Schleifenblume (Iberis): Pflege, Arten und Standort im Steingarten
Niedrige Polsterstaude und Sommerblume für Steingarten, Balkonkasten und Beet — wie sie aussieht, wie sie gesät wird und worin sich die einzelnen Arten unterscheiden
Schleifenblume – Bauernsenf (Iberis): wie sie aussieht und wo sie wächst
(Iberis)

Die Schleifenblume (Iberis), früher auch Bauernsenf, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Diese Gattung umfasst verschiedene Arten von Stauden, einjährigen und zweijährigen Pflanzen, die wegen ihrer Blüten beliebt sind und in Gärten vor allem in Steingärten und Blumenbeeten verwendet werden.
Aussehen: Schleifenblumen haben oft einen polsterförmigen oder niedrigen Wuchs. Die Blätter sind wechselständig, oft länglich und haben meist eine ledrige Konsistenz. Die Blüten der Schleifenblume sind klein und haben vierzählige Blütenhüllen, was für die Familie der Kreuzblütler typisch ist. Die Blüten können weiß, rosa, violett oder in verschiedenen Abstufungen dieser Farben sein, und oft bilden sich dichte Blütenstände.
Verbreitung: Die Schleifenblume ist natürlich in Europa verbreitet, vor allem im südlichen Teil des Kontinents. Einige Arten der Schleifenblume sind in bestimmten Regionen endemisch, wie zum Beispiel die Gibraltar-Schleifenblume.
Standort: Schleifenblumen bevorzugen sonnige bis leicht schattige Standorte. Sie wachsen am häufigsten auf gut durchlässigen Böden, die nicht allzu nährstoffreich sind. Wegen ihrer Herkunft aus Gebirgsregionen sind einige Arten der Schleifenblume kältetolerant und lassen sich auch in höheren Lagen kultivieren.
Verwendung: Schleifenblumen sind beliebte Pflanzen für die Bepflanzung von Beeten, Steingärten und Balkonkästen. Sie werden wegen ihrer Blüten und ihres niedrigen Wuchses als Zierpflanzen genutzt. Manche Arten der Schleifenblume können auch in Trockengärten oder als Bodendecker verwendet werden.
Zur selben Familie der Kreuzblütler gehört auch das gewöhnliche Kreuzblütlergemüse, Rettich oder Senf — deshalb haben sie alle vierzählige, kreuzförmig angeordnete Blüten. Im Steingarten verträgt sich die Schleifenblume gut mit anderen niedrigen, trockenheitsliebenden Arten wie Steinkraut, Hauswurz, Fetthenne, Steinbrech oder Nelken. Wie ein solches Beet vorbereitet wird, beschreiben wir in den Artikeln Steingarten anlegen und Steingartenpflanzen: Anbau, Pflanzung und Vermehrung.
Doldige Schleifenblume, Anbau aus Samen (Iberis umbellata)

Die Doldige Schleifenblume (Iberis umbellata) ist eine der Arten der Gattung Iberis. Sie ist eine Sommerblume, die sich durch bunte und auffällige Blüten auszeichnet.
So sieht die Doldige Schleifenblume aus
- Die Doldige Schleifenblume ist eine niedrige Pflanze mit polsterförmigem Wuchs, die eine Höhe von etwa 15–30 cm erreicht.
- Die Blätter sind wechselständig, schmal und grün.
- Die Blüten sind klein, fünfzählig und bilden dichte Blütenstände in Form einer Dolde oder eines doldenartigen Kreises (daher der Name „doldige“).
- Die Blüten können verschiedene Farbtöne haben, darunter weiß, rosa, violett, rot und weitere Farben.
- Sie blühen in den Sommermonaten und die Blüten sind attraktiv für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge.
So wird die Schleifenblume angebaut
- Die Doldige Schleifenblume ist eine einjährige Sommerblume, das heißt, sie blüht nur eine Saison lang.
- Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis leicht schattigen Standort.
- Der Boden sollte gut durchlässig, eher trocken, aber nicht allzu nährstoffreich sein.
- Die Samen der Doldigen Schleifenblume können im Frühjahr direkt ins Beet gesät werden, wenn Fröste bereits unwahrscheinlich sind.
- Es genügt, die Samen leicht mit Erde zu bedecken und sanft anzudrücken.
- Während der Keimung und des Wachstums ist es wichtig, den Boden feucht zu halten, aber nicht staunass.
- Nach dem Auflaufen der jungen Pflanzen können Sie gegebenenfalls vereinzeln, damit zwischen den Pflanzen genügend Platz bleibt.
- Das regelmäßige Entfernen verblühter Blüten kann eine weitere Blüte fördern.
Die Doldige Schleifenblume ist eine beliebte Blume für die Bepflanzung von Beeten, Balkonkästen oder Steingärten. Ihre bunten Blüten bringen einen farbigen Akzent in den Garten. Vergewissern Sie sich vor dem Anbau immer, dass Sie aktuelle Informationen zu den spezifischen Ansprüchen der Art haben, und passen Sie die Pflege an die örtlichen Bedingungen an.
Immergrüne Schleifenblume = Immergrüner Bauernsenf (Iberis sempervirens)

Die Immergrüne Schleifenblume, auch bekannt als Immergrüner Bauernsenf (Iberis sempervirens), ist eine Staude aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Diese Art zeichnet sich durch ihre immergrünen Blätter und attraktiven Blüten aus.
Aussehen: Die Immergrüne Schleifenblume ist eine immergrüne Pflanze, das heißt, ihre Blätter bleiben das ganze Jahr über grün, auch während der Wintermonate. Die Pflanze hat einen polsterförmigen Wuchs und erreicht eine Höhe von etwa 15–30 cm. Die Blätter sind ledrig, glänzend und haben oft eine elliptische oder lanzettliche Form. Die Blüten sind fünfzählig und bilden dichte, traubige Blütenstände an der Triebspitze. Die Blüten können in verschiedenen Abstufungen von Weiß, Rosa, Violett oder Lila sein.
Verbreitung und Standort: Die Immergrüne Schleifenblume ist in Südeuropa heimisch, vor allem im Mittelmeerraum. Diese Pflanze wächst an felsigen Hängen, in Felsspalten, auf Felsen und in trockenen Grasfluren.
Aus der Gattung Iberis ist sie die am häufigsten in Gärten gepflanzte Art. Gerade weil sie eine Staude ist, hält sie sich viele Jahre am selben Platz und wird nach der Blüte zu einem immergrünen Polster. Nach der Blüte lohnt es sich, sie um etwa ein Drittel zurückzuschneiden — die Pflanze verkahlt dann nicht in der Mitte und blüht im nächsten Jahr dichter.
Bittere Schleifenblume (Iberis amara): Verwendung in der Pflanzenheilkunde und Anbau
Die Bittere Schleifenblume (Iberis amara) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Iberis. Sie ist ein ein- oder zweijähriges Kraut, das sich durch interessante Blüten und bittere Blätter auszeichnet. Den Blättern werden in der traditionellen Pflanzenheilkunde Wirkungen zugeschrieben.
So sieht die Bittere Schleifenblume aus
- Die Bittere Schleifenblume ist ein ein- oder zweijähriges Kraut.
- Die Pflanze erreicht meist eine Höhe zwischen 20 und 60 cm.
- Die Blätter sind wechselständig, schmal und haben gezähnte Ränder. Sie schmecken bitter, daher der Name „bittere“.
- Die Blüten sind weiß oder rosafarben, vierzählig und bilden dichte Blütenstände in Form einer Dolde oder Schraube.
- Sie blüht in den Sommermonaten.
Verbreitung und Standort: Die Bittere Schleifenblume ist in Europa heimisch, auch in Deutschland. Sie wächst auf Wiesen, Weiden, an Waldrändern und auf Brachflächen. Diese Pflanze kommt häufig auf nährstoffreicheren Böden vor.
So wird die Bittere Schleifenblume angebaut
- Die Bittere Schleifenblume lässt sich als attraktive Pflanze für Beete oder Blumenkästen anbauen.
- Sie bevorzugt einen sonnigen bis leicht schattigen Standort.
- Der Boden sollte feucht, aber gut durchlässig sein.
- Die Samen können im Frühjahr oder im Herbst direkt ins Beet gesät werden.
- Regelmäßiges Gießen ist während Wachstum und Blüte wichtig.
- Nach der Blüte können Sie einen Rückschnitt vornehmen, was eine weitere Blüte fördern und die Pflanze kompakt halten kann.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde: Die Bittere Schleifenblume bzw. die in ihren Blättern enthaltenen Stoffe werden traditionell für pflanzliche Magen-Darm-Präparate verwendet, denen eine harmonisierende Wirkung auf die Verdauung, eine Linderung von Blähungen und eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Solche Anwendungen ersetzen keine ärztliche Behandlung.
Freiland- und Zierpflanzen düngen
Schleifenblumen gehören zu den anspruchslosen Pflanzen — sie wachsen auf ärmeren, gut durchlässigen Böden, und eine Überdüngung schadet ihnen eher: In nährstoffreicher und feuchter Erde werden sie lang und blühen schlechter. Eine schwache Gabe im Frühjahr, vor dem Austrieb, genügt daher. Der natürliche organische Dünger DÜNGEE lässt sich auf zwei Arten anwenden:
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
Bei der Schleifenblume im Balkonkasten ist die Lage anders als im Steingarten: Das Substrat wird durch das Gießen nach und nach ausgewaschen, deshalb hilft ab Juni eine Düngung etwa einmal im Monat. Dosierung und Zusammensetzung finden Sie beim Universaldünger, das gesamte Angebot an Gebindegrößen dann im DÜNGEE-Katalog.
