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Wachsblume (Hoya)

Die Wachsblume (Hoya), auch Porzellanblume, ist eine kletternde Zimmerpflanze mit duftenden Blüten. So gelingen Pflege, Vermehrung und Düngung.

Wachsblume: Standort, Wuchshöhe und Blütezeit

Kletternde oder hängende Pflanzen sind ideal für die Wohnung und fürs Gewächshaus.

Standort: hell, aber ohne direkte Sonne.
Höhe: Kletterpflanzen mit langen Trieben und kleine Halbsträucher.
Blütezeit: vor allem vom Frühjahr bis zum Herbst.
Vermehrung: Stecklinge.

Hoya-Arten: Hoya carnosa, australis und bella

Wachsblume (Hoya carnosa) mit einer Dolde weißer Blüten mit rotem Zentrum und glänzenden dicken, silbrig gesprenkelten Blättern
Hoya carnosa ist die bekannte Wachsblume, auch Porzellanblume genannt, mit vielen glänzenden dicken Blättern und weißen wächsernen Blüten mit rotem Zentrum.

Die rund 200 Arten der Gattung Hoya sind von Indien über Malaysia bis nach Australien verbreitet. Sie gehören zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), in die heute auch die früheren Seidenpflanzengewächse (Asclepiadaceae) gestellt werden. Hoya carnosa ist die bekannteste Wachsblume. Sie hat lange kletternde Triebe, und die milchig weißen Blüten sind in der Mitte rot. Die kräftige Pflanze bedeckt mit ihren dicken, fleischigen und glänzend dunkelgrünen Blättern große Flächen. Eine ältere Pflanze braucht eine ausreichend große und feste Stütze. Weniger wüchsig sind Sorten mit weißgelber bis roter Zeichnung auf den Blättern. Die Blüte kann vom Frühjahr bis zum Herbst dauern. Die alten Blütenansätze dürfen nicht entfernt werden, denn an ihnen bilden sich die nächsten Blüten.

Wachsblume Hoya australis mit einer Dolde weißer sternförmiger Blüten mit karminrotem Zentrum und großen runden glänzenden Blättern
Hoya australis hat große, rundlich-eiförmige Blätter.

Hoya australis sieht ähnlich aus, hat aber größere, rundlich-ovale Blätter und kleinere Blütenstände. Sie wächst ebenfalls stark als Kletterpflanze. Beiden genannten Arten bekommen Temperaturen zwischen 15 und 18 °C gut. Die Blütenbildung fördert man, indem man die Temperatur im Winter auf 10 bis 12 °C senkt und weniger gießt.

Hoya bella ist eine strauchig wachsende Art, die immer beliebter wird. Im hängenden Blütenstand stehen angenehm duftende kleine weiße Blüten mit einer roten Nebenkrone. Sie erscheinen im Frühjahr. Hoya bella ist wärmebedürftiger und verlangt 18–20 °C.

Wachsblume Hoya bella mit Dolden kleiner weißer Blüten mit rosa Zentrum an dünnen Trieben
Hoya bella ist eine strauchige Wachsblume mit hängenden Blüten.
  • Hoya carnosa (Wachsblume, Porzellanblume) — die häufigste Art, lange kletternde Triebe, gedeiht bei 15–18 °C
  • Hoya australis — größere runde Blätter, kleinere Blütenstände, ebenso wüchsig
  • Hoya bella — strauchig und hängend, wärmebedürftiger (18–20 °C)

Wachsblume pflegen: Substrat, Gießen und Standort

Wachsblumen brauchen eine humose, durchlässige Erdmischung, zum Beispiel aus 2 Teilen Torf, 1 Teil Komposterde und einem Zusatz von Sand. Die Mischung sollte eine Grunddüngung enthalten. Die Blätter richten sich zum Licht aus, deshalb sollte der Standort der Pflanze nicht gewechselt werden. Bei einem Standortwechsel fallen die Knospen meist ab.

Im Vergleich zu anderen Zimmerpflanzen ist die Wachsblume anspruchslos — Fehler macht eher der Pfleger, der sie übergießt oder häufig umstellt. Gegossen wird erst, wenn die obere Substratschicht abgetrocknet ist, im Winter deutlich weniger. Ein ähnliches Regime schätzen auch andere Zimmerlianen, etwa die Monstera oder das Epipremnum.

Wachsblume und andere Zimmerpflanzen düngen

Die Wachsblume lebt nur von dem, was im Topf ist, und braucht in der Hauptsaison vom Frühjahr bis zum Herbst deshalb eine regelmäßige Nährstoffzufuhr — sonst wächst sie zwar, blüht aber nicht. Gedüngt wird etwa alle zwei Wochen; im Winter setzt man das Düngen zusammen mit dem Gießen aus.

  • vom Frühjahr bis zum Herbst alle zwei Wochen düngen
  • im Winter das Düngen aussetzen und auch weniger gießen — das fördert den Knospenansatz
  • frisch umgetopfte Pflanzen in den ersten Monaten nicht düngen, die Nährstoffe stecken im neuen Substrat
  • organischer Dünger gibt die Nährstoffe nach und nach ab und lässt sich deshalb großzügiger dosieren als flüssiger

Dasselbe Prinzip gilt für alle Pflanzen im Topf — vom Ficus über die Zamioculcas bis zur Klivie.

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Häufige Fragen

Welche Ansprüche stellt die Wachsblume an die Erde?

Die Wachsblume bevorzugt eine gut drainierte, humusreiche Erde. Ideal ist eine Mischung aus Torf, Perlit und Sand. Die Erde sollte leicht sauer sein, mit einem pH-Wert um 6.

Wie überwintert man Wachsbegonien richtig?

Wachsbegonien stellt man über den Winter kühl und hell. Die Temperatur sollte zwischen 10 und 15 °C liegen. Gegossen wird deutlich weniger, damit die Pflanze nicht zu nass steht.

Wie vermehrt man Wachsblumen erfolgreich?

Wachsblumen vermehrt man am besten über Stecklinge. Schneiden Sie die Stecklinge im Frühjahr oder Sommer und bewurzeln Sie sie in einer Mischung aus Torf und Sand. Halten Sie die Feuchtigkeit und eine Temperatur um 20–25 °C.

Welche Pflege brauchen Wachsblumen während der Wachstumszeit?

In der Zeit des aktiven Wachstums muss regelmäßig gegossen werden, ohne die Pflanze zu vernässen. Alle zwei Wochen düngt man mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen. Wachsblumen mögen einen hellen Platz ohne direkte Sonne.

Wie lange blüht eine Wachsblume und wie bringt man sie zu reicherer Blüte?

Die Wachsblume blüht meist einige Wochen, manchmal sogar mehrere Monate. Für eine reiche Blüte sorgen Sie für ausreichend Licht und regelmäßige Düngung. Wichtig sind außerdem gleichmäßige Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Sind Wachsblumen giftig und welche Gefahr besteht für Haustiere?

Einige Hoya-Arten können für Haustiere leicht giftig sein. Das Fressen von Blättern oder Trieben kann zu Magenreizungen führen. Stellen Sie die Pflanze deshalb außer Reichweite von Tieren.

Warum blüht meine Wachsblume nicht?

Meist fehlt ihr Licht oder die Winterruhe. Die Knospen werden nach einer kühleren und trockeneren Phase angelegt, stellen Sie die Pflanze im Winter deshalb bei 10–12 °C auf und gießen Sie deutlich weniger. Die zweite häufige Ursache ist das Abbrechen der alten Blütenansätze — an ihnen bilden sich die nächsten Blüten, sie dürfen also nicht entfernt werden. Auch das Umstellen spielt eine Rolle: Bei einem Standortwechsel fallen die Knospen meist ab.

Wann topft man die Wachsblume um?

Die Wachsblume blüht besser in einem etwas zu engen Topf, deshalb wird sie nur alle zwei bis drei Jahre umgetopft, am besten im Frühjahr vor dem Austrieb. Verwenden Sie eine durchlässige Mischung mit Sand und einen Topf nur eine Nummer größer. Frisch umgetopfte Pflanzen in den ersten Monaten nicht düngen.