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Blauregen (Wisteria) – Glyzinie

Wann er blüht, warum er nicht blüht, wie man ihn pflanzt und schneidet – und warum die Hülsen giftig sind

Verholzende Kletterpflanze mit hängenden Trauben duftender Blüten.

  • Standort: sonnig und geschützt, mit einer stabilen Rankhilfe
  • Höhe: 8–15 m, beim Chinesischen Blauregen bis 20–30 m
  • Blütezeit: April bis Juni je nach Art
  • Vermehrung: Stecklinge, Absenker und Veredelung

Was ist der Blauregen

Der Blauregen (Wisteria), auch Glyzinie genannt, gilt oft als eine der schönsten Blütenpflanzen der Welt. Es ist eine Kletterpflanze, die je nach Art eine Höhe von 8 bis 15 Metern erreicht, der Chinesische Blauregen sogar 20–30 Meter. Ursprünglich stammt sie aus Asien und Nordamerika und gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler.

Beliebt ist der Blauregen wegen seiner großen, duftenden Blüten, die weiß, rosa, violett oder blau sein können. Die Blüten erscheinen im späten Frühjahr oder frühen Sommer und halten mehrere Wochen. Die Blätter sind dunkelgrün und werden bis zu 30 cm lang. Wisteria ist sommergrün, das Laub fällt also im Herbst ab.

In Gärten und Parkanlagen ist der Blauregen sehr beliebt. Er lässt sich als Kletterpflanze an Wänden, Pergolen, Pfosten und anderen Konstruktionen ziehen. Er braucht einen Platz mit genügend Raum und Licht, gut durchlässigen Boden und regelmäßige Wassergaben. An Pergola oder Pfosten muss man ihn regelmäßig schneiden, damit er in Form bleibt. In Japan ist der Blauregen sehr beliebt und gehört häufig zum traditionellen japanischen Garten. In der japanischen Kultur steht er für traditionelle Werte wie Liebe, Freundschaft und Unschuld. Auch in der japanischen Literatur und Kunst taucht er oft auf. Es gibt verschiedene asiatische und amerikanische Arten. Zu den bekanntesten zählen Wisteria floribunda, Wisteria sinensis und Wisteria frutescens.

Zu den Hülsenfrüchtlern gehören auch gewöhnliche Gartenpflanzen wie Bohnen oder Platterbsen – deshalb hat der Blauregen Schmetterlingsblüten und als Frucht Hülsen. Unter den übrigen Kletterpflanzen zählt er zusammen mit der Waldrebe und dem Efeu zu den wüchsigsten.

Blauregen-Arten

In unseren Gärten begegnen Ihnen vor allem drei Arten. Sie unterscheiden sich in Zeitpunkt und Dauer der Blüte, in der Traubenlänge und in der Wuchskraft – und das ist bei der Wahl wichtiger als die Blütenfarbe.

Japanischer Blauregen (Wisteria floribunda)

Nahaufnahme von Blauregen-Blüten – hellviolette Schmetterlingsblüten mit gelbem Fleck auf der Fahne

Der Japanische Blauregen (Wisteria floribunda) ist ein sommergrünes Laubgehölz aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er blüht von Mai bis Juni in traubigen Blütenständen und stammt aus Japan. Er wird leicht mit anderen Arten derselben Gattung verwechselt, etwa mit dem Chinesischen Blauregen.

Kultiviert wird er als Zierpflanze. Der Japanische Blauregen ist eine sehr wüchsige, ausgesprochen starkwachsende Liane, für kleine Flächen und schwächere Holzkonstruktionen ist er nicht geeignet. Er bevorzugt sonnige Lagen und feuchte, durchlässige Böden mit ausreichend Kalk, verträgt aber auch Halbschatten. Kurze Trockenheit und wenig Stickstoff steckt er gut weg. Vermehrt wird er über Samen und Stecklinge. Mehrere Sorten sind im Handel.

Ein zweiter Name für ihn ist Japanische Glyzinie. Er hat die längsten Trauben aller Arten – üblich sind 30–50 cm, bei ausgelesenen Sorten über 90 cm. Die Blüten öffnen sich innerhalb der Traube nacheinander von der Basis zur Spitze, wodurch die Blüte länger wirkt. Seine Triebe winden sich im Uhrzeigersinn.

Chinesischer Blauregen (Wisteria sinensis)

Zwei hängende Trauben des Chinesischen Blauregens mit aufgeblühten violetten Blüten und jungen Hülsen

Wisteria sinensis, allgemein bekannt als Chinesischer Blauregen, ist eine Blütenpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler und stammt aus den chinesischen Provinzen Guangxi, Guizhou, Hebei, Henan, Hubei, Shaanxi und Yunnan. Er erreicht eine Höhe von 20–30 m und ist eine sommergrüne Liane. In gemäßigten Regionen wird er wegen seiner gedrehten Triebe und der vielen duftenden Blüten in hängenden Trauben im Frühjahr weithin kultiviert.

Der Chinesische Blauregen ist auf Stützpflanzen oder Konstruktionen angewiesen. Die Blätter sind glänzend, grün und unpaarig gefiedert, 10–30 cm lang, mit 9–13 länglichen Fiederblättchen von je 2–6 cm Länge. Die Blüten sind weiß, violett oder blau und erscheinen an 15–20 cm langen Trauben noch vor dem Laubaustrieb im Frühjahr. Die Blüten einer Traube öffnen sich gleichzeitig, bevor sich das Laub entfaltet, und haben einen kräftigen, an Weintrauben erinnernden Duft. Auch wenn die Trauben kürzer sind als bei Wisteria floribunda (Japanischer Blauregen), sind es meist mehr. Die Frucht ist eine abgeflachte, braune, samtige Hülse von 5–10 cm Länge, bohnenähnlich, mit derben, scheibenförmigen Samen von etwa 1 cm Durchmesser, gleichmäßig darin verteilt; sie reifen im Sommer und springen auf, um die Samen freizugeben.

Er blüht von allen drei Arten am frühesten, meist Ende April und im Mai, noch am kahlen Trieb. Seine Triebe winden sich im Unterschied zum Japanischen Blauregen gegen den Uhrzeigersinn – daran erkennen Sie die beiden auch außerhalb der Blütezeit.

Amerikanischer Blauregen (Wisteria frutescens)

Amerikanischer Blauregen (Wisteria frutescens) – dichte blauviolette Blütenbüschel zwischen hellgrünen Blättern

Wisteria frutescens, allgemein bekannt als Amerikanischer Blauregen, oder auch Strauch-Glyzinie, ist eine verholzende, sommergrüne, ausdauernde Kletterpflanze, eine der verschiedenen Wisterien aus der Familie Fabaceae. Sie stammt aus feuchten Wäldern und von Bachufern im Südosten der Vereinigten Staaten.

Der Amerikanische Blauregen erreicht eine Länge von bis zu 15 m. Vom Spätfrühling bis zum Frühsommer bildet er dichte Büschel blauvioletter, zweilippiger Blüten von 2 cm Breite an 5–15 cm langen Trauben.

Die Blätter sind glänzend, dunkelgrün und gefiedert, 10–30 cm lang. Sie tragen 9–15 längliche Fiederblättchen von je 2–6 cm Länge. Die Pflanze trägt außerdem zahlreiche giftige, bohnenähnliche Samenhülsen von 5–10 cm Länge, die im Sommer reifen und bis in den Winter hängen bleiben. Jung sind die Hülsen flaumig und grünbraun, reif glänzend braun und glatt. Die Samen sind groß und braun. Der Amerikanische Blauregen bevorzugt feuchte Böden. Er gilt als schattenverträglich, blüht aber nur, wenn er teilweiser oder voller Sonne ausgesetzt ist.

Vom asiatischen Verwandten unterscheiden ihn mehrere Merkmale. Er wird nur zwei Drittel so groß, seine Trauben sind halb so lang (die kürzesten der ganzen Gattung) und seine Blütezeit fällt manchmal kürzer aus als bei vielen asiatischen Sorten.

Für den kleineren Garten ist er die vernünftigste Wahl: Er wächst maßvoller, blüht erst am diesjährigen Trieb und wird deshalb von Spätfrösten nicht getroffen – und wiederholt die Blüte oft noch im Sommer.

Blütezeit: wann und wie lange der Blauregen blüht

Die Blütezeit unterscheidet sich zwischen den Arten um mehrere Wochen. Wer zwei verschiedene Arten pflanzt, verlängert die Blüte im Garten auf fast zwei Monate. Eine einzelne Pflanze blüht rund zwei bis drei Wochen.

ArtBlütezeitTraubenlängeBesonderheit
Chinesischer BlauregenEnde April – Mai15–30 cmblüht am kahlen Trieb, die ganze Traube auf einmal
Japanischer BlauregenMai – Juni30–50 cm (Sorten über 90 cm)öffnet sich nach und nach von der Traubenbasis her
Amerikanischer BlauregenJuni – Juli5–15 cmblüht am diesjährigen Trieb, oft mehrmals

Eine aus Samen gezogene Pflanze blüht erst nach sieben bis fünfzehn Jahren. Veredelter oder über Stecklinge vermehrter Blauregen aus der Gärtnerei blüht in der Regel schon im zweiten bis dritten Jahr nach dem Pflanzen. Wenn Sie eine bestimmte Blütenfarbe wollen, kaufen Sie die Pflanze blühend – bei Sämlingen fällt die Farbe oft anders aus als auf dem Bild versprochen.

Warum der Blauregen nicht blüht

Ein Blauregen, der nicht blüht, ist die häufigste Klage, die wir von Gärtnern hören. Meist ist eine dieser fünf Ursachen schuld:

  • Er ist noch zu jung. Ein Sämling braucht sieben bis fünfzehn Jahre. Da hilft nur Geduld – oder der Tausch gegen eine veredelte Pflanze.
  • Er bekommt zu viel Stickstoff. Steht der Blauregen am Rasen, den Sie regelmäßig mit Stickstoffdünger versorgen? Dann treibt er ins Laub und in die Ranken statt in die Blüte. Hülsenfrüchtler binden Stickstoff ohnehin selbst.
  • Der Sommerschnitt fehlt. Ohne das Einkürzen der Jungtriebe legt die Pflanze schlicht keine Blütenknospen an. Der Schnitt ist beim Blauregen der wichtigste Hebel, keine Zugabe.
  • Er steht im Schatten. Die Knospen entstehen in voller Sonne; an der Nordwand wächst der Blauregen prächtig, blüht aber nicht.
  • Spätfrost hat ihn erwischt. Chinesischer und Japanischer Blauregen legen die Knospen schon im Herbst an. Ein Morgenfrost im April zerstört sie und die Pflanze setzt das Jahr aus – deshalb lohnt sich ein geschützter Platz an der Wand.

Ein trockener Sommer schadet ebenfalls: Die Blütenknospen für das nächste Jahr entstehen im Juli und August, gerade dann darf die Pflanze nicht austrocknen.

Ist Blauregen giftig? Hülsen und Samen

Ja – und das ist der Grund, sich den Blauregen in einem Garten mit kleinen Kindern zweimal zu überlegen.

Alle Pflanzenteile enthalten das Glykosid Wisterin, das beim Verzehr giftig ist und Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall auslösen kann. Blauregen hat in vielen Ländern Vergiftungen bei Kindern verursacht und leichte bis schwere Magen-Darm-Entzündungen ausgelöst.

Am meisten Wirkstoff steckt in den Samen und in den Hülsen– und ausgerechnet die sind am verlockendsten: Sie sehen aus wie Bohnenhülsen und bleiben bis in den Winter an der Pflanze. Bei einem Kind genügen ein bis zwei Samen für Erbrechen und Bauchschmerzen. Empfindlich sind auch Hunde und Pferde.

  • Reife Hülsen entfernen Sie besser laufend, vor allem bei niedrig gezogenen Pflanzen.
  • Nach dem Schnitt Hände waschen, der Saft reizt die Haut.
  • Abgeschnittene Teile nicht an Tiere und nicht ins Futter geben.
  • Bei Verzehr rufen Sie den Giftnotruf an, bundesweit erreichbar z. B. in Berlin unter 030 19240.

Die bloße Berührung der Blätter und der Duft der Blüten sind ungefährlich – riskant wird es erst, wenn Samen verschluckt werden.

Blauregen pflanzen Schritt für Schritt

Beim Pflanzen des Blauregens ist Vorsicht geboten, denn einige Pflanzenteile sind giftig. Blätter und Samen enthalten einen Stoff, der für den Menschen gefährlich sein kann. Wenn Sie sich für den Blauregen entscheiden, halten Sie die Pflanze unbedingt außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren. Wichtig ist außerdem zu wissen, dass der Blauregen sehr wüchsig ist und umstehende Bäume und Pflanzen beschädigen kann. Deshalb muss man ihn regelmäßig beobachten und schneiden, damit sein unkontrolliertes Wachstum gebremst wird.

In Regionen, in denen sich der Blauregen als invasive Art verhält, kann es nötig sein, ihn zu entfernen. Das ist mühsam, denn der Blauregen hat kräftige Wurzeln und lässt sich schwer ausgraben. Wenn Sie vermuten, dass er sich über Ihren Garten hinaus ausbreitet, wenden Sie sich an die örtlichen Behörden und bitten Sie um Hilfe bei der Entfernung.
Insgesamt lässt sich sagen: Der Blauregen ist eine wunderschöne Pflanze und eine großartige Wahl für Ihren Garten, wenn Sie ihn richtig und mit Bedacht kultivieren. Wenn Sie Blauregen pflanzen möchten, lassen Sie sich in der Gärtnerei beraten und sichern Sie der Pflanze einen geeigneten Platz zum Wachsen.

Wohin mit dem Blauregen

  • Sonne. Ideal ist eine Süd- oder Südwestwand oder eine frei stehende Pergola. Im Schatten wächst die Pflanze, blüht aber nicht.
  • Abstand zum Haus. Pflanzen Sie 40–50 cm von der Wand entfernt und nie dicht an das Fundament. Triebe neben Dachrinnen, Ziegeln und Fallrohren nicht durchlassen – sie verholzen und sprengen auseinander, was ihnen im Weg steht.
  • Boden. Tiefgründig, durchlässig und nährstoffreich, eher feucht. Kalkhaltigen Boden verträgt der Blauregen, dauerhaft nasse Stellen nicht.
  • Platz. Rechnen Sie mit einem Gehölz für Jahrzehnte, nicht mit einer Sommerblume. Der Stamm hat nach zwanzig Jahren oft die Stärke eines Oberarms.

In den ersten zwei Jahren nach dem Pflanzen regelmäßig gießen und die jungen Triebe an die Rankhilfe anbinden, bis sie selbst den Weg finden. Ähnlich anspruchsvoll bei der Rankhilfe sind auch Weinrebe oder Kiwi.

Rankhilfe für Blauregen: Pergola, Wand, Stämmchen und Topf

Blauregen über einer Steinmauer und einem Rundbogen, die Blütentrauben hängen herab

Der Blauregen ist eine Liane mit dem Gewicht eines ausgewachsenen Baumes. Latten, dünne Holzgitter und Kunststoffnetze reichen ihm nicht – nach ein paar Jahren bricht er sie. Verwenden Sie Stahlseile oder Drähte ab 4 mm Durchmesser, in Dübeln verankert, oder verzinkte Rohre. Setzen Sie die Verankerung rund 10 cm von der Wand ab, damit die Triebe Platz haben und die Wand belüftet bleibt.

  • Pergola: die schönste Lösung – die Trauben hängen frei herab und sind von unten zu sehen. Wählen Sie Pfosten von mindestens 12 × 12 cm.
  • Hauswand: ja, aber mit Abstand und regelmäßigem Schnitt. Lassen Sie die Triebe nie unter die Dachrinne oder unter die Ziegel kriechen.
  • Als Stämmchen: veredelter Blauregen, als Bäumchen gezogen. Er braucht dauerhaft einen festen Pfahl und zweimal im Jahr einen Schnitt, sonst fällt er auseinander.
  • Im Topf: nur als Stämmchen und in einem Gefäß ab 40–50 Litern. Das Substrat darf nicht austrocknen, über den Winter das Gefäß einpacken und an die Wand stellen.

Steht der Blauregen auf Balkon oder Terrasse, braucht er mehr Wasser und mehr Nährstoffe als im Boden – die Wurzeln können nirgends hin.

Blauregen schneiden: wann und wie

Verholzte Zweige eines blühenden Blauregens über einem alten grünen Zaun

Der Schnitt entscheidet beim Blauregen über die Blüte. Geschnitten wird zweimal im Jahr und jedes Mal anders:

  • Sommerschnitt (Juli–August): die diesjährigen Seitentriebe auf 5–6 Blätter einkürzen. Die Pflanze hört auf, in die Länge zu treiben, und beginnt Blütenknospen anzulegen.
  • Winterschnitt (Januar–Februar): dieselben Triebe noch einmal einkürzen, auf 2–3 Knospen ab der Basis. Daraus entstehen kurze Blühsporne, an denen im Frühjahr die Trauben hängen.

Das Gerüst – also die an der Rankhilfe geführten Haupttriebe – lassen Sie wachsen, bis es die vorgesehene Fläche bedeckt. Danach wird auch es eingekürzt. Einen vernachlässigten, jahrelang ungeschnittenen Blauregen kann man im Winter durch einen Schnitt ins alte Holz verjüngen; im Jahr darauf blüht er meist nicht, kommt aber wieder in Form. Dasselbe Prinzip aus Sommer- und Winterschnitt gilt auch bei der Weinrebe.

Blauregen vermehren aus Samen und Stecklingen

Aus Samen ist es der billigste und unzuverlässigste Weg: Der Sämling blüht erst nach vielen Jahren und weicht in Farbe und Traubenlänge von der Mutterpflanze ab. Wer eine bestimmte Sorte will, vermehrt anders.

  • Halbreife Stecklinge – im Juli und August, diesjährige Triebe mit Ferse, in sandiges Substrat unter Folie.
  • Absenker – im Frühjahr einen Trieb zu Boden biegen, an der Berührungsstelle leicht anschneiden und mit Erde bedecken. Bis zum Herbst wurzelt er an.
  • Veredelung – das, was die Gärtnerei macht; die veredelte Pflanze blüht am frühesten und behält die Sorte zuverlässig.
  • Samen – Hülsen im Herbst sammeln, die Samen über Nacht quellen lassen und im Frühjahr in warmes Substrat aussäen.

Die Samen aus den Hülsen sind giftig – lassen Sie sie auch beim Aussäen nicht in Reichweite von Kindern.

Blauregen düngen

Beim Düngen von Außen- und Zierpflanzen gilt für den Blauregen eine Regel zusätzlich: mit Stickstoff sparen. Als Hülsenfrüchtler deckt er einen großen Teil selbst, und ein Überschuss lenkt ihn zuverlässig von der Blüte ins Laub. Willkommen sind dagegen Phosphor und Kalium und vor allem ausgewogene, langsam fließende Nährstoffe.

Der organische Dünger DÜNGEE lässt sich bei Gehölzen und Kletterpflanzen auf zwei Arten einsetzen:

  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanze ausstreuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanze, oder besprühen Sie die Pflanze mit dem Auszug.

Düngen Sie im Frühjahr zum Austrieb und gegebenenfalls ein zweites Mal nach der Blüte; ab August nicht mehr, damit die Triebe bis zum Winter ausreifen. Eine Übersicht der Mengen und der Anwendung finden Sie beim Universaldünger, weitere Gehölze im Garten behandelt der Ratgeber Sträucher und Hortensie.

DÜNGEE im Shop Dosierung und Anwendung

Sträucher und Gehölze mit DÜNGEE düngen
Bäumchen und Sträucher nach sechs Wochen

Häufige Fragen zum Blauregen

Wann blüht der Blauregen?

Je nach Art von Ende April bis Juli. Der Chinesische Blauregen blüht am frühesten, Ende April und im Mai noch am kahlen Trieb, der Japanische Blauregen im Mai und Juni und der Amerikanische Blauregen erst im Juni und Juli. Eine einzelne Pflanze blüht rund zwei bis drei Wochen.

Warum blüht der Blauregen nicht?

Meist, weil er noch zu jung ist – ein Sämling braucht sieben bis fünfzehn Jahre. Weitere Gründe sind ein Überschuss an Stickstoff, ein fehlender Sommerschnitt, ein schattiger Standort oder ein später Frühjahrsfrost, der die bereits angelegten Knospen zerstört.

Ist Blauregen giftig?

Ja. Alle Pflanzenteile enthalten das Glykosid Wisterin, am meisten davon steckt in Samen und Hülsen. Schon ein bis zwei Samen können bei einem Kind Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall auslösen. Entfernen Sie deshalb die Hülsen und rufen Sie bei Verzehr den Giftnotruf an, etwa in Berlin unter 030 19240.

Wann schneidet man Blauregen?

Zweimal im Jahr. Im Juli und August die diesjährigen Seitentriebe auf 5–6 Blätter einkürzen, im Januar und Februar dieselben Triebe noch einmal auf 2–3 Knospen. Ohne Sommerschnitt legt der Blauregen keine Blütenknospen an.

Wie lange dauert es, bis der Blauregen zum ersten Mal blüht?

Eine aus Samen gezogene Pflanze sieben bis fünfzehn Jahre, eine veredelte oder über Stecklinge vermehrte meist im zweiten bis dritten Jahr nach dem Pflanzen. Wenn es Ihnen auf eine bestimmte Blütenfarbe ankommt, kaufen Sie die Pflanze blühend – bei Sämlingen fällt die Farbe oft anders aus.

Welche Rankhilfe braucht der Blauregen?

Eine feste und dauerhafte. Stahlseile oder Drähte ab 4 mm, mit rund 10 cm Abstand in der Wand verankert, verzinkte Rohre oder eine Pergola mit Pfosten von mindestens 12 × 12 cm. Dünne Holzgitter und Kunststoffnetze bricht ein ausgewachsener Blauregen.

Womit düngt man Blauregen?

Mit einem organischen Dünger mit niedrigem Stickstoffgehalt – zum Beispiel mit DÜNGEE, den man in einer dünnen Schicht rund um die Pflanze ausstreut oder als Auszug ansetzt und zum Gießen verwendet. Gedüngt wird im Frühjahr zum Austrieb, gegebenenfalls nach der Blüte; ab August nicht mehr, damit die Triebe bis zum Winter ausreifen.

Kann man Blauregen im Topf halten?

Ja, aber nur als Stämmchen und in einem Gefäß ab 40–50 Litern. Das Substrat darf nicht austrocknen, die Pflanze braucht zweimal im Jahr einen Schnitt, und über den Winter packen Sie das Gefäß ein und stellen es an die Hauswand.