Sommerblumen: einjährige und zweijährige Blumen im Garten
Sommerblumen beleben das Beet den ganzen Sommer bis zum Frost. Erfahren Sie, wie Sie einjährige und zweijährige Blumen aussäen, vorziehen, richtig pflegen und welche Arten sich lohnen.
Sommerblumen: einjährige und zweijährige Blumen im Garten
Einjährige und zweijährige Blumen gehören zu den farbenprächtigsten Pflanzen im Garten. Wir zeigen Aussaat, Voranzucht und Pflanzung und geben einen Überblick über die beliebtesten Arten und Sorten.
Einjährig oder zweijährig — der Unterschied

Einjährige Pflanzen sind gärtnerisch gesehen jene Arten, die nur eine Vegetationsperiode lang Zierwert haben: Von der Keimung bis zur Blüte und Samenreife vergehen höchstens zehn Monate. Dazu zählen auch Arten aus wärmeren Regionen, die bei uns nicht überwintern, sowie solche, die ihre schönste Wirkung nur im ersten Jahr entfalten und deshalb einjährig oder zweijährig kultiviert werden. Zweijährige Pflanzen müssen nach Keimung und erstem Wachstum eine Kälteperiode durchlaufen, um sich vollständig zu entwickeln. Erst im zweiten Jahr blühen sie und bilden Samen.
Sommerblumen im Garten verwenden: Beet, Kübel und Trockenblumen

Diese Pflanzengruppe ist außerordentlich beliebt. Den ganzen Sommer über, meist bis zum ersten Frost, blühen die Pflanzen reich und bringen damit Farbe in eine Zeit, in der Stauden und Gehölze deutlich weniger zu bieten haben.
Sie verlangen etwas mehr Aufmerksamkeit — auch die Voranzucht kostet Arbeit —, dafür ist die Wirkung groß. Im Garten lassen sie sich in regelmäßige wie in frei geformte Beete pflanzen, sie ergänzen Staudenpflanzungen, füllen Kübel und Balkonkästen, und einige Arten passen sogar in den Steingarten. Mit ihrer Hilfe lassen sich einzelne Gartenbereiche neu beleben und dauerhafte Pflanzungen auflockern. Auch für den Schnitt lohnt sich der Anbau — dann besser auf einem Beet im Nutzgarten. Nicht vergessen sollte man die große Gruppe der einjährigen Ziergräser, die in größeren Pflanzungen, in Steppenbeeten und als Ergänzung zu Stauden- und Sommerblumenbeeten wirken. Einige einjährige und zweijährige Arten haben Blüten oder Blütenstände, die sich — zum richtigen Zeitpunkt geschnitten und sauber getrocknet — für die Vasendekoration im Winter eignen. Dazu gehören zum Beispiel Papierknöpfchen, Strohblume, Akroklinie, Hasenschwanzgras, Statice (L. sinuatum und L. suworowii), Federborstengras, Silberblatt und weitere. Geschnitten werden die noch nicht überblühten Blütenstände; getrocknet wird hängend in einem dunklen, luftigen Raum.
Erwähnenswert sind außerdem einige Formen von Zierkohl und Kopfkohl, Zierkürbis und Mais, die in manchen Ländern zu Zierzwecken angebaut werden. Der Zierkohl ist eine Form des Kohls (Brassica oleracea var. acephala), der Zierkopfkohl entsprechend von B. oleracea var. capitata; beide bilden schön panaschierte, lockere Köpfe, mit denen sich reizvolle Pflanzungen gestalten lassen. Sorten von Ziermais (Zea mays ‚Japonica‘ und panaschierte Zeacolor-Typen) eignen sich für hohe Gruppen im Sommerblumenbeet oder als Solitär. Und schließlich tragen Zierkürbisse (Cucurbita pepo) Früchte, die sich gut für die winterliche Dekoration im Haus eignen.
Sommerblumen pflegen: Standort, Boden und Gießen

Die meisten Sommerblumen verlangen volle Sonne. Nur wenige Arten vertragen Halbschatten oder Schatten. Höhere Arten pflanzt man grundsätzlich an windgeschützte Stellen, sonst knicken sie, kippen um oder wachsen schief.
Der Boden sollte eher leicht und gut durchlässig sein; im Nährstoffbedarf unterscheiden sich die Arten deutlich. Die meisten Sommerblumen brauchen Kalk im Boden. Auf sauren Böden gedeihen praktisch nur Lupine und Kammschmiele. Der Wasserbedarf ist bei Sommerblumen vergleichsweise hoch.
Aussaat von Sommerblumen: Direktsaat und Voranzucht

Einjährige und zweijährige Blumen lassen sich entweder direkt ins Beet säen oder im Frühbeet beziehungsweise Gewächshaus vorziehen. Einige werden ausschließlich direkt gesät, etwa Mohn und Goldmohn, weil sie eine Pfahlwurzel bilden und das Verpflanzen schlecht vertragen. Gesät wird in gut vorbereiteten, sorgfältig geharkten Boden, und zwar horstweise im passenden Abstand. Nach dem Auflaufen wird vereinzelt. Die Saattiefe richtet sich nach der Samengröße, also meist flach; anschließend mit Erde bedecken und leicht andrücken. Für jede Art gibt es einen optimalen Saattermin, aber durch Verschieben des Termins lässt sich auch die Blütezeit steuern. Bei einigen wenigen Arten empfiehlt sich die Herbstaussaat, sonst wird im Frühjahr gesät, empfindlichere Arten erst Anfang Mai.
Arten, die sich langsamer entwickeln oder empfindlich sind, zieht man besser vor — im Frühbeet, im Gewächshaus oder in einer Saatschale auf der Fensterbank. Die Aussaaterde sollte leicht, gedämpft und gesiebt sein. Gesät wird dünner als im Freiland. Zum Bedecken der Samen eignet sich Flusssand. Die Sämlinge werden pikiert, sobald das erste Paar echter Blätter entwickelt ist, und zwar in kleine Töpfe, in denen sie einen schönen Wurzelballen bilden. Der Saattermin schwankt je nach Art zwischen Januar und April. Ab Mitte März kann man ins Frühbeet säen. Zweijährige werden von Mai bis Juli auf ein gut vorbereitetes Beet oder ins Frühbeet gesät. Sie werden mit einer dickeren Erdschicht bedeckt als Sommerblumen (etwa 1 cm). Bis zum Winter brauchen sie viel Aufmerksamkeit: gießen, schattieren, Boden lockern, Unkraut entfernen.
Wann die vorgezogenen Pflanzen ins Beet dürfen, hängt von ihrer Kälteverträglichkeit ab. Ab Mitte April werden robuste Arten gepflanzt, empfindlichere erst Ende Mai. Vor dem Pflanzen wird der Boden bis in Ballentiefe gelockert. Sorgfältig pflanzen, die Erde an den Ballen andrücken und nach dem Pflanzen gründlich wässern.
Vorgezogene Zweijährige kommen Ende August und im Laufe des Septembers an ihren endgültigen Platz. Sie müssen am neuen Standort noch gut einwurzeln, deshalb wird in dieser Zeit gegossen. Vor den Frösten deckt man die Pflanzung mit Reisig ab.
Während der Vegetationszeit besteht die Pflege aus Gießen und Bodenlockern, Unkrautentfernen und Nachdüngen. Etwa 14 Tage vor dem Pflanzen wird eine erste Düngergabe eingearbeitet, nach dem Pflanzen folgt entweder guter Kompost oder eine weitere Gabe. Vielen blühenden Sommerblumen tut das Ausputzen verblühter Blüten gut: Sie werden dann nicht durch die Samenbildung geschwächt und setzen reichlich neue Knospen an.
Sommerblumen vermehren: Samen und Stecklinge

Am häufigsten werden Sommerblumen generativ vermehrt, also über Samen. Saatgut kauft man im Handel oder erntet es im eigenen Garten; bei selbstbefruchtenden Arten mit der Gewähr, dass die Nachkommen der Mutterpflanze gleichen, bei fremdbefruchtenden mit teils sehr abweichendem Ergebnis. Früchte oder Samen werden reif und von gesunden Pflanzen geerntet, in einem luftigen dunklen Raum nachgetrocknet und, falls sie in der Frucht sitzen, ausgelöst, gereinigt und bis zur Aussaat gelagert.
Die vegetative Vermehrung wird selten eingesetzt: bei Arten, die an ihrem Naturstandort Stauden oder Halbsträucher sind, bei blattschönen Arten vor der Blüte und vor allem bei Sommerblumen, die niedrig und einheitlich hoch bleiben sollen. Das gilt zum Beispiel für Salbei, Leberbalsam und Ähnliches. Anfang August schneidet man von ausgewählten Pflanzen Grünstecklinge, die in eine Mischung aus gesiebter Komposterde und Sand (2:1) gesteckt werden. Die Stecklinge kommen ins Frühbeet, wo gegossen und für ständige Belüftung gesorgt wird. Nach dem Bewurzeln werden die Pflanzen abgehärtet und Ende September hell im Gewächshaus aufgestellt, wo sie überwintern. Im Februar treiben sie in der warmen Vermehrungsabteilung aus, und im März lassen sich Kopfstecklinge mit 2–3 Blattpaaren schneiden. Nach etwa 14 Tagen sind sie bewurzelt und kommen entweder in Container oder direkt ins Frühbeet. Dort wird gegossen, schattiert und vor dem Auspflanzen abgehärtet.
In der folgenden Übersicht stehen jene Pflanzen, die bei uns als einjährige oder zweijährige Blumen kultiviert werden. Darunter sind viele, die an ihrem Naturstandort Stauden oder Halbsträucher sind, bei uns aber nicht überwintern — man kann sie deshalb als unechte Einjährige bezeichnen.
Beliebte Sommerblumen A–G: Arten und Sorten

Eine 25 cm hohe Pflanze mit sattgrünen Blättern und doldenartigen, violettblauen Blütenständen von 6–8 cm Durchmesser. Niedrige Sorten werden in Sommerblumengruppen und Kübel gepflanzt, höhere für den Schnitt. Verlangt einen sonnigen Platz, humosen Boden und ausreichend Feuchtigkeit.
Sorten: ‚Tetra Blue Mink‘, ‚Blaustern‘ und ‚Little Dorrit‘ für Gruppenpflanzungen, ‚Bukett‘ für den Schnitt.
Alcea rosea L. (Althaea rosea (L.) Cav.) — Stockrose Malvaceae — Malvengewächse
Eine bis 2,50 m hohe Pflanze mit grundständiger Rosette filziger Blätter. Aus ihr wächst ein hoher Stängel mit einer Traube auffälliger, 8–10 cm großer Blüten. Verlangt einen sonnigen Platz, ausreichend Feuchtigkeit und tiefgründigen, nährstoffreichen Boden. Sie wird einzeln oder in Gruppen gepflanzt, passt gut zu Häusern auf dem Land und kommt an Mauern, Holzwänden und Zäunen besonders zur Geltung.
Sorten: Angeboten werden gefülltblütige Sorten in Weiß, Gelb, Rosa und Scharlachrot.
Amaranthus L. — Fuchsschwanz Amaranthaceae — Fuchsschwanzgewächse
A. caudatus L. — wird 60–120 cm hoch, hat elliptische bis eiförmige Blätter und purpurrote, kleine Blüten in langen, überhängenden Scheinähren.
Verlangt humosen, kalkhaltigen Boden und einen sonnigen Standort mit ausreichend Feuchtigkeit. Er wird als Solitär und in Gruppenpflanzungen verwendet.
Sorten: ‚Atropurpureus‘, ‚Albiflorus‘.
Ammobium R. Br. — Papierknöpfchen Asteraceae — Korbblütler
A. alatum R. Br. — wird 50–80 cm hoch, verzweigt sich stark und blüht mit 2,5 cm breiten, trockenhäutigen weißen Blüten. Verlangt einen sonnigen Platz und schwerere, nährstoffreiche Böden. Der Wasserbedarf ist gering. Angebaut wird vor allem für den Schnitt zur Wintdekoration. Geschnitten wird, solange die Blüten noch nicht geöffnet sind.
Anagallis L. — Gauchheil Primulaceae — Primelgewächse
A. linifolia L. — dicht verzweigte Pflanzen werden 20 cm hoch, die blauen Blüten sind 2,5 cm breit. Verlangen sonnige Lagen und schwerere, nährstoffreiche Böden. Wird einzeln wie in Gruppen gepflanzt.
Sorten: ‚Coccinea‘ mit ziegelroten Blüten.
Antirrhinum L. — Löwenmäulchen Scrophulariaceae — Braunwurzgewächse
A. majus L. — wird je nach Sorte 20–90 cm hoch. Es hat lanzettliche Blätter und 3–5 cm lange Blüten in einer dichten Traube.
Die Sorten teilt man in 3 Gruppen: „Maximum“ — 80–90 cm hoch und für den Schnitt geeignet, in Weiß, Gelb, Rubinrot und Rosa; die rosafarbenen Sorten wirken gut neben Rosen, weil sie deren Blütezeit im Beet verlängern.
Die Gruppe „Nanum“ mit 40–60 cm hohen Sorten wie ‚Avalanche‘, ‚Eldorado‘, ‚Majestic‘, ‚Orange King‘, ‚Torch‘ und ‚Rosella‘ eignet sich für Beetpflanzungen.
Die Gruppe „Pumilum“ wird 15–20 cm hoch, verzweigt sich stark und passt für flächige Pflanzungen; angeboten wird sie in Weiß, Rosa und Karminrot.
Begonia L. — Begonie Begoniaceae — Schiefblattgewächse
B. × semperflorens Krauss — im Deutschen heißt diese Pflanze Eisbegonie. Sie wird höchstens 25 cm hoch, hat zerbrechliche runde Blätter, je nach Sorte grün, grünbraun bis karminrot, und etwa 2 cm große, getrenntgeschlechtige Blüten in Weiß, Rosa bis Rot.
Sie ist eine ausgesprochen dankbare Pflanze für Einfassungen, Kübel und flächige Pflanzungen. Die Zierwirkung hält vom Pflanzen bis zum Frost an.
Sorten: Der Handel führt zahlreiche Serien in Weiß, Rosa und Rot, teils mit grünem, teils mit bronzefarbenem Laub.
Bellis L. — Gänseblümchen Asteraceae — Korbblütler
B. perennis L. — Gartensorten blühen in den Folgejahren nur noch spärlich, deshalb muss jährlich neu gesät werden. Kultiviert wird als Zweijährige. Die Pflanze wird etwa 8–10 cm hoch und bildet Horste von 20 cm Durchmesser. Die Blütenköpfchen bestehen entweder aus Röhren- oder aus Zungenblüten. Gepflanzt wird flächig, in Gruppen, für Einfassungen und in Kübel.
Sorten: ‚Alba‘, ‚Rosea‘ und ‚Rubra‘ aus der Gruppe mit Zungenblüten sowie weiße und rote Sorten aus der Gruppe mit Röhrenblüten.
Brachycome Cass. — Blaues Gänseblümchen Asteraceae — Korbblütler
B. iberidifolia Benth. — die Pflanze wird 25 cm hoch, hat fein fiederteilige Blätter und Blütenköpfchen mit gelbbrauner oder schwarzer Scheibe und weißen, rosa oder violettblauen Zungenblüten. Gepflanzt wird in Sommerblumenbeete, Steingärten und Kübel. Sie mag Sonne und verträgt keine dauerhafte Nässe.
Sorten: ‚Blau‘.
Calendula L. — Ringelblume Asteraceae — Korbblütler
C. officinalis L. — die Pflanzen werden 60–70 cm hoch, haben verzweigte Stängel mit länglichen Blättern und etwa 8 cm große Blütenköpfchen. Die Sorten sind meist gefüllt und reichen in der Farbe von Gelb bis Sattorange.
Die Ringelblume passt in Sommerblumengruppen oder in großen Flächen und eignet sich auch für den Schnitt. Sie gedeiht in der Sonne wie im Halbschatten, stellt an den Boden kaum Ansprüche und mag Kalk.
Sorten: ‚Radio‘, ‚Chrysantha‘, ‚Tieforange‘, ‚Cremeweiß‘, ‚Zitronengelb‘, ‚Hell Goldgelb‘ und ‚Aprikosenfarbig‘.
Callistephus Cass. — Sommeraster (Aster) Asteraceae — Korbblütler
C. chinensis (L.) Nees — je nach Sorte wird die Chinesische Aster 20–70 cm hoch. Auch der Habitus reicht von dicht verzweigt und niedrig bis einfach verzweigt und hoch. Die Blütenköpfchen messen 3 bis 11 cm und unterscheiden sich im Bau. Gefüllte Köpfchen bestehen entweder aus Zungen- und Röhrenblüten, oder die Zungenblüten überwiegen; die Röhrenblüten sind ganz geschlossen oder aufgeschlitzt, die Zungenblüten flach, eingerollt oder rinnig gebogen. Astern blühen in vielen Farben und Abstufungen — weiß, gelb, rosa, rot, blau, violett. Nach ähnlichen Eigenschaften werden die Sorten in Gruppen eingeteilt.
Niedrige Astern eignen sich für Sommerblumenbeete, hohe werden überwiegend für den Schnitt angebaut. Sie verlangen sonnige Lagen und häufiges Bodenlockern, und weil sie unter Fusariumwelke leiden, dürfen sie nicht dorthin gepflanzt werden, wo die Krankheit schon aufgetreten ist.
Sorten: ‚Weiß‘, ‚Blau‘, ‚Ball Wilberrosa‘, ‚Susan‘, ‚Roter Edelstein‘, ‚Hellblau‘, ‚Dunkelviolett‘ und viele weitere.
Campanula L. — Glockenblume Campanulaceae — Glockenblumengewächse
C. medium L. — diese bei uns zweijährige Pflanze wird 70 cm hoch und trägt eine mächtige Rispe glockenförmiger, bis 6 cm langer Blüten von Dunkelblau über Rosa bis Weiß. Gepflanzt wird einzeln oder in Gruppen mit anderen Sommerblumen; sie eignet sich auch für den Schnitt. Verlangt einen sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Platz und humosen Boden.
Sorten: in Fliederviolett, Dunkelviolett, Rosa und Weiß.
Celosia L. — Hahnenkamm Amaranthaceae — Fuchsschwanzgewächse
C. argentea L. — die beiden Varietäten C. a. var. cristata und C. a. var. plumosa unterscheiden sich im Blütenbau. Bei der ersten wächst aus einer grundständigen Blattrosette ein Stängel mit gelappten, kompakten Blütenständen in Gelb und Rot, bei der zweiten hat der Blütenstand die Form einer mehrfach zusammengesetzten, locker und luftig gebauten Ähre. Blütezeit ist Juli bis Oktober.
Verwendet wird sie in eigenen Gruppen und in Kübeln; zum Trocknen für Wintersträuße ist sie gut geeignet.
Verlangt warme, sonnige Standorte und humosen Boden. Gegenüber niedrigen Temperaturen ist sie empfindlich.
Centaurea L. — Flockenblume Asteraceae — Korbblütler
C. americana Nutt. — wird 150 cm hoch und blüht von August bis Oktober mit hellrosa-violetten Blüten von 10–12 cm Durchmesser. Sie ist anspruchslos und wird in Sommerblumengruppen verwendet. Getrocknete Blüten eignen sich für Wintersträuße. C. a. var. alba blüht weiß, C. a. var. hallii hat dunkelpurpurne Köpfchen.
Sorte: ‚Violettrose‘.
C. moschata L. — die wenig beblätterte, locker strauchige Flockenblume wird 80–90 cm hoch. Sie blüht von Juli bis Oktober mit 5 cm großen Köpfchen, je nach Sorte weiß, gelb, rosa, purpurn oder violett. Sie mag Sonne, an den Boden stellt sie keine Ansprüche. Verpflanzen verträgt sie nicht — für den Schnitt ist sie gut geeignet.
Sorten: ‚Suaveolens‘, ‚Rosea‘.
Cheiranthus L. — Goldlack Brassicaceae — Kreuzblütler
Ch. cheiri L. — diese Pflanze wird als Zweijährige kultiviert. Je nach Sorte wird sie 40–70 cm hoch. Sie hat schmale Blätter und Blüten in einer lockeren Traube. Die Blütenfarbe reicht in verschiedenen Abstufungen von Gelb bis Rotbraun. Sie duftet ausgesprochen gut. Niedrige Sorten pflanzt man ins Beet, höhere schneidet man. Verlangt lehmige Böden und verträgt organische Düngung.
Sorten: in Gelb, Orange und Blutrot.
Chrysanthemum L. — Margerite Asteraceae — Korbblütler
Ch. carinatum Schousb. — die einjährige Bunte Wucherblume ist reich verzweigt und zerbrechlich, mit doppelt in schmale Zipfel geteilten Blättern. Sie wird 40–80 cm hoch und blüht von Juni bis Oktober mit 6–8 cm großen Köpfchen und auffälliger Scheibe. Sie eignet sich fürs Beet und für den Schnitt. Sie mag lockeren Boden in voller Sonne.
Sorten: ‚Polarstern‘ und ‚Dunnettii Aureum‘; die zweifarbig gezeichneten Typen erinnern an die Kokardenblume.
Ch. parthenium (L.) Bernh. — das Mutterkraut wird in mehreren Sorten kultiviert, von niedrig (20 cm) bis hoch (80 cm). Niedrige eignen sich für Beetpflanzungen, hohe für den Schnitt. Die Köpfchen bestehen aus Röhrenblüten mit Zungenblüten am Rand. Blütezeit ist Anfang Juli bis Ende August. Es gedeiht in der Sonne wie im Halbschatten, mag Kalk und lässt sich sogar während der Blüte verpflanzen.
Sorten: ‚Tom Thumb‘ in Weiß und in Gelb.
Ch. segetum L. — die Saat-Wucherblume wird 50–60 cm hoch, hat tief gezähnte Blätter und blüht mit Köpfchen aus brauner Scheibe und einer Reihe breiter, gelber Zungenblüten. Sie eignet sich fürs Beet und für den Schnitt und ist anspruchslos.
Sorte: ‚Eldorado‘.
Cineraria L. — Aschenkraut Asteraceae — Korbblütler
C. maritima L. — eine Pflanze, deren Zierwert in den Blättern liegt: zierlich eingeschnitten, weißgrau bis silbrig und filzig. Verwendet wird sie in Gruppenpflanzungen, kombiniert mit dunkel blühenden Sommerblumen oder mit sattgrün bis rot gefärbtem Laub anderer Arten. Am besten wächst sie in der Sonne in gut durchlässigem, auch trockenem und nährstoffarmem Boden. Ihr gültiger Name ist Senecio bicolor Tod.
Sorten: ‚Silberspitze‘, ‚Silberzwerg‘.
Clarkia Pursh — Clarkie Oenotheraceae — Nachtkerzengewächse
C. elegans Dougl. — die Pflanze wird etwa 60 cm hoch, hat lanzettliche Blätter und Stängel, die dicht mit 3 cm großen Blüten besetzt sind.
Sie gedeiht an einem sonnigen, warmen und windgeschützten Standort. Länger anhaltende Nässe verträgt sie nicht. Sie eignet sich für Beetpflanzungen in Gruppen mit anderen Sommerblumen oder für sich allein.
Sorten: in Rot und Purpur.
Convolvulus L. — Winde Convolvulaceae — Windengewächse
C. tricolor L. — eine niederliegende, 30 cm hohe Pflanze, die bis 80 cm breit wird. Die verkehrt-eiförmigen Blätter sitzen dem Stängel an, die Blüten sind 5–6 cm groß, breit trichterförmig und meist blau gefärbt.
Sie gedeiht in der Sonne, in eher magerem Boden. Verwendet wird sie als Solitär, in kleineren Gruppen oder zusammen mit Steingartenstauden.
Sorte: blau mit weißer Mitte.
Coreopsis L. — Mädchenauge Asteraceae — Korbblütler
C. basalis Blake — eine 50–60 cm hohe Art mit lockerem, strauchigem Wuchs und unpaarig gefiederten Blättern. Die Blütenköpfchen werden bis 8 cm groß und bestehen aus einer braunen Scheibe mit breiten, flachen gelben Strahlen.
Verlangt einen sonnigen, geschützten Platz und lehmig-sandigen Boden. Das Mädchenauge passt in Sommerblumenbeete und eignet sich für den Schnitt.
Sorte: ‚Goldkrone‘.
Cosmos Cav. — Schmuckkörbchen (Kosmee) Asteraceae — Korbblütler
C. sulphureus Cav. — eine 70–90 cm hohe Pflanze mit lockerem, strauchigem Habitus. Die Köpfchen sind halbgefüllt bis gefüllt und 5–6 cm groß. Gepflanzt wird sie in gemischte Gruppen mit anderen Sommerblumen; für den Schnitt ist sie gut geeignet.
Verlangt einen sonnigen, geschützten Platz und einen nicht überdüngten Boden — dann blüht sie bis zum Frost.
Sorte: ‚Sunset‘.
Cynoglossum L. — Hundszunge Borraginaceae — Raublattgewächse
C. amabile Stapf et Drumm. — aus dichten Blattrosetten wachsen 40 cm hohe Stängel, die in einem lockeren Wickel meist blauer Blüten enden. Sie eignet sich für Gruppenpflanzungen mit Sommerblumen. Blütezeit ist Juni bis August.
Verlangt einen sonnigen Platz und wächst auch in mageren, kalkhaltigen Böden.
Delphinium L. — Rittersporn, Feldrittersporn Ranunculaceae — Hahnenfußgewächse
D. ajacis L. — je nach Sorte 50–100 cm hohe Pflanzen mit dreizähligen, tief handförmig geteilten Blättern und Blüten in Trauben. Sie eignen sich für Gruppen mit anderen Sommerblumen und für den Schnitt. Blütezeit ist Juli bis Ende August.
Am besten wachsen sie in nährstoffreichem, durchlässigem Boden und verlangen einen sonnigen, geschützten Platz.
Dianthus L. — Nelke (Gartennelke) Silenaceae — Leimkrautgewächse
D. barbatus L. — eine Zweijährige mit grundständiger Rosette gestielter, lanzettlicher Blätter und einem 30–60 cm hohen Blütenstängel, der in einer Trugdolde endet. Blütezeit ist Mai bis Ende Juli. Die Bartnelke passt in Sommerblumengruppen und eignet sich für den Schnitt.
Verlangt einen sonnigen Platz, kalkhaltigen Boden und bei Kahlfrösten eine Abdeckung aus Reisig.
Sorten: in Weiß, Scharlachrot und Rosa.
D. caryophyllus L. — die einjährigen, sogenannten Sommernelken (Gartennelken) werden im Beet und für den Schnitt angebaut. Die Blätter sind schmal und graugrün, die knotigen Stängel tragen 5–6 cm große Blüten mit dem typischen Duft. Zu ihnen zählen die „Chabaud-Nelken“ mit Sorten wie ‚Jeanne Dionis‘, ‚Marie Chabaud‘, ‚Legion d’Honneur‘, ‚Etincelant‘ und ‚Nero‘.
Zweijährige Nelken wie die Gruppe „Grenadin“ — angeboten in Weiß, Rosa, Scharlachrot und Dunkelrot — werden Ende August gepflanzt, überwintern und blühen ab Juni.
Ein- wie zweijährige Nelken verlangen durchlässigen, nährstoffreichen und kalkhaltigen Boden sowie einen sonnigen Platz.
D. chinensis L. — wird je nach Sorte 20–40 cm hoch. Blütezeit ist Juni bis Ende September. Die Blüten sind einfach, halbgefüllt oder gefüllt, die Blätter schmal, die Stängel knotig. Gepflanzt wird in Gruppen auf Rabatten an sonnigem Standort in nährstoffreichen, kalkhaltigen Boden.
Sorten: ‚Lutzifer‘, ‚Bravo‘ sowie Sorten in Weiß, Lachs- und Feuerrottönen.
Dimorphoteca Monch — Kapkörbchen Asteraceae — Korbblütler
D. sinuata DC. — die Pflanzen sind 30 cm hoch und werden 40 cm breit. An einer Pflanze öffnen sich bis zu 40 einfache Köpfchen mit dunkler Scheibe aus Röhrenblüten und Strahlen in Orange, Weiß, Hellgelb oder Lachs. Gepflanzt wird einzeln, in Gruppen, in Steingärten und auf Trockenmauern. Blütezeit ist Juli bis August.
Sorten: ‚White Beauty‘, ‚Tetra Goliath‘ sowie orange Sorten und Mischungen.
Dorotheanthus Schwant. — Mittagsblume Ficoidaceae
D. bellidiformis N. E. Br. — die niederliegenden Pflanzen sind 10 cm hoch. Sie haben fleischige, längliche Blätter. Die Blüten messen 5 cm im Durchmesser, haben eine dunkle Mitte und darum eine Reihe langer, schmaler Kronblätter in Farben von Weiß über Gelb, Rosa und Rot bis Violett. Blütezeit ist Juni bis Ende August. Geeignete Pflanzen für Beete, Steingärten, Trockenmauern und Ähnliches.
Verlangt einen sonnigen, warmen Standort und sandige Böden.
Sorte: als Mischung angeboten.
Eschscholtzia Cham. — Goldmohn Papaveraceae — Mohngewächse
E. californica Cham. — die reich beblätterten Pflanzen mit fein zerteilten Blättern werden 30–40 cm hoch. Sie blühen von Mitte Juli bis zum Frost. Die Blüten haben 4 Kronblätter. Verwendet wird der Goldmohn im Blumenbeet einzeln und in Gruppen, in Steingärten und auf Mauern. Er verlangt einen sonnigen Standort und sandigen Boden.
Sorten: ‚Mission Bells‘ sowie Sorten in Weiß, Karminrot, Rot, Rosa und Orange.
Euphorbia L. — Wolfsmilch Euphorbiaceae — Wolfsmilchgewächse
E. marginata Pursh — die Zierwirkung entsteht durch die weiß panaschierten Blätter. Die Pflanze wird 70–80 cm hoch. Sie ist verzweigt und reich mit ovalen bis länglichen Blättern besetzt. Die Blüten sind klein und unscheinbar. Gepflanzt wird sie ins Beet zusammen mit dunkel blühenden Sommerblumen.
Verlangt einen sonnigen Platz, leichten bis sandigen Boden und verträgt keine Staunässe.
Gaillardia Foug. — Kokardenblume Asteraceae — Korbblütler
G. pulchella Foug. — bildet unregelmäßig aufgebaute Büschchen von 50–70 cm Höhe. Die Blätter sind schmal gelappt, die Köpfchen entweder einfach oder gefüllt. Sie passt in gemischte Beete und eignet sich für den Schnitt. Verlangt einen sonnigen Standort und durchlässigen, nährstoffreichen Boden.
Sorten: ‚Blutrot Riesen‘, ‚Lorenziana‘ sowie rot-gelbe Sorten und Mischungen. Blütezeit ist Juli bis September.
Gazania Gaertn. — Mittagsgold Asteraceae — Korbblütler
G. × splendens hort. — die Pflanze hat eine dichte grundständige Rosette lanzettlicher, ganzrandiger oder gelappter Blätter, die unterseits filzig sind. Auf 30 cm hohen Stängeln öffnen sich von Juli bis zum Frost Köpfchen mit dunkler Scheibe und Zungenblüten am Rand. Deren Farbe ist weiß, gelb, orange, rosa und braunrot. Die Blüten öffnen sich nur bei Sonne.
Gepflanzt wird in Gruppen ins Beet und als Solitär. Verlangt humosen, durchlässigen Boden und einen sonnigen Standort.
Godetia Spach — Atlasblume Oenotheraceae — Nachtkerzengewächse
G. grandiflora Lindl. — die Pflanze bildet kompakte Büschchen von 30–40 cm Höhe. Die schmal lanzettlichen Blätter verschwinden fast in der Fülle der Blüten. Diese sind einfach oder gefüllt, weiß, rosa oder rot. Gepflanzt wird in Gruppen, auch für den Schnitt. Verlangt einen sonnigen Standort und durchlässigen Boden. Der Wasserbedarf ist etwas höher.
Sorten: ‚Tiefkarmesin‘, ‚Rembrandt‘, ‚Rosamunde‘, ‚Duke of York‘ sowie Sorten in Rosa, Rosa mit rotem Fleck, Karminrot und reinem Weiß.
Helenium L. — Sonnenbraut Asteraceae — Korbblütler
H. tenuifolium Nutt. — die Pflanze verzweigt sich 10 cm über dem Boden. Sie hat linealische Blätter und eine Fülle von Köpfchen. Das Köpfchen hat eine goldgelbe Scheibe, umgeben von einer Reihe flacher, hellgelber Zungenblüten. Gepflanzt wird sie in bunte Sommerblumenrabatten und in Steingärten. Blütezeit ist Juli bis Ende September.
Verlangt Sonne und durchlässigen lehmigen Boden; auch ungünstige, regnerische Witterung verträgt sie.
Sorte: ‚Sunny Boy‘.
Helianthus L. — Sonnenblume Asteraceae — Korbblütler
H. annuus L. — für das Beet werden vor allem goldgelbe, gefülltblütige Sorten von 100–130 cm Höhe angebaut, die sich nicht verzweigen. Gepflanzt wird in größeren Gruppen oder als Solitär. Sie kommt an Häusern und Holzzäunen gut zur Geltung und eignet sich für den Schnitt. Verlangt nährstoffreiche Böden und einen sonnigen Standort. Der Wasserbedarf ist hoch.
Sommerblumen H–Z: Strohblumen, Petunien, Salbei und mehr

Helichrysum Mill. corr. Pers. — Strohblume Asteraceae — Korbblütler
H. bracteatum Andr. — angebaut wird sie ausschließlich für den Schnitt zur Winterdekoration. Die Köpfchen bestehen aus kleinen gelben Blüten, die vor dem Aufblühen von großen, trockenhäutigen Hüllblättern umschlossen sind. Zum Trocknen werden die Pflanzen geerntet, bevor sich die Hülle öffnet.
Sie gedeiht in jedem Gartenboden an einem sonnigen, geschützten Standort.
Sorten: angeboten in Weiß, Rot, Purpur, Braun, Gelb und als Mischung.
Helipterum DC. — Akroklinie Asteraceae — Korbblütler
H. roseum Benth. — auch Papierblume genannt, wird wie die Strohblume zum Trocknen der Blüten verwendet. Die gefüllten Köpfchen haben eine gelbe Scheibe, umgeben von mehreren Reihen von Hüllblättern. Sie gedeiht in sandig-lehmigem, humosem Boden und verträgt auch eine saure Bodenreaktion. Verlangt einen sonnigen Platz.
Hordeum L. — Gerste Poaceae — Süßgräser
H. jubatum L. — die Pflanze bildet Horste aus weichen, langen, schmalen Blättern. Am Ende der 40–70 cm hohen Halme sitzt eine Scheinähre mit langen, begrannten Spelzen. Beim Ausreifen färben sich die Ähren goldgelb. Gepflanzt wird als Solitär oder in Gruppen. Das Mähnengerste-Gras gedeiht an sonnigem Standort in nährstoffreichem Boden.
Iberis L. — Schleifenblume Brassicaceae — Kreuzblütler
I. amara L. — die verzweigten Pflanzen werden 30 cm hoch. Sie blühen in Trauben, die in voller Blüte 10 cm lang sind. An den Stängeln sitzen schmale, gezähnte Blätter. Gepflanzt wird in Gruppen mit anderen Sommerblumen. Verlangt einen sonnigen Platz und durchlässigen Boden.
Sorten: ‚Imperialis‘, ‚Kaiserin‘, ‚Coronaria‘.
I. umbellata L. — die dicht verzweigten Pflanzen werden 20–30 cm hoch. Die verzweigten Stängel enden in kurzen Trauben mit etwa 1 cm großen Blüten. Blütezeit ist Juni bis Juli. Gepflanzt wird in gemischte Gruppen. Die Pflanze eignet sich auch für den Schnitt. Verlangt lehmig-sandigen Boden und einen sonnigen Standort.
Impatiens L. — Fleißiges Lieschen Balsaminaceae — Balsaminengewächse
I. holstii Engl. et Warb. — die niedrigen Pflanzen (20–30 cm) haben zerbrechliche Stängel mit auffälligen Knoten und lanzettliche Blätter. Sie blühen mit fünfzähligen, flachen Blüten von 3–4 cm Größe, je nach Sorte weiß, lachsfarben, orange, rosa, rot oder lavendelfarben. Gepflanzt wird ins Beet und in Kübel. Verlangt nährstoffreichen Boden und gedeiht gut im Halbschatten bis Schatten.
Sorten: ‚Kobold‘, ‚Melody Series‘, ‚Elfin Series‘.
Ipomoea L. — Prunkwinde Convolvulaceae — Windengewächse
I. purpurea Roth — die bis 3 m hoch kletternde Pflanze ist mit herzförmigen Blättern besetzt und blüht von Juli bis September mit trichterförmigen Blüten. Je nach Sorte sind sie weiß, rosa, blau oder rot. Verwendet wird sie zum Beranken von Wänden und Pergolen, auf Balkonen und in Kästen. Verlangt eine warme, geschützte Lage und lehmig-sandigen Boden. Ihr neuer Name ist Pharbitis purpurea (Roth) Bojer.
Sorte: in Violettblau.
Kochia Roth — Sommerzypresse Chenopodiaceae — Gänsefußgewächse
K. scoparia var. trichophylla Boom. — bildet kegelförmige, dicht verzweigte Büsche von 80–100 cm Höhe und 70 cm Breite. Die Blüten sind unscheinbar. Gepflanzt wird sie als Solitär, in den Hintergrund bunter Sommerblumenbeete oder als niedrige Hecke. An Lage und Boden stellt sie keine Ansprüche.
Lagurus ovatus L. — Hasenschwanzgras Poaceae — Süßgräser
Die aufrechten Blatthorste sind fein samtig behaart. Der Blütenstand ist eine eiförmige Scheinähre am Ende eines 30–40 cm hohen Halms. Er ist hellgrün und färbt sich beim Ausreifen graugrün bis graubeige. Im Beet wirkt er in kleinen wie in großen Gruppen. Verwendet wird er auch zum Trocknen. Ihm behagt ein sonniger Standort und nährstoffreicher, humoser Boden. Zierwert hat er von Juni bis August.
Lathyrus odoratus L. — Duftwicke Viciaceae — Schmetterlingsblütler
Eine bis 150 cm hoch kletternde Pflanze mit 4–8 Blüten an einem blattlosen Stiel. Sie hat gegenständige, spitze Blätter mit Ranken. Verwendet wird sie zum Beranken von Zäunen und Pergolen und kann an einer Stütze eine ganze blühende Wand bilden. Verlangt nährstoffreichen Boden und eine geschützte Lage. Sie sollte nicht mehrere Jahre hintereinander am selben Platz stehen.
Sorten: ‚Evelyn‘, ‚Jessie‘, ‚Jimmy‘ und weitere Duftwicken-Serien des Handels.
Lavatera trimestris L. — Bechermalve Malvaceae — Malvengewächse
Sie wird bis 80 cm hoch. Aus der Blattrosette wächst ein verzweigter Stängel, an dessen Enden fünfzählige, breit trichterförmige Blüten von bis zu 8 cm Größe erscheinen. Die Pflanze passt in höhere Sommerblumengruppen und wirkt auch als Solitär. Verlangt einen sonnigen Platz und etwas mehr Feuchtigkeit. Blütezeit ist Juli bis Oktober.
Sorte: ‚Tanagra‘.
Limonium sinuatum Mill. — Strandflieder (Statice) Plumbaginaceae — Bleiwurzgewächse
Die Pflanze wird zum Trocknen der Blüten für die Floristik angebaut. Aus der grundständigen Blattrosette wachsen geflügelte Stängel, die sich am Ende verzweigen und in Blütenwickeln enden. Die Blüten haben einen unterschiedlich gefärbten Kelch, der nach dem Trocknen erhalten bleibt, während die weiße Krone abfällt. Zum Trocknen wird in voller Blüte geschnitten. Verlangt einen sonnigen Standort und durchlässigen, lehmig-sandigen Boden mit Kalk.
Sorten: ‚Rosea Superba‘ sowie Sorten in Blau, Fliederviolett und Saphirblau.
L. suworowii O. Kuntze — aus einer kräftigen Blattrosette wachsen bis zu 20 Stängel von 35 cm Höhe, die in einem ährenförmigen, im unteren Teil verzweigten Blütenstand enden. Die Blüten sind klein und violettrosa. Getrocknet werden ganze Blütenstände. Die Pflanze gedeiht in durchlässigem, leichterem Boden an sonnigem Standort. Der Wasserbedarf ist etwas höher.
Sorte: in Rosa.
Lobelia erinus L. — Männertreu Campanulaceae — Glockenblumengewächse
Die Pflanze ist 15–25 cm hoch, reich verzweigt, mit flach gezähnten Blättern und Blüten in einer lockeren Endtraube. Sie blüht so reich, dass das Grün unter den Blüten optisch verschwindet. Sie eignet sich für flächige Pflanzungen und für Kübel. Verlangt Sonne und nährstoffreichen Boden. Blütezeit ist Juni bis zum Frost.
Sorten: ‚Mrs. Clibran‘, ‚Kristallpalast‘, ‚Blauer Edelstein‘.
Lobularia maritima (L.) Desv. — Steinkraut Brassicaceae — Kreuzblütler
Pflanzen von 8–12 cm Höhe und mehr bilden reich verzweigte Büschchen, die bis zum Frost blühen. Verlangt einen sonnigen Platz, an den Boden stellt sie keine Ansprüche. Verwendet wird sie für Einfassungen, in Blumenmauern und in Kübeln.
Sorten: ‚Royal Carpet‘ (dunkelrosa), ‚Rosie O’Day‘ (weißlich rosa), ‚Violet Queen‘ (blauviolett).
Lunaria annua L. — Silberblatt Brassicaceae — Kreuzblütler
Eine ein- oder zweijährige Pflanze von bis zu 1 m Höhe. Die Blüten in Endtrauben öffnen sich im Mai und Juni. Sie sind purpurrot oder weiß. Zierwert haben vor allem die abgeblühten Pflanzen mit ihren reifen, elliptischen, flachen Schötchen mit seidigem Glanz. Verwendet wird das Silberblatt für Wintersträuße. Es wächst in jedem Gartenboden, in der Sonne wie im Halbschatten.
Matthiola incana (L.) R. Br. — Levkoje Brassicaceae — Kreuzblütler
Kultiviert werden gefülltblütige Sorten. Je nach Sorte wird die Pflanze 25–70 cm hoch, hat längliche, graufilzige Blätter und dichte Blütentrauben. Niedrige Sorten eignen sich fürs Beet, hohe für den Schnitt. Sie verlangen nährstoffreiche Böden und einen Platz in der Sonne.
Mirabilis jalapa L. — Wunderblume Mirabiliaceae — Wunderblumengewächse
Sie wird als Sommerblume kultiviert. Die Pflanze ist 60–80 cm hoch, dicht mit herzförmigen Blättern besetzt und reich verzweigt. Sie blüht mit bis zu 3 cm großen, trichterförmigen Blüten von Weiß über Gelb und Rosa bis Rot. Es ist eine sehr dekorative Sommerblume, die am späten Nachmittag aufblüht und die Blüten morgens wieder schließt. Sie duftet angenehm. Verlangt nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Standort.
Sorte: als Mischung angeboten. Blütezeit ist Juni bis Oktober.
Nigella damascena L. — Jungfer im Grünen Ranunculaceae — Hahnenfußgewächse
Eine aufrecht wachsende, reich verzweigte Pflanze mit fein geschlitzten Blättern. Am Ende der Stängel öffnen sich 3–4 cm große Blüten. Unter der Krone sitzen hinfällige Kelchblätter und darunter ein Quirl aus Hochblättern, die in fädige Zipfel geteilt sind und die Kelchblätter überragen. Interessant sind auch die bauchigen Balgfrüchte. Die Blüten sind weiß, blau, dunkelviolett sowie hell und dunkel karminrosa. Verwendet wird sie fürs Beet und für den Schnitt. Verlangt einen sonnigen Standort, sonst ist sie anspruchslos. Blütezeit ist Juni bis September.
Sorten: ‚Miss Jekyll‘, ‚Persian Jewels‘.
Papaver somniferum L. — Schlafmohn Papaveraceae — Mohngewächse
Die Pflanzen blühen vergleichsweise schnell ab. Sie werden bis zu 1 m hoch und sind reich beblättert. Die Blüten sind einfach oder gefüllt und sehr dekorativ. Verpflanzen vertragen die Pflanzen nicht, sie werden direkt an Ort und Stelle gesät. Sie verlangen nährstoffreichen, kalkhaltigen Boden und einen sonnigen Standort. Blütezeit ist Juni bis August. Wichtig für Deutschland: Der Anbau von Schlafmohn (Papaver somniferum) ist nach § 3 BtMG erlaubnispflichtig — auch im Ziergarten und auch bei sortenreinem Saatgut. Eine Erlaubnis erteilt die Bundesopiumstelle beim BfArM. Wer ohne Erlaubnis anbaut, macht sich strafbar. Als unproblematischer Ersatz eignen sich Klatschmohn (Papaver rhoeas), Islandmohn (P. nudicaule) oder Goldmohn (Eschscholzia californica).
Sorten: angeboten werden einfache und gefüllte Formen in Weiß, Rosa, Lachs, Purpur und Dunkelkarmin — für den Garten in Deutschland jedoch nur mit Erlaubnis.
Pennisetum villosum R. Br. ex Fresen. — Federborstengras Poaceae — Süßgräser
Dichte Horste langer, scharfer Blätter schmücken 60–70 cm hohe Halme mit leicht nickenden Ähren, die federartige Büschel bilden. Es blüht ab Juli und hat bis in den Winter Zierwert. Verwendet wird es in Gruppenpflanzungen und eignet sich für Schnitt und Trocknung. Zum Trocknen muss vor dem Aufblühen geschnitten werden, sonst zerfallen die Ähren. Verlangt einen sonnigen Platz und durchlässigen, nährstoffreichen Boden.
Petunia × hybrida Vilm. — Petunie Solanaceae — Nachtschattengewächse
Eine stark züchterisch bearbeitete Art mit breiter Farb- und Formenpalette. Nach Größe und Form der Blüten teilt man die Pflanzen in Gruppen ein, etwa „Multiflora“ mit kleineren, sehr zahlreichen Blüten, „Grandiflora“ mit großen Blüten, „Fimbriata“ mit gekräuselten Blütenrändern, „Superbissima“ mit bunt gefärbten Blüten und auffälliger Aderung sowie „Flore-pleno“ mit gefüllten Sorten. Nach dem Wuchs unterscheidet man drei Gruppen: „Compacta nana“ die niedrigsten Sorten, „Nana“ niedrige Sorten mit kürzeren Trieben und „Pendula“ mit bis zu 50 cm langen Trieben. Sorten der Gruppe „Nana“ eignen sich fürs Beet, Sorten der Gruppe „Pendula“ für Kästen und Kübel.
Petunien gedeihen am besten in der Sonne, verlangen nährstoffreiche Böden und während der Vegetationszeit regelmäßige Nachdüngung.
Sorten: Der Handel führt hunderte Sorten und Serien — von reinweißen Typen, die wie ein Schneeglöckchen leuchten, über Gelb, Rosa und Rot bis zu blauvioletten und geaderten Formen; Hänge-Petunien für Kästen bilden eine eigene Gruppe.
Phaseolus coccineus L. — Feuerbohne Viciaceae — Schmetterlingsblütler
Sie wird bis 4 m hoch und ist reich mit dreizähligen, zugespitzten Blättern besetzt. Die linkswindenden Triebe tragen auf ganzer Länge lockere Trauben weißer oder roter Blüten. Auch die Hülsen sind dekorativ. Sie klettert an einer Stütze und lässt sich überall dort einsetzen, wo größere Flächen schnell begrünt werden sollen. Ihr behagen eine sonnige Lage und nährstoffreicher Boden.
Sorte: ‚Bicolor‘.
Phlox drummondii Hook. — Sommerphlox Polemoniaceae — Sperrkrautgewächse
Die Pflanze ist je nach Sorte 25–60 cm hoch. Sie wächst ausgebreitet, hat sitzende, spitze Blätter und fünfzipfelige, radförmige Blüten in einem doldenartigen Blütenstand. Die Sorten teilt man in niedrige („Compacta“), höhere („Grandiflora“) und bis 40 cm hohe („Gigantea“) ein; angeboten werden sie in Cremeweiß, Rosa, Rosa mit Auge, in weiß- und violettäugigen Formen sowie als Mischung, dazu Sorten wie ‚Rosy Morn‘ und die scharf gezähnte ‚Cuspidata‘. Niedrige Sorten pflanzt man in Gruppen ins Beet, in Steingärten und auf Mauern, höhere Sorten wirken einzeln in gemischten oder in eigenen Gruppen. Die Pflanzen blühen den ganzen Sommer. Sie sind anspruchslos und verlangen einen sonnigen Platz.
Portulaca grandiflora Hook. — Portulakröschen Portulacaceae — Portulakgewächse
Eine 10 cm hohe Pflanze mit niederliegenden, fleischigen Stängeln und linealischen, fleischigen Blättern. An den Stängelenden sitzen einfache oder gefüllte Blüten von 4 cm Größe. Die Pflanzen blühen den ganzen Sommer. Die Blüten öffnen sich nur an sonnigen Tagen. Gepflanzt wird flächig ins Beet, in Gruppen, in Steingärten und in Kübel. Verlangt einen sonnigen Standort und leichten, sandigen Boden.
Sorten: ‚Novelty Jewel‘, halbgefüllte rote Sorten und Mischungen.
Rudbeckia hirta var. pulcherrima Farw. — Sonnenhut Asteraceae — Korbblütler
Die strauchig wachsenden Pflanzen sind 60–80 cm hoch. Die Blätter sitzen dem Stängel an und sind lanzettlich, der Blütenstand ist ein 8 cm großes Köpfchen mit dunkelbrauner Scheibe und breiten gelben Zungenblüten am Rand. Gepflanzt wird in Gruppen und als Solitär. Gut entwickelte Blüten eignen sich für den Schnitt. Blütezeit ist Juli bis Ende September. Verlangt schwerere, lehmig-humose Böden und einen sonnigen Standort.
Sorten: ‚Irish Eyes‘ sowie gelb-braune Sorten des Handels.
Salpiglossis sinuata Ruiz et Pav. — Trompetenzunge Solanaceae — Nachtschattengewächse
Sie wird je nach Sorte 50–80 cm hoch, wächst aufrecht und schmal strauchig. Die Blätter sind schmal, ganzrandig oder gezähnt. Die Blüten sind trichterförmig und ähneln denen der Petunie. Ihre Farbe reicht von Cremeweiß über Rosa und Violett bis Rot, mit auffälliger Aderung. Es ist eine Sommerblume für Gruppenpflanzungen und für den Einzelstand. Verlangt einen sonnigen Platz und magere, trockene Böden.
Sorte: als Mischung angeboten.
Salvia horminum L. — Salbei Lamiaceae — Lippenblütler
Die strauchig verzweigten Pflanzen werden 60 cm hoch. Ihren Zierwert verdanken sie 3–5 Paaren oberster Hochblätter, die in derselben Farbe wie die Blütenoberlippe gefärbt sind; nach der Blüte werden sie grün. Gepflanzt wird in naturhafte Gruppen, verwendet auch für den Schnitt. Die Pflanzen verlangen einen sonnigen Platz, sonst sind sie anspruchslos.
Sorte: ‚Monarch Bukett‘.
S. splendens Sello — die schmal strauchig wachsenden Pflanzen werden je nach Sorte 25–40 cm hoch. Die herzförmigen Blätter mit gezähntem Rand stehen am Stängel gegenständig. Die Blüten sitzen in Scheinquirlen am Ende verzweigter Stängel. Kelch und Krone sind gleich gefärbt, die Krone fällt nach der Blüte ab. Der Feuersalbei eignet sich für große Flächen, für Gruppenpflanzungen und für Kübel. Verlangt einen sonnigen Standort und nährstoffreichen Boden.
Sorten: ‚Tetra Pronto‘ sowie feuerrote Beetsorten des Handels.
Silene pendula L. — Leimkraut Silenaceae — Leimkrautgewächse
Die niederliegende, polsterbildende Pflanze erreicht 15–25 cm Höhe. Die Blätter sind länglich eiförmig, die Blüten 2 cm groß, einfach, halbgefüllt bis gefüllt. Sie blüht im Juli und August, bei entsprechender Aussaat auch im Mai und Juni. Gepflanzt wird in dichte Sommerblumenbeete oder für sich in größeren Gruppen, in Steingärten, auf niedrigen Mauern und in Kübeln. Sie gedeiht an sonnigem Standort in jedem Gartenboden.
Tagetes erecta L. — Studentenblume Asteraceae — Korbblütler
