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Wiesenblumen: bunte Arten für Ihre Blumenwiese

Welche Arten für trockene, feuchte und kalkhaltige Böden – und wie Sie eine blühende Wiese voller Schmetterlinge anlegen

Bunte Wiesenblumen bereichern jeden Garten. Wir zeigen Ihnen, welche Arten Sie für trockene, feuchte oder kalkhaltige Böden wählen und wie Sie eine blühende Wiese voller Schmetterlinge anlegen.

Wiesenblumen-Arten: Namen und Überblick

Die fünf Arten, denen wir uns in diesem Artikel ausführlich widmen, finden Sie in der Übersicht unten. Entscheidend ist vor allem der Standort: Auf trockenem, kalkhaltigem Boden gedeihen andere Pflanzen als auf einer feuchten, gut mit Nährstoffen versorgten Wiese.

WiesenblumeBlütezeitHöheGeeigneter Standort
Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum)Juni–September15–40 cmtrockene, warme, kalkhaltige Böden
Wiesensalbei (Salvia pratensis)Mai–September30–60 cmtrockene kalkhaltige wie auch nährstoffreiche Wiesen
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)Mai–August10–50 cmfeuchte, lehmige, stickstoffreiche Böden
Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)Juni–Oktober20–80 cmhelle, sandig-lehmige Standorte
Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)Mai–September20–80 cmnährstoffreiche wie auch magere Wiesen

In eine Blumenwiese passen auch weitere Wiesenblumen, denen wir eigene Artikel widmen: Rotklee, Schafgarbe oder Glockenblume. Für dauerhaft feuchte Gartenbereiche lohnt sich der Griff zu Feuchtgebietspflanzen, für normale Beete zu Stauden. Wenn Sie keine Wiese anlegen möchten, bietet einen ähnlichen Effekt ein blühender Rasen.

Warum eine Blumenwiese anlegen und was sie bringt

Bunte Wiesenblumen

Blühende Wiese mit rotem Klatschmohn, weißer Kamille und blauviolettem Feld-Rittersporn

Wiesen sind eine natürliche Gemeinschaft aus Gräsern und ausdauernden Kräutern mit schönen Blüten. Besonders die frisch leuchtenden Wiesenblumen geben der Wiese – je nach Standort und Jahreszeit – einen reizvollen farbigen Akzent. In größeren Gärten, aber auch auf kleinen Flächen neben dem Rasen oder einem Beet, bereichert eine Blumenwiese die Umgebung durch ihre Artenvielfalt. Besonders reizvoll ist eine Blumenwiese als Übergang zwischen kurz geschnittenem Rasen und einer Hecke oder einer Baumgruppe. Auch unter Obstbäumen ergibt eine Blumenwiese ein zauberhaftes Bild. Besonders artenreiche und bunt blühende Wiesen wachsen auf mageren, nicht zu feuchten Böden, die heute allerdings nur noch selten zu finden sind. Hier haben die Blumen bessere Lebensbedingungen als Gräser und trittfeste Kräuter. Blumenwiesen brauchen außerdem keine besondere Pflege.

Wiesenblumen für trockene und kalkhaltige Standorte: Kartäusernelke und Wiesensalbei

Pinkfarbene Nelkenblüten mit gezähnten Kronblättern an einem trockenen, kalkhaltigen Standort

Kartäusernelke Dianthus carthusianorum

Höhe: 15–40 cm. Blütezeit: Juni–September, purpurrote „nelkenartige“ Blüten.

Intensive Blütenfarbe

Merkmale: Meist entwickeln sich mehrere Blüten gleichzeitig, sie stehen gedrängt am Ende eines kahlen Stängels; die geöffnete Blüte ist 2–3 cm breit; die Blätter sind steif, schmal und linealisch; sie sind eine Weide für Schmetterlinge. Standort: Sehr wärmeliebend; bevorzugt trockene, kalkhaltige Böden; verträgt keine Staunässe und keinen verdichteten Boden. Verwendung: Für magere Wiesen auf kalkhaltigen Böden.

Wiesensalbei Salvia pratensis

Höhe: 30–60 cm. Blütezeit: Mai–September, blaue Lippenblüten.

Schöne Blütenfarbe

Merkmale: Eine große Zahl von Blüten steht in Scheinquirlen; der Stängel ist vierkantig mit eiförmigen Blättern; die unteren Stängelblätter sind auffallend groß; eine Bienenweide. Standort: Ausgeprägt wärmeliebend; bevorzugt sonnige bis leicht schattierte Plätze; liebt trockene, kalkhaltige Böden; verträgt weder Staunässe noch verdichtete Böden. Verwendung: Eignet sich für nährstoffreiche Wiesen ebenso wie für kalkhaltige magere Böden.

Wiesenarten für feuchte und nährstoffreiche Wiesen: Kriechender Hahnenfuß, Wiesen-Flockenblume und Wiesen-Margerite

Kriechender Hahnenfuß Ranunculus repens

Höhe: 10–50 cm. Blütezeit: Mai–August, gelbe schalenförmige Blüten.

Verträgt Staunässe

Merkmale: Die einzelnen goldgelben Blüten am Ende verzweigter Stängel messen 2–3 cm im Durchmesser; die Blätter sind geteilt oder zusammengesetzt, dreizählig; die Pflanze breitet sich über oberirdische Kriechtriebe aus. Standort: Bevorzugt feuchte, lehmige und gut mit Stickstoff versorgte Böden; verträgt keine Trockenheit. Verwendung: Für nährstoffreiche feuchte Wiesen mit guter Wasserversorgung.

Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea

Höhe: 20–80 cm. Blütezeit: Juni–Oktober, rosaviolette Körbchen.

Eignet sich als Schnittblume

Gelb blühendes Scharbockskraut (Ficaria verna) mit glänzenden Blüten und herzförmigen Blättern auf feuchtem, nährstoffreichem Boden

Merkmale: Endständige Körbchen; alle Blüten im Körbchen sind röhrenförmig, die äußeren größer als die inneren; der Stängel ist meist aufrecht, mit lanzettlichen Blättern; die untersten Blätter sind geteilt; der Nektar ist eine wertvolle Weide für Bestäuber. Standort: Helle Plätze; bevorzugt sandig-lehmige Böden; verträgt keine Staunässe und keine verdichteten Böden. Verwendung: Gut mit Wasser und Nährstoffen versorgte Wiesen.

Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare

Höhe: 20–80 cm. Blütezeit: Mai–September, weiße Zungenblüten.

Eignet sich als Schnittblume

Merkmale: Körbchen aus weißen Zungenblüten im Strahl und gelben Röhrenblüten in der Scheibe; die Körbchen ähneln denen des Gänseblümchens, sind aber 3–5 cm groß; die Körbchen stehen endständig auf aufrechten, verzweigten Stängeln; die Blätter sind lanzettlich, tief gesägt bis fiederschnittig. Standort: Helle Plätze; eine häufige Pionierpflanze auf nährstoffreichen Wiesen. Verwendung: Ohne große Ansprüche an Wasser und Nährstoffe; geeignet für nährstoffreiche wie auch magere Wiesen.

Die Wiese selbst kommt mit magerem Boden aus, Düngen schadet ihr eher – Nährstoffe begünstigen die Gräser auf Kosten der Blumen. Beete, Obstbäume und der Rasen ringsum brauchen aber Nährstoffe. Welchen Universaldünger Sie wählen und wie Sie ihn dosieren, finden Sie in unserer Übersicht; für die Rasenfläche dann im Artikel über Rasen düngen.