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Grevillea

Grevillea robusta, die Australische Silbereiche – ein exotischer Zimmerbaum mit silbrig schimmerndem, farnartigem Laub. Pflege, Substrat, Schnitt, Gießen und Anzucht aus Samen. Ein idealer Solitär für helle Räume.

Australische Silbereiche (Grevillea robusta) mit fein gefiederten Blättern

Zimmerbaum mit dekorativem Blattschmuck

  • Standort: hell bis halbschattig
  • Höhe: bis 3 m
  • Blütezeit: blüht im Zimmer nicht
  • Vermehrung: durch Aussaat

Dieser Zimmerbaum stammt aus Australien, wo er 30 bis 35 m hoch wird. Im Kübel bleibt er mit 2 bis 3 m deutlich kleiner, zählt aber trotzdem zu den stattlichen Zimmerpflanzen. Die gefiederten Blätter erinnern an Farnwedel und schimmern silbrig, vor allem solange sie jung sind.

Die Gattung Silbereiche (Grevillea) gehört zur Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae) und ist in Australien mit fast zweihundert Arten vertreten. Bei uns kultiviert man nur eine einzige Art: Australische Silbereiche (Grevillea robusta). Selten findet man in Kultur die Rosmarin-Grevillee (Grevillea rosmarinifolia), eine Art mit schmalen, spitzen Fiederblättchen.

Pflege

Grevillea 'Robin Gordon' mit roten Blüten

Die Pflanze gehört nicht in die pralle Sonne, damit ihre empfindlichen Blätter nicht ausbleichen, aber auch nicht an einen dunklen Platz. Den Sommer über gedeiht sie gut im Freien. Überwintert sie kühler (bei etwa 12 °C), bleiben die Triebe gedrungener. Bei höheren Wintertemperaturen schießt sie rasch in die Höhe und verliert die schöne Form. Durch Entspitzen der Triebspitzen lässt sich eine verzweigte Pflanze ziehen.

Grevillea braucht im Frühjahr und Sommer viel Wasser, verträgt aber keine dauernde Nässe an den Wurzeln. Im Winter richtet sich die Wassergabe nach der Temperatur – je kühler der Standort, desto sparsamer wird gegossen. An warmen Tagen tut ihr häufiges Übersprühen gut. Von April bis September wird alle zwei Wochen flüssig nachgedüngt.

Im zeitigen Frühjahr wird Grevillea in Zimmerpflanzenerde umgetopft, noch besser in eine Mischung aus Lauberde, grobem Sand und kompostiertem Mist (3:1:2) mit einem kleinen Anteil lehmiger Erde. Eine zu hoch gewordene Pflanze lässt sich im zeitigen Frühjahr, noch vor dem Austrieb, tief zurückschneiden.

Vermehrung

Die Vermehrung durch Stecklinge hat kaum praktischen Wert, denn das Bewurzeln der Stecklinge zieht sich oft über Monate hin. Die Anzucht aus Samen geht dagegen schnell und problemlos. Ausgesät wird im Frühjahr oder Sommer. Schon im ersten Jahr wächst ein 30 cm hoher Sämling heran, und in 4 bis 5 Jahren kann die Pflanze bis unter die Decke reichen. Am schönsten wirkt sie als Solitär.