Falscher Mehltau der Weinrebe
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Falscher Mehltau der Weinrebe - befällt ausschließlich die Gattung Weinrebe
(Plasmopara viticola)
Der falsche Mehltau der Weinrebe, auch bekannt als Peronospora (Plasmopara viticola), ist eine der schwerwiegendsten Krankheiten der Weinrebe. Es handelt sich um eine Pilzkrankheit, die Blätter, Trauben und weitere Teile der Pflanze befällt. Die Peronospora ist in Weinbaugebieten auf der ganzen Welt verbreitet und kann erhebliche Ernteverluste sowie eine Verringerung der Traubenqualität verursachen.
Die Peronospora verbreitet sich durch Sporen, die durch Luft oder Wasser übertragen werden. Die Infektion beginnt in der Regel auf der Unterseite der Blätter, wo charakteristische Flecken entstehen. Diese Flecken sind zunächst gelbgrün und breiten sich später aus, wobei sie sich in eine braunschwarze Farbe verwandeln. Auf der Oberseite der Blätter kann ein weißer fruchtiger Pilzbelag sichtbar sein.
Wenn sich die Peronospora-Infektion auf die Trauben ausbreitet, kann es zu deren Schädigung und zur Entwicklung von Fäulnis kommen. Die Trauben können sich verformen, an Qualität verlieren und den Zuckergehalt verringern. Bei starkem Befall kann die Peronospora einen Blattfall verursachen, was die Weinrebenpflanze schwächen und die künftige Ernte beeinträchtigen kann.
Prävention und Kontrolle der Peronospora umfassen verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise die Auswahl resistenter Rebsorten, eine sachgerechte Bewirtschaftung der Bepflanzung und Bewässerung zur Reduzierung der Feuchtigkeit und Verbesserung der Luftzirkulation, der Einsatz von Fungiziden zum Schutz der Pflanze vor Infektionen, regelmäßige Kontrollbegehungen der Weinberge sowie die Entfernung und Entsorgung befallener Pflanzenteile.
Falscher Mehltau auf den Blättern der Weinrebe
Wenn der Schimmel bisher nur an den Blättern aufgetreten ist, können die betroffenen Blätter entfernt werden. Bei Weinreben ist auch eine richtige Pflege wichtig – also die Pflanzen belüften, Geiztriebe entfernen, Jungtriebe in den Draht einführen, Blätter im Bereich der Trauben entfernen, gründliches Ausdünnen der Trauben. Damit verhindern Sie, dass der Schimmel bis zu den Früchten gelangt, die er vollständig unbrauchbar machen kann. Wenn Sie Weinreben zum ersten Mal anbauen, versuchen Sie, einen Fachmann zu finden, der sich im Weinrebenanbau auskennt und Ihnen dabei hilft. Am besten ist es, wenn er Ihnen die einzelnen Arbeiten rund um die Weinrebe zeigt, da eine Beschreibung nicht so anschaulich ist.
Spritzmittel gegen Weinrebenschimmel
Gegen Weinrebenschimmel gibt es Spritzmittel, die vor der Blüte und danach zweimal nach der Blüte angewendet werden müssen, manchmal auch häufiger, wenn das Sommerwetter sehr feucht ist. Die Spritzmittel basieren auf Fungiziden und dazu gehören:
- Dithane 45 M (Mancozeb) – 0,2 bis 0,3 %,
- Kuprikol 50 (Cu-Oxychlorid) – 0,5 %,
- Polyram combi (Metiram) – 0,2 bis 0,3 %,
- Ridomil MZ 72 WP (Metalaxyl + Mancozeb) – 0,25 %.
Vergessen Sie jedoch nicht, dass chemische Spritzmittel potenziell gefährlich für Menschen, Haus- und Wildtiere, Wasserorganismen und die gesamte Natur in der Umgebung sein können.
Verwenden Sie beim Spritzen stets Schutzausrüstung, wie Schutzhandschuhe oder Schutzbrille. Essen, trinken oder rauchen Sie nicht.
Führen Sie das Spritzen nur bei windstillem Wetter durch.
Quellen:
- Böhmig, Franz – Peleška, Stanislav: 2000 rad pro zahrádkáře, Ottovo nakladatelství, Praha 2001.
- Rod, Jaroslav: Choroby a škůdci na zahradě. Grada, Praha 2017
- www.wikipedia.org
- www.ireceptar.cz
- www.abecedazahrady.cz
- www.sazenicka.cz
- www.agromanual.cz
