Lobelie (Lobelia)
Anbau im Balkonkasten, Aussaat, Arten und Überwintern der Lobelie
Lobelie (Lobelia): Sommerblume für Balkonkasten und Beet

Beliebte Sommerblume mit kleinen Blüten in Blau-, Violett- oder Rosatönen. Geeignet für Balkonkästen, Blumenampeln und Beetränder.
- Standort: sonnig bis halbschattig, humoser, mäßig feuchter Boden
- Höhe: 10–25 cm
- Blütezeit: Juni–Oktober
- Vermehrung: Aussaat im Frühjahr
- Verwendung: Balkonkästen, Blumenampeln, Beetränder, Wegeinfassungen
Die Lobelie ist eine zierliche, reich blühende Sommerblume aus der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und stammt aus dem südlichen Afrika und aus Amerika. Angebaut wird sie vor allem als Zierpflanze für den Sommer – ihre feinen Blüten bilden dichte Teppiche oder Überhänge, die jeden Balkonkasten und jedes Beet zum Leuchten bringen. Am beliebtesten sind die blauen Sorten von Lobelia erinus, bekannt als Männertreu, es gibt aber auch weiße, rosafarbene und violette Varianten.
Zur selben Familie gehören auch die im Garten beliebten Glockenblumen. Im Balkonkasten wie im Beet zählt die Lobelie zu den klassischen einjährigen und zweijährigen Blumen, die jedes Frühjahr neu gepflanzt werden.
Lobelien im Balkonkasten und im Beet anbauen

Die Lobelie gedeiht an einem sonnigen oder leicht schattierten Standort. Sie braucht durchlässigen, humosen Boden mit ausreichend Feuchtigkeit, verträgt aber keine Staunässe. Bei Wassermangel oder hohen Temperaturen stellt sie die Blüte ein, deshalb ist regelmäßiges Gießen, besonders in Gefäßen, wichtig.
Für eine reiche Blüte empfiehlt sich einmal wöchentlich eine Düngung mit flüssigem Naturdünger, zum Beispiel mit DÜNGEE, das die Blütenbildung und die Vitalität der ganzen Pflanze fördert. Nach der ersten Blüte lassen sich die Pflanzen leicht zurückschneiden, damit sie neu austreiben und bis in den Herbst weiterblühen.
Die Lobelie ist eine blühende Sommerblume, ihr tut daher ein ausgewogener Universaldünger gut — reiner Stickstoff würde sie auf Kosten der Blüten ins Laub treiben. Die genauen Mengen für die einzelnen Packungsgrößen finden Sie unter Dosierung. Im Balkonkasten und in der Blumenampel werden die Nährstoffe schneller ausgewaschen als im Beet, deshalb wird dort häufiger und schwächer gedüngt.
Vermehrung und Aussaat der Lobelie: wann die Samen säen
Die Lobelie wird ausschließlich durch Aussaat von Samen vermehrt, am besten schon im Februar bis März im beheizten Gewächshaus oder zu Hause am Fenster. Die Samen sind sehr fein, deshalb werden sie nur auf die Substratoberfläche gesät und nicht mit Erde bedeckt. Die Keimung dauert 10–14 Tage bei einer Temperatur um 18 °C.
Sobald die Pflanzen kräftiger sind, werden sie pikiert, und Mitte Mai können sie ins Freie gepflanzt werden. In Töpfen pflanzt man am besten mehrere Jungpflanzen zusammen, damit ein dichter Horst entsteht.
Lobelien-Arten: Hängelobelie, Männertreu, Kardinalslobelie und Stauden-Lobelie
Unter dem Namen Lobelie treffen im Handel zwei ganz verschiedene Pflanzengruppen aufeinander: zierliche Sommerblumen für Gefäße und hohe Stauden für das feuchte Beet. Entsprechend unterscheidet sich auch ihre Pflege.
- Männertreu (Lobelia erinus) — die häufigste Sommerblume, 10–25 cm hoch, mit blauen, weißen, rosafarbenen und violetten Blüten. Aufrechte Sorten eignen sich zur Beeteinfassung, hängende für Gefäße.
- Hängelobelie — hängende Sorten des Männertreu (zum Beispiel die Serien Regatta, Sapphire oder Richardii). Die Triebe werden 30–40 cm lang und fallen über den Rand von Blumenampeln und Balkonkästen.
- Kardinalslobelie und Prachtlobelie (Lobelia cardinalis, Lobelia × speciosa) — Stauden von 60–100 cm Höhe mit kräftig roten Blüten. Sie brauchen dauerhaft feuchten Boden und gedeihen hervorragend am Teichrand.
- Indianertabak (Lobelia inflata) — eine Heilpflanze, die im Garten nicht als Zierpflanze angebaut wird.
Stauden-Lobelien pflanzt man zwischen andere Stauden; am Wasser passen dazu Sumpfpflanzen, die denselben feuchten Standort vertragen.
Lobelien überwintern
Das Männertreu wird bei uns als Sommerblume angebaut und endet mit den ersten Frösten. Trotzdem lässt es sich ins nächste Jahr retten: Schneiden Sie die Pflanze noch vor den Frösten auf etwa 5 cm zurück, stellen Sie sie samt Gefäß in einen hellen Raum mit 5–10 °C und gießen Sie über den Winter nur sparsam, damit das Substrat nicht völlig austrocknet. Im Frühjahr topfen Sie die Pflanze in frisches Substrat um und beginnen wieder zu düngen.
Die Stauden-Lobelien — Kardinalslobelie und Prachtlobelie — überwintern im Freien. Im Herbst wird der oberirdische Teil zurückgeschnitten und der Horst mit einer Schicht Laub oder Reisig abgedeckt. Zwei Dinge vertragen sie nicht: Ausfrieren in trockenem Boden und stehendes Wasser an den Wurzeln über den Winter.
Verwendung in der Gartengestaltung: womit Lobelien kombinieren
Lobelien eignen sich ideal für die Kombination mit anderen Sommerblumen – zum Beispiel mit Geranien, Petunien oder Begonien. In Mischpflanzungen kommen sie gut zur Geltung, wo sie als farbige Füllung oder als Überhang über den Gefäßrand wirken. Niedrige Formen eignen sich auch für die Einfassung von Beeten oder für Wegränder.
In Blumenampeln passen zu ihr außerdem Surfinien und Fleißige Lieschen, in schattigere Balkonkästen dann Farne.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Lobelie eine Staude oder eine Sommerblume?
Das hängt von der Art ab. Das Männertreu (Lobelia erinus), also die Pflanze, die in Balkonkästen und Blumenampeln verkauft wird, ist eine Sommerblume und wird jedes Frühjahr neu gepflanzt. Die Kardinalslobelie und die Prachtlobelie sind dagegen ausdauernde Stauden, die im Beet viele Jahre stehen bleiben.
Wie lange blüht die Lobelie?
Von Juni bis zu den ersten Frösten, also etwa bis Oktober. Stellt die Pflanze in der größten Hitze die Blüte ein, hilft ein Rückschnitt um etwa ein Drittel, kräftiges Gießen und eine Düngung — nach zwei bis drei Wochen treibt sie neu aus und bringt eine zweite Blütenwelle.
Wie zieht man Lobelien im Balkonkasten?
Pflanzen Sie mehrere Jungpflanzen zusammen, etwa 10–15 cm voneinander entfernt, in ein hochwertiges, durchlässiges Substrat mit einer Drainageschicht am Boden. Stellen Sie den Balkonkasten an einen sonnigen bis leicht schattierten Platz und gießen Sie regelmäßig, am besten morgens. Im Gefäß werden die Nährstoffe schnell ausgewaschen, deshalb freut sich die Lobelie über eine schwächere Düngergabe einmal pro Woche.
Wie überwintert man die Lobelie?
Schneiden Sie das Männertreu vor den Frösten auf 5 cm zurück und stellen Sie es in einen hellen Raum mit 5–10 °C, wo Sie es nur mäßig gießen. Stauden-Lobelien bleiben draußen — der oberirdische Teil wird zurückgeschnitten und der Horst mit Laub oder Reisig abgedeckt.
Ist die Lobelie giftig?
Pflanzen der Gattung Lobelia enthalten das Alkaloid Lobelin und gelten als leicht giftig, am stärksten der Indianertabak (Lobelia inflata). Das Männertreu als Zierpflanze im Balkonkasten ist nicht gefährlich, verzehrt werden sollte es aber nicht — waschen Sie sich nach der Arbeit mit der Pflanze die Hände und lassen Sie ihre Teile nicht in Reichweite kleiner Kinder liegen.
Wann sät man Lobelien aus?
Im Februar bis März ins warme Gewächshaus oder zu Hause auf die Fensterbank. Die Samen sind sehr fein, deshalb werden sie auf die Substratoberfläche gesät und nicht mit Erde bedeckt. Bei einer Temperatur um 18 °C laufen sie in 10–14 Tagen auf.
