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Mädchenauge (Coreopsis)

Anbau, Blüte, Schnitt und Überwintern der gelb blühenden Stauden und Sommerblumen

Lang blühende und eindrucksvolle Stauden und Sommerblumen für das Beet.

Standort: Vollsonnig. Boden nährstoffreich, sandig-humos, frisch bis trocken.

Höhe: Je nach Art 25–80 cm (200 cm).

Blütezeit: Juni–September.

Vermehrung: Durch Teilung, Stecklinge von der Basis und Aussaat.

Die Gattung Coreopsis stammt aus Nordamerika und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In ihrer Heimat haben die einzelnen Arten recht unterschiedliche Ansprüche an den Standort. Die kultivierten Arten und Sorten bevorzugen frische, nährstoffreiche Böden in voller Sonne. Mädchenaugen beleben Sommer- und Staudenbeete mitten im Sommer und im Herbst mit gelben Blüten und sind deshalb wichtige Gartenpflanzen. Mit Ausnahme von Coreopsis tripteris und C. verticillata sind die übrigen Arten recht kurzlebig. Im Beet passen Mädchenaugen hervorragend zu sommerlichen Astern, zu Rittersporn, Kokardenblumen, Salbei und Fingerkraut.

Mädchenauge pflanzen und pflegen: Standort, Gießen und Düngen

Das Mädchenauge gehört zu den anspruchslosen Beetpflanzen. Entscheidend sind vor allem das Licht und die Durchlässigkeit des Bodens: In voller Sonne blüht es reich und lange, im Halbschatten strecken sich die Stängel und es bilden sich weniger Blüten. Ein schwerer, über den Winter vernässter Boden ist die häufigste Ursache dafür, dass die Pflanze nur eine Saison durchhält – in einen solchen Boden arbeitet man am besten Sand oder feinen Kies ein.

Mäßiges Gießen genügt. Feinlaubige Arten, vor allem Coreopsis verticillata, vertragen auch längere Trockenheit; dagegen wollen C. grandiflora und C. lanceolata den Boden zur Blütezeit eher frisch. Lieber durchdringend und dafür seltener gießen, direkt an die Wurzeln.

Beim Düngen muss man es nicht übertreiben. Hohe Stickstoffgaben treiben das Mädchenauge ins Laub, die Stängel werden weich und knicken um, während nur wenige Blüten erscheinen. Bewährt hat sich eine Gabe organischen Universaldüngers, die beim Frühjahrsputz ins Beet eingearbeitet wird, und eine leichte Nachdüngung zu Beginn der Blüte. Die Nährstoffe aus dem organischen Dünger DÜNGEE werden nach und nach frei, sodass die Pflanze den ganzen Sommer über gleichmäßig versorgt wird und keinen einmaligen Stickstoffschub bekommt. Der Auszug wird verdünnt und an die Wurzeln gegossen, nicht auf die Blätter.

Vermehrt wird durch Teilung der Horste im Frühjahr, durch Stecklinge von der Basis der Pflanze oder durch Aussaat. Die staudigen Arten teilt man am besten nach drei bis vier Jahren – das verjüngt den Horst und die Pflanze hält länger durch.

Wann das Mädchenauge blüht, wann man es schneidet und ob es winterhart ist

Blüte. Je nach Art und Sorte blüht das Mädchenauge von Juni bis September. Am frühesten beginnen C. lanceolata und C. verticillata (ab Juni), C. grandiflora setzt die Hauptwelle im August an und C. basalis blüht erst von Mitte August bis Ende September. Mit einer Kombination der Arten lässt sich Gelb im Beet den ganzen Sommer über halten.

Schnitt. Das laufende Entfernen verblühter Körbchen ist beim Mädchenauge der wirksamste Weg, die Blüte zu verlängern – die Pflanze setzt keine Samen an und bildet neue Knospen. Nach der Hauptblüte wird der ganze Horst um etwa ein Drittel zurückgeschnitten; bei C. lanceolata und C. tinctoria lässt sich damit zuverlässig eine zweite, herbstliche Blütenwelle auslösen.

Überwintern. Die staudigen Mädchenaugen sind bei uns winterhart, reagieren aber empfindlich auf Winternässe. Die trockenen Stängel lässt man besser über den Winter stehen und schneidet sie erst im Frühjahr zurück – sie schützen die Horstmitte und halten den Schnee fest. Bei jungen und kurzlebigen Horsten lohnt es sich, Kompost anzuhäufeln oder sie leicht mit Reisig abzudecken. Die einjährigen C. tinctoria und C. basalis überstehen den Winter nicht; sie werden jedes Jahr neu ausgesät oder säen sich im Beet selbst aus.

Großblumiges Mädchenauge (Coreopsis grandiflora ‚Badengold‘)

Dichter Bestand des Großblumigen Mädchenauges mit goldgelben Blüten an langen Stielen, rechts blauvioletter Salbei

Es wird bis zu 70 cm hoch und hat frischgrüne, fiederteilige Blätter. Die goldgelben Blüten an langen Stielen werden bis zu 10 cm breit und erscheinen von August bis September. Coreopsis grandiflora eignet sich auch gut als Schnittblume. Weitere Sorten mit gelben Blüten sind:

  • ‚Sunray‘ (60 cm, gefüllt blühend).
  • ‚Domino‘ (70 cm, mit einfachen Blüten).

Lanzettblättriges Mädchenauge (Coreopsis lanceolata)

Lanzettblättriges Mädchenauge 'Sterntaler' mit gelben Blüten und dunkelrotem Ring um die gelbe Mitte
Coreopsis lanceolata kommt in großen Horsten am besten zur Geltung.

Es stammt aus dem Süden Nordamerikas. Die hellgelben Blüten sitzen von Juni bis August auf kahlen Stängeln, die Blätter sind hellgrün, lanzettlich und fiederteilig. Diese Art zeichnet sich durch dicht horstigen Wuchs und eine Höhe von etwa 25 cm aus. Die Pflanze ist langlebig und im 2. und 3. Jahr am besten entwickelt. Ein Rückschnitt nach der Blüte wirkt sich günstig aus. Empfohlen werden die Sorten:

  • ‚Sterntaler‘ (goldgelb mit braunem Zentrum).
  • ‚Goldfink‘ (hellgelb).
  • ‚Lichterstadt‘ (gelb).

Färber-Mädchenauge (Coreopsis tinctoria)

Färber-Mädchenauge mit zweifarbigen gelb-braunen Blüten und feinen, schmalen Blättern
Coreopsis tinctoria ist eine Sommerblume für Einfassungen und schmale Beete.

Es ist eine einjährige Sommerblume, die früher zur Gattung Calliopsis gestellt wurde. Die Höhe der Pflanze liegt zwischen 30 und 100 cm. Höhere Sorten eignen sich zum Schnitt, niedrige werden für Beeteinfassungen und schmale Beete (Rabatten) verwendet. Die goldgelben Blüten öffnen sich von Juni bis September. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert die Herbstblüte. Dieses Mädchenauge wird ab April direkt ins Beet gesät oder schon ab Mitte März im Frühbeet vorgezogen. Es gibt mehrere Sorten, zum Beispiel:

  • ‚Golden Crown‘ (60 cm).
  • ‚Hohe Mischung‘ (100 cm).
  • ‚Niedrige Mischung‘ (30 cm).
  • ‚Tetra Goldteppich‘ (50 cm, braune Blütenmitte).

Coreopsis basalis

Coreopsis basalis mit gelben Blüten und dunkler, braunroter Mitte

Neben C. tinctoria lässt sich auch C. basalis als Sommerblume kultivieren. Diese Art wird 50 cm hoch und hat gelbe, am Grund bräunlich gefärbte Blüten. Sie blüht von Mitte August bis Ende September. Am besten wächst sie in frischem Boden, es schadet ihr aber nicht, wenn der Boden im Sommer einmal kurz austrocknet. Die Pflanze lässt sich im Beet verwenden, und zwar nicht nur in voller Sonne, sondern auch im leichten Schatten. Gute Partner sind Zwiebelblumen, zum Beispiel Narzissen, die schon im Frühjahr blühen. Dieses hohe Mädchenauge macht sich auch als Solitärstaude gut.

Quirlblättriges Mädchenauge (Coreopsis verticillata)

Quirlblättriges Mädchenauge mit feinen, nadelartigen Blättern und sternförmigen gelben Blüten
Coreopsis verticillata ist ein Mädchenauge nicht nur mit anmutigen Blüten, sondern auch mit dekorativem, fein geteiltem Laub.

Es stammt aus Nordamerika. Die Sorte ‚Grandiflora‘ wird 60–70 cm hoch und blüht von Juni bis August. Die Blüten sind gelb und sitzen in Gruppen an verzweigten Stängeln. Die Blätter sind in schmale, linealische Abschnitte geteilt. Die Pflanze wächst aufrecht in einem lockeren Horst. Sie eignet sich für sonnige Beete, notfalls auch für den leichten Schatten von Gehölzen. An passenden Standorten ist die Pflanze langlebig. Zu den niedrigen Sorten gehören:

  • ‚Zagreb‘ (25 cm, goldgelb).
  • ‚Moonbeam‘ (40 cm, hellgelb).

Häufige Fragen zum Mädchenauge

Ist das Mädchenauge eine Staude oder eine Sommerblume?

Beides – es kommt auf die Art an. Stauden sind Coreopsis verticillata, C. tripteris, C. grandiflora und C. lanceolata, wobei es sich außer bei den ersten beiden um recht kurzlebige Stauden handelt, die man nach einigen Jahren durch Teilung verjüngen sollte. Als Sommerblumen werden C. tinctoria und C. basalis kultiviert – sie werden jedes Jahr neu ausgesät.

Wann blüht das Mädchenauge?

Je nach Art von Juni bis September. C. lanceolata und C. verticillata beginnen im Juni, C. tinctoria blüht durchgehend von Juni bis September und C. grandiflora sowie C. basalis setzen erst im August ein. Wer verblühte Blüten regelmäßig entfernt, verlängert die Blüte bis weit in den Herbst.

Wann schneidet man das Mädchenauge?

Verblühte Blüten werden den ganzen Sommer über laufend entfernt. Nach der Hauptblüte wird der Horst um etwa ein Drittel zurückgeschnitten, was eine zweite Blüte im Herbst fördert. Den vollständigen Rückschnitt der trockenen Stängel verschiebt man auf das Frühjahr – über den Winter schützen sie die Mitte der Pflanze.

Ist das Mädchenauge winterhart und wie überwintert man es?

Die staudigen Arten sind winterhart; Winternässe schadet ihnen mehr als Frost. Lassen Sie die trockenen Stängel bis zum Frühjahr stehen, häufeln Sie bei jungen Horsten Kompost an und decken Sie diese in rauen Lagen leicht mit Reisig ab. Die einjährigen Arten überstehen den Winter nicht und werden im Frühjahr neu ausgesät.

Hat das Mädchenauge etwas mit dem Augentierchen zu tun?

Nein. Unter dem Namen Grünes Augentierchen (Euglena viridis) lernt man im Biologieunterricht einen einzelligen Organismus kennen, der sich mit einer Geißel fortbewegt und im Wasser lebt. Das Mädchenauge im Garten ist dagegen die Gattung Coreopsis aus der Familie der Korbblütler – eine blühende Staude oder Sommerblume, um die es in diesem Artikel geht.