichend Wasser eingeschlämmt (setzt sich die Erde, wird Substrat ergänzt). Junge Pflanzen können unter günstigen Bedingungen nur mit feuchten Wurzeln gesetzt werden, ein Angießen ist dann nicht nötig. Die Oberfläche der Pflanzgrube, der sogenannte Gießrand, wird auf die gewählte Weise ausgeformt.
Gießrand und Baumscheibe: Schutz der Wurzelzone in der Stadt

Gießrand und Baumscheibe
Der Gießrand ist eine besonders ausgeformte Oberfläche der Pflanzgrube, die das Wurzelsystem des Gehölzes in der Pflanzgrube und in deren unmittelbarer Umgebung schützt und möglichst ideale Bedingungen für das weitere Wachstum schafft. Die Baumscheibe ist häufig genauso groß wie die Pflanzgrube, ihre Fläche sollte jedoch optimalerweise noch mindestens um ein Drittel größer sein. Ihre Form ist meist kreisrund.
Wichtig ist die Baumscheibe vor allem bei neu gepflanzten großen Bäumen im Stadtbereich. Der Mindestabstand ihres Randes vom Stamm großkroniger Bäume sollte mindestens 1,5 m betragen, bei kleinkronigen Arten mindestens 1,0 m. In der großen Mehrzahl der Fälle ist die Scheibe Teil der Gehweg- oder Verkehrsfläche. Zur Gestaltung der Baumscheibe an schmalen Wegen dienen z. B. gusseiserne Baumroste, Rasengittersteine aus Beton oder grober Schotter. Möglichkeiten gibt es hier viele, doch bedeutet die betrieblich ideale Lösung fast immer eine Einschränkung der Wachstumsbedingungen des Baumes. Ist die Verkehrsfläche ausreichend breit, ist die Lage deutlich günstiger. Die Baumscheibe wird dann leicht über dem umgebenden Gelände angelegt (etwa 5–10 cm). Diese Maßnahme verhindert z. B. das Einschwemmen von Schmutz aus der Gehwegfläche (Ölreste, Hundekot, Reste von Streusalz und Ähnliches) in die Wurzelzone und die anschließende Kontamination des Bodenprofils. Die Oberfläche wird so gestaltet, dass Fußgänger und Fahrzeuge diese Fläche nicht betreten oder befahren, etwa durch Mulchen oder eine Bepflanzung.
Werden Sträucher oder Bäume in zusammenhängende Rasenflächen oder Grünstreifen gepflanzt, wird die Baumscheibe so ausgeführt, dass sie zumindest in den ersten beiden Jahren das Wachstum des Rasens unmittelbar um das Gehölz verhindert. Das lässt sich leicht erreichen, etwa durch Mulchen der Baumscheibe oder durch bloßes Aufbrechen der Grasnarbe.
Baum anbinden und verankern: Baumpfahl, Material und Montage

Verankerung
Gehölze sind nach der Pflanzung bei Bedarf zu verankern. Am häufigsten verankern wir große Alleebäume. Die Verankerung ist aus zwei grundlegenden Gründen nötig: – dem Baum fehlt ein großer Teil seines Wurzelsystems, insbesondere die kräftigen Ankerwurzeln = er ist am Standort nicht ausreichend fixiert = infolge der Bewegungen des Stammes (und zugleich des Wurzelballens) bei Wind werden die neu entstehenden Feinwurzeln beschädigt,
– Schutz des neu gepflanzten Baumes vor Vandalismus, vor Verletzungen der Stammbasis durch Rasenmäher oder Freischneider, vor Beschädigungen während Bauarbeiten, durch parkende Fahrzeuge und Ähnliches.
Aufgabe der Verankerung ist die Fixierung des Baumes gegen seitliche Bewegungen; sie darf jedoch die Bewegung des Baumes nach unten nicht behindern. Diese Bewegung tritt beim Setzen des Substrats in der Pflanzgrube ein. Bei absolut starrer Verankerung könnte der Baum samt Wurzelballen im Boden „hängen“ bleiben. Der mit Luft gefüllte Raum zwischen Wurzelballen und Boden in der Pflanzgrube (der sogenannte Hohlraum) würde dann zum Austrocknen des Wurzelraums und zum Absterben der Wurzeln beitragen.
Allgemein sind jene Bauarten der Baumverankerung am besten geeignet, die im Grundriss am wenigsten Fläche beanspruchen und die Nachpflege des Baumes und des Grüns auf den umliegenden Flächen nicht erschweren. Besonders wichtig ist die Verankerung an windigen Standorten und auf leichten sandigen Böden.
Die Verankerung ist mindestens einmal jährlich regelmäßig zu kontrollieren und gegebenenfalls instand zu setzen, wenn sie zerstört, funktionslos oder für den Baum mechanisch schädlich ist. Ihre Wirkung am Baum ist zeitlich begrenzt: Sie sollte nach etwa 3 Jahren entfernt werden, wobei die jährliche Kontrolle notwendig ist. Es kann nämlich zu erheblichen mechanischen Schäden am Baumgewebe kommen, wenn die Anbindungen in das Stammholz einwachsen.
Die grundlegenden Bauarten der Verankerung sind: – die unterirdische Verankerung – also des Wurzelballens in der Pflanzgrube, – die oberirdische Verankerung – also die Fixierung des Stammes in verschiedenen Höhen, – die kombinierte Verankerung.
Die unterirdische (sogenannte englische) Verankerung in der Pflanzgrube ist visuell nicht erkennbar und lässt sich nicht ohne Weiteres kontrollieren, was zugleich ihr unbestrittener Vorteil und ihr Nachteil ist (fehlende Kontrollmöglichkeit). Die bekannteste Ausführung der unterirdischen Verankerung ist das System Platipus. Sie wird für große Bäume mit hochwertigen, großen und sehr festen Wurzelballen verwendet, die durch die Verankerung in den Boden gedrückt werden. Stamm und Krone werden nicht verankert. Das System ist aufwendig, zur Montage braucht es eine Spezialausrüstung, ohne die sich der Baum nicht fachgerecht verankern lässt. Die Verankerung lässt sich nutzen, um den Wurzelballen an Betonringen, Bordsteinen oder bei großen Alleebäumen zu sichern. Sie wird seit einigen Jahren mit guten Ergebnissen recht häufig eingesetzt.
Die oberirdische Verankerung des Baumes hat ihren Ursprung in den Niederlanden, wo zur Verankerung Holzpfähle in unterschiedlicher Zahl und Größe verwendet werden, die in den Grund der Pflanzgrube eingeschlagen und mit Bindematerial in verschiedenen Höhen am Stamm fixiert werden. Man spricht vom „holländischen“ Dreibock bzw. der holländischen Verankerung. Eine andere Bauart ist die Verankerung Optimal, bei der die Pfähle außerhalb der Pflanzgrube im Boden stehen und im Winkel von 45° am Stamm befestigt werden. Ein ähnliches Verfahren, allerdings mit Stahlseilen, das den Baum im unteren Kronenbereich hält, nutzen viele Firmen – am bekanntesten ist auch hier das System Platipus aus England. Vorteil der oberirdischen Verankerung ist die Möglichkeit ständiger Sichtkontrolle und Nachbesserung sowie der Schutz der Bäume vor manchen negativen Einflüssen des Stadtraums, vor allem vor Vandalismus und parkenden Fahrzeugen. Ihr Nachteil ist die Massigkeit der Bauteile und mögliche Probleme mit der Verkehrssicherheit (besonders bei schlechter Sicht).
Bei Bäumen großer Dimensionen lassen sich beide Bauarten kombinieren und die Bäume sowohl im Boden als auch oberirdisch fixieren.
Das holländische Verfahren, bei dem zur Verankerung der Stämme Holzpfähle unterschiedlicher Größe und Zahl verwendet werden, ist bei uns wie weltweit die häufigste Baumverankerung, ausreichend bekannt und langjährig erprobt.
Geschälte Holzpfähle mit (halb)rundem Querschnitt werden in der Regel senkrecht in den Grund der Pflanzgrube eingeschlagen. Die Pfähle sind meist entrindet, häufig ist ihre Oberfläche zusätzlich imprägniert, damit sie vor allem im Boden der Fäulnis standhält. Verwendet werden dürfen nur Holzschutzverfahren, die für den Erdkontakt zugelassen sind – in der Regel Kesseldruckimprägnierung nach DIN 68800; ein Auswaschen von Chemikalien in den Boden ist bei Baumverankerungen nicht hinnehmbar. Die Standzeit der Pfähle muss nach DIN 18916 mindestens 2 Jahre betragen. Die Pfahlköpfe werden mit halbrunden Querhölzern verbunden, um der Konstruktion die nötige Stabilität zu geben. Nach dem Einschlagen dürfen sie nicht ausgefranst bleiben, gegebenenfalls sind sie nachzuarbeiten.
Bei wurzelnackten Gehölzen müssen die Pfähle mindestens 30 cm tief in den nicht gelockerten Boden eingeschlagen werden. Bei Bäumen mit einer Stammhöhe bis 250 cm müssen die Pfähle mindestens 25 cm und höchstens 10 cm unter dem Kronenansatz enden. Schräge Pfähle werden so eingeschlagen, dass ihr Kopf gegen die vorherrschende Windrichtung zeigt; an Hängen weisen die Köpfe schräger Pfähle vom Hang weg (Pfahlfuß oberhalb des Gehölzes).
Einen einzelnen Pfahl verwenden wir bei Gehölzen kleiner Dimensionen. In diesem Fall wird der Pfahl auf der Seite mit dem stärksten Verkehr an den Stamm gelegt, bei Straßen, die im Winter mit Streusalz behandelt werden, zur Fahrbahn hin. Wollen wir den Stamm vor Sonnenbrand beschatten, setzen wir den Pfahl auf der Südseite; wollen wir die Verdunstung am Stamm verringern, setzen wir ihn auf der Seite der vorherrschenden Winde, in Überschwemmungsgebieten gegen die Strömung. Zwei Pfähle setzen wir in Verkehrsrichtung. Drei oder vier Pfähle verwenden wir zur Verankerung hoher, großer Bäume.
Der Stamm wird an den Pfählen mit Anbindungen aus natürlichen oder synthetischen Materialien fixiert. Die Anbindungen sollten möglichst breit, glatt und elastisch, aber fest sein. Am häufigsten kommen flache Gurte aus Kunstfasern wie Polyamid, Polyester, Polypropylen oder Polyurethan zum Einsatz. Verwendet werden auch Kokosfaser oder Juteseile, die sich jedoch häufig lockern und die Stammrinde scheuern. Deshalb sind die Anbindestellen am Stamm mit Jutegewebe zu unterlegen, das das Scheuern verhindert. Die Anbindung fixieren wir zwischen Stamm und Pfahl mit einem Achterknoten. Wir bringen sie ganz oben am Pfahl an, um das Scheuern des Stammes daran zu minimieren. Die Anbindung muss am Pfahl gegen Verrutschen gesichert sein. Anbindungen sind rechtzeitig zu entfernen oder neu zu setzen, damit sie nicht in den Stamm einwachsen.
Stammschutz gegen Sonnenbrand: Juteband und andere Methoden

Schutz des Baumstammes vor Sonnenbrand
Bei neu gepflanzten Bäumen an Standorten mit direkter Sonneneinstrahlung kann es am Stamm zum sogenannten Rindenbrand kommen. Dabei werden nicht nur die Gewebe der sekundären Rinde verletzt, sondern auch Bast und Kambium. Um solche Schäden zu vermeiden, ist es gängige Praxis, die Stämme mit Jutegewebe zu umwickeln, das sie vor direkter Strahlung, hohen Sommertemperaturen und dem Austrocknen der Oberflächenzellen schützt. Anfälliger für Rindenbrand sind Bäume mit dünner Rinde (Ahorn, Buche, Linde) und Bäume, deren Stämme in der Baumschule von Jugend an beschattet standen.
Das Umwickeln des Stammes mit Jute oder anderen Materialien hat jedoch auch seine Risiken. Die Temperaturunterschiede an umwickelten Stämmen sind oft größer als an unbehandelten (siehe die Tabelle aus den Messungen der Firma Lappen, Deutschland). Die Umhüllungen – und die Jute am stärksten – halten dichten Schatten und hohe Feuchtigkeit an der Stammoberfläche, was günstige Bedingungen für Pilzbewuchs und Holzfäulen schafft. Manche rindenbrütenden Schädlinge leben zwischen Umhüllung und Rinde und schädigen diese in der Folge. Als optimal gelten derzeit Schilfrohr- oder Bambusmatten.
Bei uns ist der Stammschutz gegen Sonnenbrand eine übliche Maßnahme. Zwingend notwendig ist er jedoch nicht immer. Besonders an beschatteten Standorten oder an Standorten mit diffuser Strahlung ist dieser Schutz nicht nötig. Das senkt nicht nur die Kosten der Pflanzung, sondern hilft dem Baum auch, natürlich auf den Standortwechsel zu reagieren. Werden Umhüllungen zum Stammschutz eingesetzt, müssen sie regelmäßig kontrolliert und nach und nach vom Stamm entfernt werden, damit sich der Baum langsam an die veränderten Lichtverhältnisse gewöhnt. Vorsicht bei zu strammem Anziehen der Umhüllung um den Stamm: Sie wächst sehr schnell in den Stamm ein (oft schon in einer Vegetationsperiode).
Pflanzschnitt, Gießen und Düngen beim Pflanzen

Pflanzschnitt der Gehölze
Zur Pflanzung gehört in vielen Fällen auch ein passend gewählter Schnitt des Wurzel- und des Kronenbereichs, der zum schnelleren Anwachsen des Gehölzes am Standort beitragen kann. Die Art des Schnitts hängt vom verwendeten Pflanzmaterial ab. Die Aufgabe ist immer dieselbe – den Ausgleich des ungünstigen Verhältnisses zwischen Krone und Wurzel herzustellen, das durch das Roden in der Baumschule, gegebenenfalls durch Transport oder Einschlag entstanden ist. Diesen Schnitt bezeichnen wir als Pflanz- oder Ausgleichsschnitt; seine Grundsätze sind in Kapitel 11 näher beschrieben.
Wurzelnackte Gehölze sind in der Regel einzukürzen oder auszulichten, unter Berücksichtigung von Art und Größe sowie von Standortbedingungen und Jahreszeit. Dabei ist die natürliche oder gewünschte Wuchsform der Gehölze zu wahren. Beschädigte Teile müssen entfernt und die Wunden glatt geschnitten werden. Der Kronenschnitt entfernt gebrochene, mechanisch beschädigte, trockene und sich kreuzende Äste sowie Fehlverzweigungen. Bei der Herbstpflanzung fällt der Schnitt milder aus, bei der Frühjahrspflanzung schneiden wir stärker. Im Frühjahr bildet die Krone Blätter aus, die Fotosynthese betreiben und dafür ausreichend Wasser aus den Wurzeln brauchen, noch bevor die Wurzeln ein neues Netz von Feinwurzeln gebildet haben. Die Wurzeln können es der Krone eine gewisse Zeit lang jedoch nicht liefern (in der Regel mehrere Wochen). Der Wurzelschnitt beschränkt sich auf das Entfernen vertrockneter, verletzter und gebrochener Wurzeln und auf frische Schnittflächen bei verletzten Wurzeln unmittelbar vor dem Einsetzen des Gehölzes in die Pflanzgrube, damit diese Wunden möglichst schnell überwallen.
Gießen und Düngen
Wassermangel kann für neue Pflanzungen (besonders für wurzelnackte Bäume) ein bedeutender Stressfaktor sein. Das Gehölz verfügt über etwa 5 % seines ursprünglichen Wurzelsystems (Folge des Verpflanzens), und diese Wurzeln sind zudem nicht in den umgebenden Boden eingewachsen. Sie können Wasser aus dem Boden nicht wirksam aufnehmen. Manche Fachleute nennen diesen Stress „Verpflanzungsstress“. Am deutlichsten ist er bei wurzelnackten Gehölzen, bei denen der Wurzelverlust am größten ist. Ballen- und Containerware kann diesem Stress ebenfalls ausgesetzt sein, allerdings nicht wegen des Verlusts der meisten Wurzeln, sondern wegen der geringeren Wassergaben am endgültigen Standort im Vergleich zur Baumschule und wegen des Wasserverlusts aus der Wurzelzone in den umgebenden Boden, der schneller abläuft als an der Grenzfläche Container – Luft. Ein starkes Wasserdefizit gepflanzter Gehölze lässt sich nicht nur durch Gießen verringern, sondern auch durch Vernebeln, durch Verkleinern der Verdunstungsfläche (Schnitt, Schattierung, Bandagieren und Ähnliches) und durch den Einsatz von Verdunstungsschutzmitteln.
Am günstigsten, am wenigsten aufwendig und am häufigsten eingesetzt ist das Gießen. Was den Gießaufwand angeht, ist es deutlich besser, Gehölze im Herbst zu pflanzen. Bis zu den kritischen heißen Sommertagen, an denen der Wasserbedarf am höchsten ist, entwickelt sich das Wurzelsystem zumindest teilweise, und der Trockenstress wird auf natürliche Weise minimiert. Die optimale Lösung ist das Angießen unmittelbar nach dem Einsetzen des Gehölzes in die Pflanzgrube.
Ob die Wassergabe nach der Pflanzung ausreicht, lässt sich mit einem sehr einfachen Test feststellen. Zerreibt man die oberen 5 cm Boden, ist er entweder trocken (die Wassergabe reicht nicht), angemessen feucht (die Wassergabe ist optimal) oder schlammig und faulig riechend (es wird in zu kurzen Abständen zu viel gegossen).
Wenn möglich, ist regelmäßiges Vernebeln im Sommer nicht verkehrt, es ist jedoch oft betrieblich und wirtschaftlich aufwendig. Durch das Vernebeln kühlen die Blätter ab und verdunsten weniger Wasser.
Mit Verdunstungsschutzmitteln lassen sich Transpiration und Fotosynthese verlangsamen. Eine einzige Spritzung mit einem Präparat auf Wachs- oder Polymerbasis kann die Verdunstungsverluste für zwei Wochen um 25–30 % senken. Auch hier gilt: Das Mittel muss für dieses Anwendungsgebiet zugelassen sein – nachzulesen im Verzeichnis des BVL.
Zum Zeitpunkt der Pflanzung düngen wir lieber nicht, und wenn doch, dann nur sehr wenig, wobei wir ausschließlich Depotdünger verwenden, deren Nährstoffe über mehrere Jahre nach und nach frei werden. Am besten eignen sich für die Pflanzung Düngetabletten, die wir am besten neben und über den Wurzeln platzieren, eher näher an der Bodenoberfläche. Es ist immer besser, Dünger in die unmittelbare Umgebung der Pflanzgrube zu geben als direkt hinein.
Nachpflege: Bäume in den ersten Jahren nach dem Pflanzen versorgen

Nachpflege
Mit der Pflanzung der Gehölze am endgültigen Standort endet unsere Sorge um sie nicht. Eine gute und verantwortungsvolle Nachpflege in der Zeit des sogenannten Verpflanzungsstresses macht die Hälfte des Erfolgs der ganzen Pflanzung aus, wenn nicht mehr. Der Verpflanzungs- oder Akklimatisationsstress entsteht vor allem durch die deutliche Veränderung der Standortbedingungen und den hohen Wurzelverlust beim Verpflanzen an einen anderen Standort. Er endet dann, wenn sich das Gehölz am Standort akklimatisiert und ein Wurzelsystem gebildet hat, das dem ursprünglichen (also dem vor dem letzten Verpflanzen) in seiner Größe entspricht. Dieser Vorgang dauert je nach Art oder Typ des Gehölzes einige Wochen bis Jahre (am längsten bei großen Alleebäumen). Die Pflege in dieser Zeit heißt Nachpflege. Sie deckt sich nicht mit der Fertigstellungspflege im Sinne der DIN 18916, die bei Pflanzungen bis zur Abnahme läuft. Pflanzungen sind nach der Norm in dem Moment abnahmefähig, in dem die Sicherheit des weiteren Wachstums erreicht ist (also das Anwachsen der Pflanzung). Nicht aber die Überwindung des Verpflanzungsstresses, auch wenn beide Zeitpunkte bei sehr jungen Pflanzen sehr nahe beieinander liegen.
Die Nachpflege ist eine Zeit intensiver Betreuung des Gehölzes und dauert mindestens einige Wochen, bei großen Bäumen bis zu einigen Jahren nach der Pflanzung.
In diesem Zusammenhang ist die bereits genannte Regel noch einmal zu betonen: Je jünger (kleiner) das Pflanzmaterial, desto schneller wächst es am Standort an, desto schneller überwindet es den Verpflanzungsstress und desto früher endet damit auch die Nachpflege. Und umgekehrt.
Die Nachpflege besteht vor allem aus folgenden Maßnahmen: – Gießen und Düngen, – Pflege der Baumscheibe, Lockern und Freihalten der Pflanzungen von Unkraut, – Erziehungsschnitt der Kronen junger Bäume, – regelmäßige Kontrolle der Verankerung und ihr rechtzeitiges Entfernen, – Behandlung mechanischer Verletzungen aus der Pflanzung und den ersten Jahren danach – Schutz vor Krankheiten und Schädlingen.
