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Ringelblume (Calendula officinalis)

Calendula officinalis: Anbau, Wirkung, Ringelblumensalbe, Tee und Bad

Ringelblume – Kraut für Haut, Kosmetik und Farbstoff

Feld blühender Ringelblumen (Calendula officinalis) mit orangefarbenen Blüten

(Calendula officinalis)

Die Ringelblume (Calendula officinalis) ist ein Kraut aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). In der Volksheilkunde hat sie eine lange Tradition – ihr werden entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften nachgesagt, wissenschaftlich belegt sind sie nicht. Traditionell wird sie bei Hautproblemen wie Rötungen oder unreiner Haut äußerlich angewendet, ebenso in Pflegeprodukten für strapazierte Haut. Die Ringelblume findet außerdem Verwendung in der Kosmetik und als Lebensmittelfarbstoff.

Sie wird als Sommerblume gezogen und gehört damit zur selben Pflanzengruppe wie die übrigen Sommerblumen und zweijährigen Pflanzen. Im Kräuterbeet leisten ihr zum Beispiel Johanniskraut, Salbei oder MelisseGesellschaft.

Ringelblume – gelb oder orange

Auch wenn es aussieht, als würden sich verschiedene Ringelblumen in der Farbe unterscheiden, gibt es nur eine Art der Echten Ringelblume, die in verschiedenen Gelb- und Orangetönen blüht. Diese Töne können je nach Sorte leicht abweichen, verwendet werden beide Typen aber gleich und ihnen werden dieselben Eigenschaften nachgesagt.

In manchen Ländern, etwa in Deutschland, wird vor allem die orange blühende Ringelblume verwendet, in anderen Ländern, etwa in Großbritannien, überwiegend die gelb blühende. Das heißt jedoch nicht, dass eine von beiden wirksamer oder für einen bestimmten Zweck besser geeignet wäre.

Ringelblume Wirkung: was ihr die Volksheilkunde nachsagt

Handgemachte Seife und Öl aus Blüten der Ringelblume

Der Ringelblume werden in der Volksheilkunde zahlreiche Eigenschaften nachgesagt; wissenschaftlich belegt sind sie nicht. Dazu zählen:

  1. Entzündungshemmende Eigenschaften: Die Ringelblume enthält ätherische Öle und Carotinoide, denen eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird.

  2. Antibakterielle Eigenschaften: Die Ringelblume enthält ätherische Öle und Flavonoide, denen eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben wird.

  3. Hautpflege: Traditionell wird die Ringelblume zu Salben für strapazierte und beanspruchte Haut verarbeitet.

  4. Polysaccharide: Die Ringelblume enthält Polysaccharide, denen in der Volksheilkunde eine Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt wird.

  5. Bitterstoffe und Flavonoide: Die Ringelblume enthält Bitterstoffe und Flavonoide; ein Aufguss daraus gilt in der Volksheilkunde als bekömmlich.

  6. Äußerliche Anwendung auf der Haut: Bei geröteter oder unreiner Haut wird die Ringelblume traditionell äußerlich angewendet – als Pflege, nicht als Arzneimittel.

  7. Traditionelle Frauenheilkunde: In der Volksheilkunde wurde Ringelblumentee auch bei Menstruationsbeschwerden getrunken. Ein wissenschaftlicher Beleg dafür fehlt.

Die Ringelblume wird in vielen Formen verwendet, unter anderem als Extrakt, Öl, Salbe, Creme und Tee. Sprechen Sie vor der Anwendung mit einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke.

Getrocknete Ringelblumenblüten, bereit zur Weiterverarbeitung
Aufguss aus Ringelblumenblüten in einer Glastasse

Ringelblume anbauen: Standort, Aussaat und Pflege

Die Ringelblume lässt sich leicht anbauen und verlangt weder besonderes Wissen noch besondere Ansprüche. Am besten wächst sie in der Sonne und in gut durchlässigen Böden. Wenn Sie diese Schritte einhalten, ernten Sie die ganze Vegetationszeit über Blüten:

  1. Den richtigen Platz wählen: Die Ringelblume braucht viel Sonnenlicht, aber auch Schutz vor allzu großer Hitze. Deshalb pflanzt man sie an einen Platz, an dem sie in den Mittagsstunden vor der prallen Sonne geschützt ist.

2. Boden vorbereiten: Die Ringelblume verlangt einen gut durchlässigen Boden. Vor der Pflanzung reichert man ihn mit Kompost oder einem anderen organischen Düngeran.

3. Pflanzung: Die Jungpflanzen kommen meist im Frühjahr ins Beet, sobald keine Fröste mehr drohen. Setzen Sie sie im Abstand von etwa 30-45 cm in das vorbereitete Substrat.

4. Gießen: Die Ringelblume braucht regelmäßige Wassergaben, vor allem in trockenen Perioden. Staunässe ist jedoch zu vermeiden.

5. Weitere Pflege: Ringelblumen brauchen regelmäßige Pflege, etwa das Entfernen verblühter Blütenköpfe und einen Rückschnitt. Das fördert den weiteren Blütenansatz.

Ringelblume düngen: womit die Ringelblume gedüngt wird

Die Ringelblume ist ein anspruchsloses Kraut und wächst auch ohne Düngung. Geben Sie ihr aber ab und zu Kompost oder DÜNGEE, werden die Pflanzen kräftiger, blühen häufiger und die Blüten leuchten intensiver.

DÜNGEE ist ein organischer Dünger, der auch für Kräuter geeignet ist. Die ausführliche Anleitung für das ganze Kräuterbeet finden Sie im Artikel Kräuter düngen, eine Übersicht der übrigen Arten im Wegweiser Kräuter.

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Ringelblume Samen: sammeln, lagern und aussäen

Ringelblumensamen können Sie kaufenoder selbst gewinnen, wenn Sie einige Blüten ausreifen lassen. Die Samen werden dann im Herbst gesammelt, getrocknet und trocken und dunkel gelagert. Man kann die Ringelblume auch dort aussamen lassen, wo sie gerade wächst.

Die Ringelblume wird üblicherweise im Herbst oder im Frühjahr ausgesät. Beides hat Vor- und Nachteile. Bei einer Herbstaussaat blüht und erntet man im folgenden Jahr früher; die Samen können im Boden aber erfrieren, vor allem in einem strengen Winter. Bei einer Frühjahrsaussaat kommen die Blüten später, dafür überstehen die Samen den Winter sicher.

Ringelblumentee: wie man Tee aus Ringelblumen zubereitet

Tasse Ringelblumentee mit getrockneten Blüten

Ringelblumentee ist sehr einfach zubereitet und wird in der Volksheilkunde seit Langem getrunken.

Die beste Zeit zum Sammeln der Blüten ist der Morgen, dann haben die Blüten die beste Qualität. Sammeln Sie nur frische, unbeschädigte Blüten, die noch geschlossen sind.

Wenn Sie keine frischen Ringelblumenblüten haben, können Sie getrocknete Blüten verwenden.

Für eine Tasse Tee brauchen Sie 1 bis 2 Teelöffel frische oder getrocknete Ringelblumenblüten. Übergießen Sie die Blüten mit kochendem Wasser und lassen Sie den Aufguss 5 bis 10 Minuten ziehen. Danach abseihen; nach Belieben mit Honig oder Zitronensaft süßen.

Ringelblumentee wird traditionell ein- bis zweimal täglichgetrunken. Eine darüber hinausgehende Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt.

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Ringelblumensalbe: Rezept, Zubereitung und Anwendung

Selbst gemachte Ringelblumensalbe und Tinktur in einem Glasfläschchen

Ringelblumensalbe wird aus den Blüten hergestellt und gehört zu den bekanntesten Hausmitteln der Volksheilkunde; angewendet wird sie auf strapazierter Haut. So bereiten Sie sie zu.

Für die Salbe brauchen Sie frische Blüten der Ringelblume. Sammeln Sie die Blüten nur bei trockenem Wetter und dann, wenn die Sonne am stärksten scheint – so enthalten sie am meisten Inhaltsstoffe.

Zubereitung der Salbe: Mischen Sie 1/2 Tasse Öl, etwa Oliven- oder Mandelöl, mit 1/4 Tasse Bienenwachs und 1/4 Tasse getrockneten Ringelblumenblüten. Lassen Sie die Mischung bei kleiner Flamme langsam köcheln, bis das Wachs geschmolzen und die Blüten ins Öl übergegangen sind. Seihen Sie die Mischung ab und füllen Sie sie in ein verschließbares Gefäß. Sie können die Mischung auch fest werden lassen, 2 Tage ruhen lassen, erneut erwärmen und in ein Glas abseihen.

Die Salbe lässt sich bis zu 6 Monate lagern, kühl und dunkel, damit die Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Ringelblumensalbe wird auf die betroffene Stelle aufgetragen und in kreisenden Bewegungen einmassiert. Traditionell wird sie bei beanspruchter, trockener oder geröteter Hautverwendet.

Ringelblumenbad: Kräuterbad aus Ringelblumenblüten

Seifen und getrocknete Ringelblumenblüten für ein Kräuterbad

Ein Ringelblumenbad gilt in der Volksheilkunde als wohltuend für die Muskulatur und für beanspruchte Haut. So bereiten Sie ein Ringelblumenbad zu:

Sammeln Sie frische Blüten der Ringelblume. Wählen Sie Blüten ohne sichtbare Mängel und sammeln Sie sie an einem sonnigen Tag.

Geben Sie die Blüten in einen Topf und übergießen Sie sie mit heißem Wasser. Lassen Sie den Aufguss 10-15 Minuten ziehen, bis sich die Inhaltsstoffe aus den Blüten lösen.

Geben Sie den fertigen Aufguss in die eingelassene Wanne mit warmem Wasser. Empfohlen sind 1-2 Tassen Aufguss je Bad. Das Badewasser sollte 38 °Chaben.

Legen Sie sich in die Wanne und entspannen Sie 15-20 Minuten. Überschreiten Sie die empfohlene Badedauer nicht!

Kräuter und Gewürze düngen

So bereiten Sie den DÜNGEE-Aufguss für Kräuter zu
  • Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.

Genauso werden auch Majoran, Salbei, Melisse oder Johanniskraut gedüngt – alle Kräuter mögen lieber gelegentliche kleine Gaben als eine einzige große.